"' Mittwoch, bett 17. Dezember
Fuldaer
nt t 6 s
wert.)
5b)
AMand gehört nicht zu den Unmöglichkeiten und zu alledem stehen die russischen Vorposten m den
_______ wu icuiwwvy* -----' t • K* c x A - ist nun einmal in den meisten Fragen p olitis cher Natur nicht anders. Politik ist immer eine Art
lich gewählt. England ist in Egypten engagirt; I ^d ^Verfehltes erachten,
Ä”b”8#rt -» I ^Xl-iion 'im'®*""«* auch hi-- »M d--
zu alledem stehen die russischen Vorposten mden P roagt — der nichts gewinnt.
Nordpästen de« Hymalaya. Auch die |WtlW • ® $ hoffen und wünschen, gdaß
_ . . - -u, und Nach. I «taMgg n^e|lte6uyw „glücken" mögen...
Sunb&t, unser Freund und Nach- bar, die französische Republik, steckt m großen Nöthen. Auf Madagaskar leisten die Howas deren leitende Staatsmänner bekanntlich nn vorigen Jahre die europäischen Höfe besucht haben, der französischen Invasion verzweifelten Widerstand. In Chma liegen die Dinge für die Herren an der^ Seme ziemlich faul. Die Chinesen denken, sie könnten eS abwarten, und sie haben Recht; denn Frankreich ist eigentlich nicht in der Lage, ihnen einen tobt lichen Streich zu versetzen wenn es nicht seme Finanzen ruiniren und sich m Europa kampsu fähig machen will. Bei der großen Freundschaft, welche wir in jüngster Zeit für Frankrelchempsin» den, thut uns das natürlich ungeheuer leid ehr bekümmert sind wir auch darüber, daß di-^ beiden größten Seemächte einander entfremdet sind und sich gegenseitig in Schach halten. Wrr sind nicht in der Lage, zu beurteilen, inwieweit die derzeitige politische Situation, welche für eine at we, deutsche Kolonialpolitik so überaus günstig ist, durch den Fürsten Bismarck herbeigefuhrt worden ist. Co viel dürfte aber auch dem Unterthanenverstand klar fein daß er dieselbe im Jnteresie des deutschen Vaterlandes äuszunützen versteht.
Wir sind weder abgesagte Gegner nach überschwängliche Labredner der Kvlonialpvlitrk, wir wünschen aber, daß dieselbe zum Hecke^unseres Vaterlandes ausschlage und zur Hebung des nat v nalen Wohlstandes beitrage. Es ist auch unser Wunsch, daß die deutsche Volksvertretung die mit derselben im Zusammenhangs stehenbenVoilagen in diesem Sinne aufnehme und einer möglichst ob jektiven Piüfung unterziehe. Wir muthen ihr aller- Dings nicht zu, daß sie, wie die nativnallibera Partei, Alles unbesehen annehme oder wie dre nationalliberale Presse, vor Freude Rad schlage wenn ein deutsches Kriegsschiff irgendwo em paar Morgen Sandboden für deutsches Eigenthum erklärt hat. Daß es natürlich, wie bei anderen Parteien, so auch unter den Anhängern des Centrum« Männer gibt, welche die deutschen Kolonialbestre-
[06 zu dem Geliebten erhebend. Es war Pierr- Renard, welcher das sagte, nicht ich.
„Es war kein Unfall?" . ,
Nein. Pierre Renard und Felice trafen mich auf" dem Wege nach dem Haufe. ES war Jemand bei mir — derselbe Mann, den ich schon früher einmal in Clyffebonrne sah."
