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Mittwoch» 8. Oktober 1919.
Morgen-Ausgabe.
Nr. 455. » 67. Jahrgang:
Neueste Drahtmeldungen.
Das Inkrafttreten desFriedensvertrags.
Italien hat ratifiziert.
mz. Mailand, 7. Okt. (Stefani.) Der „Corriere della Zera" berichtet ans Rom: In letzter Stunde erfahren vir aus sicherer Quelle, datz der König die beiden Dekrete, die die beiden Fricdensverträge von Versailles und St. Germain ratifizierrn, unterzeichnet hat. Jedes der beiden Dekrete besteht ans zwei Artikeln. In dem ersten Artikel! mrd die königliche Regierung ermächtigt, die Verträge voll und ganz in Anwendung zu btingen; der zweite Artikel verfügt die ttnterb'eitung der Dekrete im Parlament, damit sie >um Gesetz erhoben werden.
Rücktritt des amerikanischen Gesandten in Rom.
(Eigener Berliner Drahtdienft des Wiesbadener Tagilarts.)
Br. Haag, 7. Ott. Der amerikanische Gesandte in Rom yat feinen Abschied aus dem diplomatischen Dienst verlangt.
Wilsons Erkrankung.
(Eigener Berliner Drahtdienst des Wiesbadener Tagblatis.)
Br. Haag, 7. Okt. Aus Washington wird gemeldet: Dec Mittagsbertcht über Wilsons Gesundheitszustand besagt, daß noch keine Besserung eingetreten ist. Bei dem Alter des Präsidenten sei aber eine dauernde ärztliche Beobachtung rotn-endig. Es ist sogar die Rede davon, daß der Vizepräst- ittrt die Geschäfte WilsonS übernehmen soll.
W. T.-B. Haag, 7. Okt. Der „Nieuwe Courant" meldet aus Washington: Die Berufung des berühmten Augcnspezia- Wen Tr. Schweinitz, um mit dem Nervenaret Dr. Dercam über len Zustand WilsonS zu beraten, hat die Besorgnis hervorgerufen, daß das Gehirn des Präsidenten angegriffen sei, da Erkcankimgen des Gehirns häufig mit Symptomen an len Augen gepaart gehen. Die Spezialisten erklären, daß für eine cügrnische Erkrankung des Gehirns keine Anzeichen vorhanden siird. Seit der Erkrankung Wilsens haben die persönlichen Angriffe aut ihn im Senat aufaehorl.
Die Nationalversammlung.
I mz. Berlin» 7. Okt. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung machte der Reichskanzler Bauer die Mitteilung von der Neugestaltung der Reichsregie- :u n g und teilte mit, daß die N e u w a h l en zum Reichs- : a g n i ch t v o r dem Frühjahr angesetzt werden könnten.
Die Abfindung des Fürstsn zu Lippe.
(Eigener Berliner Drahtdienft des Wiesbadener Tagblatts.)
Br. Detmold. 7. Okt. Die Vergleichsverhandlungen zwischen dem früheren Fürsten von Lippe und dem Landtag haken zu einem befriedigenden Ergebnis geführt. Der frühere Fürst erhält das Residenzschloß in Detmold als Lckisitz, ferner Las Jagdschloß und die Meierei LopShorn und die lkcrstbezirke der Oberförsterei Lopshorn und Berlebeck. Als Barentschädigung wurde dem Fürsten eine Million Mark zugebilligt.
Das neue Deutschland und die Schweiz.'
(Eigener Berliner Drahtdienft des Wiesbadener Tagblatts.)
Br. Bern, 7. Okt. Anläßlich der Rückkehr des bisherigen schweizerischen Gesandten in Berlin und seines Wiederem- triti-3 in das politische Leben hat die Schweizer Presse Delir sitz nngsartilel veröffentlicht, in denen die Verdienste des Gesandten, die er sich bei der Betätigung seiner nicht «mz leichten diplomatischen Aufgabe erworben hat, Hervorgeboben werden. Bemerkenswert ist daher, daß in angesehenen Aättern der Westschweiz ausdrücklich unterstrichen wird, daß irotz der gewaltigen politischen Umwälzung, die sich in Deutschland "vollzogen hat, die diplomatischen Begehungen zwischen der Schweiz und Deutschland an
Herzlichkeit eher noch gewonnen haben, was nur natürlich lei, da die neue deutsche Verfassung ihre Vorbilder
?um Te^l in den demokratischen Einrichtungen der Schweiz gesunden hat.
