Einzelbild herunterladen
 

nr

3

6

8

8

3

8

6

3

3

8

6

3

6

3

8

er

o

o

3

<y

n>

2

Qr

s

8

8

8

8

8

8

8

8

8

8

8

8

8

8

S

S

8

8

8

8

8

8

8

8

8

8

8

8

8

£

3

7

p

Fd

3

O

kV

g

s

6

8

8

8

8

8

8

8

8

8

8

6

8

8

8

Verlag Laaggasse A

.ragblatlh«»»'.

OchaNer-Halle «essfnet von « Uhr morgens bis » Adr A-Igchrcklenlo: grantturt S.M. Nr. 7««.

Wöchentlich

Längs-!'

hlirbli

Mk. 1.40 monatlich, Mi. 4.r» »tertellährlich durch den «erlag ohne Bringerlohn, Mk. 6.25 vierteljährlich durch olle deutjchen Poltanltalten, aus» - ~ - - - . * ---in Wiesbaden dt« gweigitell-

Sezngs. Preis titr beide Vorgaben

»atz« LI, ohne Bringerlohn, ____ . . ^ . ..

lieh Bestellgeld. Bezugs-Bestellungen nehmen außerdem entgegen: in Wiesbaden die Zwelgstill, lsmarckring IS, sowie die Ausgabestellen in allen Teilen der Stadt; in Biebrich; die dortigen Aus

gadeftellen und in den benachbarten Landorlen und tm Rheingau die betreffenden Tagblatt-TrSger.

12 Ausgaben.

Fernruf;

^ogblatthans» Sir. MSt-SS.

Bon 8 Rhr morgens bis « Uhr abends, außer Sonntag«. »ostlcheÄonto: grantfurt a.R. Nr. 74«.

Vnzeigen-Prels fiir di. Zell«: 40 Pfg. für örtliche Anzeigen: SO Pfg.fllr auswärtlge

fik örtliche Reklamen; Mk. 8.25 für auswärtige Reklamen. Bet wiederholter Aufnahme unon- jinderter Anzeigen entsprechender Nachlatz. - Anzeige». Annahme: Für beide Ausgaben dt«i 10 Ute aormittaas. Für die Aufnahme von Anzeigen an vorgelchriebrnrn Tagen und Plötzen wir» kem« «ewähr übernoinmen.

»erliurr «bteUuug de» Wirsbadeo« kagbl-tts: Berll« W. 57, An der Apoftelkirch« 7. l. Fernsprecher: Amt Lütz-w «202 «nd S2VS.

Montag, 13. Oktober ISIS.

Das Baltikum.

Die Antwortnote der Entente, mz. Berlin, 12. Oft. In der Cjwqc der Räumung des Baltt-- ßms hat die Entente der deutschen Negierung solguio: Note zu- -eben lassen: Paris. 10. Oktober. Die alliertei und assoziierten Re- oinimgen nahmen Kennturs ran der m der Note vom 3. Oftoaer j» aller Form znm Ausdruck gebrahrc» Absicht der deutschen Regie­rung, den Rückzug ihrer Truppen aus dem Biit'kum und Lrtanen mit größter Energie einzuleitin und durchzusühcen. Sie villizen «Inchialls die Z w e ck m a j. i z l e : der « dies», Zweck von der deutschen Regierung eingrleiteten Maßnahmen. De deutsche -ieaierung versichert jedoch, daß die von ihr einqel nieten Maß' «atmen sie von der Anschultsiznnq sreishr,schon, dre Erfüllung ihrer Krenverpslichtiinqcn, wie ft« Mir® die Äestlmniungen des -iLaften- Ilillstands festgesetzt sind, vernachlässigt zu haben. Nachdem aber vre llnrrdnungen der deutschen Regierung -ssenbar trotz der wtederhol- jcji Ersuchen und Vorstellungen der alliierten und assoznerten Re- «erunacn so lange ausgejchoben wurden, daß die deutsch« Negiernng jetzt behaupten kann, lie sei tatsächlich nicht in der Äage. ihre Aus- sthrung durchzusetzen, ist es schwer, nicht .Mlwnehmen, daß die -der. iögerung beabsichtigt wurde, um Lerhaltnige herdelzu. sichren, welch« die deutsche Regierung setzt «u bedauern vorgldt. Äugenscheinlich ist es tat,ächl:ch unmözl'ch eine aulere Erklärung für die Weigerung zu siirden, General v. d. Goltz zuruckzubr» tufen, weickMr ihr offizieller Vertreter sewesm ist, um die gegen- wärtige Situation zu schassen, ve durch "ssmen l-S'der stand gegen di« berechligten Ansprüche der allnerten und assoznerten Regier»». °en charakterisiert wird. Wamni bat man die Zuruckberusung des lSenerals, die dreimal verlangt worden war, verwrizret? Warum wurde General v. d. Goltz, nachdem er vor einigen Tagen nach Serlin zurückberusen worden war. adstchtltck aus das :0perailons. gebiet zurückgeschickt. Offenbar geichnh kiel, «m mit Hilfe der Slutoritat seiner ossizielleu Stellung sie Organisation durchzusuyrcn, die heute der deutschen Regierung zeftr'iet. zu behaupten, daß d.« Truppen, die bisher durch die deutsche Regierung bezahlt, gekleidet end gefördert worden ist, beute nnbvtmäßig -vurd.m. Hat General v. d. Goltz seinen Instruktionen entgegengehandelt? Wenn das der Fall ist, warum ist dann sein« Jnjubordin rtion mcht bestraft worden, sei es durch swliSie Verabickffedunz oder auf irgendeine mdere Weise? Sojevn die deutsche .'iegicrung ins diese Frage Nicht genügendere Erklärungen liefert, als sie blä­sst gegeben hat. können die alliierten und assoznerten Regie, runarn nicht glauben, daß ne deutsche ste.ftrrung ihren Verstche- rungen gen,ätz alles getan hat, was in ihrer Macht stand, um alle deutschen Truppen aus den baltischen Tratte» zuruckzuziehen. Es ergibt sich übrigens aus den letzten Nachrichten aus Litauen, daß

