Verlag Langgass« 21
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M.ttwov, 3!. März 1920.
Ernste Lage im JndustriegebieL.
Fr. Berlin, 31. März. (Eig. Drahtbericht.) Wie wir yoccrr, tzersrickt drc Regierung fmmer noch, vorlcui-ig dttrch Beschw-ch- tigung, einen Ee.^ralitrcik zu vermeiden. Sie glaubt rn-
iigung, einen Ge.tsralstretl zu - r ~- — ...
dessen, an dem militärischen Einmarsch f e st - halten zu müssen und gibt lediglich das Versprechen ab, auf die militärische Leitung einen starken Druck auszu- üüeii, drß sie sich jeglicher Feindseligkeit gegen me Ärbeitersck'nft enthält. Mitteilungen aus zuverlastgrr Quelle zufolge will sich die Regierung der Leitung der Ge- werffckiasten gegenüber bereit erklären, auch für oas Ruhr- gebict die Standgerichte aufzuheben.
Die Lage im Ruhrgebiet wird, wie der „Frqutf. Ztg. Berlin gemeldet wird, von der Regierung als sehr ernst angesehen.. In einer Kabiircttssitzung wurde be-
aus
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fchlesien, alles 311 tun. um jedes unnötige Blutvcr- aie ßcn zu vermeiden. Zu diesem Zweck ist auch der neue preußische Minister des Innern, Severing, nach dem rheinisck-w. sffälifchen Industriegebiet entsandt worden. Aus seiner Tätigkeit als Staatötommissar kennt er die dortigen Verbältnisse. ?lu§ der Arbeiterschaft stammend, wird er auai um beiten die Wege rinden, um irregeführte Arbeiter aus den Boden, der Verfassung und des Rechts zurückzubringen. Von der Reicksregieruug hat er weitgehende Generalvollm acht und nur mit seinem Einverständnis wird General Wätter weiter^ Maßnahmen treffen können. Die Erklärung des Reichskanzlers Hermann Müller wird in parlamentarischen Kreisen so gedeutet, daß die Regierung auch jetzt noch bereit ift, im Wege der Verständigung die schweren Gefahren eines Bürgerkrieges zu vermeiden. Voraussetzung dafür ist aber, daß auch die Arbeiterschaft zur Vernunft zurückkehrt und oast Lei -br die Einsicht durchbricht, welche schwere Verantwortung sie ftir den B> stand des Reiches auf sich lädt, wenn sie sich weiterbin außerhalb der Verfasiung stellt und wenn sie gar die Drohung verwirklichen sollte, die Stäote durch Spreng- kolorneu zu zerstören. Auf allen Seiten ift jetzt rubig Blut i.otwendig, damit das. durch den Kapp-Vuffck, heraufbeschwo- rene grobe Unglück nicht wich, weiter vermehrt werde. Aller- dingS darf und kann kein Zweifel darüber cruifkommen, daß nur der Weg über die wahre Demokratie in die Zukunft führt. Jede Diktatur, ob von rechts oder von links, stürzt ur.S ins Verderben und di» Regierung' bat die Pflicht, mit allen Mitteln für Rübe und Ordnung zu sorgen.
Die Vollmachten Severings.
W.T.-B. Berlin, 80. März. Im A ischluß an die Bor- kommmsse im Ruhrrevier erteilte die Reichsregierung dem Reicks- und Staatskommisiar Severing folgende erweiterte B 0 l l m a ck t: Die Vollmacht des Reichs- und Staats - kommisiurs Siverir.g wird dahin erweitert, daß dre Entscheidungen über militärische Operationen in dem Gebiet, für das er bestellt ist. im Einvernehmen mit rhm erfolgen.sollen. Er wird ferner bevollmächtigt/ erstens zu prüfen und zu entscheiden. ob Personen, die in Schutzhaft oder in sonst nich gerichtlich bestätigte Last genommen sind, festzuhalten oder vorbehaltlich des gerichtlichen Verfahrens zu entlasten sind, pveitenö den Namen derjenigen Personen zu bezeichnen, eeren Entlastung oder sonstige disziplinarische Verfolgung er empfieb't, weil sie an der von Knopp und Frhc.t. v. Lüttwitz einaelcitsten hochverräterischen Bewegung sich als Führer, Rerft'hre: oder Aufhetzer aktiv beteiligten. Er tst ermücht-gt. Unterbevollmächtigte für einzelne Städte oder Be- ziike zu ernennen, die den militärischen Stellen als politische Berater tur Seite strbeit. Sämtliche Behörden werden ersucht und' alle Organisationen, Verbände und andere Stellen werden a-Enelordert. dem Reichskommistar und seinen Unter- bevollmäcktigten jede nötige Unterstützung zu gewähren.
