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Mittwoch, 1. Oktober ISIS.
Abend-Ausgabe.
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Neueste Drahtmeldungen.
Ein Friedensangebot aus dem Rate- Rußland.
WZ. »mftrrfwi«, 1. Oft. Das Preßbnreau Radio meldet «,8 L h » n. Hatz in Washinswn amtliche Nachrichten «»getroffen seien, nach welchen die russische Sowjetrrgirrnng bereit sei, Friedensverhandlungen unter folgenden Beding ungen eiuzulriten: Sturz des Sowjctrrgimes,
ixiasteüung der Hinrichtungen» Abschaffang des Terrors und Trtrilnns e'nrk FreigrleitrS für 12 Bolschewisten- führer, darunter LeninS, TrotzkyS und Dinoni-:wZ, dre sich nach Südamerika begeben wollen. Dieser Borschlag der Bolsch-wisten werde französischen und a merjkan r- schrn Diplomaten in einem neutralen Laude übermittelt «erde«. Mau glaubt, daß Wilson eine neue Regierung nicht «r dem Zusammentritt der Konstituante in Ruhlrnd anerkennen werde.
Der Eiseubahnerstreik in England.
tSigrner Berliner Drahtdienst des Wiesbadener Tagdlarts.j
Sr. London, 1. Ott. Dir Regierung veröffentlicht eine SeklSrung, i« der d»S Publikum gebeten wird, bei der Be» Kmpfung des Streiks der Eisenbahner Hilfe zu leisten» indem eS sich beim Verbrauch von Licht, Kohlen und Rsh- ningSinlttel« größte Sparsamkeit auferlrgr und den Post-, Lelegravhen- und Telephon»«rtchr möglichst wenig in Anspruch nimmt. Die Negierung ersucht ferner um freiwillige Meldung für den Transport mit Motorwagen. Bon London noch Edinburgh konnten drei Züge nbielaffen werden, die aber ihren Bestimmungsort nicht erreicht haben.
Polnische Meldungen über einen angeblich beabsichtigten deutsche» Handstreich aus Danzig.
(Sigener Berliner Drahtdienst des Wiesbadener ragblatts.)
Lr. Genf, 1. Oft. Di« „Warschawa Gazetta" behauptet, sichere Anzeichen dafür zu besitzen, daß die Deutschen ent- Messen seien, Konsequenzen aus der Tat d'Annunzios zu ziehen und einen ähnlichen Handstreich auf Danzig vor- lereiten. ,_
Die Auflösung der preußischen Armee.
Ei« Ausruf des Obersten Reinhardt.
mz. Berlin, 1. Okt. Der Chef der ReichsuMMefehls' stelle Preußens, Oberst RernHardt erläßt folgen- den Aufruf an die preußische Armee: Am 30. September lösten fteti die Verbände der alten preußischen Arme« auf und gehen als Neubildungen m bie neue Reichswehr über. Dress Umgestaltung bedeutet für die jetzigen und dre ehemaligen Angehörigen der preußischen Armee der Abschied von vielen teuren Erinnerungen und hohen Wertender Ver- a n g e n h e i t. S>e bedeutet aber gleichzeitig den Infang einer neuen Entwickelung, deren träger das Große und Gute, was die vorangegangenen Ceschlechter uns überlieserren. als Erbe zu verwalten und zu verwerten haben. Die preußische Heeresver- faffung entstammte in seinen Grundzügen Zeiten edlen Aufschwungs, den Befreiungskriegen. Damals wurde Preußen schier das Volk in Wafsen» das den Geist der Pflichttreue, der Unterordnung unter das Staats wohl, den straffen Gang des Dienstes und die Ordnung der Verwaltung als Vermächtnis des alten preustisäieil Siaatrs aus den Tagen des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs des Großen übernahm Dieser Geist hatte m hartem Kampf um die E r h 1 11 u n g von Freiheit und Heimat über Ferbellin und Leuthen geführt. Furchtbare Belastung brachte der Weltkrieg dem neuen Reiche. Die Maas. Marne. Somme, Aisne, Vfer, Ostpreußens Seen, wie Polens Gefilde und Rußlands Ströme wurden Zeugen der Heldentaten deutscher Heere. Tief bewegend ist ein solcher Rückblick in der letzten Abschiedsstunde der alten Armee; aber wir wären der stolzen Überlieferung nicht würdig, wollten wir ratenlos trauern. Das große Vaterland braucht letzt m c fj t b e n n j e Kraft; es braucht den E e i jt der P f l i ch t e - f ü l l u n g und der H i n g a b e bis zur S e i b st a u f o p f e r u n g. Zn dieser Pflicht sehen wir das heilige Vermächt- nis der alten preußischen Armee. Wir wollen es bewahren in treuem Herzen und wollen aus dieser Wurzel Kraft ziehen zur Arbeit am Wiederaus, bau des geliebten Vaterlandes, l'sr aspera ad astra!
