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Samstag, 13. März 1820.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 123 . ♦ 68. Jahrgang.

Umsturzbestrebungen.

Verhaftungen und 5Uarmdereiischaft in Berlin.

nu. Berlin. 42 Mär? sTrvbtberichst) über General, kandschaftsdirektcr Lapp. Hauptmann u D. Pa bst und die Schriftsteller E rabowsky und Schnitzler ist die Schutzhaft terbängt irrrdeu Tie beiden letzteren waren aber nicht aufzufindeu. Tie Sickerhelts- und Reichswehr m Berlin sind deute in Alarmbereitschaft. Von zu- ständiger Stelle wird dazu lnil,geteilt, das; in Berlin seit einiger Zeit eine rechtslrberaie Llique besteht, deren Bestreb«' auf den Umsturz bivautläuft. Es wird auch miigateilt, daß die Rechtsparteien der Nationalver­sammlung sowie der preußischen Marderrersammlung der Sache fernfteben,

So wert die Nachricht, aus der sich zunächst noch nicht er­kennen läßt, ob dre Befurch turgen, n eiche zu den oben ange­führten L'tt ßiiahinen, wie Tchuybafr und Alormbereitschfaft. führten, lediglich zur Beruhigung de» eigenen Beraiilwor- Lui gcgtfüdis, also aus übertriebti er Vorsicht, getroffen wur­den. oder ob -bnev tatsächliche Vakorrmi-iife zugrunde liegen, dre eine ernstliche £. l. s p > tzu » g der gegenwärtigen inner- politischen Situation bedeuten Es ist nr-ht zu ver­kennen daß L:c Rrcklcparteien der Auffasn ng sind, mit ihrer politische» Überzeug"ng Oderwc-sser gewonnen zu haben-, der Antrag aus Au^cks ing der Nationalversamml ung, die Pcäst- der.tsckaflskc.nd datur Hiiidenburgs u»d äbnliches hatten wohl lediglich den Zn eck. St-mmung zu machen, und andere Vor­fall: sollten die Proraganta wirksam unterstützen. Daß sich aber die Vcihältnisse in Berlin bereits so weit zngejpiht haben

S ollten. Laß ein reaktionärer Putscht ersuch irgendwelche Ans­ichten aus Erfolg Kalen konnte, erscheint wohl ausgeschlossen und wiid wohl auch von den Führern de ^ extremen Rechten nickl geglai bt. ^mmerain darr man der iveitcren Aufklärung über den Pc > fall m:i Inteieste entgegensehen. Von den an­geführter- Persinlichkeile» ist besonders der Generilland- schiafiidirektor Lapp bekannt, der seiner,eit dtn Vorstoß gegen den damaligen Reichskanzler v. Bethmann Hollweg unternahm.

Zu dem Vorfall erkalten wir noch die nachstehende Mel­dung unserer Berlinei Redaktion:

8r. Berlin, 12. März. <Ei-g. Drahtbericht.) Die Regie- imttg hat dte Schutzhaft über die genanntem Herren verhängt, nachcem sie eriigetzruide Mitteillungen über deren agitato­rische Maßnab men erhalten hatte. Es wurde den-- Hauptmn-n'i P-.ost vorqenwrfen drß er sei ne Beziehun­gen zu Offizieren der Reichswehr d«,.uiscfrnubt -habe, um eine Re-be «ui voran tn>ortlici>en Posten befind!iche Gruppe,i-ks-chi er dazu zu vera.n-l<>ss«r, sah aktiv den. Bestrsbun. gen zur Wiederherstellung der Monarchie -rr w-rs- men. Er habe dabei emig-e Teilerfolg« gehabt, die dazu geführt hab---n. daß mehrere Offiziere eine ständige Verein:, gung zur W i-ode r he r.st e ll ui cg der Monarchie gegründet haben. Gegen bem General Io-, chschaftsd ire kt or Lapp liegen Beschiuer» den vor, daß sein« Person zu den führenden Elemen­ten der monarchistischen Kreise gehörte, die beion- der» im ag dutvoischer Hirisichi in der Provinz eine sehr wirk­same Tätigkeil aus üb ten. die dazu geeignet ist. Befoygniffe yinsittztlnh der Haltung der Landbevölkerung zu evwe>krn. D-rs Reicksloibi,nett hit sich sofort mit xr Angelegeu- he.t befaßt -rr-d ist zu dem Entschluß getommen. daß ei» SÄutzhaftibefehl gegen bei.de Herren drinoend notwondig ist. doch düotte die gamze Angelcgewheit vorläufig wesentlich im tllahmen des Ausnah mezu st and es behanidelt werden. Das R-eici-swohrm in iffter - um und inAbesondere der Minister Rosk« stlibst Hirt eingehondc Nachprüfungen eingeleitet,-um f«stzwst> llew, ob die über beide Herr«« eingetairfen«, Mold««, gem den Tatsachen entsprechen, wie es sich denn auch bestätigt Hatz daß von den beiden e.ne die Regierung gefährdende Tätig­keit amrg-ga»gen i>st. Immerhin ist anzumebmien. daß das Ankla-geenaterial im Sinne des Reichsstrafgesetzbuchs gegen ne wicht aiisreich-ii wird, um ein Verfahren zu eröffnen. Das Reichskuchnett wird sich noch we ter mit dieker Angelexemhait ?u befassen «alben. Von zustäiidlgcr Sielle D>"d aersichertz aaß t.e Rsgierwrig einen Umsturz von rechts oorläuria nacht befürchtet. ö