sich die Lag« erheb ltck oer'ch' immer» hat, msolge der Ostemive, welche die Deutschen am ck. Oktober ergriffen haben, in­dem sie die deutsch-baltische Zone »ersetzten »nd die lettischen Siel- langen mit Panzerwagen, Fluazcuqen und giftigen Gasen cmgrtsfen. indem sie weiter Riga bedrohten und in Kurland die Btldung einer deutsch.rnsftschen R-giernng hervorr,c,en. d-- ich der lokalen Regierung s-iadirch aegenub-rstellt. Im Hinblick aus diese Lage halten die alliierten und assoznerten Regierungen das Pri,z>p der vollen Perant>vortung der deut- 'ch»u Regierung in der Ausinbrnng des Abtransports auf- -echt und wünschen, di« in ihrem T-lczenmm vom 27. September anoekündigten Maßregel» in vo!!-m Unisauge auscecht-rbalren zu wissen, wenn der Abtransport nicht endlich «nternonimen und mrt aller wünschenswerteii E>.« durchgesichrt werde, wird. Immerhin, um die Jlussührung der Operationen zu erl-ichtern und die deutsche Regierung zu unterstützen, nehmen di« alliietten und assoziierten Re. gierungen den Vorschlag an. alliierte Bertreter zu entsenden, deren Mission darin besteben ward, de, der oeutschcn Regierung von den Maßregeln .Kenntnis zu nehmen, die von ihr xstrofsen worden sind, um "ie Bedingungen des Abtransports zu wsüllen, wie auch, um:br diesenioe» Maß» ahmen vorzuschlagen, di« sic selbst für nützlich halten, um am Platz! und in aller Aktion»- sreiheit eine wirkiame Kontrolle der Ausführung dieser Maß. regln anszuübrn. Der Vorsitz dieser alliierten Kommission wird in die Hände eines Generals gelegt, den >ie alliierr-m »nd asloziierten Regie-t-ngen ernrnnen^ Erst wenn dieser Ge ier ft den alliierten und «iioziierten Regierungen und dem Obersten Rat mitgeteilt haben wird, daß die Maßnahnien des Abtransports normal durchgesühtt werden können die durch das Telezramm vom 27. September Bor- ?:sehencn Maßregln aufgehoben werden Me deutsche Regierung wird gebeten, die Antwort so 'chnell wie möglich bekanntgeben zu vollen Sie 'st benachrichtigt, daß sie alliierten »nd asioziierten Rexierungen sie für jeden Akt der Feindseligkeit verantwortlich üiachen werden, eer gegen ihre Repräirntaaten in den baltischen Lrodinzcn durch deutsche Truppen sich ereignen könnte

^gez.) Wirschall Foch.

Die Vo?berettunetz dsr Lsittfchsn Wntmrrt.

