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Zntelltgenz-Blatt

der freien Stadt FrankAtt. A,

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M 268. Samstâg, dm 12. Novewher 1853.

Aeherbliâ der EeeiAzzifss im Wehiâ der PolitischsK Md matemeUsN JKteeeffen»

Ein gutes Buch ist der Empfehlung werth!

^Frsnkfnet , den 19. Nobember. Bei der fortdauernden Auswanderung nach Amerika, der wir in diesen unseren Ueber blicken schon so manche Spalte gewidmet, ist eS besonders gut, wenn man daS Publikum auf gute Werke aufmerksam macht, die es in Bezug auf'daS Leben int neuen Welttheil gehörig aufklâren und bilden. Ein solches längst als trefflich anerkanntes Werk liegt soeben in der zweiten Auflage vor uns. Es ist das mit 247 Original - Holzschnitten "verzierte Buch: „Der Nordametikanische Landwirth, ein Handbuch für Ansiedler, in den Vereinigten Staaten, von C. 8. 'Fleischmann" (Frankfurt a. M. 185-2,. ®. F. Heyer's Verlag). ES über- ttifft durch den Reichthum seiner Beobachtungen^ und der in Hm niedergelegten Erfah­rungen über Vodenkaltrrr, Forst- und Landwirlhschast und praktische. Ansiedelung alle bis jetzt über amerikanische Verhältnisse erschienenen Werke und verdient schon deß­halb jedem Auswanderer in die Hände gegeben zu werden. Wir taffen von dem reichen Schötz von Erfahrungen, den dieses werthsolle Werk besitzt, hier eine Stelle folgen: „Die folgende Beschreibung einer Farm in Mississippi gibt ein richtiges Bild der Art und Wslse, wie die Neger dort behandelt werden, sowie die BeschäftigungSweise des Landes in den Baumwollepffänzungen : Herr Leigh, Pflanzer in Mississippi , besitzt 90 Neger alt und jung, wovon 35 Feldarbeit treiben, ein Schmied, ein Zimmermann, ein Spinner und ein Weber mit eingerechnet, die übrigen werden nur zur Zeit der Baumwollenernte ver­wendet. Jede Negerfamilie hat ihr eigenes Häuschen (log cabin); einige davon sind nett eingerichtet und andere ganz entgegengesetzt, ebenso wie wir eg unter der weißen Bevölkerung finden, wo der Fleißige immer wohlhabender als der Lüderliche ist. — Jede erwachsene Person bekömmt wöchentlich 3l/a Pfund Schweinefleisch ohne Knochen, die Kinder erhalten ihre eigenen Nationen, welche ihrem Alter und ihrer Größe angemessen sind; ferner bekommt jede erwachsene Person l1^ Peâ Maismehl, Sweet Potatoes, Rü­ben, Kürbisse, Zwiebeln, grünen Mais und verschiedene andere Gemüsearten, wie auch Melonen und Pfirstsche in großer Menge. Alle Neger haben ein gutes gesundes Aus­sehen und sind gut gekleidet. Die „Quarters", wie man den Platz, wo die Negcrwoh- nungcn sich befinden, heißt, sieben etwas entfernt von der Wohnung des Pflanzers und sind so gelegen, daß sie der Aufseher von seine? Wohnung auö übersehen kann, dessen / Aufmerksamkeit fortwährend auf dieselben gerichtet seyn muß, da die Neger, wie die Kin­der, unausgesetzt Aufsicht bedürfen. Wenn die großen Persvnen zur Arbeit gehen, wer- - den die Kinder nach der Kinderstube gebracht und bleiben dort unter Aufsicht einer Ne--