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Verlag Langgass« 21

^lagdlauda»»-.

Schakter-Howe flfflffrtei von » ll bi morgm« bto t Uhr «bmta. $oftf$«f!snts: Frankjun «. M. Kt. 741»

Wöchentlich

! oHtn',?/»! ,a ,' b T 0 “ ,9 “ b "* : *“• *•- monattid). Mk. otmuiahrli* durch drn «erlag

Lanapail« r» ol,„» Vr,„„e,iol>a. - »ezng,,«ei,tl!un<icll nel,i„en aiiherdem enlaeneil in Wiesbaden «u»«-drl,.„... m -U... Teilen der S.adn m «.edrich: d.r dor„»en «usaabeo!i,.n u.,d ^ denachdarien i.anvonr„ UN» >m Rheingau dl« derrenenden Tagdlan-Träger. ___-rm_n np ll

12 Ausgaben.

Fernruf:

«Lagdlatthau»- Kr. UwUI-A.

Don t Mir morgen» bis e Uhr abends, anher Sannt«»«. D»ktscheai»nt.: Frankfurt a. M. Re. 741 »!».

Nnielgen-Vrei» für die Zeile: 80 Pfg. sgr »rlliche Rn,eigen: Ml. I. 2 N lNr anslvSrnge An,„gen: Mk. « - inr Srilichr Reklaincn: Ml. 6 .- für ansuiünige Rellaineii. — Bei iviederliolter Aufnahme unner anderier Anzeigen «nilvrechender -.itachlast. - An.',eigen»Annahme, lyfif beide Ausgaben bis Id Uhr rormiiiag». — ivn« die Anlnalune von An,eigen a» vorgeicheicbenen Tagen und Plätzen wir»

f»>»e iieivähr ilbernoninien. -

berliner Abteilung des Wiesbadener Tagblatt»: Berlin V. S0. Bambergerfttah« 3 . IV. Fernsprecher: Amt Nollendorf «747-49.

Lienstag, 24. Februar 1920.

Neueste Drahtmeldungen.

Der Friede zwischen Deutschland und Amer'.ka.

ör. Berlin, 24. Febr. <Eig. Digdtbericht.) Von unter­richteter Eene ei fr [;i cn n:r, das; die Annahme dcS Aatr»>;s :m am er irr: i.: f d;p n rrf'iat, len Friedenszuitand mit Deal sei, r " uBer.)rrzr.strllen, nccl, der Ö c n e 1| I» i n u n 3 " * X° n s, bedarf, dan-.it der Friede zwischen Deutschland und Anwl'ka offiziell wi«derl>ergestellt werden kann. In diesem ttalle wüiden friert die diplomatischen Be­zieh u 11 a c n Mieter ausgenommen und ein t*entfcf»or Ber- ircifr noch Washingtai-. ciih'oi t>i weiten. Die amerikanische Keawrvi.g wurde daun sehr wahrscheinlich ihren jetzigen Vertreter in Berlin mit dipleumti'clwn Vollmachten a iS- ftatten. Diii'ch i -e Wiede-lu-rstcllnnq des Friodenszustaudes zwisaren Amerika und Deutschland wird eine ganz neue we l tp e 11 t i sch c Situation c>esck>afien, die selbstver­ständlich auch für Deutschland von hervorragender Bedeut-,ng fein kai n. Sollte sich die Nachricht lreivah, beiten« das; die amerikanische Neaier:-iisi mit Deutschland ivieder politische und wnl-'ch»ftliche Fr,.een h-lmndc-Iu will, fo würde damit eine Parallele z» der Entent-'-Friedenskonrerenz gesck-affen, tie zu einer neuen A u f r 0 l! >, n g des ganze ,» F r je­de iiLprohlems. so weit es Amerika und Deutschland betrifft, fuhien kann.

Holländische Lebensmkttelkredlte.

Lr. Berlin. 24. Febr. (Eig. Dralitbericht) Wie ver­laut« t, ist Holland bereit, Deutschland schon in aller- n ä ck st e r Feit Lelensmittelkredite zu ciewähren. Außer der bereits anoelünkwlen Liett-rung von JiaiS sollen Margarine. kondensierte Milch und Ha s er­prob »ktc in grötzeren Meißen c'uaefiihrt werden. Holland terlangt ungeblich ». a.. das; Dcutsrhland leine Grenzen für eii«e längere Anzahl len sichren für holländisches Vieh nicht schließt.

