Einzelbild herunterladen
 

gent

m.

ima,

> ost-

ihne

e.

Iiter

ler,

>n.

)L

:n

kt.

sben-

I mit

II

ISS.

es

im.

N

spiel

>der

innen

spiel

Verla, Langgafs« 21 Xogtlottfiaaj".

S^iTler.fioTTf «tfftffnet van 8 Uhr morgen« bis 6 Uhr abenfcs. Post!che«»ni,: grantfur» «.an. jj r . ; 4.

Wöchentlich

?'?***'?'* * ^ Busgebcn : Mi. 1.40 monarlich Ml. 4.20 virrleliShrlich durch Ben «erlag

«rtngerlahn. Ml. S.W vierleljShrlich durch alle deutschen Posta,Istalten, aus- ®*i»,»»l**nmt8e n nehmen austerdem entgegen: in Wiesbaden die Zweigstelle d k low» d Ausgabestellen in ollen Teilen der Stadt: in Biebrich: die dortigen Au»,

godesteuen und m den den.<t>barten Landorte» und im Rheingau die detrefienden Tagdlatt-Träger.

12 Ausgaben.

Fernruf:

X«9M«K')<ra» Nr. WSO-53.

Von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, anher Sonntag». Postscheckkonto: Frankfurt ». M. Nr. 7408.

Rnzelgon-Prei, «lr die Zelle: KO Pi'q. für Sriliche Anreisen: SO Pfg. für auswärtiqe An leinen: M'. 8 - für örtliche Reklamen; Mk. 4.S0 für auswärtige Reklamen. - Bei wiederholter Aufnahme unoer- Snderter Anzeigen entsorechender Nachlatz. - Anzeigen. Anna icke : Für beide Ausgabe» bis lg Uhr . ärmst!aas. Für die Aufnahme von Anzeigen an vorgefchriebenen Tagen und Plätzen wir» keine Gewähr übernommen.

Berliner tibtcilung des Wiesbadener Tagblatts: Berit« TT. 57, An der AposteMrche 7,1. Fernsprecher: Amt Liitzow 8202 und 6203.

Mittwoch. 24. Dezember 1919.

Abend-Ausgabe.

Nr. 580. » 67. Jahrgang.

ixe.

tspiel

nius

1rolle.

zeck

mbar. Abonoe- jaule:

izert.

bester.

, atiit ;er.

von I*

perDlt boieldie«

Hai»

türl

i. -Hänee if)erdine| m Kien» iinleituag aus de« n enili juet ge NacW

itl

ix das ;erer

Neueste Drahtmeldungen.

Lebensmittel für Wien.

W- T.-.B. Wie», 24. Dez. tDrabtbericht.) In Triest ist aus Rom der Verladeauftrag auf vorläufig 15 000 Tonnen Weizen in d 0000 Tonnen Mehl für den 24. Dez. eingatroffen. Der italicntsthe Ministerpräsident Nitti tclegvrobierte an ocn St latt-ftkretär-. Volksernährunq. daß die Verspätung oer Thsei'duug der .30 005 Tonnen ausschließlich dadurch hcrvor- gerufen worden sei, daß die Frage der Finanzierung noch inchr gelöst sei. Trotzdem gab er aus ein dringendes Er­suche» der österreichischen Regierung den' Auftrag, einige Züge kofort abzulassen. Die österreichische Finanzverwal- tliny wird airck die Januarfälligkeiten der ailgemeuien uno öfter: cirbislben Staatsschuld unter den glichen Voraus- fetzun.gen wie die Oktoberfälligkelten ankaufen.'

Politische Geschenke für Indien.

W. T.-B. London. 24. ®ej. tDr rbtbericht.) Der König bot Astern an den Pizekönig, die Fürsten und das indische Soll eine Proklamation gerichtet, in welcher für alle politischen Vergehen A m n e sj i e verkünde, wird. Die Proklamation er­klärt, daß niit der neuen Versagung eine Fürltenkammer eingerichtet werde und daß der Prinz von Sales sich nach Indien begibt, um im Namen des Königs die Fürltenkammer uub die neue B e r s a s s u n g io Kraft zu ketzcn.

