Fuldaer
murmelte sie von Neuem, und - * • " . Es
Ue6er ein Jahr war* vergangen, seitdem der §-auire und Lady Janthe von ihrer Neye zurück- XL t mar(n Alles ging wieder seinen gewohnten Zang s° daß man sich nur schwer vocstellen konnte,
Ansprache Sr. Heiligkert Papst Leo's XIII.
an das Kardinal-Kollegium bei Wiederkehr seines Krönungstages (3. März).
Mit den Gefühlen lebhaftester Genugthuung empfangen Wir die Glückwünsche, welche Sie, Herr Kardinal, jm Namen des heiligen Kollegiums Uns aussprachen Unsererseits möchten Wir in Erwiderung derselben bei Ge- leqenheit dieses Jahrgedächtnisses dem Kollegium Unsere volle Zufriedenheit ausdrücken für die Uns m der schwierigen Leitung der Kirche gewährte weise und ausdauernde Unterstützung. In Wahrheit, diese Leitung ist für Unsere schwachen Kräfte eine so schreckliche Bürde, daß Wir sehr lebhaft das Bedürfniß nach himmlischer und menschlicher Hülfe fühlen, damit Wir ihr nicht unterliegen Wenn Wir nach sieben Jahren des Pontifikates di- Wichtigkeit Unseres Amtes und die schweren dornenvollen Pflichten, die es Uns auferlegt, erwägen, so wird Unsere Seele mit Bangen erfüllt, aerade so wie am ersten Tage, wo Wir Uns dem schwierigen Amte unterzogen. Doch, um offen zu sprechen, nicht so sehr die täglichen Sorgen und unaufhörlichen Mühen sind es, welche Uns Schrecken einflößen: der erhabene Zweck, der durch sie erreicht werden soll, und dre Hülfe Desjenigen, dessen Stell- Wir, obgleich unwürdig, vertreten, machen Uns die Last leicht und süß es find I auch nicht die Wuthausbrüche, die Beleidigung-», die Drohungen, denen Wir beständig ausgesetzt find von Seiten einer zügellosen boshaften Presse; denn Wir wissen, wie Unser göttlicher Meister hinieden behandelt worden ist; und bei der Erinnerung daran erscheint Uns alles, was den Charakter einer Beleidigung Unserer Person an sich trägt, erträglich und sogar ruhmvoll. Aber was Uns tief betrübt, das ist, sehen zu müssen, wie in vielen Landern und bei vielen Völkern die Kirche verkannt, ihre heiligsten und wohlthätigsten Institutionen gelästert, ihre friedliche Mission bekämpft, ihre Macht geschmälert, ihre Wohlthaten zurückqewiesen werden, und das in unserer Zeit, m welcher das wahre Wohl der Gesellschaft, wenn es überhaupt zu erhoffen ist, vorzugsweise von der Kirche erwartet "-'Uu 'nuß tz un;ere-velruonitz aufs höchste
di- Laa in welche man hi« in Rom den Statt- ^ii-e Cbristi versetzt hat und die um so schwieriger wird, Halter Chnti . freiltcb nicht an Solchen,
äESgäS alle Verfolgungen Ä st- wohl
C'Ä «Ä XXJSÄÖ —... i»'
X Die Tochter des Aristokraten.
(22. Fortsetzung.)
melck' schwerer Schlag Lord Carre bedroht hatte. Te? einzige sichtbare Unterschied war dre Anwesen- heit des Squire und der große Luxus, derrnder Abtei entfaltet wurde. Um diese Zett wußte man in der aanzen Grafschaft, in welchen Beziehungen Ld- z°2 m» ch--m ®««-n l<«?. D>- *• meine Aiisickt war, Lady Janthe habe nach Gew und der Squire um der aristokratischen Verbindung raly"it Beginns er Saison begab sich Bormann mit feiner jungen Gattin nach London und Lady ^antb! aal! bald als die tonangebende Schone des Tages; ihr Haus war das populäre m der nrofeen City Für Hermann war es ein kleine
ni* liebte doch gegen alle An ern ebemo gle ch 3?Ä»‘ 91* Mn nW 9<fW
»A. und « frappirte chn. talf«« ® seinen Erfolg erfreut war. 9 er fuchte
xstz die Saison beendet war, kehrten sie ch
Croombe zurück. Jetzt sing er «n die Hoffnung aufzugeben. Die vornehme Gleichgültigkeit feiner Gattin wurde ihm unerträglich.
