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Vierte Beilage zu ^- 103. Dienstag, den 4. December 1832.

Bekanntmachungen.

Verordnung, die öffentlichen Röhr- und Pumpen-Brunnen betreffend.

1) Da die seitherige Erfahrung gezeigt hat, daß bei dem Gebrauch der öffentlichen Röhrbrunnen die Krahnen und deren Kugelstangen oft mißhandelt und beschädigt worden, so werden diejenigen, welche an den öffentlichen Röhrbrunnen Wasser holen, andurch auf# gefordert, die Krahnenstangen an ihren Kugeln langsam aufzuheben und nach dem Gebrauche ebenso wieder niederzulegen.

2) Haben diejenigen, welche an den Brunnen Gefäße auswaschen oder schwenken, das gebrauchte Wasser in die bei den Brunnen befindlichen Abtauchen-Oeffnungen oder bei de­ren Ermangelung sachte in die Flösser zu giesen, und nicht, wie öfters geschehen, umher zu schleudern, wodurch die Umgebungen und die Zugänge unrein gemacht, auch im Winter mit Eis bedeckt werden; aus gleichem Grunde sollen auch zur Vermeidung des Eises die Gefäße nicht früher von den Brunnen weggenommen werden, als bis die Ausgüsse jedes­mal zu laufen sufhören.

Die Dienstherrschaften werden ersucht, hiernach ihr Gesinde aufmerksam zu machen und anzuweisen; auch werden hiesige Bürger und Einwohner durch ihre Mit-Aufsicht gerne dazu behülflich seyn, daß dieser Verordnung, welche die Erhaltung einer allgemeinen nützlichen Anlage betrifft, gehörige Folge gegeben werde. Frankfurt, den 3. Dezbr. 1832.

________________Bau-Amt.

Diejenigen Werkmeister und sonstigen Lieferanten, welche für bereits gefertigte, ihnen von unterzogenem Amte aufgetragene Arbeiten mit ihren Rechnungen noch im Rückstände sind, werden andurch aufgefordert, solche alsbalden und um so gewisser einzureichen, als diejenigen, welche bis gegen Ende dieses Jahrs gegenwärtiger Aufforderung nicht Genüge geleistet, den ihnen erwachsenden Nachtheil sich selbsten zuzuschreiben habe«.

Frankfurt, den 3. Dezember 1832.

________—_____-______________ Bau - Amt.

Literarische Anzeige.

Das so eben versandte fünfte Heft der Wundermappe enthält die erste Lieferung der Kaiserstadt Wien, deren Ursprung und Geschichte. Die furchtbare Pest (1679) und die schreckliche Belagerung durch die Türken (1683) und Befreiung durch die Polen sind aus­führlich beschrieben. Die sehr gelungenen uud historisch beschriebenen Abbildungen sind: die Stephanskirche, Kanzel und Thurm, die Carlskirche, die Kirche zu Maria Stiegen, das neue Burgthor und die kaiserliche Burg, wie sie vor 400 Jahren war.

Das sechste Heft liefert sechs Ansichten von Berlin, nebst der Geschichte dieser Stadt; das siebente Heft enthält die Fortsetzung von Rom, mit sehr merkwürdigen Abbildungen und höchst interessanten historischen Beschreibungen, wie z. B. die ausführliche Geschichte der jetzt erwiesenen Vergiftung Clemens XIV. durch die Jesuiten, und die Aufhebung dieses Ordens rc.

Der SubscriptionspreiS ist 36 kr. oder 9 ggr. pr. Heft mit 6 Kupferstichen, oder 14 ff. rhein. für den Jahrgang von 24 Heften, mit 146 Kupferstichen und mindestens 70 Bogen deS interessantesten Textes. Im PränumerationöpreiS ist das Werk noch bedeutend billiger, nämlich 30 fr. oder 8 ggr. pr. Heft.

Frankftrrt a. M>, im Dezember 1832.

DaS BerlagSmagazi« für Literatur und Kunst, großer Hirschgrab en Lit. F No. 58.