(Eigener Berliner Diahtdienst des Wiesbadener Tagblatis.)

«r. Berlin, .3. Olt. Bon einer dem ReÄskanzrer nchestehen- den Seite hören .vir, daß das Kabinett 'ich mit den beiden Noten Entente noch nicht besaßt hat. big dies aber in den allernächsten Tagen geschehen wird, vielleiLt schon beute. Wahrscheinlich weide tu Regierung beschließen, beide Noten zu beantworten, obwohl die Latente aus die eine Note gar kerne Antwort verlangt.

Der Kamp? um Riga.

mz. London. 11. Olt. -Reuter 1 .Dftlh Mall" meldet aus delßngfors vom 9. Oktober: Die Vorhuten des Obersten Bermondt

PariL.^IO Oft. DerLibert;" wird ans London berichtet, daß die Nachricht von der Beietzunz Rizas durch die Deutschen von «tttoritativer skandinavischer Seit« dementiert wird mit dem bemerken, daß die Letten sich vor dieser Stadt -ehr energisch ver. t-idigen und dir Deutsche» im Gegeuangriss zurückgrschlagen haben.

Der Heeresbericht der rnffischeu Weftar««.

xai- Mitau, 11. Oft. Amtliwer Bericht der russischem West- aruiee vom S. Oftober: Rach hartnäckigen tämpfeu wurde Tulkum dsn «ns genommen. Die Truppen des Ob-csten Aioaloss warscn lrach harten Tag- und Nocktk-impfen den Geaurr in die Vorstädte Rigoz zurück und nahmen au> 10. Oktober Thvre.isdccg im Sturm. Tie Lunabrücken sind in der Hand der Sieger. Die Esten und -ttte» leisteten zähen Widerst md. Telle der ieindli-h-n Streitkraste iud von der Ruckzugslinie abgejchuitten. Awaloss-Bermondt fordert lstn von den Besiegten, daß sie endlich den Durchmarsch zur bolsche- ivistischen Front sreigebe». Er ruft sie zu gemeinsame« Kamps -gen den Bolschewismus auf.

Abend-Ausgabe.

Dis Heeresgruppe Bischofs.

nvi. Beeil», 11. Oft. Es scheint sestzustehe». daß fich an de» gemeldeten

Nr. 4 s4. 67. Jahrgang.

Kämpfen der ndrstriisstschen Bischofs beteiligt hot.

auch die

Truppen _

Mit dieser in rusfifche Dienste

Heeresgruppe

......«nile ubergetreteuen

Trunp« hat, wie wir hören, di« deutsche Äepieruuz nichts ms hr. zu tu». Eenerol v. d. Goltz hat die Tliippen auigefirsrrt, chm mitzuteilen, wie fie stch zu de» Aukündigungen der deutsch«! Regierung stelle».

Die lettischen AnschulLigunasn.

WZ. Be-lf«, u. Oft. Zu den lettische« A » s ch « l d 1 8 u « gru in dem Teteqramm an bis Friedenskonserenz. worin Deutlchland vorge» werfen wird den Friedensvertrag gebrochen zu haben, wird von Mstandlger Seite mitgeteilt: Die Behauptungen der provisorische» lettischen Regierung sind, samt und sonders das Gegenteil der Wahrhert. Deutsch­land Hut nickt den Frieden gebrochen, sondern, «te aus den Matznaym.» des Neichswehrministers und den Erklärungen der Asichsregiernsg vErvor- acht alles getan, um den Bestimmungen des Friedens bei den irregelettetefr Teilen der Truppe im Baltikum Geltung zu oerschasfi-n. Datz gegenwärtig nicht die deutsch-baltischen Truppen die Angreifer sind, sondern da« die Rürkbeförderuna »»er Truppen hinter die deutsche Grenze durch Angriffe und andere fein-leüge Maßnahmen der Letten und Esten verzögert oder gar verhindert wird, steht fest, ^m übrigen sind es gerade die Letten. Me dem Bolschewismus in jeder Weife Vorschub leisten, auch dadurch, dah sie den russischen Truppen und Oberst Awalofs-Bermondt den Weg zur Bolschewrsten- front verlege«.

Diekleine Blockade" in der Ostsee.