Die Urteilsbegründung

im Erzberger-Helffevich-Broretz.

W r.-B. Berlin, 12. März. (Trahtbericht., In der Urteils, bexründung im Prvzcß Hc.sjerich wird u. a. au-gcsubrt: Der Liahc- heitsbemers gelang dem Angel.agtcn im wesenttichen. Das Gericht har sich eur Büd von dem Charakter des Nebenklägers rn-achen muffen und glaubt in dem s i e d e n w ö ch , g e n Verband! ung:n ein solches Bild gewonnen ,u hoben. Der Nctenk!äz.-i sc, em Mann von zweifelloser Begabung einem vewunternswecten Gedächtnis und grozec Tatkraft uird Rübrigkcil, ater vo„ einem bedauerlichen Mangel an Urteils, kraft und peradezu erstaunlicher U,Genauigkeit in alten Dingen. I», Folie Thvffen liege eine unzulässige B-rmrschung poliiischti Tätiakcii und eigener Geldiiircresjen vor. Im Falle Berg.r hätte dcr Lngekiagle dar Amt eines Schiedsrichters keinesfalls an- nebmen duisen. Sein Verhalten in diesem Falle sei zum mindesten un c n st ä n d i g. Im Falle Hapag hätte er seinen Aktienbesitz ab- ftoßen müssen, bevor er die, Entschädigung der Ges-llschaft in die Hand^rahm oder ermöglichte. Auf jeden Fall habe er amtliche Kennt- niffe vazu benutzt, um seine Geldgeschäfte dazu zu machen. Diele Fälle rechtsertigten die Bezeichnung des Nebenklägers als politisch - parlamentoriicher Geschäftemacher, denn sie seien nicht einzelne Vo-gänge, sondern Erscheinungsformen seines Charakters. Im Falle Pöplau habe der Nebenkläger seine irüberen erblühen Aussagen später Lügen gestraft. I« einigen

Punkten sei der Wahrheitsbeweis nicht erbracht. Auch soweit er erbrach», sei der Angcklagle strafbar, denn dre Umstände ergaben, das er beabsichtlgt hatte, den Nebenkräger -u beleidigen. Strassreiheit Legen wahrer bcrcchtlgrer Jnteresien sei dem AngeNagt,n nicht zu- zubilltzen. Eine strafbare Beleidigung enthiettrn folgen.e Änderungen: Der Krebsschaden Erzberger. Der Ma r.» mit dcr eiserne» Sttrn. Ich spreche Ihnen offen meine Verachtung aus. Erzberger ist zu feige, er drückt zur Schauoe Deutschlands den Ministersttchl. Deren Notwehr konnte das Gericht ln keinem Falle annehmen. Der Angeklagte sei Angreifer g.wesen. Bei der StrÄsbemeffung sei namentlich zu beachten, daß der Angeklagte aus tarerlaudlichen Beweggründen gehandelt habe, möge ihm auch der Haß die Feder diktiert haben.

Vor der Entscheidung in Schleswig.

