Verlag Langgass« 21
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Samstag, 1!. Oktober ISIS.
Abend-Ausgabe.
Nr. 4 2. • 67. Jahrgang.
Neueste Drahtmeldungen.
Nene Bombenwürfe in Moskau.
(eigener Berliner Drahtdienst des Wiesbadener Tagblatt,.)
Br. Genf, 11. £ft. D.e Genfer 31itii>:i-rk Dekgrsphen- «W!.rntur melbet* Wahrend bet Begattung mehrerer Opfer des vor einiqen Tagen in MoSkin auSgcführten Womvenott>>nt.r!s wurden von ttnbek innieu wieder 3 Bvnrben geworfen, denen 3 8 B e l > ck> kW i it t :i, die den Särgen Moigten, zum Ovfer fielen. Die'er Borrull HU in der »blschewisbenpresse einen wahren Aufruhr veranlagt.
Der Hafenarbeiterstreik in New Bork.
Ein Strastenkampf mit Anarchisten, mz Berlin, l>. Cf:. Nach dem „Berliner Lokalanzriger" hat in New Ar»k ein heftiger Strahei, kampf zwischen Polizei und Anarchisten ftattg-'-unden. Die Ursache Var drr AnSstand drr Hafenarstr ter. An der Schlacht beteiligte» sich etwa 5000 Anarchisten.
XV. T.-3. Haag, 11. Olt. Der „Nieuwe Rvtterd. Courant" meldet, iah der Versttzendr des internatioiddlet Dockarbeite Verbandes erklärte, Hrß der New Parker Hcffenstre.k bolschewistisch gefärbt und durch ein Weltkomplott der internationalen Arbeiter ange- ftiftet fei.
Tle Lage in Kleinasien.
lrnr. Amsterdam, 11. Okt. Au? London meldet Reuter, bah t>:e Lage 'A Meincslen sich verschlechtert. Mufiaf Keniat-Pascha gewinne schnell a» Einfluß. Die türkische Armee ist weaen rbrer Dermindenina ge,näh den Waffenstill- standsbedmgungen nicht mehr stark Fenu-z. um die anatolische »ahn sicherzu-siellen.
Don der Ostgrenze.
rnt Berlin, 11. Okt. Die dieser 5oae durch die Presse geMmgene Nachricht, mit der Zurückziehung der polnischen Truppen von der Demarkationslinie sei bereits begonnen worden, und für die Besetzung von Obers«üsien seien polnische und tschechische Miiiztrnppen unter Aufsicht der Entenre vorgesehen, wird von zuständiger Stelle als Irr- tum bege-rchne-1.
Verschärfung des Berliner Metallarbeiterstreiks.
(Eigener Berliner Drahtdienft der Wiesbadene, Tagblalks.)
Br. tvtngdeburg, 11. Okt. In einer Vertr.u>uenSmänner- fitzung des deutschen MetallarbeitevperbandcS wurde den streikenden Metallarbeitern Berlins volle Synpathie ausgesprochen. Die Vertrauensmänner erklärten sich bereit, den wirtschoftkichen Kampf mit allen Mitteln finanziell zu unterstützen, und wenn es die Situation vertrüge, auch in die Kampffront zu treten.
mz. Berlin, 10. Okt. Nach dem „Achtuhrrrbendblatt" beschlossen die Obleute der streikenden Metalkrrbeiter, den Streik zu verschärfen uns an den Verband der Heizer und Maschinisten den Ruf ergehen zu lassen, mit in den Streik zu treten.__
LorÄ Haldanes Erinnerungen.