Berlin, 11. Okt. Durch dre pernianente Mmine-Wafsenstill- standskommission der Entente ist von London aus folgender Fuvk- spruck verbreitet worden:

Infolge des Angrifss aus Rizi wird die Freifahrt» «rloubnis für alle deuts.tien Sckiikre in der Ostsee vor. übergehend oufgehoden. Schisse, die jetzt in der Ostsee in Sec sind, sind zurück,uru'en, und leinen, indcr-n ist die Er- Imrbnis zu geben, zu fahren, so lang: pieses Verbot dauert. Deut- sche Schiss«, die in der Ostsee in See angetrossen werden, sind der Beschlagnahme durch die Astsirrken rinterworfw.. Minensucher sind mrückzrrufen. . ... r

Durch die deutsche Marinebehörde ',tach Auffangen dieses Fnnkspruchs allen Marinekonn.iandostccken in der Nordsee und der Ostlee der Besehl gegeben worden, kein Sch'fs in die Ostsee aus- lausen zu lassen. DerLokal-'lnfeiger" erfährt weiter, daß die auf der Reede von Rig, --eriammefte ciiali'che FlMte plötzlich die Anker gelichtet habe und mit 'iiMini .Ziel in Se: gegangen sei. Das dürft« in Zusammenhang stehen mit der sogenannten kleinen Blockade, die von der Entente über aas Ostseegebiei verhängt war» den ist. ___________

Das Inkrafttreten des Frredsnsvertrags.

Dl« Kenehmizimg de» fr,«,östfchr» Simats.

mr Paris, IS. Okt. Der Senat genehmigt-- den Fnwensvertrag mtt Deutlchland mit 217 Stimmen bei einer Stimmenthaltung. Die Bündnis- Mi träge mit England «nd de» Bereinigten Staat«« wurden mit 218 Sti'.,nn>n einmütig gutgeheißen

Vor Ser Emstellung der Ferndseligksiten.

mz. Versailles, 12. Okt. LautJournal" wird Prästdent P o i a - c - r k- iedensalls heute «der morgen die Natisitationrurkunoe des Friedens- verrragss unterzeichnen. Dke Veröffentlichung durch da; ^,uiual Osiicie!" werde sofort erfolgen, wenn der Senat dem Knmmerbe- ... - Zeitpunkt

nnchrichligcn. daß drei gegnerische Hauptmächte den Frieden rstifiziert hätten und dann müßten Vertreter dieser drei Hauptmächte mit Vertretern Deutsch, ionds die Äatisizrerimgsurkunde anstckuschen. Das Protokoll hierüber müßten die Bertreter der Mächte unterzeichnen und damit wäre der Friedens' vritra» in Krall getr-ten.

>mi Paris, 12. Okt. Haua». Es ist wahrscheinlich, daß das Dokument der Rotiitlation des Verlolller Vertrages am Montag oeröffenilicht wird. Weil der Friede mit. Deutschland von drei Großmächten rati­fiziert ist. tritt er nach dem Austausch der Ratistkation». urkunden in Kraft.

Amerika und die AusNeferungsfraae.

(Eigener Berliner Drahtdtenft des Wiesbadener TagblaN».) rig. Basel, 13. Oft. Der PariserHerald" meldet cm« Washington: Der Senat hat mtt großer Mehrheit .ibgelehnr, daß die Vereinigten Staaten eine List« ausarbeiten, ans die Ranren auSzuliessrnder deutsch« Starts»,»,«hörigen gesetzt werden mit der Begründung, daß er es für durchaus vcrfchlt halte, durch «irre solche Maßnahme von neu?,» böses Blut schassen.

Mrrs dem Saargebret.

mz Saarbrücken, 11. Okt. De« Belagern ugszustaad ist mit dem heutigen Tage aufgehoben worden.

Das Handelsverbot mit dem bolfche- wiflifchen Rußland.

in/ Berlin 12. Ott. Der deutichen Regierung ilt folgende Note durch die WoHenftillftandskommisston überreicht worden: Auf Besehl des Oberst, kommandierenden der alliierten Armeen habe ich di« Ehre, Ihnen zur Woiterleitun» an die deutsche Regierung folgende Mitteilung der «riedenskonseienz zugchen zu lassen: 1 Der Präsident der

riodenskonferen» ist durch die Friedraskomerenz beaullragt worden, die ' -at der alliierten und asso-

n.utlaten Regierungen oo» den durch den Hoden -iiert'n Mächte betreffs des auf das bolschewistische Rußland nuoznübenden wirtschastlichen Drucks gesaßtsn Beschlüssen in SMintniä zu [ehe«. Die deutsche Regierung wird gebeten, Ataßnahmcn zu -rareiien di« den in 8 r näher erwähnten entsprechen. 2 Die gegen alle Reaierunge» gerichtete und ausgesprochene Feindseligleitder N c 15 tfi e ® i 8 " und das durch fie verbreitete Programm einer inter« notionaion Revolution bilden ein- große T-sahr sür die nationale Sicher.