Dz Berlin, 10. Mar;. Auf eine Anfrage des Abgeord­neten Waldstein n urdc diesem die Antwort des ReickS- miilisters des Äußern sUgcftellt, in der cs u. a. heißt: Die Regiert'ng aird kerne andere Entscheidung in der schlee-wrpscken E renzfrage anerkennen, als eine selche, die dem Wortlaut und dem Geiste des Frie­dens-Vertrages entspricht. Tie Grenze wird daher so festzulegen sein daß überall da. wo die Bevölkerung über- ü irgend deutsch stimmte, mit Ausnahme von deutschen Enklaven in rein täi kicken Gebieten, die betreffenden Landes- teile auch bei Deutschland zu bleiben haben. Der Artikel über die Bcrütkffcl tigung der geographischen und wirtschaft­lichen Notwendigkeiten ist ri-neibalb des Rahmens dieser all­gemeinen Bestimmung zu verstehen. Sollte der Versuch ge­wacht neiden, eine grobe Stadt, wie Flensburg, oder weiter: Stücke dei -westen Zone trotz deutscher Stimmabgub: Deutschland zu eiitreisten und Däremork zv-usprechen, so würde oie deutsche Regierung alle 'bi zu Gebote stehenden Mittel auwenden. r>m einen solchen klaren Bruch d-s Frie- densorrtragec atz.inebren. Die Bestimmungen des Frie­dens rrr trag« s. die einem , aroßen Teil de: deutschen Bevolke- rung das Al irimmiingsrecht nehmen, sind so drückend, und bei der Wcbl nird mit derartigen unlauteren Mitteln ge­arbeitet — selbst dir Rrvaraiionskommission wird weaen der zu dem Al stimmlingt-grbiet gebärenden Schiffe zum Vorspann für die Wc-Klmaiöpeo Tanem rrks gemacht —, daß Deutsch­land ü enigstoi-S laS Recht balen muß. das. was deutsch stimmte, a>-ch zu lobalten. Die endgültige Grenzziehung sin Schleswig wird l ickt ohne die Mitwirkrrng De rtschlaiidS er­st lgen. Es bängt jetzt ron Dänemark ab. zu bestimmen, ob sie schb'ewtgkche Frone für immer eine gerechte Regel-rng finden soll, rter ob bei etwaiger Vergewaltigun., Deutsch lands tos deutsch-,äinsche Verhältnis auf absebba-e Zeft ge trübt wird und an Stelle des aukricktigen Friedens den wir alle ersehnen, ein Zi-stond schärfster Erbitterung z irückbleibi.

De. Bcilin, ist Mörz.- Zu dc-r von den, Vertreter des süt jütischen Ministeri: ms veröffentlichten Erklärung über die im schleSnig'clwi' A->!»»,munasgebiot beheimateten deutsch:: Schifte wird deutkcheifeite anttlick erklärt: deutsche:

Regierung ist eine Äußerung der ReparationSkomMission über diese Angelegeiiheit nicht -ugcnangen. Sie muß es ab- lehnen, zu glauben, daß die Reparatinrskommission sich dazu heuere» nird, als Br,spann für tarifcte SÄrhlmanüver i>: der zneilen rein denlkchen sckleswigscken Zone zu dienen. F> son-eit die Eiklärung des Vertieters des südjütische i Ministeriums lczneckt. dei'tscke Landsleute durch in AuL- stchtstcllei' pekuniärer Verteile ?um Verrat an der deutsche: Sackc zu I on egen, ist die st eicl Srecherunq überzeugt, daß jeder so'-cher Versuch bei der lieudeuftchen Gesinnung der Flei.sburger Bci'ölkcru»,' tcn tornlelein zum Sckfttern ver­urteilt wi'd. Sie macht übrigens doranf aufmerksam, daß die Elkläriing neck keine definitive Zusicherung der R°pa- rattoi sstmmissivn im Länrschen Sinne eutkält. Übrigens er­klärt die dci'itche Regierung, daß sie es als ihre vornehmste Aufgabe ketracktei, den Abstimmunasgebieiew die Schädigun- gen zu e,setzen, die ihi.en aus dem treuen Festhalten an Deutschland entfteben Tie Cchiffseiqentümer der Abstzim- mul.gs-oiie sollen in erster Linie bedacht werden, wenn die Frage der Entschädigung »ür de abzuliefernden Schiss? spruchieif nird. Tie deutsche Regrerrittg wird es als ihre Eh-ei ts.'ich: lotrachtrn den Flensburgern Reedern die durch ihre Tiene zu Teiilkckl.ind l erkorenen Schiffe vor allmr anderen durch Neubauten zu ersetzen. '

Ekn neu«, Kabinett Nittk?