Waffenstillstandsverhandlungen der Letten mit den Bolschewisten.

rrz HefsiopferS, 24. Dez. fDrabtberichft HavaS.) Die lettische Regierung hat beschlosien, mit den Bolschewisten bezüglich deS Waffenstillstandes Verhandlungen eiirzuleiteir.

Ter geheimnisvolle P rkehr mit Amsronaen.

W. T.-B. London, 24. Dez. (Drabtbcricht.f Zu dem Dementi .der deutschen Gesandtschaft im Haag über das Gerücht, der Exkaiser stehe mit der brutschen Regierung in Verbindung, will der Korre­spondent desNienwen Rotterd. Courant'^ von vertrauenswürdiger Stelle erfahren, daß ein offizieller deutscher Kurier regelmäßig mit der Bestimmung Amerongcn einen Koffer bringt, desfen Schlüssel getreu it geschickt »erden. Der gleiche Mittelsmann nimmt Instruktionen des Kaisers an einen ehemaligen Beamten des Miiinlerinm? des Äußern mit. Der Finonwqt Wilhelms führe au der Auisterdaurcr Börse viele Ge­ich ä s 1 e aus.

Las Aburteilungsvrrfahren gegen die Auszulkefernden.

W. T.-B. Paris. 24. Lez. lDrah,bericht.)Petit Journal" vernimmt aus London, daß I g n a r e gestern wegen der. Frage der Aburteilung von j t i n b e n,' Sit wegen in, K> »ege be­gangener Verbrechen verlolgt werden, Besprechungen hatte. Tie Täler von Verbrechen gegen Angehörige einzelner Staaten werden von einen, Kriegsgericht abgeurteitt werden, dos aus Richtern der betreffenden Landes besteht. Berbreche» gegen Angehörige von alliierten Ländern gelangen vor gemischte Kriegsgerichte und das Verfahren wird von den Alliierten bestimmt werden. Diese Kriegsgerichte werden nir Frankreich in Poris nnd Lille, für England in London und für Belgien in Brüssel und Lüttich tagen.

Die Antwort der Entente.

Verständnis für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Deutsch- lands. Lrmähigung der Forderungen bei Überschätzung."

mz Pari?, 23. Dez. .'HavaSi Der Generalsekretär der Friedenskonferenz Dutosta überveichte am Dienstagvormittaq 10.15 Uhr in keinem Kabinett im Ministerium des AuSwär- tigrn dem Ebef irr deutfckien Delegation, Frhrn. v. LerSner, die Antwort der Alliierten auf die deutsche Note vom 15. Dezember, deren Text am Montag nwn dem Chef de,' alliierten Delegation festgesetzt worden war. Er begleitete die Übergabe entsprechend den Instruktionen deS Obersten RaßeS mit einem mündlichen KommSntar. v. LerSner erklärte Dutasta. daß er wegen der Verkehrsfcbwie- rigkciten dafür k-alte. seine Negierung persönlich be­fragen zu müssen. Infolgedessen teifte Herr v. LerSner mit. daß er am Dienstagabend mit allen Suhverständigen ab reisen und in Paris einen Vertreter der deutschen Del, aatian znrücklasie. Er betonte, daß seine Abreise ganz und gar nicht als Abbruch der Verhandlungen «ufznfas-'en -ei. Die Agentur Havas glaubt zu wissen, dutz Dutasta bei seinen Mitteilungen an Herrn n. LürSner her- deigchoben bat. daß die Alliierten Verständnis für die wirt­schaftlichen Schwierigkeiten Deutschlands zeigen nnd auch den Wunsch begew, d-nselbcn Rechnung zu tragen. Der General- ftkretär der Konferenz machte ferner den Ch-f der deutschen Deleaotien darauf aufinerksam, daß im Falle der Nachweis?? einer Merschätzung des ge»enwärtig im 'Besitz Deutschlands befindlichen Materials, aus welche die Forderungen dar ANnerlcn sich gründeten, diese entsprechend ermäßigt Würden.