pellen wünschen, sia, oerernraen. um sie zu veromp,en. 2 " o.eßtn i t u * en dir alliierten und assoziierten Regierungen nach der Aushebung der »toaade gegen Deulschland und ihre SiaaisangebSrigen, nicht die Haudels- be.icbuagen mit dem bolschewistische» Rußland wieder auszunehmen. Diese £f-e*rT _ i n-, Ttr »ti Oberhäupter

^>-mark,, Hollands. Finnlands, Argentiniens. Kolumbien»

irikor Argeniinrens. Kolumbiens und Ahnen sofort di- nachstehend -erzelch- m, um ihre Etaarsangrhörigeu zu ver-

Rcgiernugen Schwedens, Norwegens.

Spaniens. d«r Schweiz, Chiles, Mex

Venezuelas, im Ernvernehmen mit .. ....

neten Mofprahmen eiareisen zu wollen, um ihr- Staa-saageh-rigen »u hindern, mii dem bolschewistischen Rußland irgendwelcken Handel zu treiben, und r«,Ickern zu «ollen, daß fie d l - , - P - l i t i « streng durch- führen werden: a) Fedem nach russischen Häfen za den Dolschemistt» fahrend»« Schiff« «>rd I-d« Aussaihterla-bnis uud jedem von «rnem dieser ^ftea U»vt*>** Schlsj. Uc Et»stchr.«rlanbai, tum**«; b) t« mk.

n .. ... ___ dl« auf irgend einem

Wege nach dem dolschervistischen Rußland besörveri zu werdea bestimmt find:

den ähnlich« Maßnahmen für alle Ware» ergriffen

"isch

c) jeder nach dem bolschewistischen Rußland geyenden oder von dorr kommenden Person werden die Päfie verweigeri laurgenomme» einzelne Fälle im Einvernehmen mit den alliierten und afioztierteii Machten,: rijes werden Anstalten oetrossen, um dl« Banken zu oerhind-ra, mit der» bolschewistischen Rußland S-schäsi- und Verhandlungen ,u pslezen: a, sede Regierung verweigeri ihren Angehörigen jede Erleichterung in der Berbrn- düng mit dem bolschewistischen Rußland, sei es durch die Lost oder m>r dradilosem Weg.. Der Obeikommandierende sägt hinzu: Teilen Die der teuischen Regierung mit, daß die englischen UN» di« ftonzölischeu^Stre,:-

Die Lage in Räterutzland.

Lenin interniert»

(Eigener «erliner Dr-htdi-nst des W!»bad«ner Tagbkatt».,

^r. Helsingsors. 13. Ott Rach M.'ldungrn bolschewistischer Blätter hat die russische Sowietregierung beschlossen, angesichts der vielen Gesahren, die sie bedrohen, einen 7. R.itekongreß e:n- zuberusen. Die Gerüchte über die Ermordung Lenins fin­den übrigens durch die rusiüchen Blätter keine Bekräftigung. Es wird gesägt, daß Lenin verkuckt habe. Rnßlrnd heimlich zu ver­losten. Sein Fluchtversuch lost jedoch bemerkt worden seist, worauf man ihn s e st n a h m und »n einer kleinen Stadt in der Nähe Moskaus internierte.

Die Nationalversammlung.

mz. Berlin» 11. Oktober.

Präsident Fehrenboch eröffnet die Sitzung um 1.20 Uhr.

Fortsetzung der zweiten Bercitmng des Hoiush-rlts d K o l o n ia l m i n i st e r i u m s.

Abg. Nacken (Zentr.) berichtet über die AuSs'chustde Handlungen untz gibt dem Schmerz und dem Bedauern d c- Aus'chnsses über den Verlust der Kolonien Ausdruck.