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Ter militärische Vormarsch.
Br. Berlin. 31. Mär; (Eig. Drahtbericht.) Von zuständiger Stelle erfahren wir- Um jeden Irrtum über den Charakter der Truppen aue-usch'l:- tzen, hat Reichswehrminister Dehler weiter eine Reihe von Anweisungen ergehen tÄssen, die auch eurgehalten werden Die Truppen führen schwarz-rot- goldene Fahnen mit sich. Jedes provozierende Auftreten ist ihnen unt-rlazr. Jede unnctrge Festnahn e soll unterbleiben. Kurz, es soll mit aller nur möglichen Zurückhaltung vorgeg.ritq.-n werden. Nichts darf ohne Anweisung des Staut'kommt.,ar; Severing geschehen. Der Truppe voran geben Zloilkommiffare, die Aufklärung über den Zweck des Vormarsches verbreiten und in letzter Stunde den Äusjtändischen gut Zureden sollen Hinter oen Trupvan werden Leven-, mllte» heranqerollt da dieNot i:i der v:-n radikalsten Kommunisten und den Aufrührern heiingesuchten Städten aufs höchste gestiegen ist.
rnz , Berlin, 3". März. Wie wir heute abend aus zuverlässiger Quelle Horen, dauerte die Berrtuag her Reichsregie, rung mit Gewrgl v. Seecki heute vormittag noch an. Die militärische Vorbereitung im Ruhrgebiet geht ihren Gang tvei'er. Nack Ablauf des Ultimatums um 12 Uhr mittags werden die einzelnen Truppenverbände schrittweise ver- sckolen. Den Verbänden wurde die größte Mäßigung an- lefoblen.
Die Hoffnung der Skegkerung.
Ur. Berlin, 31. März. (Eig. Drahtbericht.) Von maß- gebet.der Seite hören wir. daß trotz dev ernsten Zuspitzung der Lage durch die bevorst.hende Entscheidungsakt on tm Rulrievier die Reaicrung h 0 ff t, ' b a l d i gst die^ be stehende Kriscüberwunden zu haben «tc »>t
Abend-Ausgabe.
der Ansicht, daß die Besonnenheit der deutscheu Aroeiterseyaft zu groß sei, um im gegenwärtigen Augenblick das Land tn reue schwere Unruben zu stürzen. Die Negierung wird indes nicht ve.fehlen, bei allen ausbreche.iden Putschen von links s'ch auf die ihr ergebenen Truppen zu stützen.
Ter Generalstreik und seine Ziele.
Br. Berlin. 31. Mac;. «Eig. Drahibcricht.) Die militärischen Wasjiiahtn-n gegen die Rote Arm.ee im Ruhrgebiet sollen nuan-ehr bsgiunea Die radltale Arbeiterschaft in ganz Deutschland wird daraus init einem allgemeinen Eeneralstreik antworten. In Bev- - - - "ud
lin, München, Hamburg, Bremen, Kiel und ganz Schlesien, in ganz Sachsen, in Frankfurt a. M. und
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ist das Ziel des Streits? nach A"gabe der masigeben
Mannheim und in Stuttgart haben bereits die, Be triebsratsausshüsie beschlasien. einen d u r ch g r e 1 s e nden Generalstreik in Szene zu setzen. Zunaüzl
den Fülrer lediglich die Enlsernu ig des Militärs aus Ruhi " ' "" - " " “ “~
dem Ruhrgebiet. Alan nimmt sedoch an. dah die Bestrebungen viel weiter gehen und die Errichtung eine? sozial! ftischen Arbeiterregierung im Auge haben. Wie wir weiter hören, scheinen die Gewerkschasten vorläufig ncch nicht die Absicht zu haben, sich der Eeneralstreikproklainat' in anzulchlietzen. Ter Gewerkschaftsführer L egi en hat, erklärt, dast er in dem Vorgehen der Regieru.rg keinen Bruch des Abkommens erblicken kenne.
