Jnttlltgtnz. Blatt
btt freien Stadt Frankfurt.
(Erpeditions-Comtoir auf dem kleinen Hirschgraben Lit. F. No. 77.)
No. 9. Dienstag, den 29. Januar 1828.
Verordnungen der Verwaltungs- und Justiz-Behörden.
Nachdem von Seiten des hiesigen Leinenwcbcr-Handwerks beschwerende Anzeige von ihm« durch andere unter fremder Herrschaft wohnende Leineweber beschehendem Nah- rungsadbruch gemacht, und die zum Schutze ihrer Nahrung früher erlassenen gesetzlichen Stimmungen aufs Neue in Erinnerung zu bringen gebeten worden, so wird andurch unter ausdrücklichem Bezug auf die bereits mehrmalen erneuerte Verordnung vom 18. März 1728 die Verfügung der hochverehrlichen Nathsverordnuug vom 20. März 1804, verbis
„daß NUN und binführo den fremden Leinewebern Garn aus hiesiger Stadt zu kaufen oder abzuholen, um davon ffür hiesige Bürgerund Einwohner Tuch um den Lohn zu machen, oder dergleichen Hausmachentuch oder blau und weiß gewürfelte Leinwand zum Verkauf in hiesige Stadt zu bringen, zwischen den Messen allerdings, und zwar beides bei Verlust oder Confiscation der Waare verboten, den hiesigen Bürgern und Einwohnern auch nicht erlaubt sey« solle, dergleichen zwischen den Messen verbotene Leinwand von den benachbarte« fremden Leinwebern in die Stadt hereinkommen zu lassen" zu jedermanns Nachricht aufs neue öffentlich bekannt gemacht, damit sich ein jeder vor und Nachtheil bewahren möge. Frankfurt den 18. Januar 1828.
Stadt - Canzley.
Bekanntmachungen auswärtiger Behörden.
Mittwoch den 30. Januar laufenden Jahrs, wird im Offenbacher Forst buchen, birken, «wen, gemischt und kiefern Klafkerholz, sodann Stockbolz versteigert. Die Zusammen« W ist Morgens um 9 Uhr auf der von hier nach Offenbach ziehenden Chaussee an der BLdtnhauser Straße. Sprendlingen den 21. Januar 1828.
Fürstl. Jsenburgische Forstreccptur Dreyeich.
Stockhausen.
Privat - Bekanntmachungen.
Der Handlungs Addreßkalender von Frankfurt für 1828, welcher außer Mem bekannten Inhalt, den jetzigen Abgang und die Ankunft der Brief- fahrenden Posten enthalt, ist so eben erschienen und bey J. P. Streng, ^chgasse I. 185, für 36 kr. zu haben.