Eifenbahnerstrsi? in Lissabon.
mz. Madrid, 7. Okt. In Lissabon ist ein EisenbcchnerstkSck Eqebrochen und ha,t sich über ganz Portugal ausgc'dehnt. Truppen hwlten die strategischen Punkte der Stadt mit Waschinengewehren besetzt.
Die Streikbewegung irr deramsr. Stahlindustrie.
W. T.-B. Haag, 7. Okt. Der „Nieuwe Tourant" meldet »UL Washington: Die Agenten der Regierung, die unter den streikenden Stahlarbeitern tätig sind, erklären, sie hätten unzweideutige Beweise dafür gefunden, daß dec Streik von der russischen S o w j e t r e g i e r u n g g e st ü tz t werde. Aeh ere russische Agitatoren, die für den allgemeinen Streik kur Erzwingung oer Anerkennung der Moskauer Regierung Und für die Aushebung der Blockade Propaganda gemacht Nben, wunden verhaftet.
Der itrrlienischs Sozialistenkongretz.
mz B-rn. 6. Okt. Gestern lst der Soziol-p-nkongreb in
mz Ml», U. 'S-'-—*“ ‘I-
“ o I o g n a unter sehr starker Beleillgun.) jiilsaiummgctreten. Das Dircktionsmitglied Barcci eröffneti öcn Kongreß mit heftigen An- dtiffen gegen die Regierung, die sich nur durch reaktionäre Matz- Wmen, wie die Wiedereinführung der Zensur halten könne. Er derlas dann einen Begrüßt,ngsbrief der russischen Sowjetrepublik u>it»r stürmischen, sich immer wiederholenden Kundgebungen kür Lenin und S o w j e t - R u >; l a n d, Der Parteisekretär 2az-ni gab den Tätigkeitsbericht vrkaunt. Er stellte ein weiteres «»wachsen der Partei und dir strassr Dtsziplin innerhalb derselben ich, wodurch die Wahrscheinlichkeit des Gelingens vo» Masseit-
..
aktionen zur Eroberung der wirtschaftlichen und politischen Macht gewachsen sei. Im Namen der uiaximalistischen Wahlbeteiligungsgegner sprach Bordiga unter scharfen Angriffen gegen die sozialistische Kammerfraktion. Trewes antwortete in deren Namen in sehr geschickter Weise und stellte seit, daß der Appell an die Gewalt, welcher heute von vielen verlangt werde, ein KricgSüberbleibsel sei. Ein Barrikade nsoztalismuZ unter Leitung der Minderheit führe' nur ins Verderben. Die Neoolution der ganzen proletarischen Masse niüsse durch Aufklärungsarbeit beschleunigt werden. Die Gesamtheit wolle keine Ernzelaktion. Jedenfalls sei gegenwärtig nur ein ganz unscheinbarer Teil für den gewaltsamen 11 m st u r z zu haben. Die Meinung der überwiegenden Mehrheit des Kongresses gab Gennari wieder, als er die Notwendigkeit der Revoiutlon für die Einführung der Diktatur des Proletariats fordert, aber mich gleachsam die Beteiligung an den Wahlen als unerläßlich verlangte. Aus den Verhandlungen des ersten Tages kann sestgestcllt werden, daß zwar ein tiefer Gegensatz zwischen Reformisten und Maximalisien besteht, daß aber niemand feine Trennung wünsche uuo daß aller Wahrscheinlichkeit nach die Einheit der Partei bewahrt bleiben wird.
Der sozialistische Parteitag in Kopenhagen.
mz. Berlin, 6- Oki. Nach dem „Vorwärts" beschloß der dänische sozialdemokratische Parteitag mit überwältigender Mehrheit, unter Ablehnung der bolschewistischen Methoden, bei der zweiten Internationale zu verbleiben. In einem Aufruf an das dänische Volk heißt es, daß sich die Partei, Nie immer, auf den Boden der Demokratie stelle. Der deutsche Gencsse Wels widerlegte in einem AbschiedS- wort an den Kongreß die in der neutralen Presse mehrfach ausgedrückte Auffassung, daß Deutschland vor^ dem Bankerott stehe und nicht arbeite Bei dem Berliner streik handle es sich nur um 8 Prozent der Arbeiterschaft. Das Schlimmste sei ül erstanden. _
Die Reform des Auswärtigen Dienstes.