mz. Berlin, 81. März. Die GenerchlversEmliing der revalutlemöven Betriebsräte hielt am D enstiMobend eine Sitzung ab, die so stark besucht war, daß Hunderte keinen Einlaß fttcken hznnten. Nach etiva vierstündigen Verhandlungen traten viele Dekeq orte für den sofortigen Generalstreik 11 Uhr nachts ein. ES ging der Versammlung
eine MiftcAi'ng der Reichsregierung zu, wonach General Walter/ein .Zitz Ikpmmisio,r beigegeben und; den Arbeitern im Rwbresbiet. ein neues Ultimotrm ne stellt worden ist Zuletzt tvnrde des.'' lo"en, am Mittn'rchvornftttsg in den einzelnen Betrieben darüber abstimmen za lassen, ob gestreckt werden solle oder nicht.
Ein: Antwort der Reichsregierung auf die Wünsche der G:w rkfch ften.
mz. Berlin, 30. März. Im Anschluß an die sprechungen, die heute vormittag zwischen den Vertretern ter Gewerkichnftscrganikntionen und der sozialistischen Parteien and der Rcichsregst rnng stattgefunden haben, hat die ReickSregiernng auf lie dort vorgetragenen Wünsche mit nachstehendem Schreiben erwidert:
Die Reichsre,tcrung sieht nach wie vor in dem Bielefelder Abkommen eine geeignete Grundlage für die Regelung der Verhältnisse im Rnbrrevier und für die Wiederberitellung verfasiungsmäsiiger Zustände. Sie hat auch ibrerseits sich an das Bielefelder Abkommen gebunden und die Truppen bisher nicht in das Indujtriegz biet ein- marsibicren lassen. Dies habe der Reichswehrminister gestern
in der Nationalversammlung ausdrücklich feshsestellt. Dagegen ist von der anderen Seite, obwohl inzwischen sieben
Tage verflossen sind, nicht das Geringste geschehen, um die ans dem Bielefelder Abkommen si.b ergebenden Ber- sflichtvngcn zu erfüllen. Im Gegenteil. Wesel ist unausgesetzt avgcpriffer werden. Plünderungen haben in zahlreichen Orten itattgefunden, erpresserisch« Eingriffe in Bank- devets und die Bestände der Reichsbank baben sich ereignet. Lelensmittel nstv. siid gewaltsam weggeworfen worden. Hilferufe au? Stadt und Land treffen ununterbrochen bei der Reichsregierung ein. Pflicht der Regierung, die von jedem Einsichtigen anerkannt werden muß. ist, dieser Not ein E n b e g « machen und wieder für alle Bewohner des Ruhr- gebirts geordnete Zustände herzustellen. D-es soll auf der Grundlage des Bielefelder Abkommens nefebeben, bei dessen Abschluß die Abberufung des Generals Wärter nickt nur nichi verlangt, sondern ausdrücklich gemeinsam abgelehnt wurde. Im übrigen wird die Durchführung der notwendigen M-rß- nlbinen, die bereits vom Reiclch-kaazler in der heutigen Sitzr-r.g der Nationalversammlung mitgeteilt wurden, unter Beteiligung von Zivi'vertrauensmännern und in der Form erfolgen, daß die Bevölkerung mehr als 4? Stunden Zert baben wird, von sich aus geordnete Zustände zu schaffen, so d:f- die etwa notwendige Anwendung vcn Oiewalt nur aus Aufruhr und Verbrechen beschränkt wird. Die Reichsreqie» rung: (Gez.) Müller.
