Einzelbild herunterladen
 

Verlag Langgasse 21

Nchaltrr-Hatte gtjfftwt von 8 Uhr morgen« M« S Uhr abend». _Postscheckkonto: Frankfurt a, M. «r. 740L.

Wöchentlich

K * **“*. «“»««»«: Mk. 2.- monatlich, Mk. 6.- viertel,Shrttch durch den Verlag

di. dki ohne Bringerlohn, - Bezug,-Bestellungen nehmxn außerdem entgegen: in Wiesbaden ! 6 Stadt; in Biebrich: die dortigen Ausgabestelle» und in den

benachbarten Landorten und „n Rhringau d,e betreffenden Tagblatt-TrSger und die Post.

12 Ausgaben.

Fernruf:

«Toghlotthau»" Nr. «»»-»».

Don $ Uhr morgens bis 6 Uhr abends, anher Sonntag». Postscheckkonto: Frankfurt «. M. Nr. 71»;.

«nzeigen-Prei, für die Zeile: Mk. für Srtliche An,eigen; Mk. ».SO für auswärtige An teigen: Mk. 4 5 » a «5 Jicflamcn; Mk. G.öOfür anrwäclige Reklamen. — Bei wiederholter Wiifnabme nnver

anderter Anzeigen ent,vr«l,ender Nachiaj,. — 'Anzeige» - Annahme: Für beide Ausgabe» bi« l« Uhr oornnikags — ,yilr d,e Ausnahme von An-,eigen an vorgrschriebenen Tagen und Plänen wird kenie tbewahr abcrnoinmen. o,-—— ——— ——---

Sonntag. 7. März 192).

Politik,und Privatgeschäft.

dessen Ausgang für Die nächste Woche l: et» tn-jtimmr zu erwarten ist, hat die All­gemeinheit mit manchem vertraut gemacht, was nachdenklick: stlmman konnte Es tft keine he plrirfipültitj, wie das Urtc : I ausrallt, ob ivlffu ick, eine gctiirgc Geldstrafe erhält, weil rh.n >,cht in allen Fallen der Wahrheitsbeweis gelungen ist oder ulerbaiipt möglich war Die langwierigen Verlsaiio iuvge» frlbsl laten in hrhern Grade interessiert und zu einp LU^me».Retrock:,ni.ae.. über mögliche Zusammenhänge der Politik mrt Privatgeschäften dcS Politikers geführt. WrS hier erlaubt tun soll, ijt ja gelegentlich der Prv:eßvcrl>auch langen sogar plozentn eise angebcutet worden, Es ist schon manches darüber gesagt worden: wir möchten aber- doch nich: verfehlen, die nächst lgvndcn Ausführungen, welche das Aifema gründlich und deutlich behandeln, unseren Lesern zur Kenr.tr.-S zu bringen.

Uns n ird pech rieben- Als wir in Deutschland zum Par lamer.tanschel! System und darüber biuavs zur Demokratie tanien. wurde der Hiiitieiö auf die Vorbilder der fraiizö- fischen, englischen oder amerikanischen Demokratie abgelehnt In Dei-tshlai-d »erde die deutsche Demokratie ge tcbosfen. in der irgend welcher kapiialislischcr Einschlag von vornherein ^ anSg.schlofieu sei. Die Nntionolversammlan > N-urde gewählt, die erste demekransche Regierung gebikd-t. die Derfi-ssnng geschaffen nr.d rach deren Abschluß versickert, daß die ji.i.ge kentkckv Revi-Vlik nun ein Volksstaat sei, wie kirrer auf der ganze» Wckt bestehe. Dann kam gleich die EnthiNnng »her die kapitalistischen Praktiken der Herren Heltzha, d-Lkkarz und später die Geschäfte des Herrn Tr; berger. Der Fall Helphand-Sk/arz wird noch doS Geruht be segasligen, der Fall Erzlersper hat bereits das Gericht be schäftigt. Das auch nich im einzelnen über eine zu weit- ober zu e> ggebentc Behauptnug oder auch Annahme sestie stellt >r c> den mag. so viel *ft sicher, das; jene Sviekart k a p, t a l i it i s ch e r Erscheinungsform. die prole torische rr.d bürgerliche Politiker als das Sauptuvek der mil helmini'chrn Er,-ckn- hezeichneten. weiter bestand, sich ent- wiikelte >:nd >,n politiich-parlainentaiischwn Leben ihre' grafe Bedentimg besaß. «e'ch'äf, U"d Politik flofien ineinander. Diese Fkstfiellm.g cmsvricht einer Tcls,,ck>e. wenn man auch, und mit Richt. sägen kenn, d,i!>. eö sich nur »in Einzelfälle bandelte. Genua, nbergeuirg ist. das; Reveäientaiiteii dcS neuen System - sich, in t ie Rehe tes tlborkapitaliSmnS iichm:., ließen und so. statt diesen abzubaucn, mit zu dessen Erhal­tung beitrugen.