Eine bevorstehende Erklärung der Neichsregierung über kos Verhältnis zu Eowjetrutzland.

Pi. Berlin. 84. Febr. lEig Drelitbericht.) Wie wir er- fahien, wird tic NeichSrenicrung anläßlich einer Inter­pellation der II u a l> h ä » a i a e 11 in der Nati ^nalver- samniliiua eine E r' I ä r >, 11 g ül>er das Friedens- Pro b ! c m mit Toil'jctriißland a'-.uben. Diese ,-Trklärniig wird gegenwärtig rom Answärlipon Amt iiihrliinr, fesig, st.-'ll und wird die Ftictensirape mit der ruisisbrn S-i-r j^tcepublik nicht sehr ansfnhrlich hehandc'ln, da die dentiche Neaierniig migei l lick!ich noch nicht glaubt, daß die Dinge schon spruch­reif sind.

Neu« erhebliche Verteuerung der Postgebühren.

Br. Berlin. 24. Febr. (Eig. Drahtberickit.I Die umlaufenden Serüchte über ein» weitere ganz erhebliche Verteuerung der Post- »ebühren finden Bestätigung, durch Ausführungen de« Reichspost. Ministers Giesberts in einer Vcrs.niiiiilung des Gewerk­vereins der Bergarbeiter in Esten. Er erwähnte eine in Aussicht stehende, ganz erhebli che B - r I c 11 c r 111, g der Postgebulnen. Danach soll - u. a. das c i n f <i di f P 0 r > 0 für Briese auf 40 b i s 5 0 P.'. :r' erhöh! werden. Die übrigen Gebühren für Drnrksachcn und dergleichen solle» jedciisalls euljprcchend sesigesehl werden.

Dre Erhöhung der Kohlenproduktron.

8'. Dresden, 84. Frbr. sC'ig Dr.ihthrricht.I Der sächsische Arheitsininister nift alle Arbeiter Sachsens zue Mitarbeit auf, u»i> zwar nach dem Beispiel der 2k-.’i: tr'je'*?' - . Wie er­folgreich tic Mehrarbeit wirken wurde, erhellt d-rraus, das, die Verlövgeninn der Sch,chtdauer ans den Genbra ia Suchsen eine Steigerung der Kohlcntörderuna um 250 »LO Tonnen monatlich l edente. __

Die Kriegsbeschuldiglen.

| • ' Eine Probeauswahl?

1 r.z. Aiislcrdam, 2b. Febr. Laut „Nieuwe Rotterdamsche Cr, rant" hii.l’tct de, Variier Korrespondent »er „Times", tatz am Freitag den Vertretern der Alliierten in Paris nbec d>e Finge der Krieqsverl'reclrer heschlosse» worden sei. Satz Er.gler d. Frank:,ich und Belgien zunächst die Aburtei­lung von je fünf dnstreiligcn Verbrecliern van Deutsch­land firtrin weiden. Das gcianile Beweismaterial werde dev devtüüe» Gerichlen Vorgelee,l werde», vor denen auch eine Anzahl Fei,gen ans den alliierten Ländern erscheinen solle.-. Sollte Deutschland (n-i dieser Probe auf Zeinen ehelich--» W-llcn tcliageih so würden die Alliierten F m a n g s in a ß - dt a h »1 e i> anwcn«>en.

Dir Agevce HmoS sagt dazu: Es ist angebracht zu be­merken, tuß d-rS nur ein Vorschlag ist. der noch durch alle an der Lendoner Konferenz interessierten St-i,ten gut- gelwißen werden muß. Die Liste der Persönlichkeiten, die zur Verurteilung kommen, steht noch nicht fett.

Tie Berteidisung der Kr>e,Sbeschnldigtrn.

me. Berlin, 88. Febr. Die Abendblätter melden cnis Leivzig: De, Vc.kchevde des Deutschen Anwaltsvereins «> rick«t im Eiiiveriiel-mkn mit den AnwaltSkammern beim Ll-ichsaei ich! eine G e s ch ä s t s st e I l e. um die B.'rteidigung dcrjci.igen Vorzubeielien, die gemäß der Ford--rung der Entente vor das Reichegericht gezogen werden müssen.