. mz. Amsterdam, 11. Oft. Der ..Telezraif" meldet: Tie „West, «nnster Gazette" beginnt um der Veröffentlichung der Memoiren «°rd Haldanes. die sich aus o:e Zabre 19:16 bis 1914 erstrecken, paldane berichtet darin über eine lluterredunz im Jahre 1907 aus Echlvst Windsor, tte er ln seiner Eigenschaft als Kriegsminister mit « deutschen Kaiser über die Ärz.-tadBahn hatte. Der «aiser srogte, wes England als -Äruudlaae kür ein Zusammen, arbeiten mit Deutsch.'cnd wünsche H,'dane erklärte, England wünsche einen Hasen, um Indien zczen ->ie Truppen zu schützen. die eventuell mit der neuen Bahn heran,eiiihet wurd-n. „Ich Weid: Ihnen diesen Hafen geben", erklärte der Kris.-,. Haldanr teilte wese Unterredung dem Mlmsicr des Anher» Grey mit. Dieser Me ein Memorandum auf, in dem erklärt wurde, die englisch« Regierung sei gerne bereit, die Irn,e besprechen; sie sei jedoch der Ansicht, daß Frankreich und Rußland der Besprechung beiwohnen müßten. In einer späteren Sitzung, an der außer dem «eiser und dem deutschen Äriegsminiiter der deutsche Minister des urßern. der deutsche Botschafter in London und Haldane tcilnahmen, wurde trotz des Einspruchs des Grase» Metternich beschlossen, daß Mch Frankreich tmb Rußland an den Besprechungen über die «ogdod-Bahn teilnehmen sollten. Der Kaiser gab v. S cki o e n d e Anweisung, mit Grep di« nötigen Vorbereitungen z» treffen. Einioe Sechen später wurden von Berlin Bedenken dagegen erhoben, doß Pankrcich und Rußland an den Besprechungen teilnehrnen sollten LNsolgedessen kam es zum Leidwesen Haldanes, der die Lösung der Biigdodbahnsrage als Beicitl.vmq eines großen Hindernisses für ein wedliches Ziisammenwirken der deutsch-irmzösisch-englischen Inter- eistn betrachtete, nicht zu den Besprecht», ,cu. Hilda,le ist der An- vchl. daß das Schicksal der Besprechungen dem Fürsten Bülow ivpischreiben sei.
Um Fiume.
n,r. Bern, 11. Okt. Auf die enflfüü? N-cht-gstellimg des ^«efamj-T^kgremms über eine angebliche Drohung Englands ?e> Itali en ward eine Erklärung der italienäschen Regierung ^ der der Genugtuung darüber AiiSdr-ick Jurten wird, daß man in Erledigung der Fra-r-e von Fiume ^vlkt immer auf die freundliche Mi.arbeit der Alliierten vech- dürfe. Kommentare römischer Blätter zu dieser Er- "eruwg lassen, soweii sie nicht gestrichen worden sind, er- dah dem Kabinett voryeworsen wird, aus inner- ^tischen Grnndün di« englische Meldung unter- rullt zu halben.
Di« Schweiz und der frei« Zugang zum Meere.
^ wr St. Gallen, 8. Okt. Im hiesigen JndustriellLnv-r» brach National rat (Solle über den freien Zugang u>n Me »re. Referent und Diskussionsredner erklärten, die neuen Bestimmungen, durch dir die Wiener Akte ohne
I Befragen der Schweiz ausgeschaltet würden, nur den örtlichen Intel essen Elsaß-Lothringens dienten und eine schwere Gefahr fiir die Schiffahrt auf dem 9!hein, insbesondere oberhalb Basel, in sich schließen und deshalb unannehmbar seien. Ckgcn die Versailles Bestimmungen soll e>ne internationale A k t e eingebracht werden und Belgien, Holland und England sowie die Vereinigten Staaten, welche mit dlesen Beikiinmungen ebenfalls nicht einverstanden seien, sollen als Bundesgenossen gewonnen werden.
Fristverlängerung sür Dulgarlen.
,wz. Paris, 10. Okt. Der Oberste Rat beschloß, der bul- gmnsck^en Delegat on einen Aufschub von zehn Tagen zu genrähven. Die verlangte Frist geht am 24. Oktober zu Ende.
Die irische Frage.
mz. Amsterdam, 10. Okt. Der „Tekgrarf" meldet aus London, daß gestern unter den: Vorsitz des Premreriilüristers in der Downing-Streei ein wichtiger Mini st errat ab- gehalten wurde, in dem die irische F rg e besprochen (würbe. Sir Edward Carson wohnte den Verhandlungen bei.
Da- Mandat von Palästina.
mz. Amsterdam, 11. Ott. Hiesigen Blättern wird au? Rom gemeldet: Von mehreren Seiten verl.ratet, daß die FriodenZionserenz beschlossen bat, das Mandat von Paläshina dem König von Jial.en anzuvertrauen.
Die Räumung des Battttums.