Wie ar-ch tie Urteile der Gerichte lauten, wer die Demo­kratie teö neuer- Denlfchlaid als Mittel zur Bildung einer neuen oder mi»de<ten? einer gerechteren GescllschaftS- und Dirtschastsorduung a-ckah und wellte, t>. eiß. waS er von dca Freunden HclpluindS und Erzk-ergcrS als Führer des demo­kratischen und sozialen Tenlschland zu halten hat. Das sollen wir cffen zugel-cn. Je klarer wir uns dazu be. kennen, desto reiner werden wir die Demo­kratie gcstalren wollen, desto mehr zur Erkenntnis kennen, daß eL ebenso falsch ist, das Schicksal des deutscher Volkes nun einigen wenigen anzuvcrtrauen, die im Name i des Volkes regieren, nie wir eö früher einem einzigen cin- vertraut ballen, der im Namen des Kaisers die AmtSgekchäkte führte. Wer iabeiw in seinem Zimmer fitzt und damit zu­frieden ist daß er rinn gewählt hat, oder wer nur am Stamm­tisch oder in air ticke fllich-en J»ie»cssentenzirkrln den Mund aiifmccht, : er tränt mit Scknld an den üblen Vork> mmnisten Das dem, kretische Staatesl-slew ist nur dann heilsam, wenn an der Regierung strengste Kontrolle durch di: politisch Mündigen geübt wird.

Aber freilich: tve r diese Kontrolle üben will, muß selber ein weises B r u st t u ck haben. Das ist nun olleedri.as die Sch-r icrigkcit in einem Volke, wo das Schicber- tnm so verbreitet :sl wie bei rem unsrigen, wo die Sucht,, einen Profit leran«znwirtsch>aften. so groteske Formen ange- nominen bat wie bei uns Einem Teil derer, die über die Geschäfte Helphavd und Erzbcrgcr entrüstet sind und dieser Entrüstung rornebmlich Ausdruck geben, fleht dev Protest schlecht in« Getickrt Von links dis rechts und von rechts bis links. Jene .Rutrcsen- und Soldatenräte, die sich Ein­kommen vrn 20Ü00 M und mehr sicherten, sind ebensowenig berufen, über die Geschäftspolrtik im Zeitalter der deutschen Demokratie ein verurie-lendes Vrtum cbzugebcn, wie Ge- schai!«inlercfien!en, die bei der Prafrtvcrteilung zu kurz ge­kommen oder leer ausgcgavgen sind.

Der Fall Erzlerger Helife-ich! Der Kampf würde ein- gcleitet von de>> Teiilshnaiienalcii! Ter neue deutsche Staa» ist rächt mehr ihr Staat, Nie der alle es gewesen war, als deffe» haupisackilichste Nuhi.irß.er sie sich betrachten dnrft.-n. Sie suchen die rcrlerenc Wrrtsckjaslsstellung wiederzu.ge- wi.incn. Im tiuzell'cn: Erzkerger wird von Hclfferich ver­folgt, weil er tri Kopf der demokratischen Kabincrte war, we-l er an der Eirtnicklung zur neuen Staatsform hervorragenden Anteil hlttc. Heliferich hat Pcric'frcuirde in jener deutschen Jnbl strie. die am kaiscrlichen Tei-ischlond schwer verdienten. Es hat heule fiir ei:wS der größten dieser Unternehmirngen keinen Wert mehr wenn eS Regierungsräle oder Oftiziere d:S kaiserlichen Ee:i:schland in seiner Direktion hat. Es hatte las aber cii mal sr-ne: liehen, in Zahlen überhaupt nichst aus- drückbarcn Wert' Und darum wurden sie berufen. Die Verbirdu'-g von Geschäft und Politik ist im kaiseclichren Deiiscblar.d fit-en Tatsache gewesen, nur waren die Firmen ander?: sie -naren feiner, entsprechend dem