Noske über die Heeresaüsgabsn.
mz , Berlin, 30. Sept. Im HausbnltSauSsckuß der N-itio- ralversammlung erklärte Reichswehrminister Noske, daß tir beabsichtigte Verringerung der HcereSausgaben nicht habe eintretrn können im Hinblick auf die Vorgänge
Osten. Statt den Abbau eintreten zu lassen, mühten dorthin mehr Leute geschickt werden, um die heimatlichen Erbiete gegen Einfälle der Bolschewisten zu sichern. Die Spartakibenunruhen in Oberschlesien erforderter' kbensallß ein stärkeres Auf'pebot an Reich-wehctruppen. Die ^uhe sei dank derselben wiederhergestellt und die Kohlen- lörderung im Steigen begriffen. Der Minister ging dann auf die Verhältnisse Kurlands näher ein und gab der Pofs- nung Raum datz dre zurückberufenen Mannschaften >ruch rm «uij di« getropenen Maßnahmen, wir LöhnunllSeut-
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in eilen
zug «nd Verlust der Versorgungsansprüche. den gezÄbemen Bcrbältniffen Rechnung tragen und zurückkrhren wurden. Wie die in russische Dienste übergetretenen Mannschaften zu-- rückgeholt luerden könnten, dafür wisse er noch kennen Weg Bei den Heereskosten seien auch die Ausgaben für die zur Entlassung kommenden zahlreichen Soldaten und Gefangenen eingestellt. Dir Stärke der Reichswehr belaufe sich zurzeit auf rund 400 000 Mann. Die Bestände seien aber stark im Schwinden begriffen, da die Werbung se-.t 1*4 Monaten untersagt sei und viele der Soldaten ausschieden, wenn sie Arbeitsgelegenheit gefunden hätten. Er werde schließlich die Anwerbung wieder in Aussicht nehmen müssen.
Das rote Fieber.
Anfgehobsne kommunkstlschs Versammlungen.
mz. Berlin, 1. Okt. Die kommunistische Partei hatte für aestern in Groß-Berlin dreihig Versammlungen einberufen. Mit der Möglichkeit rechnend, daß diese verboten werten würden, hatten die Einberufec zlmchzeitig an den gleichen Stellen ArbeitSloscnversammlungen einberufen und angemeldet. Diese Versammlungen vertagten sich abends, um dann wieder unter falscher Flagge eröffnet z>r werden, «»e fielen überall der Auflösung anheim.
GenerskstreikabskchteK kn Wolru.
mz. Mährisch-Ostrsu, 30. Sept. Der Krakauer .^zas" erfährt aus Warschau- Im Zusammenhang mrt dem Ultr- matvm teS Warschauer Acbeiterrates, daS mit dem Generalstreik droht, wenn der Krieg im Osten nicht bis zum 1 Oktober beendet sei. drohen auch die Warschauer Vostbe- dicnsieten und die Bediensteten der Strahenbahn und der Gas- und Elektrizitätswerke mit dein Streik, wenn ihre Forderungen nicht bis zum 1. Oktober erfüllt werden.