Rom, 11. März D>e Stellung Nittrs ist so gekrästigt, daß er seine alte AI sicht, das M lnifterrum umzubilden und Parlamentärisck nciter zu reg'eren, aussühren kann. Die Blätter reiosfciilliclw» sckrn die mutmaßlichen Listen, doch, sieben noch keine Namen fest. Beabüchrigt ist ein Koalitions- Kabinett, in kom alle Parteien mit Ausnahme der Sozia­listen ceiim-en fein werden. Verschiedene Parlamentarier, wie der konfervatioe Luzzatti oid der Reformist Bononi, die rm dcrgcttxen !gul.t den Eintritt in das Kabinett Nittr ablehnten, Halen sich jetzt grundsätzlich drzu lereit erklärt. Auch lie Klerikalen 'vollen Portefeuilles annehmen. Vielleicht fül rt Nitti seine Al sicht durch, Marine und Krieg in einern einheitlichen Reffrrt der nationalen Ver­teidigung unter einem bürgerlichen Minister zu vereinige>l. (..Franks. Ztg "l

Xie Besetzung Konstantinopels.

W. T.-B. Amsterdam, 12. Mävz. (Dr-ah«bericht.) .Da--ly Ehrorriclie" meldetz daß die Trup-pem -der Alliierten die stvate- üchen Pu-nkte sowohl im Südsn ails i.m Norden des Gowemen Horms besetzen werden. Der Zweck der Bes-etzung sei, den F-orderuwgen der Mrievten Nachdruck zu -verleihen.

Aus Portugal.

W. T.-P-. Liffabou. 12. März (Drchtberickt.) Die Ruhe ist M gamzeA Lamde wieder hergestsüt.

Deutschland.

Ostpreußen.

mz Berlin, 11 März Unter dem Vorsitz des preußischen Miinsterprüstder-teu H'rsch gelangten die am Dienstag auf-» genonm.eren Vorbandmnge'! mir der unter Führung dsS ObcrpiästLenten Winnig siekeuden ostpreußischen Delegation am Tor.norstag zum torläuftgtzn Absckluß. Es wurde zu­nächst eine Einigung darüber erzielst daß in Berlin ein« cstpreußisck e Stelle errichtet wird, die ihre, Weisun­gen von der Neickrrogierur.g sowohl als a::ch von der preußi­schen Reg.erun^ em prangt. Daneben wird in Berlin ein dstitreter der O! erpräsiderten von Ostpreußen seinen Sitz nehmen, der' seine Jnstrukstoiren von diesem empfängt uns der Beratung der »ittulußischen Fragen im Reicksk-ckinett unr rr» prer'ßlschen Staatsministerium beiwohn-» wird. ES wurde ferner vereinbart, daß rn den Reichswirtschaftsrat bernr Rcicksn irtsckaftsminlsterium je ein Arbeitgeber und ei« Atl ertriebinel der Provinz Ostpreußen becrf-n wenden soll zur Sicherung der engsten Fühlungi.olime *tt allen hier be­handelten Fragen Endlich soll, so weit die Übertragung von erst-esterten Be'uamisen «rnf den Oberpräsidenten von O>t- preußen zur Erloickterung und Beschl.eunigung dev Verbindut'g zwischen dem abgesckmürten Ostvreußen und dem Mutterland >Zu>»nimer fos'una von verschiedenen Reicks­und Staatssirven ist erforderlich) möglich ist. das ge>cheben. Weitere Berhaudlr v.aen folgen noch. Sie werden sich befIn­ders o.it dem B-u»ick der Schaffung eines b.'ionderen Refe­rates für LfftpiSLnen im Auswärtigen Amt. das mir LandeS- kenrern besetzt t'ivd, weiter mit Berkehr^probleme: und Frogejn der milila.ffhen Sicherheit Ostpreußens befaffe»,

Koburgs Vereinigung mit Bayern«

mz München, ist März. Der bayerische Landtag hat herrie in Grgenwalt.ter vollzäbl'g rrstbienenen Vertreter bet loburgftchen Regierung den kobvrpischcir Landtagsgesetzent«

» urf über die V e c e > n i-g u n g des Freistaates Koburz; rmt dem Freistaat Bavern und den dazu gehörigen Staatollertrrg- einstimmig an ge nvi» m e n.

