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Verlag Langgasse 21

^-gbl-nhans».

Schalter.HaNe Geöffnet von 8 Uhr morgens 6ts 6 Uhr abends. P»Itsche<N»nt»! Frankfurt a. M. Nr. 74SS.

12 Ausgaben.

Berliner Abteilung des Wiesbadener Tagblatts: Berlin XIV

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«ragblatthaus" Nr. 6850 - 53.

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Abend-Ausgabe.

Nr. 2C4. » 68. Jahrgang.

Stifte» Wie« usD MlurklÄMiW.

Sas nunmehr vorliegende vorläufige amtliche Ee- jamtergebnls der Reichstaaswahlen vom 6. Juni zeigt, datz keine Mehrheit der bisherigen Koalitionsparteien zu verzeichnen ist. Von den 400 Abgeordneten des neuen Reichstags zählen 110 zu den Mehrheitsfozia- tiften, o7 zum Zentrum und 45 zu den Demokraten. Das ergibt eine Gesamtzahl von nur 222. In der -liationalversammlung hatten die Koalitionsparteien von 421 Mandaten 325 inne, und zwar die Mehrheits- ^^sisten 163, das Zentrum 88 und die Demokraten 74. Wider Erwarten hoch ist die Zahl der deutschnatio­nalen Abgeordneten mit 65 gegen 42 in der National­versammlung. Die Deutsche Volkspartei errang 61 Mandate gegen 22 in der Nationalversammlung.

Wir haben nun also einen neuen Reichstag. Und wir stehen vor einem Wall von ungelösten Fragen, über den hinweg wir weder Weg noch Steg sehen. Das ist das greifbare oder bester ungreifbare Ergebnis des Ein Reichstag ist da, aber er hat keine Maioritat. Eine Regierung soll geschaffen werden, aber man weih nicht, von wem und gestützt auf wen. fragen von lebenswichtiger Bedeutung drängen im >i""^.rn un ^ von außen, und es ist keine Stimme da, die Antwort zu geben vermöchte.

Die Koalition der Mitte allein hat der deutschen Republik bis zu diesem 6. Juni Lebensmöglichkeiten gegeben. Das Wahlergebnis aber ist, dieser offenkun­digen Tatsache zum Trotz, eine Abkehr von der Politik der mittleren Linie. Ebenso klar wie die Tatsache der Abkehr von der Mitte nach den beiden Extremen hin nt dre andere Tatsache, daß jedes dieser Extreme ver­jagen muß vor jeder politisch entscheidenden Frage aus me von Deutschland Antwort gefordert wird. Weder die Rechte noch die Linke haben das Mandat, als Be­auftragte des deutschen Volkes zu handeln.

hat wie. wir bereits km gestrigen Abendblatt gemeldet haben, seine Portefeuilles zur Verfügung gestellt. Das Interimistikum muß so kurz wie möglich gestaltet werden, aus vielen Gründen von denen der naheliegende außenpolitische sich von selbst versteht. Es gilt für Deutschland, bis zur Konferenz in Spa eine vom Willen des Volkes getragene Remerung zustandezubrmgen. von der die Entente den Eindruck haben kann, daß sie nicht über Nacht wieder verschwin­det und durch eine andere abgelöst wird. Wie aber soll das geschehen?

Angesichts der außerordentlichen Schwierigkeiten

Kabinettsbildung wird vielleicht mancher wünschen wrr batten das parlamentarische Reaierunqssvstem' nach mcht m dieser Ausbildung. Jedenfalls darf die erßitzte Parteileidenschaft des Wahlkampfes bei der m'rnn der Schwieriakeiten jejtt nicht Berater sein Waffen w,r. daß sie bis zur Eröffnung des Reichstags schon rn etwas zurücktritt binter der mtdia-n über- leauna und binter der eine« großen Pflicht' für r.rr 0 . Deutschland nicht in das Chaos zurücksinken zu lasten!

Das vorläufige amtliche Ecfamtergebnis.