Ein Protest drS Generals v. Gollwitz.

mz. Frei bürg i. Br., 23. Febr. General der Artillerie ». Gollwitz, früherer ArmoeoberbefehlShaber. erhebt Ver­wahrung gegen d«e ü» der AuÄ-rferungsUste »it B e zug auf

Abend-Ausgabe.

seine Person crh, denen Beschuldigungen. Als Ehrenbürger ler Stadl Fieibnig neisc cr die Beschuldigiiiigeu, aus Grund deren er viermal ruf der Aiislicfrruinzoijtte ttehe. zurück. Er h< br > w« er ii.it Trvortationeu, noch Verwüsi'lngen, nacl) ^«hst-ihle» etwas zu tun grlfabl. Die Anlegung eines uw- zau, teu Navines für sranzösi-che Kriegsaesangene bei Mont- me.n le-^>aut sei von hoher Stelle angeord-iöt toorden ils mrpre'salie k,ir die '.Blechte Behandlung unserer KriegSg?- miigrne» durch frai.zösisclx- Kommandaiitcn. Der Raum sei aber nur >»enig lern tzt worden.

Preußische Landesversammlung.

mz. Berlin, 23 . Febr. Ans der Tagesordniing steht zunächst »ne zweur und drii» S5cfm,g des Gesetzentwurfes, bi-i.t.

di« Erhöhung der Güter, und Biedtarise.

Der Gesetzeiilwiirs ipird e » d g ü l: i z angenommen.

Ein Gesetze!, iw>,,4, betc. di.- einiiwriHge Ermächtigung des Pro- vinzialciiisjchosjcs j„ Diisjeldiws und des L a 11 ü e s a » » j ch u s s e s > » i t s b ab« », die Fahl der P r 0 v i n ; i >,! a 11 - > ch u ß- Mitglieder $ >: erhöhen, wird den, Gemeinde-aiisschiitz ützcr- wieicii. — Es sotgi die Beratung Ser Anträge der Dcmvlinlcn und weuiichnatioiialc» über

di« Höchstmieten.

. m Nuer (Dem.) bejürwort.t eine,, Antrag seiner Partei, der ven prfucl)!, Mf vo'i cclcncnc ^CTorbüiiuo zur Feü«

(coiiitfl von Höchstinicie:, so-«, 9 . Tc;e»,bw lölsi schleunigst der Lai:- besvrrsamiiiiiiiig vvrz„!eg.-„, nn, ihr eine Rachprüsung der Rcit.t- iiiatz gfcn :„,d Fwectiiiätzigs.-«! dieser Brr«-rdu»»g z» crinögüchrn. D.e rrichsgcsetzlich,-» Bcstimiiiiiugen bars auch ein pr,->is;!jchrr Biiiiijicr »ich, »berschrciie». Ebeiisowenig darf er das Rech, der .« ü n d >. g n » g ziii» Fwecte dcr ' Mi.-'üeigerung ausicliallen. Fnristiich ist die Berordniing --iwae- Unmöglich.-s. — Die De>ilsch»ain-,»„«-i, de. au,ragen die Beroidniino des Ministers'- »-„rch eine Berordniing zu ero tzeii. > ,e ,c„ g ! c i 4 , ä h i g e » F n i c r e fe » der MicIcr u 11 d B e r »i i e irr gerecht iveidc», und sodann Blwsorae zu krei­sen, daß », kürzester Zct: die Berordniing zur Prüsung ihrer reckt- U'.^en und tatsachliltien Ä^uttOluge vvr die LLttücL'versLmmluug

Abg. Konrad kD.-Nafh.t begründet diesen Antrag. Das Parla- ment hätte vor Herausgabe einer joichen Bert-rdiniug gehört tverb.n maisen. Die ci:Igege»s,el>c»«-rn rcichsge,evliche„ Vesiniiiiningen scheine:, beichiß, -.„ngaiigei, norde» zu sein. Will inan »„seren Be Ik ege nasse,, geiiiigend Wrbn.iugc» jich.-r». da»-, niag man die l a t« > g e n Au»! ander i» L!>-»;c»t-:ati«>n»lagern uutcrbriiige».