v. Lersner und v. Ekmson bkekbe« in Paris.

mz Pari», 24. Dez. fHavaS.) Frhr. v. LerSner stattete gestern nachmittna Herrn Dutasta einen Besuch ab und tmite mit tat- er s-ine Absicht, am Abend nach Berlin abzuretsen. oiisg-.aeben babe. ebe»sa auch Herr v. Simson. Frhr. nan Lcrkner und Simsen werden die Weisungen .hoer Regierung in Paris abwarten. ^

Be Berlin. 24 Dez. l &9- Drahibericht.) Wie wir ton gut .."tei.ichteler Seite erfahren w.rd d.e »eue No^e der Entente, die den Termin der Untecze.ch.n.ng des Parr,er r-satzprrtokn0k enthält, am Samstag in trariet Die Unterzeichnung wich dtt (t|l(a 2tttttlvrivochs jtaLziudkU,

Berlin er- vüraussichtUch m

Clemenceau über die auswärtige Politik.

Eine BertrauruSklindgebung der französischen Kammer, mz. Paris, 23. Dez. iHavas.) In seinen Ecktäcung-n über die auswärtige Politik, die er auf eine Anfrage deS sozialistischen Algeordneten Cachin abgab, sprach Minister­präsident Elemenceau über die mit England und den Ver- cinigten Staaten obzufchlietzenden militärischen Ga-.rnrtie- verttäge und kam dann auf die anläßlich der Londoner Konferenz geleistete Arbeit zu sprechen, die von Berthcl.-t. der sich roch in London befinde, fortgesetzt werde. Er hoo die Notwtndigkeit eines engen Bündnisses mit >Eng- l a >> d hribor und ftreifte die Frage van Fiume, die man jetzt in einer alle btfriedigenden Weise zu lösen hoffe. Elemenceau kani dann ans den Balkan, Anatolien, Syrien und Polen zu sozech-cn und lobte die polnische Arme:. Die Frage von Konstai tinopel sei immer noch in der Schwebe. Man berate sich grgemvärtiq in London. Zur ru s s i schen F ra ge iibe'g: hrud, brandmarkte Elemenceau die L-owsetregierung in heftigen Ausdrücken. Sie sei die barbarischste und best- gcbatzii'ste, die je existiert habe. Er sagte: Nicht nur machen wir keinen Frieden mit Rußland, wir werden uns auch nickt mit ibm abfinden. Er erinnerte an dir schweren Opfer, die Frankreich und Engl rnd gebracht hätten, um die ruüjschen Patrioten zu unterstützen, von denen man hätte annebmen können, daß sie das Land wieder aufrichten nürdeit. Dentschlond schicke sich an, heimlich einen Teil Ruß­lands zu kolonisieien, deshalb müsie man um Rußland einen Stachrldrabt ziehen. Von warmem Beifall unterbrochen, schloß Elemenceau mit dem Hinweis, daß man vom Reden zur Tat übergclwn müsie, und kündigte die Absicht der Regierung an, nach Beendigung der Wahlen zu demissionieren. Er heb vervor, daß cs nicht eine Scheindemisiirn sein werde. Die Kammer brachte Elemenceau eine Huldigung dar. Cachin fragte hierauf an. ob es wahr sei daß sich ein'ge Nationen in den T ardanellen und in Konstantinopel fest- g e setzt hätten, wie Gdrücht« besagen würden. Elemenceau antwortete perneiuend. Ein sozialistischer Abgeordneter wari der Repien'iig vor, daß sic den Kriegszustand mit Rußland aufrecht erbalte und sich in innere Angelegenheiten Rußlands cinniische Schließlich nahm die Kammer eine Tagesordnung mit 4ü8 gegen 71 Stimmen an. welche lautet: Die Kammer billigt die Erklärungen der Negierung, spricht ihr das Ver­traue» aus, renvirft jeden Zusatz und geht zur Tages­ordnung über. Die Kammer vertagte sich Hierauf aus i'ächsten Tier.Stag.

