Intelligenz. Blatt
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(Srpeditions-Eomptoir am hl. Geistpförtchen M 214°).
- Jig 72. Samstag, bett 26. März 1853.' 'jaiEHHIHIWIMMWIIIWIBBgaWMM&MM^'WMagSMa^^
Wlb^ Mbonnsments-Beftellungen auf das JntelligenMatt mit dem Amtsblatt für das nächste Quartal werden täglich in der Expedition angenommen.
Inserats aller Wrt in diesen in hiesiger Stadt und Umgegend sehr verbreiteten und gelesenen Blättern können auf den besten Erfolg rechnen, worauf besonders auch die geehrten Besucher der hiesigen Messe aufmerksam gemacht werden. Die Auflage dieser Blätter ist gegenwärtig auf <200 Exemplare gestiegen.
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UeberSlick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
■ Zst'L Euch von Nutzen, sagt Ihr, selbst zum Raube, Wir sind vereint', uns bindet ja der Glaube.
Frankfurt, dell 26. März. Die montenegrinische Angelegenheit, mit welcher wir uns schon mehrmals in unseren (Überblicken beschäftigt haben, hat, statt durch die Sendung des Grafen Leiningen beendigt zu werden, in der neuesten Zeit immer größere Dimensionen angenommen. Wir geben heute kurz eine Zusammenstellung der darauf bezüglichsten wichtigsten Thatsachen, um dann einige Betrachtung >anzustellen über _ die Hauptforderung des russischen Ultimatums : Die Anerkennung Montenegro's von Seiten der Pforte. Am 16. Februar reiste Graf Leiningen von Konstantinopel ab, am 28. kam Fürst Mentschikoff mit großem Gefolge dort an und legte im Ueberrock ' dem in reichster Galla versammelten Divan ein Ultimatum vor, welches von demselben verworfen wurde. Der Minister des Auswärtigen, Fuad Effendi, hat seine Entlassung eingereicht, der Kriegsminister ist abgesetzt worden, aber damit hat Mentschikoff sich nicht befriedigt erklärt und nun hat der Sultan den Beistand Englands und Frankreichs angerufen. Zufolge Nachrichten aus Triest vom f8. März hat der englische Geschäftsträger in Konstanlinopel, Oberst Rose, die englische Flotte unter Admiral Dund a s (6 Linienschiffe, 12 Fregatten und kleinere Schiffe) von Malta nach den griechischen Gewässern berufen, die französische Flotte ist von Toulon eben dahin ausgelaufen und die russische Flotte, mit 30,000 Mann besetzt, liegt segelfertig in Sebastopel. — Die Hauptforderung Rußlands im Ultimatum ist die Anerkennung Montenegro's als unabhängiger Staat (die Unabhängigkeit versteht sich, vorbehaltlich des russischen Schutzes). Darin liegt zunächst eine offenkundige harte Demüthigung der Pforte, denn Montenegro ist bis jetzt nur von Rußland anerkannt, eine Anerkennung eines abgerissenen Landes pflegt aber von Seiten des Reichs, zu dem es bisher gehörte,