Minister Siegerin«,.'»: Dr Sliier bat mich in Grund und Boden fritificrt. Boi, Lbieknvilö.t lo::r dabei nichls z» spüre». Das Rciih-.. sinaiipiiiinsit-riinii Hai ini>veih..ndeit und stiiiinii durchaus ,-.u dies r Berc-rdiiiuig zu. Außerdem n»d die H,i„sbc;>tzcrorga»isat!o»ci: de. fragt worden. Die Wohnungsnot hat eme» Umfang a„. genomink» wie nie zuvor.

In Berti« sin» 8 UIM 0 HanShollungen wohuungslvs. Ähnlich ist e« a« alle«, Plätzen.

Die freie Wirtschaft im Bangewerbe und im Wohnungswesen ist noch nicht niöglich. Mit M i e t st e i ge r u n g » n. die vielsach über IW Prozent betragen, niüss« ein Ende gemocht werden. Fast in allen ,uropäii<l»ei, Ländern bah« nun Höchstmieipreise festgesetzt. Der solide Hausbesitzer solle natürlich ^«schont werden. Er we-rd« sich nur gegen spekulative AnZnüyung des Belkes.

Abg. Brandenburg lSoz.s: Der größt? Mangel lieg« darin, daß w,r zu viele vcrsiUene Wohn»-,.,,-» habe:,. Ter Erlaß des Wahl, sahrtsniiinstcriinns ist „in zu begrüß.-,,. - Abg. B-v-r.Qbcischlcsie,, l?,e»ir>: D--r Erlaß schütz? die breiic» Brlksnieiige» vvr Aiic-bciiinng. Ter Weg. t-uich «ine Bcrcrdiiiiiin'' die Mirlhöchsipreisr z>, regeln, ist nicht ganz rid.tig gewüh.f. Ei» <8-s.tz h.itt: dieselben regeln müsse». — Abg. K ott lSo-,.>- Alle M'ißüände laste» sich ,,„r diiiih Saiial-.sicriiiig des Hans- »:«d Gr»»db-'sitzes ö,-seit«geil. Hier handelt es sich in:, Gesiindbeitsiroge-i i'Ierer-'len Ranges. — Geh. Rat Kegker. B.-rtirlcr des I»ftiznii»isterinms: Die Berordniing ist ein Ko n, pro», iß ;wisch«i, Hausbesitzern und Mietern. Sir enthält teinesivrgs nur Schntzbeiii»»»n»geii 'ür die Mieter. Dir Bcrord- n»»g besieht j» Recht, da sie aui den llbergaiig-beiiiiiiniiingen von, 17. April IttlO beruht. — Abg Dalliicr kD.-Rall.i: Das ist mir un- verständlich, wie nia» van einer Be:hetz»iig der Mieter und Ber- Mieter angesichts »nserr» Antrags spreair«, kann. Er zeigt den rich. tigen Weg. »1» z»r gcfuditcit Lösung zu kommen. — Daraus wird die Weiterberatnng ans Dienstag, 12 Uhr. vertagt. Außerde«, Au- fragen und kleine Vorlage:,. Schluß „ach %ö Uhr.

T!e neue preutzische Städteordnuny.

Neue Ctbdt»er,rtz,,rtr, wablen noch in diesem Jahr.

rrz. Berlin, 28 . Febr. Nach den Abendblättern wird die im Mii.itteriilm des Innern fcrtimcstellte preußisch«- Städteordnung dem Staaksnliiiiileriuni und der I re.iszijchcu Laut etvcrsamniluiig vom,-logt Die Selb-'t- verwol tu ng «er Städte wird darin erheblich u u Sge» dehnt i»d das AnskichtSrcchr der llieyicritng auf we-iine fcstumriksene F»'lä»di,ikcits,'-.-l>:,te beschmukt. Die Ctadt- i rroxd.u-tei versaininliiiigeii betteln'» aus 8 bis 100 D j Pr Fohre gtnäl'lie» BUigervrrtc«lern. Die Mitglieder de) M,-oittr»ts wcrdcn «nif ein F«:l,r «.etväblt. In kl--inrrc.i Stäkt,v kann von de-, Errichtung eines M.uzislratS abgesehen werden. Grrstcre Stätte sink in Verwaltuiigsbezirle einzu­teilen. In «rllen Stätten haben noch in dicsrin Jahre neue Stadwererdi-ktenwahlen ftattzufinde». Die Wahlzeit aller Bücpclneislrr und S'riaevrdnrter erlischt drr: Mannt: nach Jnkrvsttvtlen Irr neve» Städteurdnu« g. ' ^

