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Donnerstag, 11. Dezember 1919. AbeNÄ-AUSgRbba

Nr. 558. 67. Jahrgang.

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Um die Ratifizierung.

Die deutsche Antwort.

Br. Berlin, 11. Dez. (Gig. Drahtbericht.) Die deutsche Antwortnote wird im Laufe des heutigen Tages an Frhrn. v. Lersner zur Überreichung an Glenienceans ersten Vertreter, den Bolschafler Dutasta, nach Paris gesandt wer­ten. In der Natirnalrersaminlung wird Minister des Äußern Müller heute sprechen, um über den Inhalt der Note Mitteilung zu machen.

Der Schlußsatz des Zusatzprotokolls.

(fine andere Auslegung'?

Br. Mailand, 11. Dez. (Gig. Dralitbericht.) Zum Noten­wechsel zwischen Tcutschlawd und der Enteilte wird dem Gi,friere Hella Sera" aus Paris gemeldet, daß die von Deut>cklund und besonders von Noske zum Ausdruck gebrachie Auf'.issung über die B e d c u t u n g d e s militärischen Artikels des S ch! u ß p r o t o k o l l s in Gnte.riekreisen nicht geteilt wird Gs sei keine lllede davon. daß die Gnte.'te sich das Recht Vorbehalte, jedesmal militärische Maß- nabmen zu ergreifen, wenn nach ihrer Anstcht die Bedingun­gen des Friedensuertrages nicht genau erfüllt morden seien. Gin solcher Standpunkt sei unvereinbar mit dem. Geiste des Versailler Vertrages. Zu einem neuen militärischen Vcrgei-en der Gntente gegen Deutschland wäre nach dem Inkrafttreten des FriedenSvertrages eine neue Kriegserklärung notwendig.

Eupen und Malmedy.

rrz Amsterdam, 10. Dez. DerNierwe Courant" schr eibt - Die Note Clemcnceaus übei die Abjtiinmnng in Erpen und Malmedu iii nicht »ur enttäuschend für Deutschland, sondern auch kür olle, die crioartct liottcn, baß in oieiem jvalle der VvlfeiHund eine ausscklagget>e>lde Rolle spiele» sollte. Bei der geeenn artigen Anwendung dcö Plebiszits bleivt v c, in S e l b ft l e st i in m u n g S r e ch t der Völker wenig ü b r i g.

Clemenceaus Londoner Reise.

mz. PaliS, 11. Dez. ©aufm bespricht imJournal des Döbats" die Londoner Reise Clemenceaus und sogt: Die Arbeit der Beratungen sei ungeheuerlich. Um nützlich zu nibeiicn, sei es deshalb von beiden Seiten not­wendig, einige Grundgedanken nicht außer acht zu lassen. Was- Froukleich brtieffe, so müsse mau. wenn man dem ei'glisriien Rack'bar» dauerndes Vertrauen einslötzen wolle, in kategorischer Form die i ni p e r i a l i st i s ch e n Doktrinen und .Manöver v e r l e n g » e n , die noch i» einigen kirnen brüten konnten. Für das Londoner Kal inett sei aber auch der Augenblick gekommen, seine Politik für eine lange Zeitdauer sestzulegen. Es habe auch einiges Jnievcsse, seinen Nachbarn zu beruhigen und sich nicht ii> abenteuerliche Verbiitdungeu einzulassen. Vor dem Kriege hätten gute Engländer gesagt, das Land fei st.ii'i.ert vc» ülerssei scheu Besitzuiigeu und cs würde ge­fährlich für es sein, neue zu erwerben. Das sei jetzt noch wohier. Die Deutschen würden den Augenblick abwarten, wo sich ein Riß in dem übergroßen Gebäude zeigen werde, um fiireit Zusammensturz hertwizufiihreu. Die Lehre, die aus dem Krieg gezogen werde» müsse, sei der Bankerott des Imperialismus. Die Sieger würden ihre Siege mit eigenen Händen zerstö>ens wenn sie ihn ausnützten. um eine Politik zu betreiben, die dem Besiegten so unheilvoll ge­worden sei.