Kämpfe zwischen Letten und Russen.
mz. Mittau, 10. Okt. Die Kämpfe Ser lettländischen und der russischen Trnp'.en zwischen Mitau und Rig-r da>uern an. Es sind keine der »rutschen Reichsregierung unterstehenden Truppen d,-bei beteiligt.
mz. Königsberq, 10. Okt. Der russische Oberst Wirgokiffch, Kommandeur des 2. russsisichen Freiwilligenkorps, erklärt durch Maueranichkig in Sckwulen d e von sesiieu Tr.ivp:n besetzten Gebete Litauens als rn-jisches E».'h^et Die litauischen Truppen in Schaukn wu-de» durch dw Rassen entwaffnet, nachdem der litauische Kommandant und der Bürgermeister cm Tage zuvor Schaulen »eri ,i!rn batten. Die deutschen Truppen de? noch in Schrulen siebe rden Frevkorps v. Diebitsch sind an obirsetn Vorfall unbeteiligt.
Der ttalienische SozlaUstenkongretz.
mz Bologna, 10. Okt. Stesani. Der Sozialisten, kougreß beschloß einstimmig an der Dritten Internationalen ieilzunehmen. Fu-atti wurde als Direktor dos „Avanti" bestätigt, Lazzari als Sekretär der Parteileitung. der auch Dacci, SuZter aus Triest sowie der Slowene Regem angehören.
StreikunruSen in Madrid.
mz. Madrid, 10. Okt. Am Donnerst rz.-iachmittag griffen die Maler die im Bau befindlichen Häuser an, in denen Arbeiten weiteroesührt würden Da die Paliz-j nicht imstande war. die Arbeiter auseinander z.l treiben, mutzte Miliar ein sch reiten. Es wurden csiiige Ber^t-ftmige, vorgenommen. Auf der Flucht plünverteu die Streikenden die Lebensmittelgischiäste. Auch die str.'ikeaden Schneider ließen sich Gewalitätigkeiten gegen die Kousektwnshäuser zuschulden kommen. Patrouillen durchstreFen die Stadt.
Deutschland.
Noske in Breslau.
mz. Brrslan, 10. Okt. Ne-chsv-ehrminister Noske ist heute vormittag hier eingetroffcn. Nach der P t r n d e . bei der der Minister cm die Triipt-ei, eine Ansprache hielt, in der er auf die besondere Gefährdung Schlesiens hiwwies, nnd den Truppen für ihre bisherigen Erfolgs dankte, bssicht gte er am Nachmittag in Begleitung des Stratskammissars Hörsing und des Bürgermeisters Frentin sowie des Pl itzkammandainten die Ausstellung für Arbeit and Kultur in Ob-rschlÄsien.
Der Abbau des Lazarettwesens.
mz. Berlin, 10. Okt. Im HrushiltsrnS'.bnß der Nationalversammlung teilt» der Reichsarbe tsuiinister Schlicke zur Frage des Lazarettwelens mit. daß die Reichswehr künftighin auf eigene Lazarctle verzichtet. Das Lazarettwesen sei tangsam im Äbb r r begriffen.
Frauen als Vortragende Räte, mz. Beilin, 10. Okt. Der Hiushaltsaii-schaß der Nationa-l- versammlunq nahm bei der Beratung des E*nts des Rcichs- eikeiihahnministeriumS den Antrag der demokratischen Abgeordneten. daß Frauen auch als vorrragerlde Räte berufen werden können, an.
Hekmkehr.
mz. Berlin, 11. Okt. D>e Reichs Zentr alstelle für Kriegs- und Zivilaefangene teilt mit- Laut einer Nachricht des französischen Ministeriums des Äußern an das volitische Departe- mertt in Bern ist die FreA »ssung der oe ltschon Zivilinternierten in Frankreich iteichlossr.r worden. Der Heimtransport beginnt in einigen Tagen.
mz. Berlin. 11. O'tt. Die NeichSzentralstelle für Kriegs- und ZvAgefangene teilt mir: Die Gesamtzahl der Heimkehrer, die bis zum 0. Oktober in den Durchgangslagern eingctroffen sind, beläuft sich auf rund 2 7 0 0 0 0 M a n n. Alls Kriegsgefangenen, die aus ffanzösischem Boden sich in amerikanischer Hand befanden, sind jetzt zurück. Ferner befinden sich unter den Zurückgekehrten rund 8500 Mann, die «n Wßilcfcc LriLzSgefariMlUdchaft waren.
Die Kartofselnot in Wiesbaden.