Drr Parvus-Sklarz-Skandal.

mz. Berlin. 24 . Febr. (f?ig. Drahtbericht.i Bo» best «nsormter- «er Seite erfahren wir. daß bi« P a r d u » . S t l e x 1 . fl f f j 1 1 »>> rinem politischen Rielrnnrozeß fuhren wird, in d«r »ne große Anzahl Personen, darun'er Miiglirder »cr frühe,en Scheidcnwnn-Ncgiernnq. verwi-krll sind. In Berbindung damit stehen noch einige Unterschlagungsprozesse, bei denen ti sich um Millionen unterschlazener Sunimen handelt. Einer der Hauptbeteiligten. der junge S 0 n n e n s« l d, ist inzwischen von Holland aiisgel-eser« warb««, unk sitzt seü euützeu Lage« « Berlin «

Nr. 92. ♦ 68. Jahrgang.

DieFriedensbereitschaftSowjetrutzlands^

Lenin über die Bedingungen. ^

^Oz. Amsterdam, 83. Felr. „Algemeen Handelsblrd" melket ans London: Lenin erklärte einem Vertreter des ! \ „?ie«p Uerk Hrra-'d", tic Bolschewisten seien bereit, Frieden zu frfilicfjcn unter Bekingungen. die so billig seien, daß r srll'st die -mverialistischen Krp'talisteii nichts dagegen ein» weiken könnten. Lenin s«iatc »och. er ferloffe sich bictuf. tof;.tic S«-i:-je:r,gjerui:g nicht in Grsahr sei, durch mili- tärisitie Mlwbtiiiittel u«,terv.-orfen zu werden. Die Vorschläge der Allnertr» bezüglich des Handels mit Nuszland sebe er »ich' cls enfr.chlig an. Er halte sie viclinchr für einen politischen Schechzi g.

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Idz. Notterdam, 24. Febr. Der „Nimiwe Notterdamschr Evnri.nt" meldet aus Lei ko»: Dein Prcmiecmiu-ste.r wurde ein Gesuch zugcsandt, welches vom General Gongs, den« ehe- mol'gci: Lciicr der britischen Mission :n Nordwestruszland und anderen Persönlichkeiten unterzeichnet ist. die während der briker. letzte» Fahre Ivi den amtlichen Stellen i:i Rnstland tätig mären. In dem Schreiben wird gemeldet, die Sowjet- :egieriieg .verde a 1- e r k a n 11 t. Die Gefahr der bolsckie- wistischc» Propaganda werde nirbt größer kein als die Gefror, die vus der Fo»tda>-er d,s jetzigen Futtandes erwachsen n-lirde. Wenn kein russisches Getreide verfügbar wäre, würde öltlir', des Rheines HunaerSnot und Ci>aos di- Herrschatt aa- irctcn. ^:e kcr beste Nährboden für Verbreitung des Boiscye« wisuli-t sricn.

Englische Bressestimmen.

äV. D.-v. Rotterdam, 24. Febr. kTrohlberlcht.j Eine Anzahl Margenblätwr bringen Arrikcl über Rußland. „Daily C h r 0 ni c I e" uulcrstiitzt das Gesn-h des Gcncrals Gregh an den Premierininiiier De», Frieden mit 'linst'and stinimt das Blatt zu, wenn svlgr-nde Bedingungen vereinbart würden: Sicherheit für ver­schiedene große Jntcrekscii Englands in Asien, Maßregeln zur Be­zahlung van Rußlands Siliulsen und ingeinesiene Vereinbarung für den Handel. .,§ 0 i I v Expreß" schreibt. Wir haben jetzt die Wallt, ivciidrhln mit dewr Kopf gegen die Mauer ;n rennen oder dem g t- s 11 „den Menschenverstand zn erlauben, das Vorurteil zu beteilige«. Die „M 0 r n : n g Po li" führt ans, daß trotz aller Ab'eug,inngcn zwiichn Enqliv.d und Sowielcußland über Fricdcns- bcdingnngcn in Kopenhagen ocrhangell werde. Unterhändler seien Littwinl'sj-Finkeiiiirin einericit«, die Misi'on O'Grad«, andererseits.