. . ' nz - Berlin. 9. Juni Wie wir von „ittänfiner Seife ersahren. sind bei den Mahlen zum R-i»stat nach den vor­läufigen amtlichen Meldungen, die beim Rttchswablleiter emgelaufen sind, insgesamt 25 71 9 OP 7 Stimmen ab­gegeben worden. Davon entfallen auf die Sozial­demokraten 5531 157. die Unabhängigen Sozia­listen 4 899 842, die Deutschnationale Volks- Partei 3 838 851. die Deutsche Volkspartei

3 456131, das Zentrum 3 506 866. dir Deutschen Demokraten 2 152 506. die christlich , södera- liftische Liste (Bayerische Volksvartei und Christliche Volkspartei) 1254963. die Kommunistische Partei 438199, die Deutsch - Hannoveranische Partei 318104. Auf Grund dieses Stimmenverhältnisses sind mit Berücksichtigung der Verteilung der Restttimmen aus die Verbandswahlkreise und die Reichslitte 418 Abgeord­nete gewählt worden, und zwar 92 der sozialistischen Partei. 58 des Zentrums. 36 der Deutschen Demokraten.

81 der Deutschnationalen. 59 der Denticken Volksvartei.

80 der Unabhängigen Sozialdemokraten. 2 der Kommunisten.

4 Bayerischer Bauernbund, 5 Deutsch-Hannoveraner und 21 der christlich-söderalistikchen Litte. Bei der Verrechnung »gab sich, dab von den Restttimmen über 30 000 je ein Mandat aus die Deutschen Demokraten, die Dentlchnatio- na(rn und ^die chrittli»-föderalittische Litte entfiel. Im übrigen verteilen sich die Restttimmen folgendermaßen: 11157 Sozialdemokraten. 20 808 Zentrum. 22 569 Demo­kraten. 8851 Tentschnationale. 16131 Deutsche Volksvartei 9862 Unabhängige Sozialdemokraten. 15 76? christlich-, foderalistiiche Liste. 18194 Deutsch-Hannoveraner. 18199 Kommunisten. 87 518 Deutscher Wirtschaktsbund für Stadt und Land.

Unter Hinzurechnung der Abgeordneten aus den Abstimmungsgebieten ergibt sich, das, der neue Reichstag insgesamt 46 0 Abgeordnete zählen wird. Dir M an dats »ertei lun g eraibt mit dieser Zurech­nung: Sozialdemokratische M-hrheitsvartei 116. Zentrum 67. Demokraten 45. Christlich-Föderalitten 21. Deutkchnatio- tuue Volksvartei 65. Deutsche Volksvartei 61. Unabhängige -Sozialdemokraten 80. Kommunisten 2. Bayerischer Bauern« »und 4, Deutsch-Hannoveraner 5.

Die Schwierigkeiten der Regierungzusammenstellung.

nfiow"' 6. Juni. ((Ein. Drabtbericht.) Die Mit-

fntlu r ^T°kra tischen Reichstagsfraktion. Intimi! te sil ®etltn anwesend sind, haben gestern mittag em okratischen Ministern über ® te geschaffene neue Situation beraten.

*1 l! tan v> ime uns berichtet wird, überein, anzuer- „ bas Votum der Wählerschaft gegen die bislang

““""J ~ c 32& a £ eit geführte Politik ausgefallen ist und daß Zunächst den Siegern überlasten müste. die Wege zu R* iiir den Gang der deutschen Dinge im Innern rnL» m %. nützlich und angezeigt halten. Mit anderen Worten, die Demokraten wollen sich „A“* *' den Regierungsaekchäften drängen rb^en durchaus erwünscht sein, wenn sie. die »Een Bemühens es der Wählerschaft nicht reckt m?^bn konnten, zunächst.wieder einmal vor dem Vorhang 7;!?®, Än können. Damit sind natürlich die Sckwierig- «r BeöoBen. und man bat das deutliche

aIs P* auch die Recktsvarteien trotz allen Jubel- N-^-^/,--sircht reckt glücklich sind. Das kommt in ihrer ^e^ selbstverständlich nicht ganz zum Ausdruck, aber unter rsL 5? Ta 5. r .* nian dock mancherlei, was darauf schließen