MwMm üüeniolm MkWslSlM

In der Genera,liversammlung der. A. E. G. hielt ihr Prä­sident Dr. Walther R a l h e n a u nach Erledigung der Tages­ordnung foßrende Ansprache: De entscheidende Wirftuig des

Krieges ist die der G ü i c r v e r n i ck, t u n g. die b Jahre ange­dauert hot und nach beute nickst beendet ist. Diese Güierver- nickstimg. di« größt« der Geschichte, erstreckt sich nicht nur auf die Güter des Tievbrauchs, sondern- auch auf di« Produft ons- mittckl und Verkehrsmittel und auf olles das, waS die Welt an sichtbaren Kapitaiwerten ongeiammelt hatte. Neben der Güter- rernichtung geht die Verminderung der ArbeitS- kraft einher. In der Dell ist überdies eine erschlaffende W rkunq des Krieges eingetretcn, die die Arbeitswilligkeii hemmt und den Arbeitseffekt verringert. Wir sieben also nicht nur vor einer gewaltigen Verminderung des Güterbestandes, des Bestandes an Produktionsmitteln und vor eurer autze-r- ordentlichen Verarmung der Bergwerke und deS Bodens, sondern gleichzeitig vor einer erheblich verringerten Produk- tionsfähigkeit unserer Wirtschaft, und dies in einem Augen­blick, wo die großen Ausgaben der Weltwir>schafi noch gar nickst begonnen haben, d'e in dem Aufbau der öst­lichen Gebiete und des zerrütieten RnßlandS. der neu entstan­denen Staaten und vor allem der zerstörten Gebiete von Bel­gien und Nordfrankreich bestehen. Schon heinte, bevor diese Ausgaben an uns hevangctreten sind, ist die Bilanz der Güter- eerlstiltn-sie der Welt eine überaus beden kl ich negative. Daraus ergibt sich das Prinzip, das an di« mittelasterliche Wirtschaft erinnert, nämlich die Umkehr des Verhältnisses von Angebot und Nnckstroge und die Umkehr unseres ganzen Han­dels- und Wi rtsckvftse'erhälju isies.

V ele Jahrzehnte war die Produktion yeOvungen. für ihr« Güter Absatz zu schaffen. Die Produktion muffte dem Kon­sum nockstnufen. Gegenwärtig ist die Lage umgekehrt. Der Konstim muß aus Jahre der Produktion nachlaufen. Di« Güterknappheit wird ankalten. Ebenso wie wir es auf dem Gebiete der Lebensmittel qrwöbnt sind, wird auf dem Geb ete der Verbrauchsgüter und Produktionsmittzol die Nachfrage das Auaebot übersteigen. Man mutz nicht glauben, daß tiefer Zuftond ohne weiteres >deutlich ist mit e ner H och k o n . j u n k i u r. Eine Hock.konjunktur würde erfordern, daß der großen Nachfrage eine entsprechende ProduktionSfähigkeft äegenübersteht. Di« ist nicht vorhanden und so drückt sich der Ziiftand des Wckltdedarfs viel mehr in der Anspannung aller Äuftragsbeftände als in der tatsächlichen Leistung der Jn- ouftrie aus.