Kolonialmknifter Dr. Bell:

Als voraussichtlich auf längere Zeit letzter Äoloiual» minister vertrete ich meinen Etat mit bitteren Emp­findungen. Das Ministerium kann nickt von heute auf morgen abgebaut werden. Die Ausfiihrung des Friedens- ve, träges, die Abwicklung der Geschäfte, die Angelegenheiten t-er Schntztruppe und die Entschädigung der Kolomafdeut- schen muffen erledigt werden. Die Liquidation wird schnellsieiis erfrlgon. Es ist Ehrenpflicht, für die Beamten ehrenvoll zu sorgen, zumal es sich um einen tüchtigen, ge­schulten und zvverläffigen Beamtenkörper handelt. Ich danke den Beamten auch hier für ihre treue Tätigkeit, (Bvavolf Tie Durchführung des Gesetzes, betreffend die Liquioation der Schäden, mutz schnell erfolgen. Die gewaltsame Weg- ne-hme unserer Kolonien erfolgte, weil wir angeblrch nrcht fähia aewesen leien, Kulturarbeit zu leisten. Dagegen pro- testiejrjen wir. sBcisftl.) Die französischen Sozialsten erkannten ebenso wie die Neutralen, datz diese Entziehung unserer Schutzgebiete und unserer Rohstoffquellen eine schlechte Han'lung und ein schlechter Geschäft gewesen sind. Die Eingehorenen sind uns bis zum letzten Augenblick treu geblieben in Ostalrika. im Südwest wie in Kamerun. Die Kanreruner Eingebovenrn haben aus Furcht, in die Hände der F.anzrsen zu fallen, unS -mfS dringendste ersucht, ihr Sck'cksal mit uns zu teilen. Nur so konnten unsere Truppen sich dort halten. Als uns die Patronen ausgingen. wollten BW 000 Kameruner mit den Truppen über die spanische Grenze geben. Möge ihnen autz dieser Treue kein Nachteil erwachsen. iDravo!) Wir danken unserer Schutztruppe, den Beamten, den Kolenialdeutschen und den Eingeborenen. Dir deutsche Kulturarbeit wird sich nicht vernichten lassen.

Abg. Dr. Böhmert lDemft meint, wir müßten feschakteu an dem Anspruch auf unsere Kolonien.

Abg Lawerenz (D.-Natl.)- Die Beamten dev Koloniai- nnnifteriumS muffen möglichst dem Ministerium für Wieder­aufbau zugewiesen werden.

Kolenialminisier Dr. Bell: Da» vom Vorredner ge­

wünschte Gesetz ist in Vorbereitung.

Abg. Beuermann <D. Vvt.,: D,e Vergewaltigung unserer Kolonien wird keine dauernde sein.

Abg. Henke (Unabh. Soz.): ES sei 'natürlich Heuchelei und Prrsitsncht, wenn die Ententekapitalisten, den deutschen Kapi­talisten bklwehren wollen, zu kolonisieren. Mit der natio­nalen Ehre fwi das nichts zu tun. Wir find Gogner des kolonialen Gedankens.

Kvlonialmimster Dr.- Bell: Alle Parteien, bi« noch Ver­ständnis kür nationale Ehre haben, sind einig in dem Protest gegen unser; Vecqeivaltigung durch die Entente. (Bravo!)

Ter Koloniakhauöhalt wird erledigt. Es folgt der HaidShalt der Reichspost- und Telegraphenverwaltung.

Abg. DeliuS «Dem.) bericktet über die Ausschutzverhand­lungen. Abg. Taubadrl (Soz.): Es mutz mit aller Energrr daraus iwdrungen werden, datz bei der Post endlich die alte Pünktlirbkeit und Zuverlässigkeit wieder eintrere. Äbg. Nacken (Zentr.i: Der Postminister sei kein Fachmann,^ aber d-eShalb nicht weniger geeignet, reformatorisch in seinen Refforts zu wirken, wie seinerzeit Herr v. PodbielSki. UnterstaatSsekretär TanSke: Dem Postbe-trieb werden w.>

größte Aufmerksamkeit zuwenden. Abg. DeliuS (Dem.): Die alten Beamten, die sich nicht in die neue Zeit finden könnten, 'elften die neuen günstigen Pensionsbedingungen be­nutzen und abgehcn. (Im Hause sind einige 20 Abgeordnete anwesend.) Abg. Teqlerk (D.-Natl.) wünscht für die Unter» beamten nach Möglichkeit da» Aufsteigen in die mittleren Stellen. Unterstoatssekretäc TauSke: Das Gesetz über die Aufhebung der Portofreiheit wird dem Hohen Hause in aller Kürze zugehen.

Hierauf ve.tagt sich das Hau« auf Montag 1 Uhr. Tages­ordnung: Gesevrntwurk über dr» Branntweinmonopol; In- terpcllaüon ül«r die Lederfrag« u. a, Echlutz 6y* Uhr,