Frankfurt a. M., 6. Okt. Die Reform des Auswärtigen Dienstes, an der seit Jahren theoretisch gearbeitet worden ist und eie unter den früheren Staatssekretären trotz vielfacher Zusagen nicht recht vorwärts kommen wollce, nimmt jetzt, wie ter „Franks. Ztg." aus Berlin gemeldet wird, praktische Gestalt an. In dem neuen Etat des Auswärtigen Amtes tritt der Unterschied zwischen Diplomatenlaufbahn und der Konsularkarriere -deutlich in Erscheinung. Das Regionalshstem wird die bisherige Einteilung des Amtes ersetzen. An die Stelle der vier Abteilungen, - der politischen (der außerdem noch zwei Personalabteilungen, eine für Diplomaten und eine für Konsulen beigeyeben waren), der haut elspolitischtzn,' der juristischen und der Nachrichstenab- teilung, treten die Ländergcuppen. Wie grüß die Zahl dieser Gruppen sein wird, steht noch nicht genau fest. Nach politischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten will man verschiedene Länder zusamistenfassen. In der Abteilung Öftesten werden so nicht nur Japan und China, sondern auch die anderen Länder des politisch und handelspolitisch einheitlich zu behandelnden Gebietes vertreten sein. Wrbrscheinlich wird die Zahl der Ländergruppen sechs betrageir. An ihre Spitze treten Ministerialdirektoren, zwei Unterstaatssekretäre sollen tie Gruvpen zusammenfassen und das in diesen bearbeitete Material zu politischen und wirtschaftspolitischeu Beschlüssen sichten. Für die politischen Fragen ist zunückist der Gesandte v. Haniel in Aussicht genommen. Der wirtschafrspolr- tische Untcrstaatssekretär ist noch nicht gewählt. Bei dec ganzen Reform kommt es außerordentlich viel darauf an, welche Personen das Auswärtige Amt auf die entscheidenden Posten siellt. Die Menschen müssen der neuen Organisation den Lebensinhalt geben. Um künftig in dec Auswahl nicht mehr so beschränkt zu sein wie in der Vergangenheit, um nicht nwhr angewiesen zu sein auß die aus dem Adel und der Schwerindustrie stammenden Personl'chkeiten, bringt der Nachircqzsetat eine Erhöhung der Gebälter, damit auch den Unbemittelten der Zugang =mm auswärtigen Dienst ermöglicht wird. In dem Ergänzungsetat werden zunächst vor.a?seben die Posten in Konstantinopel, Madrid, Wien und beim Vatikan. Die bisherige preußische Gesandtschaft beim Vatikan wird aufgelöst, ein deutscher Botschafter mit 100 080 Mark Gebalt nach dem Quirinal entsandt, London, Paris, Wasbinaton, Rom und Tokio sind im Etat noch nicht erwähnt. Es verlautet, daß die feindlichen Länder zu .ins zunächst nur Geschäftsträger schicken wollten; dann würde von unserer Regierung ähnlich verfahren werden. Für den Nachrichtendienst wird ein einheitliches P>-essIebureau des Reichskanzlers und des Auswärtigen Amtes geschaftcn werden.
inz. Berlin, 7, Okt. Zu den Klagen, datz Deutschland Auslandsvertretungen in den Ländern, mit denen es sich im Kriege befunden hat, noch nickst eingerichtet hrbe, schreibt die „D. Allg. Zta.": Deutschland wird diplomatische Vertretungen alsbald' einrichten nach dem Jnkrafttretea des Friedens, sobald dir internationalen Voraussetzungen dafttr erfüllt sind.
Syrien und Palästina.
niz. Versailles, 6. Okt. Nach einer Meldung aus Lrichvn wird der „Jowich Chronicle" heute eine Erklärung dek Emirs Fessal veröffentlichen, in der ec sagt, Palästina sei und niüise ein'Teil Syriens bleib.m.
