Intelligenz-Blatt
der freien Matt Framfurtl
(Expeditions-Comptoir am hl. Geistpsörtchen M 214 k).
â 120. Dienstag, den 24. Mai 1853.
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UeberSlick der Ereignisse im Gebiete der polätèseherr »nd materiellen Interessen»
Das ist ein Band zwischen Euch Zwei, das nicht halten wird auf die Dauer; Einer von Euch muß unterliegen, wenn das so fortgeht!
_ Altes Schauspiel.
Frankfurt, den 24. Mai. Was man von Anfang vermuthet hatte, der Zusammenhang der D armsiädter Bank mit der Pariser Raportbank, ist nun kein Geheimniß mehr. EinS der Regierungsblätter Frankreichs, die Patrie, nennt diese neue Schöpfung eine glückliche Rückwirkung des Credits in Frankreich auf Deutschland; es schreibt sie dem Einfluß und der mächtigen Mitwirkung der Pariser Mobiliarcreditgesellschaft zu und gesteht, daß nur darum Darmstadt zum Sitze der neuen Bank gewählt worden sey, weil man befürchtet habe, in Frankfurt Schwierigkeiten zu finden, wenn man dieselbe, was sie allerdings sey, hier als eine gefährliche Concurrentin betrachten würde. Eine (Korrespondenz der Brüsseler Jndèpendance (8. Mai) legt dem Darmstädter Unternehmen eine weitgehende Bedeutung bei, nicht nur für den ganzen Markt des Zollvereins, da sie die Attribute der Bank von Frankreich, des Comptoir d’Es- compte, des Crédit mobilier und der Gesellschaft der Docks in ihrem Privilegium vereinige, sondern dasselbe erscheint ihr wegen seines Verhältnisses zu der Pariser Mobiliarcreditgesellschaft als ein erstes Glied jener Finanzkette, welche alle Geldplätze Europa'S unter sich verbinden soll. „Man weiß, heißt eS, daß die Darmstädter Bank bereits von der Muttergesellschast (!) in Paris einen Antheil an der Subskription für die große Centralbank erlangt hat. Eine ähnliche Theilnahme scheint ihr in Bezug aus das umfassende Unternehmen der Umwandlung aller französischen Com- munalschulden, wie. überhaupt bei allen künftigen Geschäften der Mobiliarcreditgesell- schäften, angeboten und bewilligt zu werden, und von Seiten der Darmstädter Bank soll vollständige Gegenseitigkeit stattfinden, sofern sie an ihren Geschäften die Pariser Anstalt und ihre Actionäre theilnehmen läßt. Dasselbe Stiftern soll in der Folge seine Anwendung finden auf andere Anstalten, welche die Pariser Gesellschaft auf allen Geldmärkten Europa'S ins Leben führen will, dermaßen, daß alle diese Plätze in ein vollständiges solidarisches Verhältniß zu einander treten und jeder der Actionäre einer dieser Anstalten sicher seyn kann, an allen großen Unternehmungen auf irgend einem Punkte des Festlandes seinen Au heil zu erhalten.« Durch diese Verbindung sieht die Jndöpenda! ce einerseits jede Möglichkeit einer Geldkrisis an einem einzelnen Platze beseitigt, da alle anderen Plätze das Vermögen wie das Interesse hatten, ihm sogleich auszuhelsen; sodann sieht sie den Traum des ewigen Friedens der Verwirklichung näher gerückt, als durch alle Friedenskongresse; wir dagegen muffen