Die Konsequenzen erstrecken sich auf zwei Richtungen. Awf der einen Seite ergibt sich die Tatsache, daß die Schärfe der Konkurrenz, wie wir sie b sher gekannt haben, ihren Sinn verliert. Es hat ferner keinen Zweck, uugezähtte Mil- licncn nur für Zwecke der gegenseit gen Konkurrenz ouszugehen. und es hot auch keinen Zweck, in dem Maße, wie wirs gewohnt waren, uns treiben zu lasten von jede.n Wunsch, ler von irgend einer konsumierenden Stell« an uns getaugte. Im GegeiftrL. es entsteht für uns -ie Aufgabe, auf der einen Seite die Organisationscurparate zu vereinfachen und auf der anderen Seil» dir P r o d u k t i'o n zu typisieren und da- prr -it sorge», Latz die Zerjplfttsrung ia mreMiche Ab­

stufungen der Typen und Ausführungen sich minde weitere Folge des Güter- und Produlttonsniangels

mindert. Eine

Folge des Güter- und Produlttonsmaiigelö der Erde :st Las dauernde S > n k e n des Geldwertes, das acht nur bei uns befleht bei ans freiilich stärker al» bei oen anderen sondern in der ganzen Welt. Ich envähn«, daß wir täglich etwa zwei Millionen Mark in 5-upferwerten verbrauchen, ob- alcch mrsere Produktion noch ncht dom FcieLensjtaiide gleich- .ommt. ^ , y

Innerhalb der GesamSituation ist unsere deutsche Lage doppelt schwer. Schon vor Jahresfrist war vor- auszusehen und wurde vorausgefehen. daß und warum sie zur Krisis neigen mußte. Es waren Aufslellimgen vvct>anden über das Oiwmtum von Rohstoffen, das unbedingt in den nächsten Jahren nach Deutschland eingesührt werden mußte. Die Zah­len belliefen sich auf Hunderte von Millionen des damaligen Goldwertes. Damals war der Augenblick gekommen, um Maß­nahmen zu treffen, die es uns ermügl chien. dies« enorme Ein­fuhr durchzuführen, ohne unseren Geldwert zu vernich- r e n. Nichts dergleichen ist geschel^n. ES herrschte der Ruf nach dem freien Handel. Diesem Rufe folgte Deutschlaiid und leine Regierung. Heute stehen wir unter der vollen Diktatur des freien Handels. Das Ergebnis ist die Verschleude­rung deutscher Waren ins Ausland und das Sinken des Geldwertes aus einen Punkt, den vor eiirem Jahre die wenigften für möglich gehalten haben.

Die Aufgaben, di« zu kosen gewesen wären, waren doppelte. Es mutzte auf der einen Seite ein Ausgleich zwischen Ver- brauch und Produftion gefundon werlX'n. Dauernd verbraucht ,?nfer Land gewaltig viel» mehr als es erzeugt. Es verbraucht zu Lasten seiner Zukunft, seiner herunter geivirtschasteten Bst triebseinrichtungen und eines allgemetnem Ausverkaufs. Die zwe te Aufgabe war die Verkehrsregulierung an unseren Grenzen. Es wunde nickfts vorqeuommen. Noch immer, nach Jahresfrist, stehen umsere Grenzwi offen, ein Zu­stand. der in einem zivilisierten Lande unerhört ist. Ein Bild der Einsicht, die gclogenÄch bei den Regi«rurqzsstellen beob­achtet werden kann, gab eine Notiz, die vor einigen Togen offiziell vcrbrcitet wurde. Ta erklärte ein Minister: Es wird m r vcrgeworfen, daß ich Marknoten im Auslande verkaufe. Ich erkläre h'ermit, daß ich niemals eine Marknote druckt«. Es besteht also die Verstellung, daß man deutsche Mnrknoten inr Auslande nur verkaufen kann. wenn. ma,n sie vorher selbst druckte.