Herki mwen, der Lebensart der betreffenden Persönlichkeiten. Erzl-erger mag sich so viel SrdjJiff <>r.geeignet haben als mö;- fich, er ist im»-er ein Emrorköwn.ling, der in gewissen Augen- HUckep seiner Lebens aus bet übernommenen Rolle fällt. Ein

Morgen-Ausgabe.

Geheimrat, Legaiionerat aus einer Familie mit guter Kiiid-rfnibc nid Traditioi nird rn.mer kor.'ekter vococben der Sacke aber b.'cibt die Verbindung von Gelchäfl und Polülk m dem. einen Falle verurwilenswert wie in dem andern Es macht gar keinen Unterschied, ob ein Unter r.fbtrfn aus dem Stac tssckrotariat dcS Innern, dem ReichS- wloi.iolamt cdl r dein Kriegtmin'ltcrium sich einen der ersten Beamten l.cravileltc ruid ihn als Direktor verpflichtete oder ol> ErzleigerL pa:lan.e»tarischcr und ministeriellcr Einfluß von Unternehmern für ihre Gefchästc benutzt wurde. Man darf, rn diesem Z,ls»ni»ientzang auch vielleicht fragen, ob Hclsierich, als ec au«, dein ReutiSkolonialamt austrat, um in die Dienste der Privain iri-'chr.ft zu gehen, alle seine ihm als c-cuttchein Legntmnörat belani-t gewordenen Tatsackien au Gl »ein Gedächtnis gestrichen hoi? Ob nicht manche seiner Erfohrni gen auch der triraten Wirischaft dienstbar gemacht woroen sind: ob »acht die>e Ke,.,.kniffe bei seiner Verpflichtung für die Pripatn irtschc-ft ui-d d>-r Bemesiung seines Geaaltes eine .stelle gcfpiclt l.nhcn? Es wäre einmal ans de» P:e- sonalokten slstzusicllcn. >»ie »tele deutsche und preußische Be­amte bei Knipp »> Dienst ge treten lind.

Wan m 5kropp diese Leute «ch geholt hat. läßt sich heute nicht mehr so genau iagen, aller daß Krupp nicht bc- siimint wurde durch cine kcrvorraacnde verwaltungStechnische Oualifski tior, einzeli.er, ist feltzsiterständlich.

Dill man den Stall gründlich ausmisten, dann muß maa auch in eure andere Ecke s.hee,: Das Urieil über die Kriegs- Gesellschaften ifx eiibelli^, bis avf jene, die in ihrem Dienste 01 er mit il-rer Hilfe n"t bcrdient haben! Aber auch diese schimpfe,- grlrgcr tlich, wenn es ihnen zweckmäßig scheint. Krieg?gcsillsckufteir -- das war der Anfang unsevcr Kor- rl-Ptwn. so tchauriet man. Das prüfen wir nicht n-eiter; wir fragen nur. Wie giht es denn zu, daß Leute, die an her­vorragender Sielte tiisir Kriegsgiscllschafren saßen und sitzen, mit g r e si e n Gehältern für die Privatwirt­schaft verpflichtet werden? Sind d^e Kfi-gSg sell- schifien Br.-t'iöiten des SchiebertumS, dr-in sind ihre an er,tcr Sfi'lle tätigen Beamten in einer gesunden Privatwirt­schaft doch ellenso unmöglich wie wenn die Kriegsgesellschaften dvich ihre Leikinngc» t:e Unfähigkeit ihrer Leiter für den Wietscheftsvetrirb erwiesen haben.