Neue Aufruhrfalle in Spanisch-Marokko.
mz. Amsterdam, 7. Okt. Der „Times" wird aus Tanger gemeldet' Unter den eingeborenen Truppen in der Gegend von Teruan sind neue Aufruhr fälle oorgekommen, die zur Ermordung einer weitsreii Zahl 'panischer Soldaten geführt haben. Vielleicht sei dies der Grund, weshalb die Öperatlenen aufgeschoben worden seien,
Deutschland.
Die bundesstaatlichen RsgierunsLverLestsr auf der Frankfurter Messe.
Dz. Frankfurt a. M., 7. Oft. Zum Besuch der Messe trafen heute die Werbreter der bundesstaatlichen Regierungen in Frankfurt a. M. ein. Ms Wertreter der preußischen MeHw- vuma waven -erschienen: MimsterpräsiderS Hirsch, Lairvdwirt- scha-ftsminister Braun, Eise itba-hn minister Oes er, Hja-n- debsminister Fischbeck und der Präsident der preußischen Lamde§veriaim-mlu>ng Lein er ft als Vertreter -der badischen Regie-rung Eta-atspräsident Geiß und die Minister Hummel und Wiedemann, -üls Vertreter der hessischen Regierung Mmr-sterpräsident Ulrich. Im Lause deS Vormittags unter- nahmen die preuHischen Minister eine Rundfahrt durch die Stadt, während die übviyvn Herren einen Rundgaug durch die Messe antvaten. Um 11 Uhr vormittags vereinigten sich die Erschienenen zu -einem Frühstück im Weinrestaurant -xw Vcesse, bei dem Stadtrat Dr. Landmann die Gäste mit herzlichen Worten begrüßte. Min-ist-Mpräsident Hirsch dankit-e für die Mllkommensworte und führte dann auS: Wir sind der Einladung gem gefolgt, em-rnal um unser Interesse an Ihrem Unternehmen zu bekunden und zweitens, -um uns selbst zu be lehren. Der Herr Redner hat mit Recht gesagt, daß es sich nicht um eine Frankfurter Angelegenheit, sondern um eine beut* faj-e Angelegenheit handle, und auch ich glaube, daß d'-e -Regierungen aller deutschen Staaten Ihr Untern, chm-en, so weit es in Ihren Kräften st-ehft gern und freudig fördern werden. Wir sehen aus dein, -was Sie geleistet haben, da-tz troü. des Zusammenbruchs der -Glaube an Deutschlands Zu- kunf't nicht v-erloren gegaNigen ist. D-enisMaiN!-) ist nicht verloren, so lange nicht die derftfcki-e BevWerung den Glauben an sich selbst verloren- hat. Ich wünsche Ihnen namens der Regierung zu dem, was Sie vorha-ben, viel Glück, und ich hofft, d-Niß »oille Ähre Wünsche itnib •ctllc Fhr-S- Hoffnungen, h>i>e >Sr' au-f Ihr Unternehmen gestellt haben, sich' erfüllen werden.
mz. Frankfurt a. M., 7. Okt. ©tabtrat Dr. L and - mann führte bei seiner Begrüßungsansprache gelegentlich des Frühstücks u. a. aus: Es sei erfteuhich, datz gerade hier, wo einst die Mainlinie verlief, die Vertreter - dec süs» deutschen und norddeutschen Staaten sich träfen und daducch dokumentierten, datz Süd und Nord in gleicher Weise daran beteiligt seien. Wenn wir he-ute glücklicherweise über diese, Zeiten hinweg sind, so drM eine andere Gefahr, da;; eine, Rheinlinie kommen kann, die vielleicht noch tiefere Schäden und Nachteile bringen könnie, aii cs seinerzeit bei der Mainlime der Fall war. Ick, darf darauf binweisen, daß die nationale Bedeutung der Vermistal- tung diejenige ist, die wir uns gestellt haben und die heute i-w deutsche Politik beseelen muß, daß eS uni er keinen Umständen eine Trennnna zwischen dem h - - setzten unb unbesetzten Gebiet geben darf. Wir haben mit der Messe ein großes Wagnis unternommen, aber LaS, was wir bezweckt haben, haben wir erreicht. Dem Ausland haben wir den Beweis von der Kraft und de Energie und Len zum Teil schon befriedigenden Zuständen in Deutschland gegeben, so daß neutrale Besucher -erklärten-, das; sie eine Revision ihrer Anschauungen vornehmen müßten und daß sie glaubten. Deutschland würde trotz aller dunklen Wolken über den Graben hinwegkommen. Zum Schluß spraü,- der Redner die Hoffnung aus, daß er im kommenden die Vertreter wieder auf der Messe begrüßen dürfe.