“ L" Sieger ihres Erfolges-bislang nicht recht frob

Kreisen der Rubigdenkenden unter ibnen. Ä Verantwortungsgefühl ausqestattet. de- dem Plan. entweder die bisherige fVsrfi* t x n ^ te Geschäfte weiterfübren z u Eer ein reines G e s ch ä f t s m i n i st e r i u m ju bilden. Man denkt da offenbar an eine Art Kampf- ^Er die bisberig? Koalition unter Verückstch- Wunsche der Rechten, aber unter ibrer wobl- bie Regierung weiter in der Hand be­guck nnr-'in^r«-^' aus der Verlegenheit geboren, natürlich nMt Ll“ 5 , btutfs t mttteI der Verlegenbeit. Zunächst ist noch nicht einmal zu sagen, ob Demokraten und Zentrum wische Verhältnissen eine auch nur rechne-

nti-x ^.ehrhelt bleiben. Aber wenn dem auch io wäre, io 'I'ebe die eigene Basts der bisherigen Koalition bedrohlich IM“ 1 - und auch eine freundlich zugesagte wohlwollende §e^erung durch die draußenstebende Rechte vermöchte dieses Eigener Grundlage nicht ,u ersehen. Das wäre ein ^L^ollen auf Kündigung das ein Windstoß schon eines mrg .cheaen umblaien könnte. Dann wäre noch

E von selbst anzubieten scheint: die ? >, i . S e“ r K e -\ - d'^ R * mehrfach bereit er- ,die Koalition einzu treten. Dem aber M^i d^e r i nTagen immer wieder von neuem erörterte Jxil® der So,, aldemokraten entgegen. Vielleicht gäbe es darüber hinaus durch Annäherung und Umgruvvleruna innerhalb der Parteien noch einen dritten Ausweg hierfür ist einstweilen die Zeit noch

mntiJini' So steht am Ende aller Überlegungen und Er- fofisfei I / taen nUt ^ aS ® un e ^- die Ungewißheit, die Rat-

der ..Deutschen Allg. Zta." ist gestern früh bereits vorgeschlagen worden, zunächst mit Hilfe der alten Koalition -1 “ r6eite ? und dann nach zwei oder drei Monaten den Reichstag au^ruloken. Auch dieser Vorschlag ent'orinat der allgemeinen Ratlosigkeit. Än zwei bis drei Monaten werden die D,nae. wird die Stimmung der Wäblermasien te kaum geändert buben. Die Wablmüdigkeit. die iettt

sich nur noch vermehren. Das Ergebnis, das ist auch die Auffaüuna non Männern, die in den lebten Wochen auf Wablreisen weilten und dies alle--- orts beobamtet baden, wurde noch weniger unteren Wün- Eakivrechen als beute. Man wird allo schon versuchen unt dem Reichstag vom 6. Juni abz-finden und rung z^Lewinnen"^ etne verfassungsmäßige Regie-

Br. Berlin. 9. Juni. (Eia. Drahtbericht.) Im ..Vor- unrd m einer oarteioffiziöfen. wenn nicht regierungs- offrziosen Erklärung mitgeteilt, daß der Reichsvräii- dent bisher noch mit keinem führenden Voli- t i k e r über die Frage der Regierunasbilduna verhandelt hat. also auch nickt, wie gestern gemeldet worden war. mit Herrn Hermann Müller. Solche Ver­handlungen wurden mit Aussicht auf Erfolg erst möglich sein wenn sich d,e Fraktionen des neuen Reichstags konstituiert haben. Das ,st die Auffassung, die auch wir öfters vertreten haben. Endlich wird non dem sozialdemokratischen Blatte erklärt, daß der Schlüssel der Situation ießt b e i ?^a.."vabbangiaen liege. Rur diele könnten in- dem ste sich zur vositiven Mitarbeit bereit erklären, die Not­wendigkeit eine Regierung der Reckten zu bilden, vermeiden Die Sozialdemokratie würde sich iedensalls an einer weiter nach rechts stehenden Regierung nicht beteiligen, sondern in Ovvosition zu ihr sieben. Einstweilen erntet der Vor- warts für seine wiederbolten Liebesmühen bei den Unab­hängigen nur ebenso wiederholten Svott und Hobn Die neugewablte sozialdemok.-atische Reichstagsfraktion und der Parteiansschuß treten Canntagvormittaa ,u einer gemein- Vesvrechung z-sammen. in der dann wobl endgültig entschieden werden wird.

