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Dienstag, den 9. Dezember
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DiL,.Mnber^fung7 des .Preußischen Land- t-flg öS soy WU IS. Januar in Aussicht genow MN M Mn. sprM ffon neuen GteMgesetzen,
* Schutz der Arbeiter familie.
„Ob dem Arbeiter auch noch Zeit und Stimmung bleibt, den Kindern ein Erzieher, der Familie Haupt und Stütze zu sein, davon hängt größtentheils der Segen ab, welchen die Arbeiter dem Lande bringen." „Das ist aber bei allzu langer Arbeit nicht möglich. Selbst beim besten Willen werden die Pflege der häuslichen Verhältnisie, die Pflichten des Familienvaters vernachlässigt." Das sind die hochherzigen Gesichtspunkte, welche die Motive des Schweizer Gesetzentwurfes, betreffend die Einführung des elfstündigen Maximal-Arbeitstages, an die Spitze stellen. Das sind auch entscheidende Gesichtspunkte für die Beurtheilung der Sonntagrarbeit und der Arbeit verheiratheter Frauen.
Das Familienleben in unseren Jndustrie-Centren ist, so schreibt der Abgeordnete Hitze, in bedenklichem Niedergang begriff-n. Wer offene Augen hat, kann sich dem nicht verschließen. Die Autorität der Eltern ist schwer erschüttert, der feste Zusammenhalt zwischen Eltern und Kindern ist gelockert, die geschwisterliche Liebe vielfach erkaltet. Der häusliche Herd hat feine Zugkraft verloren, das Familienleben entbehrt der Festigkeit und der Wärme. Ja oft genug ist das Heim nur mehr Kosthaus und Schlafstätte, die Frau und Mutter ist fast nur die Wirthschafterin von Vater und Kindern, Pietät und Liebe sind erstorbene Gefühle.
Die Gründe dieser traurigen Erscheinung sind mannigfach. Theils liegen sie im Zuge der modernen Zeit, theils sind sie mit den Verhältniffen der Fabrik gegeben. Vor Allem wird in dieser Beziehung die Trennung von Familie und Arbeitsstätte verhängnißvoll. Während der Handwerker und Bauer in eigener Werkstätte, auf eigener Scholle in und mit der Familie arbeitet, verlassen in der Arbeiterfamilie Vater, Söhne und Töchter Morgens das Haus, überlassen der Mutter allein die Sorgen des Hauses und sehen sich den ganzen Tag kaum mehr, höchstens Mittags auf kurze Zeit. Vielleicht muß der Vater des Morgens um 6 Uhr schon in der Fabrik sein; Abends vor 8 oder 9 Uhr kommt er nicht nach Hause, schwer ermüdet von der Arbeit. Während der ganzen Woche bekommt er seine Kinder kaum zu sehen. Wenn ihm nun noch der Sonntag genommen wird, wo bleibt da das Familienleben? Braucht man sich da zu verwundern, wenn er, aufgebracht über solche
„Tyrannei", Sozialdemokrat wird ?! Und wie wird es mit dem häuslichen Sinne und der Erziehung eines Mädchens werden, das tagtäglich 13—14 Stunden an die Fabrik gefesselt ist; wird dasselbe noch Lust haben, mit Hand anznlegen, um die Mutter in den Hausarbeiten zu unterstützen? Und wenn dasselbe während 6 Tagen keine Hand rührt im häuslichen Berufe, dann wird es am siebenten auch nicht anders werden. Gewiß ist der Mann aber zu bedauern, der mit einem solchen, dem häuslichen Berufe völlig entfremdeten Mädchen eine Familie gründet.
Und was wird nun erst aus der Familie, wenn die Mutter selbst zur Fabrik geht? Wo bleiben Ordnung und Reinlichkeit? Wer flickt und stopft die zerrissenen Kleider und Strümpfe? Wer sorgt für ein behagliches Heim, wenn der Mann müde von der Arbeit kommt? Der Herd ist kalt, Schmutz und Unordnung umgibt den Müden; anstatt eines warmen Essens wird ihm höchstens Brod und Käse aufgetischt. Was Wunder, wenn er lieber das behagliche Wirthshaus aufsucht.
Sollen wir noch die Zustände schildern, wenn kleine Kinder schutzlos und ohne Aufsicht sich selbst überlassen bleiben? Vielleicht ist es ein Mädchen von 8, 9 oder 12 Jahren, dem die Sorge obliegt, die kleineren Geschwister anzukleiden und zu waschen! Und wie steht es mit dem Säugling in der Wiege?