Deutsche Liga für VvlksrDuu?
Eelcncntlich der Internationalen Einfuhrnreffs findet tn Fra n k - f u r t a. M. eine Tagung des W c st d e u t > ch e n B c z i r , c 3 der Deutschen Liga für Völkerbund statt, aus den: de: Wlkerdund in historischer, rechtlicher und politisch - wirtschaftlicher e -,
ziel,NN g behandelt werden soll. Ans der Tagesordnung ist ' für Freitae, den iu. Lltober, abends 8 Uhr, im großen Saale des Frankfurter Knie-.,
ein Begrnßnnasabcnd vorgesehen. Am San.stag, den 1l. Oktober, no:< mftl-igs 1» Uhr, findet im kleinen Saale des Frankfurter isoi:s rin-; -'e- lchltlken« Mitgliedsruerfammsung, nachmittags zy, Lr-r ei» Bortrr' de: hessischen Kultur-riinisters Dr. Strecker, Darmsta
rmstadt,' über Staat «ch her
8n*rKiSttfnrflfi»n-ir Wr 1
Volkeibund statt. Abends 8 llbr spricht der Universita!sprof«?j 0 r Ar. I.
B o n n ,, München, über Völkerbund und auswärtige -Politik, Aach de-»
Vortrag findrt freie Är-strachs statt. Für Sonntag, den 12 Oktober, ft! ftn Schumann.-Theeter eine öffentliche Versammlung rorgesc:-.- . Es spiecken um %11 Uhr vormittags das Rattonalaersammlunz,Mitglied Otto i,uj. Rütenscheid, über das internationale Kohlenproblcnr und um i/tzlv Uhr vormittags llniversttütsprosessor Dr. Schücking, Aiar- bürg, über den Völkerbund, wie er ist und wie er sein soll. (Dieser Vortrog fina-.-i in E-meinschaft mit dem Verband für internationale -Ve-.-stän- digung statt.) Nachmittags S Uhr spricht im großen Saale des Frankfurter .pokcs Iustizrat Dr. Ludwig Wertheimcr, Frankfurt, über die wirtschaftlichen Wirkungen des Versailler Friedensoertcaqrs und abends Uhr im grafen Saale des Frankfurter Hofes Universttätsprosestor Cassel, Stockholm, über Weltwirtschaft und Eeldverkehr unter besonderer Berückstchtigung des Dalutä-Problems.
Die Kosten der Uberwachnng. .
Berlin, G. Okt. In bei letzten öffentlichen Sitzung des Reicksrats wurde der Etat des Reichsschatzministers durcü- beraten, ivrbei über 400 Millionen Mark an der geforderten Summe gestrickten wurden. Die interalliierten Übertrnrchuiigs- kommisiionen, die die Durchführung aller Bestimmungen des Fliedensvertrages über Larrdheer, Seemacht und Luftfahrt kontrollieren, beanspruchen für die Unterkunft usw. 10 Mill. Mark, die jedoch bei weitem nicht auSreichen. _ Zunächst sollen eine H au ptüb erwachun gs l a mmi ssi on in Berlin und mebrere Unterkommissisneu in zehn anderen deu tsche» Großstädten gebildet werden.
Zur Bildung des neuen ReichSministeriumSZLr wirtschaftliche Friedensbrdingungeu. mz. Berlin, 7. Okt. Das ..B. T." will wissen dich fi« das neue Reick-sministerium zur Durchführung der w»rd> fchaftlichen Friedeusbedingungen Oberbürgermeister Getzk« < Nürnberg) und der badische Minister heS Ätchksk» D chH tzMch
in AuLsicht geuouuMl !««». ..-jiuhiwiw