Die ..Germania" erklärt beute, ste hätte kür ihren Teil nichts dagegen einz-iwenden. wenn die Deutsche Volks­vartei in d i e K o a l i t i o n eintreten würde, bezweifelt aber, ob eine solche Koalition vraktiscke Arbeit zu leisten vermöge. Dagegen will offenbar das Zentrum von einem Mitremeren der Unabhängigen nichts willen. Die Deutsche Volksvarte, aber gibt erneut ihre Bereitschaft zum Eintritt in die Koalition bekannt. Anch Herr Rinnser de- nach der Reichsliste,u der Deutschen Volksvartei zählt über.

!.L?Zw°n7"dekAE Rundschau"

t Berlin. 9 Juni. Wie dem ..23. L.-A." von anaeb- lick maßgebender Seite mitgeteilt wird, dürfte die De v t s ch- nationale Volksvartei bereit fein, in eine Regie­rung emzutreten, an der auch die M e b r h e i t s f o z i a- tellnebmen würden. Voraussetzung sei aber daß die Deutschnationalen nickt gezwungen würden, von 'ihren Hauvtgrundsatzen abzuweichen. Auch die Deutsche Volks- vartei fe, bereit, einer Koalition beizutreten, in der auch dre Mebrbeit-sozralistin säßen. Vorbedingung leien jgdock ernige Forderungen.

Wahlkreis Lrgebrriffe

Hessen-Nassau.

. 8. Juni. Das amtliche Eefamt-erneb-

Stimmenne!f-r^^^ei'es Hessen-Nallau führt nachstehende für ru ?“tzh- ohne Berucksimtiguna der zunächst aebenden^K?'bv°rLand mit Sellen-Darmstadt noch maß« datzuerteil?ng auf7°"' Klammern angefügte Man«

Deutschngtionale Partei .... 171 080 (2)

Deutlcke Volksvartei.189185 (3)

Zentrum .180111(3)

111 984 (1)

297 883 (4)

139 937 (2)

15 854 (0) betrachtet werden,: Landwirt Lind

Deutsche demokratische Partei . .

Sozialdemokratische Partei . .

Unabhängige sozialdemokr. Partei

Kommunisten..

Als gewählt können daher bis jetzt'

Staatsmrnlster a. D. HelfferiÄ und uanowm Ltnd ?^..?^r!^°k>onalen Partei. Dr. R i e ß e r. Landwirk und Lolomotivfuhrer Seibert von der Deutschen Volksvartei Lehrer Schwarz. Landwirt Herbert und Gewerkschaftssekretar H o n e r vom Zentrum. Professor Dr. Schuckina von der Deutschen demokratischen Partei. Ob^bErmelster Scheidemann. Frau Tesch. Sttbei- ekretäi K a i i e r und Landrat Tüöne von den Mehr- °ön den Un°bhS?gÄen. Drßmann uno Toni Sender

Anfechtung des WahlergeSnffses.

. .VY-, Berlin. 9. Juni. Dem „SB. L.-A." wird aus Kassel berichtet, daß das Ergebnis der Reichstaaswahlen im - 'reis Selien-Nassau w-gen zahlreiche«

wrmaler^ B-rttöße sowie wegen angeblicher gesetzwidrige» Beernklussung angefochten werden würde.