Fortsetzung der FriedenSverhandlunge» in London?

mz. Paris, 11. Dez. SSt« betJntransigeant" meldet, sei es nach Ansicht Lloyd Georges vorzuzichen, die noch notwendigen

E riedensverhandlun.zen in London sortzuseyen. Tie ngkävder bchciupteten mich, daß der anicrikanifriie Botsriiaster 'Senate nicht dieplein nouvoir" seiner Iicgicriing erhalten habe, so doß osso der aincrikniniriie Botscluistcr in London genau so wie er fungieren könne. Außer den, Präsidenten der itsiccnUche» ftriedensdclegction srll man ai:ch den belgischen Minister für aus­wärtige Angelegenheiten, Hvmans, an der Themse erwarten. Haupt- sächlich Weibe man die r n k s i s ch e Frage bcspreri,en. Frank­reich wolle jedoch jeden Kontakt mit den Bolschewisten vernieiden.

Amerika und der Friedensvertrag.

Wilson, entkleidet des Ruhmes des Friedensstifters." mz. Paris, 10. Dez. Nach einer Prib-itmeldung des .Matin" ans New Dock soll Senator Lodge erklärt lfabcn: Wir erreichen, was wir wollten: die Reckte und Interessen Amerikas zu verteidigen. Der Gesundheitszustand Wilsons ist beklagenswert. Cs kann keinem Zweifel unterliegen, daß mit ihm die Seele der Verteidigung de? Fricdcnsvertrages stesckwunten ist. Man bat Wilson vorgeworfen, die a m e r i- konischen Traditionen verletzt zu haben in dem Augenblick, als er nach Paris gegangen sei, um über den Frieden zu verliandeln. Man wirft ihm vor, er sei zurück- gekommcn, entkleidet der Ruhmes des Friedensstifters, mit dem ihn keine Anl,äi:ger hätten umgeben w-.llen. Trotzdem Itlaickt derMatin".Korrespondrnt, daß man noch zu einer Verständigung gelangen könnte.

Rumänien hat unterzeichnet.

mz- Paris, 11. Dez. (Havas.s General Eoanda, der rumäni­sche Bevollmächtigte zur Friedenskonserenz, hat am Mittwochabend im Bureau des Protokollführers das Zusotzpiotokoll zum Friedens, dertrag von Et. Germain, dm Pertr.ig von Rcuillv und den Ver­trag, detr. die «atwnalen Minderheiten, unterzeichnet.

Die deutschen Vortriegsdokumente.

mz- Berlin, 10. Tez. In der Pressrkonferenz am Dienstag wurde» sämllichc» Zeitungsvertrctcrn die vier Bände der amtlichen dc-ntichen Dokumente zum Kriegsausbruch auSgehändigt. Zugleich wurden ihnen eine Anzahl Telegramme nn Auszug überreicht, die von den Bearbeitern als besonders w i ri) t, g ongescheu wurden. DieFreiheit" behauptet nun, oag dieser Lcitsaden durrii- wcg Depeschen und Roten entbalte, die die deutsche Politik in ein verhältnisniäßig g ü n st i g e r Licht rückten. Kein einziges Schriststück sei darunter, aus dem oas überhebliche und lciriitsenige Verhalten der amtiiri'en dcntlriien Siesten in den kritisriien Tazen zu erkennen wäre. DieFr'ihcit" sprüht von einem erbärmlichen B e c in flussungsversnch usw. Dazu bcmerkt dieDeut riie Allg. Zig.": Da jedem Tcilnchnicr an der Kvnsercn; und auch jeder nicht vertretenen Zeitung di» ganze Auswahl der Akten zur Verfügung stand, ist es unbeareiflirii, wie dieFreiheit" eine» Be» einfiiisinngsvcrsnrii herausfindeu will. Jeder einigermaßen siudi-e Journalist muß fähig gewesen sein, sich in der kurzen Zeit andere Auszüge bcrznstcstcn. Bemerlenswert ist, daß das unabhängige Blatt K a u t s k y s Kommentar, der doch lediglich eine sub­jektive A u s s a s s u n g der Tinge wiedergibt, für richtig hält und ihn verteidigt, während es der '.»cgierung die Befugnis ab- spririst, Dokumente heranszuyreisen, die lic für wicht'g hält