Tarifverträge und Arbeitszeit. >

W. T.-B Berlin, 12. März. Wie die „Voss. Zig." meldest :st ein-e Verordnung m Vovbereitu-ng, wonach in den Tarif­verträgen eine höhere Arbeitszeit oihne vorherige bchördlick? Genebmigii-ng vereinbart werden kann. Auch B«v- knrzwrge-n .der Avbeitszeit die durch vovübergchende BÄH-sbS- stönlingen hervovgerufen werben, Können bis zur Grenze dev 18-Stundeniw-oche wieder auSgegilichen werden. Endlich soll.M Arbeiten für die Betvie-bsmstanidbaituing -außer der Ätündivün ArbeM-zeit gesdattei «in.

Hungerkrawalle in München.

irz. Berlin. 12 März. In München, wo gestern dr­um 2s4 Pfur d pro Woche gekürzten Brotkarten aus­gegeben wuiden. kam es vormittags trotz verausgegangz.rer Warnung des Pclixo.srästdenien zu Hungerkrawailen, an denen sich,-o.-ncntl:ch Weiber und Kinder beteiligten. Sie zogen vom Westend wach den. Morfei platz, wo sie die Polrze. kette durchbrechen r-ud schreiend zum abgesperrten RatbauK vordrangen, aber zrriickgewr-c'en wurde:-. Einer Abordnung, die zum ^ülgermolster dringen wollte, würbe der Zutritt ver­weigert, vnd die Demonstrierenderi schließlich durch ReichK. wehr zerstreut.

Kleine politische Nachrichten.

Rerchspväsident Eber st ReichSwir-tschaftLmMister Schm» und Reichsflnainzminifter Schiffer werden am Montag, bat ' 15, März, zum Besuch oer technischen Messe in Leip- zrg weilen. Das MGcmnt lud zu diesM! Dag auch dm säch­sischen Mm isterpräsiidentem Dr. G-vademauer und den säckst- ichen Wirftchaftsmini-ster Schwarz ein. VorwuHsichtftch werderr 'beide der E.rrladurrg Folge leisteln.

Der „Secolo' vernimmt aus Rom, daß de Marino, ehemaliger T'rTklor tu* Ministerium des Auswärtigen und Kanzle.ckef der -talieunckeii Friedensdelagtinn in Paris, zum Geschäftsträger in Berlin ernannt worden ist Gm/ Aldo! laiidt, der sich gegenwärtig als italienischer Ge- schaftstroger in Berlin aufhält, fft für einen anderen Posten rn Aussicht geiiomuien de Marino wild sich in den ersten Apriltagen nack Berlin legebeu.

In B r a n d e >> b u r g fft mit 22 Stlmmen der Mehr- hertssozialdeo-okcatte gegen lb bürgerliche Stimmen der sozialdekiu'krat'iche Stadtrot Ausländer zum Bürger­meister gewählt jpordeii.

Nach der, „Neuesten Westpreußiscke r Miitvilurgen" lind durch eine Bekannima-hung der interalliierten Kommiiston für das Alstiiiimungcgel-iet Marie »werder mit Wtftmra vom 12. März ab neue Postwertzeichen eing-führst Zrc olter, Briefmarken können bis einfchlteßlich 20 Mär» verwendet werden. ' ^

o f rilöere K 5 nigLudwig von Bayern, der im Laufe dieses Winters eine ernstliche Lunprnerkrankung durch- gemackt bat ui d lauge Zeit in Locarno weilte, ist zum Besuch seiner Tochter, der Für ft! n von Hrbenzillern, in Sigma- r < "ge n eiiigetri’ffcn. Wie der .Bc-verische Kurier" e.-fährst ooabjrchtigt der .König deninächst rr jeder feinen Auferrthaü tz» Bayern zr» »ebnicn

Der große Streik im Kölner Großhandel! wurde m letzter Stund-e datr-rch vermieden, daß der Anyestelltli'schaft je »ach Aller rvd Fau-ilienstand für da» erste Breitel,ahc Lcuerungszulageg von 250 Prozent be- frrlllSt ixurdeil.

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