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11. Magdeburg;

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158 355

23 638

58 431

17. Ott-Hannover:

8 920 23 411 107 862

38 573

85 249

77 949

Welfen: 126 203.

23. Köln-Aachen:

443 231 85 069 160 SS3

71850

2 372

1

30 507

Lhristl. Volksvt.: 34 871. 29. Franken:

— 131 705 183 630

174 886

8 898

10 873

Bayerische Volksvartei: 309 257 : Bayerische MÜtel- vartei (der D.-Natl. Partei angeichl.): 201838.

Französische Pressestimmen.

Sb. Paris. 8. Juni. In den französischen Zettsnsen negen beute die eriten Betrachtungen über da» Ergebnis der Reickstagswablen vor. Das ..Ecko de Paris", das führende Blatt der französischen Jmoerialisten. schreibt: „Die Niederlage der Koalition steht jedenfalls außer Zweifel. In Deutschland ist kein Platz für die Regierung der Ordnung und der Demokratie.

Eristenz man uns seit dem Waffenstillstand glauben machen wollte. Wer überlegen wollte, vorausgelehen. Selbst die Gläubigsten müllen Illusionen verzichten. Die ganze Frage besteht willen, ob die vorgebliche deutsche Revublik in

an deren hartnäckig batte das auf ihre darin, zu einer mili­

taristischen oder kommunistischen Diktatur enden wird. In Frankreich furchtet man mehr die militaristische Gefahr, in England meor die Gefahr der Anarchie. Das endgültige Wahlergebnis wird den bisherigen Eindruck befestigen, daß unsere Befürchtung begründet ist: die reaktionären Parteien blerben zu macktig in Deutschland, als daß es klug wäre die Bedingungen zu mildern, welcke die Alliierten festgesetzt baden zur Entwaffnung Deutschlands."

Journal des Däbats", sagt über die deutschen Reichstaaswahlen: Eine Neuorientierung nach rechts oder links sei möglich. Das katholische Zentrum werve vielleicht imstande sein, je nachdem es sich auf die eine od->r andere Seite schlage, die Entscheidung zu geben. Er habe schon oft die Rolle des Vermittlers geivielt.

Der „Temvs" meint, die Nachbarn Deutschlands durften durch das Ergebnis der Reickstagswablen nicht leiden. Die verschiedenen deutschen Parteien müßten nun­mehr ihre Absicht bekannt geben in bezug aus die Ausfüh­rung des Friedensvertrages und die Beziehungen Deut-ch- lands zu jeder der Nationen, mit denen es Krieg geführt habe. Es wäre besonders nützlich, wenn sich Seide Parteien deren Einfluß durch die Wahl gestärkt sei. also die Deutsche Volksvartei und die Unabhängigen Sozialdemokraten, ohne Verzug über ihre künftige Haltung in den euroväischen Fragen festlegen würden.

Der nationalistische Lyoner „N o u v e l l i st e" zieht aus den Wahlen den Schluß, daß die Furcht vor der deu- scheu Revolution die bürgerlichen Mallen der Reaktion sugetrieüen babe. Er gibt aber auch zu. daß die bisherige Koalitionsregierung dadurch geschwächt war. daß sie den Versailler Friedensvertrag batte unterzeichnen müllen. Der Sozialdemokratie sei es nickt gelungen, die Verivrechun- gen ju erfüllen, d'e sie der Landbevölkerung gegeben babe. Sie habe ,n Deutschland wie überall bewiesen, daß sie nur zerstören könne, aber unfähig sei. wieder aufzubauen.

» Der,linksrepublikanische ..Proar « s" schreibt: „Es wäre lächerlich, in diesem Augenblick schon Zukunitskom- brnatronen anzustellen. Der radikale Sozialismus der äußersten Lrn.en und die Alldeutschen erbeben sich mit wach­sender Kraft gegen die Parteien, die Deutschland bisher regiert haben. Diese doppelte Ovvosition vereinigt mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen, und diele einfache