n,^. Berlin, ll. Dez. Ober die deutsche Vorkriegsaeschichte sri,reibt Gras M o n t z c l a s in,Berliner Tageblatt": Der sen­sationslüsterne Teil des Publikums wird den bi i n d b e m c r k u n- g c n des Kaisers sein besonderes Augenmerk sriwnkcn. Ter einste Forscher aber wird zu entscheiden haben zwischen dem, was als momentane Eingebung anss Papier geworfen wurde und den mstuiitcr an, Schluß angefüotcn Bcrsügnngen, Zudem ergeben die Akten, daß auch manriie dieser Schlußvcrsiignnqcn zu spät ein- trasen, um nach verwertet zu werden, während andere trotz recht­zeitigen Eintresfens niclit zur Aussührung gelangten.

mz. Amste dam, II. Tez. DasAUgemeen Handelsblad" gibt der deutschen Presse vollkommen reriit in der Verurteilung K a u t s k v s, der sich zur Erreirinmg politisri,cr Ziele eines so groben Vertrauensbrnchs sriiuidig gemariit habe. Die Veröffent­lichung seiner Broschüre im Auslande sei höchst gefährlich.

Das österreichische Buch über die Ursachen des Krieges.

Br. Wien, 8. Tez. (Eig, Trahtbemclit.f Wie dasAcht-Uhr- Abendblatt" crsährt, wird im Staatvanit dos Äußern gegenwärtig die Herausgabe des zweiten Teils des großen Buches über die Ur­sachen des Krieges vorbereitet. Tic VerösfentliÄung erfolgt in kürzester Zeit in deutscher, französischer und englischer Sprache.

Der Rückmarsch aus dem Baltikum.

Die Verwendung der Eisernen Division.

Br. Tilsit, lt. Tez. (Eig. Dcahkvcriciit.) Tie Eiserne Division crreiriste gestern unter ständigen Rachhutgefechten dnicli Banden nnt ihren letzten Teilen die osiprenßische Grenze. Ter letzte Materialzug >|i nach Tcutsckland uuterwegs. Von heute ab wird die Grenze s» r den Zugverkehr g e- s v c r r t. Über die Verwendung der Ei.eriien Division herrscht iiorl) Ungewißheit. Während ziinüri,st davon die Rede wor, sie zum G r e il z s ch u tz zu verwenden, ist soeben ein neuer Besetz! der Sieiriisregiernng eingetrossen, der ihren Abtransport nach Stade und ihre vollständige Auslösung verlangt. Die Division ist gegenwärtig südlich von Tiliit versammelt. Wie diediene Berl. Ztg." dazu von Regierungsstelle hört, bestand von vornherein die Absicht, nur e i n e n -T c i l der Eisernen Divisicn als Grenzsrinitz zu verwenden. Aber a»ck> diese Teile der Eisernen Division sollten sobald wie niöglich in die Deiiivbilniariiungsorte zu« rückgeführt und wieder ausgelöst werden, sriion darum, weil alle diese einzelnen Abteilungen in der Rcichswehr aufgehen müssen.

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Neun Fragen.

