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Um die Unterzeichnung
Kabinettsberatungen.
-0- Inni. Verschiedene Blätter n«kden ors Weimar, das Reichskabinett hielt gestern nachmtttaq * 7 61 t e f 1 * “ n ß- die bis kurz nach * fT'fi ° ai ^^ e *T der Besprechung nahmen auch die neußlschen Minister Hirsch, Südekum und Heine teil. Bestimmt« Beichlusie wurden auch hier nicht gefaßt. In in neunten Abendstunde trat das Kabinett wiederum m Gegenwart der Friedensdeleoation zu einer dritten Slduna zusammen. Ter Staatenausschuß wird morgen Ä^"^«ntret^l. — Nach der „Deutschen Allgemeinen Zeibing ist General Groner gestern in Weimar einqe rossen und hat sich m das Schloß begeben.
»“ZrSlSSu 19 ' Q S f* L ^Havas.) Aus' Weimar nnrd
£rÄÄ rt ? T n r ,Ä Suni ^meldet: Die
harte vormittag hier eingetroffen" deutsche Friedens
Oelegatton, nach deren Ankunft sofort eine Kabinetts» Ichuna stattsand, empfahl, den Vertrag nicht a>^
U TO 1 ', tP* rctü P ve ^uskisfunq der Regierung m einem Memorandum unterbreiten. Nach Zei
Kt S /P *?* vier Jahre geblutet und gelitten; es
^ 7 " criegen Holten wir uns heute nicht aus mit einer
Er^or,ckuna ter Vertragsklauseln und der Zugeständniffe - r^L U; ' -‘l ,n i L d,en Zwischenspiels in Versailles ist zu Ende, A,«. >-">'ter da wo wir vor Wochen itanden, vor der kardi^
Ef^bt uns denn überhaupt etwas anderes übrig,, als >agen? Bleibt uns deim eine andere Möglichkeit? Wir sind was wett schinmner ist- Me deutsche Einheit, dieses 6ei 1!# ^uft allergrößte Gefahr, wenn wir ab-
bl ck ln Emheit zerrinnt im selben Augen-
bs schien, als hätttn wir durch die Uber- Entmi^i,^ bvnasilschen Partikularismus den Grundstein zu einer fC s» 0t -A i r <. ln,§ langsam und nicht ohne Schmerzen zu
3t r cic6 ISßiSL ®” fce Es ist ein Gemisch von Strömungen, dcw unsere Einheit hinwegzuspülen droht.
tungsbenirhten war der erste Eindruck in L oK ftnebÄ 7 r & *° 6 ** Antwort der Entente un
W-imar. 19. J^i. Alle -nöglichm Gerüchte ° ö .- r Nlchtunte:zeiclmung durch. ^?dt. Bis zur Stui'de haben die ftrnf Mehrhertspartei;n „och keine endgültige Ent. Mdimg getrofsen. Den ganzen Lag über dauerten die Kraktronssitz ungen an. Der Z e n t r u „1 s f r a k t r 0 n Fraktionsvorstandes vorgelegt l %. Eeu cme bedingungslose Unterzeich. ViW ridjtet. (Sana frefortbor^ b?c ßtyrenfraaen sind es k der Fraktionsvorstand des RcnlniS fiir ur«n’
®*üBer oetoat^ttKabinett, das den ganzen Bcrmit über getagt hatte, ist heute nachmittag um 6 Uhr
MiW ^-'i u n a iinsaminengetreten. ebenso
ftd) der Staatenaus,chu>z m den späten Nachmittags» en zu emer wichtigen Besprechung versammelt.
Rückfragen.
10- Juni. Das Kabinett trat in Weimar um 4 Uhr zusammen und wird bis in die Nacht hinein ,~^ or R ei 7 ^odet eine gemeinsame Sitzung des ^Enetts mri der ??riedensdeleqation statt. — Wie von zuständiger Serte verlauret, sind zwischen der Denkschrift und dem verbefserten Urtext des Vertrages Differenzen. Es fehlen unter den Verbesserungengewisse ÜNstlmmungen, die teils in der Denkschrift vorhanden sind oder auf diese hinweist. Es wird also notwendig fern, hierüber nach Versailles Rückfragen r\!c JVemer wird aus dres<?m Grund-e erforder-
^ die strlkie ftracre zu stellen, ob die
Denkschrift, essentieller Bestandteil des ge» lümkn Jrredensvertrages sein soll. d. h. ob die Denk» i*rr n I-- lX l aesamten Inhalt bindendes Recht sein
soll für den Fall, daß dre Annahme erfolgen sollte.