Ein eindringlicher Appell der städtischen Körperschaften an die Landwirte.
e. Wiesbaden, 11. Oktober ISIS.
Die gestrige Stadtverordnetensihung hatte sich der Hauvtsoche mit dem seit einigen Wochen bemerkbaren Karlosfelclend sowie den übrigen Lebens» mittelfragen und im Zusammenhang damit mit der Frage der Bekämpfung des Schleichhandels za beschaftiocn. Anwesend waren unter dem Vorsitz des Staüt- vero dnrteiiverftehers Iustizrat Siebe rt 36 Stadtveror». netr. Voierst wurde über die
Gewährung einer einmaligen Beschaffungsbeihilfe für Beamte. Lehrar, K r i -?g s h , l s S k r ä f t e und „I r b c i i 11 und Sonder Unterstützung für Erwerbslose sowie Not'tandc-arbeiler beraten, wobei Stadtp. Schröder als Be fchterstatter fungierte. Die Ve- amleu, Lehrer ufw. sollen danach erhalten die für die Sbaats- bcamte» wirgesthenen Sätze, die Keiegshilfskräfte, so weit sts verheiratet sind. 750 M. und 150 M. für jedes Kind, Ledige 450 M.. bereits Ausgetretene oder noch Austretende e.hrlten Nachzahlung. Verheiratele weibliche Personen, welche durch vier Manate erwerbstätig waren, werden wie Ledige bchan. iekt. Die Ausgabe, welche der Stadt aus dieser Bescha-ffungs- beih'lke erwächst, beläuft sich ans Millionen Mark, ttelcljc Summe durch die Erhebung eincc fünften Rata der diesjährigen Gemeindesteuern aufgebracht werden soll. Von dew Anftvand entfallen 071000 M auf Arbeiter 730 800 M. auf die Beamten. Weiter sollen an dl« Erwerbslosen und Notstandsarbeiter insgesamt Mono M, gezahlt we den. Bei der Negierung wird um Rückerstattung von fünf Sechstel dieser Beträge nacl,gesucht werden. Der Vorlage wurde ohne Meinungsaustausch wider- spruchsloS z u g e st i m m t. Die Beträge werden mit mög» lickstcr Beschleunigung zur Auszahlung gelangen. — Ter- selbe Stadtverordnete erstattete den Ausschußbericht bezüglich enreS zwsiten Nachtrags zum Tarif für die unstän- dige>n Arbeitet. Seitens der Arbeiterverbrctung ist der Nachtrag, welcher der Stadt eine jährliche Mehrausgabe von 166'>no M und für die Zeit bis zum neuen Rechnungsjahr ein: solche van 1-0 000 M. verursacht, bereits gutgeheißen Außer der Ehefrau, den Kindern, den Eltern zind Ekseliwisteru komnien auch Schwiegereltern im Falle ibr:r Bedürftigkeit ke, der Bemessung der H^-He der Bezüge mit in Betracht. Erhalten A, beiter nach ihrem heutigen Tarif höhere Bezug:: als d:e bier largcschencn. so verbleibt es dabei. Auch diestk Antrag fand A rr n a h m e.
Tann wandte sich die Versammlung
der Frage der Kartoffelversorgung zu, wozu die Stadtverordneten Krücke und Pb. Mülle-- diesbezügliche Anfrage» an den Magistrat gestellt hatten, in denen zugleich auch um Auskunft über die allgemeine Ve> sorgung der Stadt mit sonstigen Lebensmitteln und Brennstoff im kommenden Winter sowie über die zu treffenden Maß,,ahmen gegen das swiec unerträglich gewor- dene Wucher« uno Schiebertum gebeten wurde.