mz. Berlin, 10. Dez. Der erste Unteraussckuß des par- lamenkar'sckwn rlntersuckungsausschusses, der sich mit der Vorgeschichte des Kkrieges zu befassen hat, hat einen Frage­bogen aufgestellt, der an die i» Betracht kommenden Aus- kunftspcrsonen zur schriftlichen Gegenäußerung versandt wird. Die darin enthaltenen Fragen lauten: 1. Gs ist fest- xustcllen, welches die politische Haltung des Herrn von Tschirschktz in Wien seit dem Attentat von Serajewo war und in welckem Sinne die politisohen urd militärischen Stellen der deutschen Regierung au» ihn eingewirkt haben. 2. Gs ig festzustellen, welche politischen und militärischen Verhandlungen am 5. tezw. 6. Juli in Berlin oder Potsdam stattgefi.ndcn haben. iS. Gs ist festzustellen, ob und wclcke Maßnahmen Reichskanzler b. Be th mann Hollweg und Staatssekretär v. Jagow ergriffen haben, um über den Fortichritt der Untersuchung in Serajewo nach dem 5. Juli Kem-tniS zu erhalten. 4. Gs ist festzustellen, ob vor der llberreichimg des Ultimatums an Serbien mili- täriickw Vorbereitimgen und Rüstungen stattgefundcn haben. 5. Gs ist festzustellen, ob vor der llberreickning des Ultimatums finanzielle oder wirtsckastlicke Vorbereitungen statt- gef'.iiid.'n haben. 6. Gs ist festzustellen, was in der Zeit zwischen dem 5. und 22. Juli über den voraussichtlichen In­halt des Ultimatums der politischen Leitung des Deutschen Reick es bekannt geworden ist. 7. Gs ist festzustellen, wann das Ultimatum dem Herrn v. Tschnschkri in Wien übergeben wurde, wann es von diesem aus den Weg nack Berlin ge- lrackt wurde und wann cs in Berlin im Auswärtigen Amt eingegangen ist, sowie wann und in welcher Weise die deutsche Regierung gegenüber der österreichisch-ungarischen Regierung zu dem Ultimatum Stellung zzenommen hat. 8. Gs ist festzn,stellen wann und wie das Ult'matum bei den Regie­rungen in München und Dresden behandelt worden ist. '1. Cs ist festzustellen, warum der Bundcsratsausschuß für aus­wärtige Angelegenheiten zwischen dem Att:nt-it von Sera- jewo und dem Kriegsausbruch nicht zusammengetreten ist rnd ob Anregungen zu seiner Einberufung nicht Folge ge­leistet oder ibven entgegcngcarbeitct wurde.

Br Berlin, 11. Dez. «Eig. Drahtberickt.) Wie dieN. B. Ztg." hört, soll der parlamentarische UntersuchungSauS- schuß der Nationalversammlung heute mittag eine neue

Plenarsitzung im Neichstagsgebäude abhalten, um sich neuerlich mit de» G i n w e n d u n g e u H e l f s e r l ch S wegen oer üte.r ihn verhängten Geldstrafe zu befassen. Der Aus­schuß wild beute einen näheren Beschluß fassen. Gs ist wahr­scheinliche daß de: Gesamt,russchuß die über Hrlfserich ver­hängte Geldstrafe ausreckterhalten wird.

Dre Tiroler Anschiutzfrage.

mz. Wien, 11. Dez. Wie der Korrespondenz Herzog aus Inns­bruck gedrahtet wird, werden in der niorgigen Sitzung des Tiroler Landtages die drei Parteien desselben, die Ebristliclisozialen, die Sozialdemokraten und die Dcntsriinatlvnalcn genicinsam eine Anfrage an die Entente rickiten, daß sie dem Lande Tirol wirtschostliclx Hilfe vngedeiheu lasten sollten, da dieses lonst ge­zwungen wäre, seine wirtsriiastliriie Existenz durch den Anschluß an Deutschland bezw. an Bayern zu sichern.

Sriiulschlutz in Sirbcnbürgcn.

mz. Budapest, 9. Tez. Ter rumänische regierende Rat von Hermannsladt hat die Tätigkeit sämtlicher ungarischer S t aa t s sch u l e n, sowohl der Normal- als Miltelschulen, eingestellt. Die Zahl der durch die Verordnung betroffe­nen Schulen gehen in die Tausende. Die Familien von über 6000 Lehrkräften, also etwa 25 000 Personen, werden dadurch brotlos. 275 000 schulpflichtige Kinder und Studenten bleiben ohne Schulunterricht. Die Rumänen sind nicht im­stande, üe entlassenen ungarischen Lehrer zu ersetzen, weil sie auch für die eigenen Untervichtsschulon feine Lehrkräfte haben.