Di« schwerste Gefahr ton allen, die unsere Jndufftie be­drohen, ist die, 'daß wir in d'e Lage kommen könnten, von unserer technischen LesttungShöhe herabzufinken. Die Jahre des .Krieges haben unsere wirtschaftlich« Ausbildung nicht vertieft. Die Arb« t. die wir siir Forfckmng. Entwicklung von Verfahren und Erfindungen zu leisten haben, ist schwerer auf- zubringen als zu irgen,deiner früheren Zeit. D'.e Kosten wack'sen ins Nnerschiwingl'che. Um so mehr haben wir unsere ranze Auftnerksamke t dnlhin zu richten, daß dnrcki Anspanming aller Kräfte unser Forsckmngs- und Wisienschafiswefen auf der Höhe bleibt, unser« ArbeftSmetboden uns erhalten bleiben und die technische Fähigkeit und Handfertigkeit unserer Beamten unk> Arbeiter uns nicht geraubt wird. Keine allgemeine Rege­lung des Wirtfck'aftslebens kam uns zu Hilfe. Die deutsche Industrie wird auf dem Wege der Selbsthilfe ihre ftinf- tiqe Existenz schaffen müssen. St« wird eS mit denjenigen Mitteln zu tun haben, die ich ermähnte. ES sind dies die fortschreitende Konzentration und die Verein­fachung und Verwissenschaftlichung des Pro- duktivs- und VertricbSprozesseS.

Deutscki-'chwekzerlsche Wrrtscftaftsverhandlnnqen.

mr. Bern, 23. Dez. Wie die Blätter erfahren, sind die Verhandlungen zur Erneuerung des d e u | s ch - s ch w e,i z e « rischen Wirtschaftsabkommens nicht abgebrochen worden. Die deutsche Delegation ist nur zur Eintwlimig nähe­rer Instruktionen nach Berlin zurückgekehrt, aber di« .Koh­lenzentrale in Bafel ist unverzüglich in Verhandlungen mit Dentschland eiuaetrrte.i. »m die Lieferung von Ruhrkoks und Köblen fiir die schweizerischen Gasanstalten sicherzustellen. Für dies« aus Deutschland gelieferten Meuigeu wird die Schweiz keine Kompensationen zu leisten haben. Wie die Blätter weiter erfahren, ist di« Zufuhr amerikanischer Köhlen im Hafen von Genna völlig ungenügend. In den ersten l0 Tagen des Dezember ist kein Dampfer mft Kohlen für die Schweiz angekommen.

Antimonarchische Kundgebungen in Sofia

mr. Berlin, 24. Dez. Nach demD. L.-A." meldet .Az Est" anS S»sia, daß dort gestern große antimonarchisch« Kurdgebungen vor dem Schlosie st-rttgef-rnden haben, bei denen laut die Abdankung des Zaren Boris gefor­dert wurde. Die Demonstranten wurden durch Militär zerstreut.

Keine neuen Dsrschgss« an Koktschal unh Denikin.

rrz. Bern, 23. Dez. Wie dieGenfer Feuille" von an­geblich zr-verläsiiger Qi elle erfährt, kommt ein von dem inier- iletirnalen Kcmitee der Banken mit Jntecesien in Rußland eingrforderter Bericht zu dem Ergebnis, daß die Zahlung von r.euen Vorschüssen an die Generale Koltschik und Deiiikrn nicht in Betracht kommen könne. Der Bericht weist dem- gegcnüker darauf bin. daß die Banken am b.-ften oirekt mit den einzelnen ricksiscben Instanzen unter Zustimmung und unter der Kontrolle der Sowjetrcgierung verhandeln würderr, sotalk sich eine Möglichkeit dafür gebe.

Die Lage in Ägypten.

mr. Rotterdam, 23. Dez. DieMorniag Polt" meldet aus Kairo: Die anfangs auf >ie Mißion Milner gesetzten Hrskunnoen haben schnell abgenommen; die Stimmuiig unter der Beni-lkerui'g wirk gereizter. Die Studenten sind von einer fauLtil'chen Wut fizazn die Mlluer-Koomtistj« Cijüfit *

/