Der neue Protrstftcett.
im. Berlin^LO. März. Dem »Vorwärts" zufolge setzte bertle im Rnbrrevier, entsprechend den Beschlüssen des aus allen drei sozialistischen Parteien bestebenden Elberfclder Ausschusses, der Generalstreik zum Protest gegen den angedrohten Einmarsch der Truppen des Gen-ralsWatter ein.
Ein belgisches Nltlmotum an die Raten Truppen in Tuksburg?
8 r. Haag, 31 März. (Eig. Drahtbericht.) Nach dem Algcmeen Hanbclsblad sind Sonntagmittog ein b e l g i - cher Offizier und ein Beamter ans dem Rathaus in
Duisburg erschienen und haben dem Spartakidenführcr Wilot ein lUtiwotwm auf sofortige Räumung von Duisburg und Wahruno einer Neutralftätszone von 10 Kilometer östlich des Rheins über, eicht. Dieses Ultimatum übt einen stucken Druck auf die kpariakidiiche Stimmung aus.
Nr. 154, . 68. Jahrgang.
Die Nationalversammlung.
(Eigener Drahtbericht des Wiesbadener Tagbtatts.)
W. T.-B. Berlin, 30. 2Röi„.
Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 10,25 Uhr. Fortsetzung der Besprechung einer Erklärung der Negierung.
Abg. Dr. Düringer (D.-Natl.): Die Nachricht, Kapp havr sich zum Reichskanzler gemacht, hat mich zu dem Satz veriu laßt daß die Dummbeit immer die größte Tod sünde sei. Druck erzeugt immer Gegendruck, gibt es kein Ventil, io erfolgt eine Explosion. Regierung und Parteien, die stlbst verfassungswidrig ihre Macht verlängern, haben kein Reckt, sick über den verfassungswidrigen Putsch zu entrüsten. iWiderfpruch bei der Mehrheit.) Vielleicht aber var der Regierung die Entwicklung des Putsches gar nicht unan- genebm. (Großer Lärm bei der Mehrheit.) — Präsiden, Fehrcnboch: Ich teile Ihre Entrüstung, bitte aber, den Rednc- fortiahren zu lassen. — Abg. Düringer fortfahrend. Mc>e.- Partei bat bezüglich des 13. März ein reines Gewissen. .Lacken bei der Mehrheit.) Wir mißbilligen den Putsch, habtn ihn anck nickt begünstigt. Die Menge, die den Putsch Hinte- dem Rücken der Partei angezcttelt hat, hat in ihr keine Roll? gespielt. (Rufe- Traub!) Traut- ist erst nachher dem Putsch leigctretcn (Rufe: Kapp') Kapp ist der Sohn eines Revolutionärs und iit erblich b e l a st e t. Kapp bat in seine,.! KönwSberoer Blatt die Deutschnationalen schon schürf kriri- r-ert und hat keiner Sitzung deS HauptaitLschuffeS beigcwohnt. Traub ist an sich kein schlechter Mensch, aber ein schlechter Politiker Die Verfassung mtlß von allen hochgehalten werden. auch von denjenigen, deren Überzeugung sie nicht'entspricht. Wir müssen in streng verfassungsmäßiger Arbeit uns znfammenfinden.
Reichskanzler Müller: Im Ruhrgebiet, im Rheinland und in Weitsulen ist Erregung vorhanden, weil man sckarie militärische Maßnahmen erwartet. In der gestrigen Ärbiiwttssitznng wurde beschlossen, alle unnötigen Schroffheiten zn vermeiden. Die dortigen Truppen sind regierungstreu. Sie lechzen nich: nach Arbeiterblut, wie man in Elber- i> ld >'agtc. Es ist Blut genug geflossen. Erfreulicherweise bat die französische Regierttng zugestimmt, d-rß wir zwei bi? drei Wochen lang eine erhöhte Trupvenzahl in das neutrale l'nriihioe Gebiet' entsenden können. Die Bedingungen des Geverals Matter sind gemildert worden. Wir erhoffen yn« Ent'xani-una der Lage in wenigen Tagen.