Die Nationalversammlung.
Berlin. 30. Eept. Die ?!et:anal->«-Iem«luug hat den rr »t - Stat drei Leiunzen angenommen.
Sitzungsbericht.
PrSfident Fchrenbach eröffnet die Sitzanq mn 3.20 Uhr und wünscht der Nationaloersummluno -inen gefezneten Einzug in ihrem Berliner Seim. Cr qedenrt dann des verstorbenen Abq. Dr. St a.u m a n n, der sowobl dervorraqend als Mensch wie als Parlamentaci-c gewesen sei. Das Haus batte sich inzwischen von den Plätzen erhoben.
Auf der Tagesordnung stehen zunächst
Anfragen.
Auf eine Anfrage SW» lZenirJ, b-tr. di« Unterstühun-, d-r Flucht, linne aus Elkatz-Lothringen, antwortete «in Regierungsner- treirr dah durch «ereiistellung von Mitteln durch das Rote -rreuz und durch 'Erweiterung der Befugnisse der Darlehnskasinn in dieser Äichtung das
J (gos.) frag! an, ob die Regierung dar Vorqeh-n des Volkbundes in Sachen der Kriegsgefangenen billige und ob regierungsseitig Äuhe.'ungcn dahin gefallen seien, datz wir di- Kriegsgefangenen »ich. ge-
^"'Regierungskommiffar Stllcklen: Das nngua««i,ierbare Borgehen des Volksbundes hat der englischen Regierung erst da- Mat-rral nerghasft, das diese gegen nnsrle Kriegsgefangenen ausspielte. Reichs,anzl-r Bauer hat niemals eine «utzerung dahin getan, dag wir kein Seid für Ub«rlauser hötten. Die Regierung ist bestrebt, alles zu tun, um zu verhuten. datz die Kriegsgefangenenfrage zu palitrschen Zwecken m i st b r a n ch t wird. Es gereicht ihr zur Eenugtuung, datz der Heim- tiansport der Kriegsgefangenen sich bisher glart abgewickelt hat. Die Kriegsgefanaenen haben sich dankbar und erfreut ge,eigt. datz sie von der Heimat in herzlicher Weise willkommen geheitzen wurden.
Es folgt hic erst- Beratung des Gesetzentwurfs, betr. di- »orlänfige Regelung des Reichsbausbalts für 10». D-r R - t. T t a t wird IN allen drei Lesungen ohne Aussprache erledigt.
Bei der ersten Beratung des IL-s-tzentwurss über
die durch innere Unruhen verursachten Schäden
erklärt Abg. Hcimonn fE-q.): Jede Haftung lokaler Eenretnden für die Schäden aus Unruhen mutz ausgefchlosten lein. Das Re ich allein ist zuständig. RechNich ist auch die Abwälzung eines Drittels der Hastung auf die Gemeinden unhaltbar. Wir können den Drunpgedankea des Eefetzes nicht billigen, du st R-oolutionsfchäden auf gleicher Grundlage «ne die Kriegslchäden behandelt werden sollen. Dar Redner beantragt schlrehlrch Überweisung an eine besondere Kommission von 28 Mitgliedern.
Aba Bärwold (Dem.l: Das Gesetz setzt geradezu eine Prämie au? B l il n^d c r u n >r e n aus Vielleicht kann man auch die Veranstalter der D'ünderungen zu den Entschädigungen heran,ieh-nr. Ich beantrage Lber» neiiung on eine Kornmissron von 21 Mitgliedern.
llnierNoatslekretär Dr. Lewald: Die Unruhe-, wurden allerdings il, V, n reiften Jäü-'N von Mitgliedern der E-nisinden und nicht von Fremden erregt g'lo ist die Gemeinde verantwortlich. Es ist unmöglich, datz das Reich 'die'Schäden in ihrem »ollen Umfang tragen soll.
Abo »iormuth (D.-Natl): Die Haftpflicht der Eemrrnoen soll nicht
oan, ousaelcholtet werden, zumal di- Schäden nichr nur von a.umultuanten, Icndein auch bei der Abwehr verursacht worden sind.