Bürgermeister Travers:
nimmt qeen dl« Eelegenheit wahr, eine erschöpfend« Auskunft ,» netre. die tODun zeuqle, Naß den Magistrat keine S-iiuiü trisst. Er iiihcte u. 0. aus- Tie grape, rre-chalb die Karlosfelaersarganq eine untziniiaend- ist. wesdalb trotz der nartzeschiitienen Jahreszeit die Einkell-rrrna sür den Winter no» nicht werter tzedrehca ist, ist einlach mit der Tatsache zu beantworte» das: der E r , e u tz c r d i - K ° r t - , s e l n nicht h , r a u s « i b t. Di-st
wesbrUb der B., « « r mrt den Kartosseln zurückhält, besteht darin, dast der lfm 4, m i! f i, i , Preis nach seiner Aussaguntz »Np nach AnssaNun» »nd der Landwirtschaftskammecn ein n i ch t iii>
ihm bewilligte drr Paaernschastcn :_ _ __
’lv S«.»A C droainz H e 0'e'n'. N a I s'a ü"ist'der Pn'i» «rnichi-estlich der Schnell,gkertspramie aus 7 M non der Proainziaikartoisei. stelle sestaeietzt worden, wahrend die Baacrnsckaiten und Landwntscha ts- kowme-.ii «inen Preis von S Mort gesordrrt haben. Es rft nach Aaf-
dcs
den
: ... _ -„.|trots ein schwerer Fehler der "Reaiernnq aewesen!
„aeis nicht ausreichend sesttzehtzt z» haben, den» cs kann keinem .Zweifel unlerlretzen, dah bei den erhöhten Produk,ionskosten der Preis von 7 M nicht arrsreickrend sestaesetzt worden ist. Die »rständiaen Stellen haben ans den r-intt der Konsrimentenvertreter hin diesen niedrigen Preis gewählt.
Jetzt hat der Kartosselftrelt eingesetzt.
Wir sind m i«11« n i » d « r « a r t ° s s e l e r n t - and Sie k-inn-n sich tcnlfn, weiche Ü-eiohr donn liegt, wenn der Bauer die geernteten Kar. i'-t!« "'ch!, an He Ablieserungsstellen absührt, sondern über sie nach K„t-
dunkcn veriutzl. Ich will ferner daraus Hinweisen, dah der weitere schwere Fedler tzemacht worden ist dadurch, dah die Zuweisung durch die zu» ständig« Rerchestelle in diesem Jahre viel zu spar ersrlgte. Merne verren, die verl-stkorlosfelrersorguntz beginnt mit dem 15. September. Am Ecplember, also vier Tage nachdem die Bersorgang bereit» einsetzen srulle. ist erst die Zuweisung nnd die Preisfestsetzung erfolgt. Wenn Sie sich vorgellen, dah die Landröte der zugewiesenen kreise über die liberschuh. Kartostclinengen in den einzelnen Kiemeinden erst verfüge» können, wenn die Zuweisung er,olgt ist, und wenn Sie bedenken, dah die Karlosselernt» ve> der Zuweisung bereits im Gange war. so können Sie sich vorsieilen. weiches Chaos in der Kartosselveriorgung dnrch dlese rerspoicie Zuweisung einaetreten ist. Der M ° g r st r a , d e r Stad, W > csbaden hat alles aetan, um eine rechtzeitige Ilberweisun, aus deren Eintreffen er mi» jedem Tage wartete, zu erwirken. Er hat sich wiederholt und zuletzt noch unter dem 8. September in hie Reichskartossei. stell« um soiortiae Benennung der ruaewiesenen Kreise gewandt, obne vor dem oageoebenen Zeitpunkt ein« Mitteilung zn erhalten. E» ist als, noch dicker Kichiuna hin oo,r dem Magistrat nicht da» geritzaft» versäumt war. den, um die R> ichskortosiclstelle zu einer rechtzeitigen ltderwerluna zu a«l» onlatzen. Ich lasse zusammen:
rte Zuweisung ist »» spät erfolg«, der Peel» ist zu gerinz feftgejett. der Bauer hält die Kartoffeln zurück und liefert nicht ab,
Bel dtejer Sachlage staub der Magistrat vor ber Frage, was ist zu tun um den Bauer zur bergab« der Kartasseln zu bewegen. Macht und E» uoitmrltel stehen dem Magistrat nicht zur Bersügung. Buch die Landräte, die di« Kartoffeln ansznbringen haben n ihrem Kreis, habe» kt ine ausreichenden Zwangsmittel gegenüber der ablehnenden Haltung per Bauern. Eendarme find nur in ungenügender Weil, vau, banden. Dazu kommt, dah die Autorität der Behörden auch auf de« Lende den Bauern gegenüber geschwunden ist. Di«, -tlersuche, bi« mit ein» zwangsweisen Wegnahme bei Kartoffel» bei den Bauern gemacht Word«, find, beweisen lior nab deutlich, bah. wen, «an tte fortsrtz- ts tu »in.»
»»tsch«, St.tzt ,,, L«,» buwt