Der Graf wurde ernst, aber die Augen, die den seinigen begegneten, blickten offen unö ehrlich zu t$m n)eüere Erklärung geben,
Alfred - fuhr das Mädchen mit zitternder Stimme fort. "„Ich kann nicht erwarten, daß Du mir noch länger vertrauen wirst." _
Ich vertraue Dir, Alexa; aber eS wurde bester sein wenn Du Dich mir offenbaren wurdest. 3d) fürchte, irgend ein Nichtswürdiger hat sich Dir auf- gedrängt, den Du vielleicht zufällig aus der Reffe kennen lerntest, Dein Vater ist ;u roeit entfernt, als daß Du Dich um Rath und Schutz an ihn wenden könntest; deshalb bitte ich Dich, entweder Lady Wolga oder mir Alles anzuvertrauen. Heber» lege Dir die Sache diese Nacht, Geliebte und be- denke, daß der Rath Derjenigen, welche die Welt bester kennen als Du, Dich vor Ungemach bewah- reu wird."
bewog die Lady, das Mädchen in ihre Arme zu schließen und sie wieder und wieder zu küssen.
c>ch will Ihnen vertrauen, mein Kind, sagte sie "leise. „Sie rnüsten nächste Woche wieder zu mir kommen und mit mir nach^ London gehen
Sie begleitete Alexa bis zur Thur und sah ne einsteiqen, über welche Bevorzugungen Lady Mar - Ham sehr entrüstet war. Der junge Graf half Al-ra auf ihren Platz mit einer Zärtlichkeit und ÄÄ Se n. S« b-, M-„m. zeigte sich freundlicher als sonst und erkundigte sich nach ihren Verletzungen.
Ich bin nicht verwundet," antwortete Asi^a.
Der Wagen rollte fort und Alexa lehnte sich »n die Polster zurück und schloß die Augen um allen etwaigen Fragen auszuweichen; aber LordKlng« court, welcher während ganM Fahrt ihre f>anv hielt, wußte, daß sie nicht schlief.
Als sie die große Halle in Mont Heron wieder bettaten waren Lord KingScourt und Alexa e.nen Augenblick allein, denn der Marquis begab sich fogsiich in die Biblioihek und^Mrs Jng<stre m das Wohnzimmer. Da fragte bet Graf zum elften Male, wie der Unfall sich zugetragen habe.
Ich habe nicht gesagt, daß em Unfall itattge- funben hat," antwortete Alexa, ihre Augen furcht»
* Zur deutschen Kolonial-Politik.
Was Bismarck auf dem Gebiete der auswärtigen Politik angreift, das hat in der Regel Hand und Fuß. Es war daher auch vorauszusehen, daß, als der Reichskanzler mit der Erwerbung von Kolonialbesitz voranging, der Flug des deutschen Adlers in Kamerun und Angra Pequena Nicht ab» geschlossen sein, sondern, daß man auch in anderen Gegenden die deutsche Flagge entfalten werde.
Die Nationalliberalen haben feiner Zeit ob des Besitzes der Sümpfe am Kamerun und der Steinwüste bei der Walsischbay vor Freude Rad geschlagen, was werden die Herren erst anfangen, ioenn der ganze, nicht unbeträchtliche Umfang der bereits vollzogenen ober im Vollzüge begriffenen Kolonialerwerbungen bekannt wird? Denn dre deutsche Reichsregierung hat Nicht allem in West» afrika, sondern auch im Osten des »dunkeln Crd» theils tüchtig zugegriffen und einenTheilder Kulte nördlich von Port »Rat al und östlich vom Transvaalland unter ihren Schutz genommen, um von hier aus den Boeren die Hand zu reichen. Ob Deutschland das Protektorat Über Zanzibar wirklich übernommen, ist noch nicht aufgeklart, sicher dürfte aber die von französischen Blattern gebrachte Nachricht sein, daß Deutschland Scheik»Said welches auf der Südspitze der arabischen Halbinsel am Rothen Meere liegt und als das Gibraltar deffelben gilt, von einer Marseiller Rhedergesellschaft um den Preis von 4 Millionen erworben hat. Außerdem verlautet offiziös, daß deutsche Kriegsschiffe in der Südsee, auf Neil-Irland, Neu- Britannien und an der Nordost-Kiffte von N e u- Guinea Kolonialerwerbungen gemacht batten. C6 fehlt natürlich einstweilen jedweder Maßstab den ■j«crtb dieser Gebiete abzuschätzen, darauf kommt es auch in erster Linie gar nicht an. Uns inter» efsirt am meisten die nickt mehr zu verhehlend Thatsache, daß unsere Koloinalpolitik ihre Spitze in höchst empfindlicher Weise gegen England kehrt. Deutschlands Auftreten auf der Londoner Konferenz, die Drei-Kaiser.Zusammenkun t m Skier» niewicze, die Transaktionen mit ven afrikanffchen Boeren, die Kongo Konferenz, das Alles sind Schach» züge eines Meisters, der Jahre hat vorubergehen und die Frucht reif werden lasten, bevor er sie pflückte.