Um 6V> Uhr vertagt das Haus die Wciterö;raiu,ig auf morgen mittag 1 Uhr, autzerdem Interpellation Hinz- fValutafraze).
•
. Die Schuldfrage im Untersuchungsausschuß.
mz. Berlin, 30. Sept. Der parlamentarische Untersuchungsausschuß der Nationalversammlung zur Prüfung der Schuldfrage am Kriege beschloß, eine Reihe von Unterausschüssen ein;uscßen, die einzelne Punkte besonders untersuchen sollen: die Völkervechtsfcage, die belgische Angelegenheit. rnsbcsvndere die Maßnahmen gegen Zivilpersonen im besetzten Gebiet, die armenische Frage usw.
mz Berlin, 30. Sept. Der Untersuchungsausschuß der Natio nalversammlung beschloß, 4 Unterausschusie einzusetzen. Der erste soll die Vorgeschichte des Krieges, der zweite dre Frre- dcnsmöglichkciten, der dritte die wirtschaftlichen Fragen und der vierte die militärischen Fragen behandeln.
Ter Arbeitsplan der Natianalverfammlung.
mz. Berlin, 30. Sept. Der Ältestenausschuß der National Versammlung dielt heute eine Sitzung ab, um die Geschäfts läge zu beraten. Es soll zunächst die Interpellation Hern,e
i über ine Valutafrage und sodann die Interpellation dtzv
Nr. 444. » «7. Iahrgantz.
Demokraten über die K lei n w ah n a n Zsfrage zur Bo- handlnng komme». Weiterhin soll der Bericht des Hauptans- chuffes über die Zukunft der Heeresbetriebe zur Erörterung gestellt werden. Wenn die Ergänzungen _ jiitn. Haushaltsplan vollständig einyeyangen find, sollen diese behandelt und der gesamte Haushaltsplan etwa bis zum 21. ß.,. ertiggestellt wsrderi. Die R e i chs er n ko mm e n steuar soll inzwischen zur ersten Lesung gebracht und dann rn den Ausschüssen auch während der Pause, dre am 21. Okt. auf drei oder vier Wochen erntritt, werterberaten werden. Uber me Erledigung der Steuergesetze konnte ein Beschluß noch nicht gefaßt werden. Wegen der ungünstigen Fahrverbindungen werden die Montage und Samsdrge nicht frei gelassen.
AbUefsruntz von 1400Ö0 KShe«.
Haag, 27. Sept. Man schreibt dem „Niewwe RoSer^dam- schen Courant": Der FriadenS-vertrag von Versailles bestimmt, daß Deutschland 140 000 Milchkühe abliefern muß. Frankreich fandet A-n.l<vtz, csu 7 Be^knnmung zu
beiitföe Notzierun-g i’&rerfe'it? erklärte fid) bereit, Be-- stimmunyen des Friedensvertrags loyal auSz u fuy reu, umd hält sich für verpflichtet, auch dieser Friedensbedongwnfl, wenn auch rmtsr P r o t e st, nachKukcmunen Was dreS bsdeu- tet, kann sieb erst in diesem Winter zeige wernr dw Kinder und Krank« in den Städten ganz ohne Mich bleiben werden. Verschiedene amerikanische und englische Vereinügrnge-n habest «ne Aktion elngÄriiet, um dw Folgen der Hungerblockade wenigstens für die kranken^ und schwachen Kinder in Deutschland ,»r m'ldern, und tuynde-.i zu diesem .Zweck große Mengen Ledensmrtdell, besonders kon- densrrrte Milch, «in. Die Ergebnisse dieser Aktion, dre rn Deutschland — bsgoeifticherweise — sehr germ-adigt Werder,, dwhien durch das Fib^Ev'I.den ^Fr-alnkreichs -an der Forderung nach Auskieseruna .der 140 000 Milchkühe in Frage gestellt zu weÄen. Es werden vor allem wieder deutsche Stadtkinder kein, die das en-tgeltön muffen. Nach dem Elend von vier KrieaSwintern gehen sie jetzt einem Winter entgegen, der die wer früberen an Entbehrungen und Elend noch zu ubertreffen droht. (..Mainzer Journal.")