Also- ES i't schcn recht. Erzbrrger m-rß weg. Ab»r inan mack-e die S ä u l- e r u » g auch g r ü n d l i ch. Man denke daran, daß i-n vornovemberlichen Deuischland ganz und oar nicht alles so schön in Ordnung war. vic Helfferich und Gen.-sicii ii- trabt laben wollen. Man denke auch daran, daß dcut'che Wiiisck, ftsui.lcruchinen nicht die ersten R'egie- nlngSbeawten und deren Organe für ihre geschäftlichen Zwecke beniil'.rn dürfen. Sie müssen fordern, daß Minister und Parlamcickarier nicht Anffichtsräte oder Teilhaber irgend welcher Dirtschafis-'nternehmun-wn sein dürfen, daß sie min­destens bc: den Fragen rn den Parlamenten nicht mitbe- stimn.cn dürfe», cn deren Lösung die i%c,t nahestehenden UnierNehmniigei: iincufiirrt sind. * Das muß gelten für Reich, Länder und Gemeinden. Aber über das hinaus muß "uch.in aller Enfichiedeubeit die wirtschaftlich« A.iöiiiihung politischer r rganc für b.stimmt« Interessen verhindert wer- -en. Darum ist der Gidai.ke, ein reines Wirtschafis- p a r l a n: e n t zu sch.ffc», dem die letzte Entscheidung ob­lag«. vollkommen abir-tgig. Das wäre alle.ifnllS mö. lick, w->n-, wir eine Gemeinüiiischoft hätten, wenn der Profit, ein» Rente a.:S der ceutfchei- Wirtschaft anSgeschaltct wären. Bei dem Wirtsch.iitssiütem, das wir aber heute haben und lmben möchten, ist cs ater schlechterdings cnrSgcschlosscn. Vor allem .aber, und das ist das Eicksckeilende: So sehr auch die Zu- kiinfr cn Iririschafilichen Momenten schwanger geben mied, imfcr Volk kann mir ferfunlcn. wenn c5 Persönlich­keiten hat ; n F ü I- r e r n und Mitarbeitern, die die Einzeln"rischaft nur als einen Sockel für die Erho'tring i'nd l-csierc Grstaltuiig der Erisienz der Gefamtbr-it anfchea. die d>e Politik nick: als ein Gc schüft für den eigeren Gelo- bentel betrachten. Solch« Männer und Francn hatte Deutsch­land schon, es bat sie auch norf, Ot das deutsche Volk schon fähig ist, sie cmpcrzutragen und dann auch zu halten, ist an­gesichts des bcuic k>ch breiimach-endeii Einzel- und Gruppen- egcikmns eine Frage, die wir jetzt nicht bo-aiit vorte» möck,tcn. Vielloichi still rs nur Flei'sch von seinem Fleisch«. Das wäre ichlimm. Um so notstendiger st. daß mau sich die Frage ia aller Bestunnilhcit gerade dort, wo man im Leven steht, selb« am Leben gestallel, vorlegt!

Das Wirischastsmanifest der AMierten.

Französische Vorbehalte.

W T.-B. Paris, ß. Mörz. iDoabtbericht. Havak.i Di.»

v . ■ / 1 # V' v1 * • - 1,1 « j 1« > t/« . *1 I/ß tl'Ul,

in Deutschland eine andere wirtschaftliche Behörde zu schaffen u,'S die WiederguimachliiigSkommissioir. Dir fügen bei. daß woh' einmütige illolkii:stiinm::ng loznglich der Notwendigkeit der wirtschafilichen D-cderaufrichtnng Deutschlands bestel«, die aich im I nie rolle Frankreichs selbst lic,ae, aber sie erhoben Einspruch, gegen jetc Lösung dieser Frage auf Kosten Frankreich!?-. '

mz. ParrS, 6. März. (Drahtbericht. Hrv-aS.) In der Kammer bat der Präsident der Kommission für auswärtige Angeligei.hciic», Ba rthor,, die Regierung die nötige Festigkeit zu tzoweiier- bei der Ausführung des FoiedenSvee- tragcs, damit dfi-ser nicht einer Revision unterwarf-r werde, was ein« Schmälerung der Rechte Frankreichs bedeuten stürbe ' Fienkreich körne nicht nachgeben. Frankreich ver­langt, daß alle Welt sich an den Vertrag hält.