Der Augenblick ist auch, um Deutschland ru die Reihe der Kolonialinächte einzuführen, glv
oder
Auf dunklen Wegen.
Roman von 6. Wagner.
Fch muß gehen, Lady Wolga," sagte sie, und ihre Angst und Unruhe nahmen zu, al» einige andere Gäste aus dem Salon in bleHallekamen. „Bitte, halten Sie mich nicht zuruck. Ich suhle mich ganz wohl." . «
Wir wollen Alexa gut pflegen in Mont Heron, Lady Wolga," sagte Mrs. Jngestre. „Sie können mir Miß Strange ohne Sorge anvertrauen.
„Miß Strange mag thun, was ihr am besten sckeint," erklärte Lady Wolga. „Wenn sie darauf besteht, zu gehen, will ich sie nicht zuruckhalten, ich werbe aber morgen früh hinüberschicken, um mich nach ihrem Befinden erkundigen zu lassen. Sie misten, Alexa," fügte sie zu dieser gewendet in ernstem Tone hinzu, „daß ich Sie lieber hier behalten würde. Nach einem solchen Unfall sollten Sie die lange Fahrt nicht unternehmen."
„Ich muß gehen," erwiderte Alexa bestimmt.
Lady Wolga nötigte sie, nicht länger zu bleiben. Sie begleitete Alexa nach Dem Garderobenffinmer. Alexa's trauriger Blick im Augenblick des Abschieds
Deutsches Reich.
Berlin, 16. Dezember.
* Der Reichstag fetzte heute die Berathung des Etats für das Auswärtige Amt fort. Eine längere Diskussion knüpfte sich zunächst an die Etatsposition für ein neu zu errichtendes G e n e r a i» konfulatinKapstabt. Die Budgetkommffsiou empfiehlt die Einrichtung eines Konsulats und eine Dotation für den Konsul im Betrage von 16,000 Mark während im Etat das Gehalt de« Generalkonsuls mit 24,000 Mk. angesetzt worden ,st. Abg. Dr. Windthorst erklärte, daß das Centrum beschlosten habe, überall der Kommission zu folgen, wenn aber erhebliche neue Momente f)en)ortreten sollten, werde er in der dritten Lesung sein Votum ändern. Fürst Bismarck welcher der Debatte zum Theil beiwohnte, griff in dieselbe nicht em. Bei der Abstimmung wurde der Antrag der Bub- getkommission mit 132 gegen 124 Stimmen an» g"» Di'?Bubget-Kommission lehnte den Neu- bau einer Kaserne in Kassel ab.
• Seitens der Staatsregierung sind, der.Magdeb. q - zufolge, hohe Beamten nach Zuckerfabriken und Zuckerabfertigungsstellen gesandt war- den, um sich in verschiedenen Provinzen an Ort und Stelle von der Sage und den Verhaltmsten der Zuckergewerbthätigkeit zu überzeugen ur.b über die Wahrnehmungen zu berichten.
* Die zur Berathung des Antrages Grillen» berger-Kayser auf Abänderung des Kranken» kassen-Gesetzes niedergesetzte Kommission hat bekanntlich eine Aenderung des Krankenkassen» Gesetzes dahin beschlosten, baß die Mitglieber em aeschriebener Hilfskasten, welche ihre Statuten eingereicht haben, bis zum 1. Juli 188a tn jebem Augenblick, sobalb bie Genehmigung de» Statuts I erfolgt ist, aus den Zwangskasten m die freien
Inserate: Die einspaltig« Zeile oder d-ren Raum io