Aus dem besetzten Gebiet.
Ein Zwischenfall in Ludwigtzhafen. — Zwei deutsche Zivil.
Personen erschossen.
mz. LudwigShafen, 30. Sept. Gestern nachmittag wur- den vor der Badischen Äii"und Sodafabrik zwei deutsche Zivilpersonen von französischen Wachtposten erschossen. Ein Arbeiter der Anilinfabrik hatte einen patrouillierenden Kosten angestoßen. Dabei kam eS zu einem Wortwechsel und zur Ansammlung einer größeren Menge. Die französischen Soldaten zogen sich in ihr Wacht- lokal zurück und schaffen in die Menge, wodurch zwei uube- teiligte Personen getötet mrd einige verletzt wurden.
Zur Auflösung der ital. Kmumer
mz. Rom, 30. Sept. (Stefaui.) Der vom Kabinett dem König unterbreitete Bericht über die Auslösung der Kammer bebt hervor, daß nach dom großen Siege Italiens, nach den vielen erfüllten Aufgaben und nach so großen Umwälzungen es unbedingt nötig sei, daß das Volk z n Rate gezogen werde. Die Regierung habe gezögert, von der Kammer die Gutheißung der Friedensverträge mrt Dentsch- land und Österreich zu verlangen, da ihre Amtsdcruer am 26. Oktober ablause. Es sei aber unwahrscheinlich gsDrsen, bis zu diesem Datum die Ratifikation dieser Friedsnsver- träge von den beiden gesetzgebenden Köcpsrschasten zu erlangen. Die wichtrgsten Friedensverträge könnten ans dem Dekretwe'ge ratifiziert werden. Falls es sich notwendig erweisen sollte, würde man dem König Vorschlägen, die jetzt in Frage siebenden Friedensverträge durch Dekret zu unterzeichnen. Die Verträge müßten nackter unverzüglich dem neuen Parlament unterbreitet werden. Kammer und Senat sollen am 1. Dezember zusammentreten.
Am Flume.
mz Bern, 30. Sept. Aus Frume liegen keine besonderen Nachrichten vor. Die Regierung hat die Absperrung durch Karirbnfieri verschärfen lasten, wodurch die Verbindung mit der Stadt beinahe unmöglich geworden ist. Laut „Secolo" ist die Blockade stärker als je zuvor. Di« Be- bölfcrunr besitze Lebensmittel für drei Monate, während die Truppen solche nur für drei Wochen zur Berfiigung hätten.
Das Treugelöbnis der Steiermärker.
mz. Wien, 30. Sept. Der steiermärkische Landtag wendet sich in einer einstimmig angenommenen Entschließung gegen die Verletzung des Selbstbestimmungsrechts zum Nachteil des deuffchen Volkes. Aus der einen Seite, so heißt es in der Entschließung, verbietet der D e w a l tsrr e de v o n S t. G e r m a i n den Anschluß der deufich-osterrelKr. scheu Länder an das Deutsche Reich, andererseits unteamrft er große Teile unserer Volksgenossen einer unerträglichen Fremdborrschaft. Nienmls wird das denffche Volk diese rhm zugefügte Gewalttat als Recht anerkennen. Wir hören^ me auf, eins zu sein, als Kinder unseres de nt s che n Volke« und wir ,geloben mtt allen unseren Kräften den von uns abgotrennten Volksgenoffen in lh«r BedrangniS Schutz und über ihre Rechte wachen zu wollen. Der steier- mar kl!che Landtag erwartet di« schleunige Sinsetzung einer dcutsch-öfterceichischen Verwalinng in Westungarn und er- niächtiat die fteiei märkische Landesvrrsammlung, alles z-.c uuterriebmen, um die unerträastckden Bestimmungen des Frie- LensVertrages zu mildern.