Zolltarif f:er gszenLber. Vertragliche Recht -im internationalen Wirtschafts- ^^s-^ylen Deutsailand so gut ivie ganz. Recht ha?nur die Entente gegenüber Deutschland. Be: dieser Sachlage ist die von Hm^elsbeziehangen za den Enteiltest raten frftJ 5 Ai dorthm ausgeschlossen, denn irgend eine auf
fester Grundlage aufgebaute Kalkulation ist ganz unmöglich. -°utschland seinen bisherigen Markt seinen Feinden anderen Staaten werden Deutschland Felde schsagm können. Hierdurch wird die deutsche und die Valuta dauernd nntdergehlstten. Diese-; ^ verschlruunert durch die gleichfalls auf rechne chnllenr
üli 11 ),' 1 “!? i*r- e f b2uterl Eigentums im Aus- W dE Auslteferung der deutschen Hmdelsflotte, wo- ourct. zwei rpaktoven, dre vor dem Krieg die deutsch- Zahlunas- trotz passiver Handelsbilanz aktiv nnrchte, lreUaefailen fmb Deutschland würde also selbst bei tecUtorial^wroe'-- E^tr-ur schwer produktiv arbeiten können. Durch dre gleichfalls auch nach der Antwort der Entente we.ter ges-crdeiten territorialen Abtretungen vurd die deutsche ^upung an Kohlen, Erzen und landvst. rtschaftlichen Pro- dukten über alle Maßen beschränkt. Zu den früher schon aus bezogenen großen Mengen von Rohstoffen mutz «uch dm auf diese Weise verloren geangenen Erzeugnisse importieren. Da ihm aber der Außenhandel ae-
©rZV’W ft 6 rf außerstande, diese Erzeugnisse zu bezahl. E? ergibt sich also die wirtschaftliche U n m ö g l i ch- kert, die neuen Ententebedingungen zu erfüllen. 1
Die Haltung der Parteifraktionen.
Für und gegen die Unterzeichnung.
^nr 33 ??”: ^ ^uui, Die ..Fvoiheit' meldet aus rZriedensdelegierten sind & S. n? r ^ le ? e J e ' 0 e r u ii a der Unterschrift. »Ute die Nationalversammlung entscheiden, daß die ömgmlgen zu unterschreihen st»d, dann würde eine SEN Men^Ein^oab"" "^Versailles entsandt werden
’-»<■* Är Ä ä« w' y» L°LLL T -Rücktritt des Grafen Br 0 ckd 0 rff ZH " n bereits gerechnet. Ein?
"h. B4 lsuhi'stens. Donnerstagabend.
Mustl. d-lntich e st aber ^rertauvormittag zu erwarten. a"d. .«re der »Berl. Lokalanzetqer" ans Weimar berichtet, ZZjjJ (J 1 f«* gestern ber den Mehrheitspartcien eine aasma \ chwenkung ut ber U n t e rz c i ch n u n a s fr a a e
4Ql tÄt?n m bSer i Gf, t renb fj tcrn ""ch die meisten Ab- ii! na nS-hifc Pi eren sich gegen eine Unterzcich»
’ 'k "eure m werten Kreisen der So- Mdcmokraten, der Demokraten und des Zentrums ein 1-'^- enrgetreten. In den Reihen des und der Demukrat-n gewinnen diejenigen f ut Eine Unterzeichnung zu haben alle?e?'il»?" ^Ä>en. Diese Kreise glanäm daß im «„ Unterzeichnung sich noch einiae Milde °«?en herausholen lassen werden. ^ M ^ sr 'ßH'o 1 -?'Wie der Weimarer Korrespondent Übeamnen Mitglieder des Kabinetts 'mit dem Gedanken der irnierzeickinunn 'r^uut zu machen. Die Minister Erz berget l° m5°L^Dc.vid sind für die An^ die Anlirb^s ? -/?"nen der Mehrheit ^ a s te 4 trt \- 95 te weit das Verhältnis lm oZ r f^ etcn ' b ‘ c "blehnen oder annehm-m en. geht, laßt sich zurzeit nicht übersehen, da den
■ Ä e wl r t Wortlaut der Rote des Verbandes nicht bekannt ist und ihnen erst heute abend um
schwere^t,u^>> ?echvet librigens damit, daß i°nal^^A^""^-dln dem Kabinett und der natversammlunq obliegt, in der gestellten Frist
° U l?' J!' ‘ r »f f " 1 » °-d°nk ann Uiaen wird ^ ^ 2?ecöanb eme Fristverlängerung
Mkfurt, 18 . yuni. Bei Besprechung der Lage Kurier Zeitung" darauf auf- felnnti^ra 1 ^ Oiifaefordert wurden, die
tu Z 571 des Vertrags zu unterschrei.