Ladu Janthe verbrachte viele Zeit bei ih-em Valet Mr sie unterhielt sich mit Büchern, Musik unb der Pflege ihrer Blumen. In gewisser Weise war sie stets freundlich gegen ihren Gatten, dessen Autorität sie überall zur Geltung kommen ließ. Auf Lord Carre's ausdrücklichen Wunsch wurde Hermann als Herr des Hauses behandelt. Seine Stellung war eme beneidenswerthe, aber sein He z lehnte sich nach der Liebe, die nicht kommen wollte. Di-Fi-M. die er i- **5«*?* ib i niemals lieben lernen. Sie hatte kein H-.rz , sie war zu stolz, zu hochmüthig, um etwas anderes ru lieben als ihr eigenes Selbst und ihren alten Namen. Diese schmerzliche Gewißheit drängte sich ihm endlich auf. Ec bedauerte nicht,, was er gethan, um ihretwillen wäre ihm kein ^pser zu groß gewesen' aber sein Mannesstolz emPmtesichgegen
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-u den Thoren Unseres apostolischen Palastes vorzudrmgen, daß sie nicht auch noch in diesen eindringen? Hat man nicht schon vor einiger Zeit diese Absicht kundgeg«ben, in- dem man wilde Drohungen gegen dies Unser friedliches ^^Äber wenn auch nichts derartiges geschehen sollte, wo ist die volle Freiheit des Papstes in der Regierung der Kirche f Es ist in frischer Erinnerung, was man gegen d,e Propaganda gethan, und damit gegen die Unabhängigkeit der apostolischen Gewalt und des apostolischen Amtes in einer Sache, welche die Interessen des Glaubens und der Seelen in der ganzen Welt auf's Innigste berührt. Was sollen Wir von Unser» Bischofs Ernennungen für erledigte Sitze sagen, die in Folge durchaus unbegründeter, angemaßter Rechte zum Nachtheile vieler Kirchen Italiens entweder gar nicht ausgeführt werden oder -men ungerechtfertigten Aufschub erleiden? ,
Endlich liegt es nicht ein Mal in dieser Unserer Stadt Rom in Unserer Macht, dem eindringenden Irrglauben die Thore iu schließen. Wir können weder die Verbreitung falscher und got loser Lehren hindern, noch Gesetze, welche offenbar gegen die Glaubenswahrheiten uud die Lehren der Kirche verstoßen. Kann, so fragen Wir stden rechtlich denkenden Menschen, ein solcher Zustamd em dauerhafter und regelrechter genannt werden? Geziemt sich dieser Zustand für den obersten Hiretn der ganzen katholischen Welt, für die Macht, die ihm von Jesus Christus ub-r- traaen worden ist, oder für die Würde des apostolischen Stuhles? Gewiß nicht! Wir können ihn dulden, aber wie lange er auch dauern mag, weder Wir noch einer Unserer Nachfolger kann ihn jemals, koste es auch noch so viele Opfer, anerkennen und besiegeln. Es handelt sich um das, was das Leben und die Kraft der Kirche ausmacht: um die Unabhängigkeit und Freihest ihrer höchsten Gewalt, für welche die römischen Papste, auf Gott vertrauend und stark durch den Muth, Den das Bewußtsein der Pflichterfüllung -inflößt, gekämpft haben, sogar gegen die gewaltigsten Mächte der Erde, und sie haben “'so* rooäen auch Wir, entschlossen, wie am ersten Tage
W-ae zu wandeln, den Wir noch zu machen haben. 2» r werden unabtässig nach Unfern Kräften der W-lt, ihrem Verderben entgegen geht,. di« kostbaren LEWMM d-m^M^KollZum und allen Anwesenden den apostolischen Segen.