Nr. 113. ♦ 68. Jahrgang. Das Adriaproblem.

mz. Haag 5. Mürz Der „Nici wc Eourant" meldet aus Washl gton, daß tie >' e»- e Wilsounote in der Adr-.a- feage, deren Alsi-ntung jcden Augenblick erioartet wird, die Erktärung des Poüsideniei: «.i.tl-lilten soll, daß "er einer Ab­machung zwischen Italien urd Jugoslawien, die für beide Staaten anuohinbnr i«, g ii » si i g gesinnt ist, daß er sich G!>och steigert tie Gruicksiitze «illzusckmräcbkn, die am Ü. Dez. 1010 in ciiicni Vo> schlag i-iedcrgelcgt wurden, der di: ar ßersten Zugtstäntnisie er tbält, tie Italien zugebillig^ wer­den kennen. — Nilki erklärte in einer Unterredung mit einem englischen Berich lerst,rtler, Italien und Jngosl-rwien Wunden eine Lö>:n o in der Adrialrage finden. Nit« sagte außerdem, er sei für die Diederarrinabme normaler Be- ziehni gen mit Srst jotrußliind unter trr Bidingnng, daß die Scst lerregierriiin nichts ru.tcri.chmc, was dem europäische:, Frieden cl trüglich ist.

Der DSlkerbnnd.

Holländische Vorbehalte.

mz. Hang, ll. März. Dem Kcrrespondenz-Bareau zu­folg: hat die niederländische Erste Kamnier den Gcsetzeniwurf. betr. den Vorbehalt lrzüglsch drS Bcilritls der Nieder- lande xnm Völkerbund, mit 81 gegen 2 Stimmen ange­nommen.

Das Schicksal der Türkrk.

mz. Paris, C. März. (Dral'tbericht) Nach dem „Petit Parisicn" werten tie alliierten RegicriirgSlciter, ehe sie sich in Rom oder Sa,. Rew.o bcreiiiigo», in Paris endgültig übe» die Frietcukbedrriguiigen kür tie Türkei entsch.-iden

Die Pklhandlungra der Nandstaaten mit RLterußlanv.

mz HrlnngforS, 5. März. Die Darkcharrer Konkerenz der Rontstaaten und Nätcriißland beginnt am 6. März.

Lrusiili'w und Koropatkin im Dienste der Dolschrwisten.

mz. Amsierdnm, ü. März. Die der „Telegraaf" aus London mcldet» te-lte tad britische KrieaSministerinm mit, dt-ß tie Generale Koropalkiir r.nd Brr-siilrw aktiv auf scitea der Eowjetoog-err-ng au den milckärilchen Operationen ia Kurdistan teilt,ehmcn.

Das neue Reichslagswahlrecht.

mz Drrlin. 5. März ReichSminister Koch machte herte Verirelein der P.tsie Milieilüi» ritcr den J-ihult der Ge- setzet Vorlage, bctc. tnS R e . ch s t a g s w o h l r e ch t. Die Ai-giD-estung des Dal I,iek> tzeS sei eine Frage der Wah'- sechiiik, bei der perteiperilische und koelilionspclitische Ge­sichtspunkte vollkrmmer a.:dzischelten waren. Der Haupt- mango.' dcS bcklörigo, Sviiems seien die großen Wahckr-.se mit den tarans c.stock sente:. ianeen Wahllisten. Die langer, Liste» förderten u. a. auch die Bost-eb l-igon oon Jnteressen- grnpgen, Vertreter zu jeder Liste zu entienb.-:,. Der Ge- daiike der Eii.mäiinerwo.hlkreist- sei undurchfiihrdar. Aach eine Vcrkleiiioriing dct Wahlkreise sei schwer möglich. Des­halb sei bcaljichtigt. die grogercii Dah.ckc.:ike elastisch rn machen in der Weise das; drei Wahlbezirke za einem D a h l r- e r b a n d zusammengesthlussen würden.