, Unterschreiben oder Ablehnen schreibt unter anderen«:
' ^ Vrnr°men'.wur' u "v e r ?""'d dl° Unterschrift 11 u p t-ulwnr, 511 verweiqern. wenn sie iin-nZi
tnw erzwungen wird. Sind wir »NZ hierüber klar und
ÄJITÄ fitere Zugrständni.? vor der UntL
b tc'u. ^ t r* ^ c|er ernste Schritt ohne
aetim werde«, Mir haben gekämpft brs znm Ärcharsteu.
i- i 19, Zsntrumsfrak-
tion der deutschen Nationalversammlung beriet am Nachmittag m einer längeren Sitzung nochmals ein- gehend die Stellung zum Iriedensvectrag und entschied stch am Schluß mit % Majorität für die Ann ah m e kö^dEnsvettrages, ausgenommen der Punkts, welche die Schuld am Kriege und d«e Ehre der Nation berühren und dre Auslieferung Deektsch^r ustv „^/-Weimar, 19 I,mi. Die'd eu t sch-n a ti o» .^/"kt^on der.Nationalversammlung hat ein» stimmig beschlossen, denIrkedensvertraq ibznlehnen Dre Fraktion der D e u t s ch d e m 0 k r a t i?ch e n P a r»'
hnr n 9 wl abend eine provisorische Abstimmung
vor. Von 65 Anwesendm stimmten 8 bedingt und 1
flwT fUr bte UnteraeidE,min 'l- die anderen da»
mz Weimar, 18. Juni. Wie die „Nationalliberale Korrespondenz" mitteilt, hat die Fraktion der D e u t- schen Volksparte« einmütig beschlossen, den Irie» densvertrag auch in seiner jenigen Gestalt in voller Übereinstimmung mrt der bisher in der Jriedensfraa- eingenommenen Haltung abzulehnen. ^U-ag^ mz, Berlin, 19. Juni. Der .Vorwärts" schreibt' Heute vormittag hielt die sozialdemokratische Fraktion der vreußnchen Landesversammlung eme s?raktion^sttzung ab, in der d:e der IriedenKuntpr- zeichnung besprochen wurde. Obwohl formelle Beschlüsse wiwden, ließ sich die Stimmung doch dahin Mell«-n, daß der überwiegende Teil der Jraktton der r. hbß die Unterzeichnung sich sch l 1 e ß l 1 ch nicht wurde u iii g e h e n l n f f p rt Das größte Bedenken gegen Ire Unterzeichnung erweckt^ auch bm den Anhängern das Schicksal der -Ostl Provinzen. Allgemein sei man der Ansicht, daß no- der Unterzeichnung .nn äußerster Versuch gemacht wer»
^.W,stt,„ußen eine Vo lks a b bst l m mun g wie für Oberschlesien zu retten.
Die Meinung der Entente.
mz. Berlin, IN Juni. Das ..Berl. Tagebl." meldet us Lugano: Die Frage, ob Deutschland unterzeich» nen werde., beantworten, laut einem Pariser Telegramm des „Eorriere della sera". die englischen Delegierten TlZ Z 1 Lutlchredenen I a, aber wohlverstanden nach einem Wechselnder Bevollmächtigten. Die
nZ l *ilZ?V l V : t! I b ber ^ ßert Meinung, glauben aber .^°.7>emeh-?nden Regierungswechsel. Geteilter Ansicht sind die f r a n z 0 s r s ch e n Militär» und Diplo- Eenkreise. Erstere glauben zwar an die Unterzeich» ^ nach Beginn des Ententeeinmarsches, £w+ ^eutjdien bcmn faa-ett könnten, sie wichen der Gewalt. Französische diplomatisch- Kreise dagegen meinen, die Deutschen wollten nicht unterzeichnen, da sie auf einen Zwiespalt der Alliierten hofften.
Der Rücktritt des Kabinetts.
^J n L? Ci !Z V -: Pr % ml i Uhr 10 Min. morgens. So» . 1 o 6 tneii i,t soeben ,z u r « ck g e t r e t e n. Es wird
w ^;ü, t aH U "rs fle 4 ^“ rte ^"Ei'fig weiterführen, bis der Reichspräsident ein n e n e s K a b i n c t t gebildet hat
Dre Sachverständigen der Reichsregierung gegen dre Annahme des Friedensvertrages.
inz. Weimar, 19. Juni. Di- von der Reich;-.^,ieruna er- nanuten Sackcho,ständigen haben, am Mittwoch? öen 16 Juni in ihrer ^rrbesprechung über die wirtschaftlichen Feigen des Fr:edensvertrages und d e Frage semer Un^-"»eickn/,n7
tim,Ni» «,,»,/»SKÄrrAMK!