Deutsches Reich.
Berlin, 8. Marz.
• Das Abgeordnetenhaus genehmigte I gestern runächstin dritter Lesung die Novelle zum
Reblausgesetze und den Gesetzentwurf betreffend die Veräußerung von Trennstücken und tr at sodann in die erste Berathung der Kreis- und Pro- vinzialordnung für Hessen-Nassau. Die Vorlage fand auf der rechten Seite des Hauses und bei den Nationalliberalen eine freundliche Aufnahme, während die Deutschfreisinnigen, Abgg. Wirth (Landesdirektor a. D. in Wiesbaden) und Dr. Hänel dieselbe lebhaft bekämpften und namentlich gegen die engere Verbindung zwischen Hessen und Nassau ihre Bedenken richteten. Die Abge- ordneten Schreiber (Marburg), Barth, Dr. Ennec- cerus und Dr. Gneist bekundeten ihr Emverstand- niß mit den wesentlichen Grundzügen des Entwurfes und gaben der Erwartung Ausdruck, daß über Einzelheiten in der Kommission eine Verständigung erzielt werden möge. Abg. Althaus hob insbesondere die Verdienste der Ritterschaft in der bisherigen kommunalen Verwaltung dieser Landestheile hervor und plaibirte für Beibehaltung der Virilstimmen in den Kommunallandtagen. Die Angriffe des Abg. Dr. Hänel gegen die Vorlage veranlaßten den Minister v. Puttkamer zu einer energischen Abwehr und zur Vertheidrgung derselben unter besonderer Betonung der Nothwendigkeit, die Verwaltungsreform auf alle Provinzen auszudehnen. Die Vorlage wurde schließlich einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen, womit die heutige Tagesordnung erledigt war.
♦ Dem Abgeordnetenhause ist ein Gesetzentwurf zugegangen, welcher den Hinterbliebenen beiden erwerbsunfähigen Kindern des am 13. Januar —cv-f:-;lnrr'1Ä" i“1 ucr'cr.äe jährliche Rente von je 2745 Mark aus Staats-
^Reichstage wurde gestern die dritte Berathung des Reichshaushaltsetats zu cnbe ge« fübit und damit die Etatsberathung definitiv be- enbia't Aus der Debatte ist nur hervorzuheben, d"ß der Abg. Dr. L in gen s warm für die Sonn- taasruhe im Post-, Telegraphen- und E if en b a hn d i eu st eintrat, während S^atsfekre- tair Dr. Stephan ausführte daß im Wege der Einzelbestimmung schon fetzt den Post- und Tel graphenbeamten alle mit den Steffen d S Ve tebres zu vereinbarenden Erleichterungen gewahrt Sn' W- P°» * « °7,
Verkehrsinteressen rechnen, und so lange Nicht
Ein tiefer Seufzer, der fast roü ein Stöhnen flana tarn von feinen Sippen, eie neigte sich nochg'tiefer und das zerquetschte Aestchen fiel aus ihrer Hand auf feine Brust.
Der Arme!" murmelte berührte in plötzlichem Impuls fein Haar „sie Mal daß sie freiwillig m seiner Mhe weilte. Ocffnete sich ihm das Paradies in
P?Mch"beivegte er sich im Schlaf und fie eilte Srtnnn ^br Gesicht glühte, bei dem Gedanken, er könne sie hier finden. Sie verließ das Zimmer, er könne n y mit bein ungewiffen
Gefühl ihrer Anwesenheit. Er sah noch die Falten ^res weißen Kleides, als sie die Thure hinter sich schloß, und er sand den zerdrückten Zweig auf seiner Brust. ,
Montag, den 9. März