rinigon A:i.:iali»cn tor Dablbegirkwerbänden entsprechen. Be> ter BosI.iniun'rg, daß auf Sü«« abgeg.-bew: Stimmen ch» Abgeordnetec komme soll eS verbleiben. Ferner soll er ReichSlistcn gehör,. tie große Vorzüge hätten. Sie cr- möolichen die Wall von Lcuteii, die in Fvhl.ing mit einem bestimmten Wahlkreis tvrch ihre hervorrigenden Eigen­em stk» erwünscht seien. Von Einzelheiten seien noch her- vorgelo-ben. Einsiil nn.g den Wa bl karten statt Wähler- llsten in Slät-ten, von Wal, l Pässen fü.- Berufe, wie Dinvensch'isit-r, k nndsongsreisend: und Eiseiibahnbemnt:,

endlich auch das Wahlrecht der A u S l a n d S b c a t s ch e n.

. . Jtz. bet „Demokratische-, B iri.-l-Korr.-sponden," hcsckäftlc,t üch Friebrno P o v e r mit dein ;» schnifense» neuen Wahlg sctz. und er mackst dabei Bor sck lüge, oie uns sehr beachteittgr-ert erscheinen. Die .sOckßnuübptlagc, d:c in einer der wesentlich in >8ru»dsragcn, der namiich: wie trotz Verhaitiiirwahlrechi der Z n s a m ni e » h a » a zwischen den Wählern >i»d dem Abgeordneten ans» recht crl-alicii werden kann, dr.-l V.-ezc rur A'iswrh! offen lest, führt mcie a ter.t ; bomirdt keiner besri.-di.jeiidm LSsmig Auch nach ibten, im übrigen sehr 'ompliperiei, Vorschlägen würde aus Grund der verbliebenen Reslstinime» e,„e recht .rh.-blichr Zahl vr„ Abe.e- ordneten der Rcickiolifte zu ei,i».-h-»,'n sein. P,y:r mechte das Reich in etwa Sv Lo»d.-s:vi!>skrcise und diese o:e»;r in je rier Be- zirketvahikrelse einteil.-». ?le -.waniig Laudeswahltcrise zusammen Tsänbeii den sieichswal,'kreis. Ein Bezirkslvablkreis bätie etwa 3 o vv» Wähler, ein Lmd.-nwah'krei? also etwa i s<- Millionen. Als Beispiel wird dar- Land Wurtteniherz mit dessen vier greisen: Nrckar- Sck warzwaid-. Jagst- »nd Dniarikreis acwühll. Der Reihe nach werden s»r die vier Kreis« 70 X10, 125 000, 45 000 mid 35 000 alige- crbtiie demckraiische Ski innen angencriiwen. Gewählt wären «'so. ta ans 1- 60 000 abgegebrn« gütige 2t»,»ne» ein Abgeordneter e». sollen soll von der Liste des Nrckarkreists der ans der demikrali- sck,cn Liste dieses Kreises an erster Stelle sichende Nanie. 10 000 Etininien birebcn als Nest. I», Tctzwarzwaldkreir wären zwei Kandidaten gcwäl, t, Nest 5>>>'4) Stmiinen in den beiden anderen £™' C1 ! iunaLft keiner. Die Rest,Im,wen zulawuien: 10 000 + u- 35 0,»0 ms»,O.riiit '5-100. weraen von den Be- zirwrommiüioiien. die nichts wehr damit ansangcr, können, der Lan- ^^lkrninnhion zur Perfngima gestellt. Diese sielll sest. da^ ans GO 000 von den 93 000 Stimmen noch ein Ahgeordneler rntsällt.

weist >bn dem Jugk,kreis zu,, »er mit der höchste» Zahl von 45 UW >», berncksickitigl gebliebenen Slin-m:» den ersten Anspruch daraig hat. Die danach noch ->erb'clb>-»de» 35 000 Stimmen werdin den der LandeswahUrerötomuruiion zur Veriüauna der Reich«wähl-