DasMaiison de Ia Presse.

mz. Paris, 5. Dez. DieSilierte teilt mit, daß da? .M'aison ile la Presse", das während des Krieges in Paris gegriivdet wurde, ausgebaut werden soll. I» den drei Stockwerken sollen die Jnkormationsdieiiste für die franzö­sische und die aus.ländijche Presse unte,-gebracht werden. D-tS .Waison de la Presse" werde auch einen Svezialdraht mit Berlin unlerhalten, denn es sei sicher, daß die franzö- k i sck - d e u t sch e n Beziehungen die at'sländische Politik beherrschen würden. Im fünften Stackwerk wird der Völkerbund unter Überwachung von Lean Bourgeois ein Propagandabureau einrichten. Die ciiidcren Stock­werke werben die Dienste für die f»genannten Omierc-s Fvangaises im Ausland beherbergen, das lind Kommissionen, die sich mit der Errichtung von Sckiule.i n»d der Veranstal­tung von'Vorträgen und Kursen im AuSürnd beschäftigen.

Die merrkanische Frage.

mz. Haag, 10. Dez. Wie derNieuwe Courant" aus Waslunglou meldet, sagt die Denkschrift über die mexl- kam'che Frage, die dem Präsidenten Wils in am Freitag von Seunlor Fall voraelegt wurde, u. a., daß von den amerikani­schen. Ntvalutionären und mexikanischen Gxtremisten die In- szeüiierung eines allgemeinen Bckrgarbeider- und Metall- arbeiterslreik? in den Vereinigten Staaten geplant war, der dazu benutzt werden sollte, in den Vereinigten Staaten durch die Besetzung eines Hafens an der atluntii'cksen Küste und zweier Häfen an: Stillen Ozean und durch die Errichtung einer neuen Hauptstadt in Colorado eine Revolution h e r tz o r z u r u s e n. Die Mexikaner sollten die Grenze an den Vereinigten Staaten besetzen, das Grenzgebiet sollte im Austausch für die mexikanische Hilfe eventuell an Mexiko ab­getreten werden. Fall versicherte, daß die Regierung Carranzus von diesen Plänen wisse und sie unterstütze.

Deutschland.

Das Reichsnotopfer.

rrz. Berlin, 10. Dez. In der heutigen Sitzung der Ratienalversammlung wurde der Antrag der Deutschen Volkspartei auf Vertreisuug des Reichsnoiopfergesetzer an den Ste'ierauSs.huß in namentlicher Abstimmung mit 236 gegen 43 Stimmen abgelehvt.

Das Betriebsrategesetz.

mz. Berlin. 10. Dez. Im BetriebsräteauSschutz der Nativiialtzeisammlung wurde in der heutigen Sitzung u. a. ein Antrag des Zentrums und der Demokraten einstimmig angeremmen, c u,ch den eine Trennung zwischen den Fabrik und Heimarbeitern herbeigeführt wird. Weiter wurde auf sez:»!demi'krnt:schen Antrag eine Änderung in den Bestlm- mu> gen über die Endzahl der Betriebsrntemitglieder ge- trcffen, die die Höchstzahl auf drertzig festsrtzt.

Der Generaipardon.

mz. Berlin, 10. Dez. Der Steuerausschuß der National­versammlung erörterie einen Antrag Trimborn, betr. den Entwi rf eines Gesetzes über Steuernacksicht lGenerol- Parten). Reicksfinauzminister Erzberger führte aus, daß er kein unüberwindliches B e d e n k en dagegen habe. 8 1 des Gntwurfes wurde darauf mit einigen Abäuderungen angeremmen, so doß der Steuerslüchtige sowie seine Erben strc.sloS bleiben, nenn er aus eigenem Antrieb späteitcnL bei der Sleuervecanlaguna in der Steuererklärung, oder falls er eine solcke nickt abzuaeben hat, auf öffentliche Aufforde­rung sein Vermögen und Einkommen richtig angibt.

Verhaftung des Hauptmanns v. Kessel.

mz. Berlin, 10. Dez. Der Erste Staatsanwalt beim Landgericht 1 teilt mit. daß der Untersuchungsrichter beim Lantger-cht 1 gemäß Antrag gegen Hauptmann v. Kessel einen Haftbefehl wegen Meineids. Urkundenfälschung und Herausforderung zum Zweikampf erlassen hat und daß Hauplmann v, Kessel heute in das Untersuchungsgefängnis eingeliefcrt wicrde

mz. Brilin, 10. Dez. Wie wir hören, ist noch, bevor der Staatsanwalt de» Haftbefehl gegen Hauptrnanu v. Kessel ec»