Tic „Ml-rning Post" fährt fort, -ie arößw Tchwienqk-nt bei den Ver­handlung sei » öl!, da die Bolschiwistr-I, das Bersprechei, d-r Denw- bilisierniig des Zielen Heere; ^e.ieb.-n hätten .mi.-r d-r Bedingung, daß die Alliierte sich für die Unverst-hrheit der Grenzen Sowjct- rnßlands verbürgen. Dem B--rnchmeii „och habe Aitti sich den Ber- Handlungen aiigeschtrssc:,. während :,c sra.i löjische Regierung sich zn- riillhalte. An, Schluß des Ari-kels w-ender sich die „Morning Post" gegen Lloyd George, ocr Friesen '.chljeße» volle mit einem Regierimgssvstcm, das die oberen Kirsten in Nußland vernichte, dis unteren zu Sk,oven genwcht Hub« und das die Bernichtung des brilr. scheu Reiches anslrrbe.

Dke Sowket-Mrakne.

MZ. Prag, 2«. Febr. Das Prager P-'effe''lreau meldet cki'.s R.-kkau: Der Vorsitzende des Fentnl r-isnchusses und der Sowjctvclkckrinmistar der Ukraine lnrbcu sich j n alte B 0 l kt r, g i c r u 1, g e ,1 in einem Funkspr ich gewandt, in kein ,k leint, dost durch die Besreinng von Odesta und der Gcl.iolc kcr :-kra:nisckvn So-vjetrev-iblik von den Trnppcn der Weis,ei, G.nde das. Revolntioiiskomit'-e keine Arbeiten be­endet l-nl-e. und kos; dcr Feiitc-ttexckwtwausschui; sowie der Sen ji tvolkskommiskar wi-c-kxr die Neoierungsgiwalt übe-:- nöl men. Tie Negierung bekunde ihren fetten" Willen, die:'

II v 0 b h ä 11 a i g k e i t der S 0 w j e t n k r «1 i n e zu rc« tcttigri, und mit allen Nationen und Staaten !m Frieden zu leben. Tie vkrainisälie Regierung betrachte es als Not- nei k-gkcit. tio Dringlichkeit des Abschlüsse; eines Fr ie- de n c ve r t ra ges mit Polen in tlbere-nstimmung mit den Erklär.-,ipen der russischen Sowjetr.-pnblik zu vctonea.

Sie habe die Absicht, keinerlei aggressive Politik zu tre-ben.

Poimare, Präsident der französischen Wiedrrgutmachungz. kommission.

w-z. Poris. 23 Febr. Die Wiekergntmachungskoin- Mission trat beute nachmittag zusammen. Jon ,rt üb-rtrua Poincare die Amtsbefugnissr des Vertreters von Frank- re'ch Pcincare wurde zum Präsideuten »er Kommistion ernannt.

Dis indischen Mohamedaner.

vz. Beliebig. 88. Febr Hier traf eine mnselmanischr Dclegrlirn ans Indien ein. Die Abordnnn;. die mit Fu- stiminung des Vizrkönigö van Indien r-itt. wird sich morg.-n i„ ch London neiterbegebrn. »m den: Qbeisten R-t d-u Slundpunkt der Muselmanen hinsichtlich der ltilischen «;rage darzulegen. ^ ^

Aus dem Saargebiet.

mr eoarltt-sickrn. 21. Febr. Wie wir von zuständia-r So,le erfabren. brrnhi die in de.ttschrn Blättern ve-breittt; d,ochricht, kie Hankeli-kammer von Saarbrücken babe be­schlossen. nnmittelbar nach Aufnahme der Tätigkeit der Saar« k.'mi!i:jsi«'n an diese eine drin,,ende Eingalw zu richti» in der l esch-leun'gte Einführung einer eigenen Geldwabrung für taö Saaegebiet gefordert wird, auf freier Er,,ndnng. Jn weiten Kreisen wird nach wie vor die e-nsige Möglichkeit, daS wirtsck-aftliche Leben des sai:g,hi,t,s anficcht zu erhalten, darin erblickt, daß eg »«- Goldwährung beitebält. wi, Vizepräsident v. Glafenavv -w e'uem B« >ting. kessen Inhalt auch dem Auswärtigen Llwt teratiiU gctzrlrn ward«, fehr richtig dargelegt hat.