Reichsminister des Innern Sich: Die demokratische Regierung rst keine Parteiregierung. Es wich vielfach von einer skrupellosen Leitung zu regieren versucht. Unsere Schuld wird es nicht sein, wenn die Gesetze über die Ent- fchndigunacn der Ausländsdeutschen und anderer nicht mehr von der Nattonalt-ersammlung verabschiedet werden können. Nock: schlimmer ift cs. daß die Wahlen mm gemacht werden
v-üffen, bevor die Absttmmuvgen in den besetzten Gebieten ~ “ - iänz - '
leerdet sind. Der Putsch war glänzepd vorbereitet; er scheiterte am deutschen Volke. Weshalb ging die Negierung von Berlin fort? Weil es nicht Sache der Führer sein kann, sich im Auoei.dlick der Gefahr vorn im Schützengraben gefangeri- nchmen zu lassen. Dieses Vorgehen war Kapvs Verhängnis. Die Maßnahmen der Regierung gegen die Erhebe ng im Westen halten die richtige Mitte zwischen der Nachsicht gegenüber denen, die nur «mS Unverstand zu lange auf der Straße geblieben und der Strenge gegenüber denen, die yon links die Anarchie erstreben.
Abg. Leicht (Bayer. Vpt.): Ob es sich im Ruhrgebiet um Bolschewismus handelt, steht dahin; aber er kann daraus werden. Das Ultimatum war nötig, denn wir brauchen Ruhe pick» Oicknunq.
Aba. WelS lSoz.): Die Herren Heinz« und Hergt hätte» am 0. März sckon daö Parlament auf die Gefahr des drolenden Putsche? aufmerksam machen müssen. Der Pittsch >vac von langer Hand vorlereitet. Kovp batte lange mit Ludendorff verhandelt und nach Generalen gesucht, die den Mut zu einer Gewaltpolitik hätten. Das Ausland wich Vertrauen zur denffchen Demokratie gewinnen. Ohne Koalition aibt cS in Deuffckland keine Regierung. Das sei den Unabhängigen gesagt. Der Feind steht rechts; er soll den Kampf bis aufs Messer haben.
Präsident Fehrenbach bittet, sich kurz zu fassen. Alau kann in zehn Minuten viel wirkungsvoller sprechen als in einer Stunde ES wäre doch zu wünschen, daß die Mitglieder des Hauses am Gn'indonnerStag zu Hause wären, das Reick könne doch kaum darunter leiden.
Abg. Behrens (D.-Natl.)' Die Rede WelS' sei einer Vokks- verst mmlung würdig gewesen. Er weise die unerwiesem- Unteritellung gegen seine Partei entschieden zurück.
Abg Dr. Hugo (D. Vpt.) weist zurück, daß seine Partei vom Putsch vorher Kenntnis gehabt habe. Herr Narehky habe gebandelt auf Mitteilung regierungstreuer Offiziere, was in der van ihm selbst beantragten disziplinarischen Untersuchung zur Sprache kommen werde Auch der Kampf im Ruhr- gebiet sei vorbereitet gewesen.
Reichtminister Koch rechtfertigt das Verhalten der Regienn.g gegenüber reaktionären Bestrebungen in der Studentenschaft. Die Reichsregierung wäre in Berlin m Schutzhaft genommen worden, wenn sie dgrt ge- t lieben wäre. Nur außerbalb Berlins konnte sie sich zu einem Hort des Widerstandes gegen Kapp entwickeln.
Abg Secger (U. S.): Hätte die Regierung, was sie jetzt tun will, mit eisernem Besen ausgefegt, so wäre es nicht zu der Spannung gekommen, zu der die letzten Kämpfe geführt hol<n.
Es filgen persönliche Bemerkungen. — Der Antrag Arnstadt lD.-Ratl.). Mißtrauensvotum gegen tie Regienmg, wird abgelehnt. —- Der Antrag Löbe- Payer-Trirnborn auf Billigung der RegierunKs-
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