«»d >» Io-" 0o>o0 00
Blr-ckare rn semer Arbestssah-gknt geschwächte Deutschland s-ll « 5 ^ ?"t-'nte ungezählte Milliarden zahle,!.
'~i~ * Di r 7 e s ej - iUt Rot n ir dann, wenn es sich wirtschaftlich rnbren. produzieren und exportieren könnte. Daran st eZ ober durch dre von der Entente anf-echterh-altenen Bestimmungen verhrndett. Deutschland soll d->n Ertmtestaaten w- vEngeschränlte Meistbegünstigung; nicht nur chnsiEch der
^ehoi dlr r.g der Waren, sondern rach oe»en 2^aat^aaa>bäri^,»„
den °Ert« «w s-lb't aüer von
den Enten testaaten auf mindestens fünf Jabre „erinni
Dentschlar d soll seinen Zolltarif in wichtigen Punkten auf die
rem rr-rredenSschlutz folgende nächste Zeit binücn,'steht aber -
Die Änderungen des WertragsenEwur^es.
me. Weimax, 19. Juni. Die von der Ent--nte übergebenen Dckumerrte bestehen, wie bereit; ge.aeldet au;
M a n t e l n 01 e und dem M e m ° r a n d u m, in dem die ^ ramerungen des früheren Vertragsentwurfs cm»»fübrt werden dem Statut für die b e s e tz t e n G e b i e te u^ein^! Exen'vlar des ursprünglichen VertcagSentnurfs. in dem die Veränderungen mrt roter Tinte eingezeichnet sind, über die Grundzuge der gegnerrschen Anttvort ist rolgrnd»s zu bemerken- An dem Völkerbundsstatut wird nistri- «7 Liirrh 1 "^ ..^^'tschland soll vor seiner Aufnahme in den Völler» mA eln f, 2 r 0 on Probezeit durchmuchen. Wenn es
"Solteu gebe, solle nichts mehr lm We?e
ÄteÄA*“ »SWetfiunb • a “T “ le territorialen Frauen wird
n 1 ch. geamert an den Bestimmungen über Belgien. A»re«r- £?•:' Saargebiet, Elsaß-Lothringen und D.-i:ttch»Ost--r-
wecksel^ie sina^ielle schon vorher in dem Noftn-
iraiei rre finanzielle Bestimmung über den Rückkous d.»
Minen geändert. Bezüglich Westvreutzens Drnzi7? und Qst- und zwar der südlichen Grenze bei Allenstwn T auck Memels, w-rd nichts geändert. Rur die Garanten ftiö den Eisenbohnduichzangsveckehr durch W-stpreuße-, nach Preußen wurden verstärkt und präziser gefaßt werden SiL
™-fwL> 3 ? £, rl L e * tU r £ zugunsten Deutschlands ist insofer« zu- geftonden worden, als nicht mehr gewisie Teile Vom m r-rn's
eine VoftsaMmml^In mwer sL f
SÄF'^'^b
% » äsr?
IWÄ'ivnViViÄ 2Z SSWÜTB
Cuiucti i.nfcrcr n?ob€i auf
wiZ V S&Z 3 £t*° Sk8 Un Reichstag Br.;«! gk.m°m^
R n Ia n7t^ e fStTeSrt B ü gf g'^J 4 " * • » « scher. Rechte und Interessen raSrtf, Denttck.r7nd- ^ Außenhandel und die Schiffahrt stnd kewett Zuöestän^ gemocht worden. Es bleibt btt dem Bkrt^AntwÄlmE lich der deutschen Handelsslotti» -e,,,- „r -ir-, füt die Grundlagen unsere: Schad»ns'erschvslirli/^n ^ finanzieller Gegenvorschlag wurdtz nTd lÄrt früheren Bedingungen erfahren w
r e : 1 ' e 5 5l‘ &erun 9; nur wird in dem M?'norandum^7„^^ Deutschland innerhalb vier Monaten na^7 ^ densschluß das Recht haben soll, feste Versal machen; aber die alliierten Mächtl W« biJ?ZZ,U, U abreliiieu oder cmdern. Eine ne^terse °.!V t£ ^ mcu '
Streitpunkt wird dabei abg-lehrst L '7 'l ta ^ über beu
Kommission wird neben der Coraint L V' °^ b2J . tfrf,e zuaclasten r-ehnfs m o - s „ „ s. r sic» Reparations
zugclasien behufs SBeTfi a7d Reparations
KommGon; aber bindende Entschlüsse Ü
