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der freien Aadt Frankfurt.
(ZxpedrüsnS-KsMvtâ am hk. GeisiPfSrtchenN 214;)«
M 282. Dienstag, dm 29. November 1853.
UeherblLÄ der WreLgNiffe im Gebiete der polèiiWen t?nd MaterèeLleK JKLersffsK.
Hujug modi comparandae semi opes, quae simui cum naufrago enatent. *)
Frankfurt, den 29. November. Die letzte Zollvereinszählung hat Don Neuem die große Wichtigkeit herausgestellt, welche die Auswanderung in Deutschland erlangt hat. In Würtemberg und Braunschweig hat die Zählung von 1852 gegen 1849 eine Verminderung um 0,65 Prozent ergeben, nämlich um 11,332 Personen in dem Königreich, um 1766 Personen in dem Herzogthum. Nahe daran reicht die Verminderung in Kurhessen: 4523 Köpfe oder 0,59, und die von Baden: 583t'Personen oder 0,42 Prozent. Die Zunahme von Bayern, wo die Pfalz eine Verminderung von 4900 Menschen erfahren hat, ist auf 0,85, die von Hessen-Darmstadt auf 0,21 vom Hundert reduzirt. Indeß war die Auswanderung im letzten Jahr auch bei Weitem stärker als im laufenden. Vom 1. Januar bis 1. September 1853 landeten in N^uyork 72 845 Deutsche, gegen 84,841 im Jahre 1852, also fast genau 12,000 oder j/7 weniger. Die Gesammt» rimvanderung in Neuyork in den acht ersten Monaten deS laufenden Jahres betrug 211,287 Menschen, wovon die große Mehrzahl Irländer. Nach diesen Andeutungen über die allgemeine Wichtigkeit der Auswanderung wollen wir auS unseren Aufzeichnungen den Lesern einige neue Mittheilungen machen über die hauptsächlichsten Zielpunkte der deutschen Auswanderung. Aus Nordamerika wird immer lauter gegen Ueverhansnehmen deS Runner- (Makler-) Wesens geklagt; auch die Briefe der nach Nordamerika auSgewan- derten Deutschen an ihre hiesigen zurückgebliebenen Verwandten fangen an wahrheitsgetreuer zu werden und bringen zahlreiche Schilderungen des traurigsten und härtesten Looses, dem die Briefschreiber dort verfallen sind. Eben so mehrt sich die Zahl Derer, welche die nordamerikanischen Freistaaten verlassen und entweder nach Deutschland zurück- kehren oder nach anderen Ländern Amerikas sich wenden. Die von Deutschen, die in Amerika schon länger leben, verfaßten und bei Wigand in Göttingen erscheinenden „Atlantischen Studien" sind sehr geeignet, richtige Vorstellungen vom amerikanischen Leben und Treiben zu geben. Die deutschen Gesellschaften in Neuyork, Neuorleans, Philadelphia, Baltimore, St. LouiS rc. rc. suchen der Noth und Unerfahrenheit der deutschen Einwanderer nach Kräften zu steuern und erst kürzlich hat die deutsche Gesellschaft von Baltimore eine Arbeitsnachweisungöanstalt erröffnet. Von 1732 Personen, welche von Bremen in dem Zeitraum vom 30. Juli bis 25. September anlangten, wurde an 160 Arbeit
♦) So sammelt man Schatze, welche mit dem Schiffbrüchigen noch oben schwimmen.