Vielleicht werden die Kinder fremden Personen gegen kleine Vergütung in Pflege und Verwahrung gegeben. Aber welcher Art ist diese? Uns sind Beispiele genug bekannt, wo Mann und Frau in die Fabrik gehen, im Witthrhaus essen und Hitz Kinder in Pflege geben. Ist das nicht die volle Auflösung des Familienlebens? Dürfen wir solchen Zuständen gegenüber die Hände in den SchoostldgÄr?
Manche Fabriken haben sogenannte „Krippen^ zur Unterbringung der Säuglinge und kleineren Kin» der eingerichtet und lassen sich dafür ein Patent auf „Humanität" geben. Auch auf M Hyqieins- Ausstellung in Berlin 1884 „glänzte" u »ine Mond durch eine solche Musteranstalt. Jüngst wurde: noch ein Wohlthäter in der Presse gestiert, .bet" -eine große Summe für eine solche Anstatt gespendet hatte. Wir nennen das Verirrungen der Moderiten Humanität. Gewiß erfennenj^BiE*K:ÄgHt«F^®*«=’ len an, gewiß mag es ein Palliattvtmttel, 1 gegenüber gegebenen traurigen Zuständen seinz.Kh« war» vergesse doch nicht, daß diese.Anstaltenbas Uebel
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nur verallgemeinern. Bestehst ffplche-AnstsÜeuj dann glauben alle Arbeiter-FraMN, sich ihm hmÄs lichen Sorgen auf Kosten dieser AnstalteNentledigen zu dürfen. Alle Frauen । wollen: sich"-die Groschen verdienen, und was bisher Ausnahme. rotyo-, iwirh Regel. Ja, die Erleichtenyrgder häuslichen Sotf gen reizt wieder zu leichtsinnigen Frtch-HtirathiUi so daß die „Wohlthat".di.LKmnkheit ngplyLkewiA Daß er ein krankhafter Zustand ist,rveM.die,Ruti' ter dem Gewerbe nachgeht Md ihre McherM piiM Anstalt in Pflege gibt *ii und Mqsn auK, Ditt> konissinnen oder Schwtstrrn die-Pßstgerimren sM — sollte doch kSiueS::Bsweists. bedürfen: Jfa
Ebenso hatten .wir es für eine Vepirrttng, wem Kinder-Bewahransialten dst Kistder dengauM Tag in Verwahr,.nehmeu und^ sogar Mttagesstn. gratis geben, wenn sogemumte HK nab euch owtk." dir schulpflichtigSr KnabeisMerädie ^Schulstunde» hinaus durch SM Mist ArM: beschäftigen Md atß Höhepunkt -der Wohlthäügkeit « betrachten,! roemt durch WohlthätigkeitS-SOpen den Eltern auch noch die NahoingSsorge abgenommen wird. Solche.Ast» statt« solle» den Äbstrn /chie Sorgen <: erleichtern- aber nicht-rrkmehmMl Ksuder-Bewahranstatten sol» lentzbie Kinder MttttigS mach Hause entlassen/ bad mit dstse mit -We«o und Geschwistern; zusammen essen ; ^ebchja-Men Mevatzsn hhoß für solche« Ms Dinglich sein-: iwelche zu sntstrnk wohnen, um.in ihren Familien zu essen, aber die feine Familie Huben; Ko sollen «der nicht den Familientisch abläsen, ff Wohin komme»: wir noch i iKripp«, Kleinkindpra BeWahrichule, Knabenhott, Menage, LogirhauS .— das älles'sind Etappen zum PHMnstvre desüsozia, Wischen Zukunftsstaates. Rein, auf jdiestm Wege liegt..die Besserung unserer sozialen Zustände nicht, Alle Fortschritte der Technik waren bis heute mit einem sittlichen Rückschritt unseres Volkslebens ver, bttnbett. England hak-dieseGefahr längst, erkannt utti seitz". Jahren durch .seine Gesetzgebung W kämstst. Dem-Kmn nur chbgeholfen werde» durch Bert» otider Arbeit verheiratheter Fr- uni und der Einführung einer Ma xi ma l - Arb e its - zeit.>:chs!!li ssMm) .rr rwMUjirLLrLstrsjoWr.
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oder
Auf dunklen Wegen.
Roman von 8. Wagner.
Ungeachtet der Ereignisse des Tages, ihrer Unterredung mit dem Geliebten, ihres Begegnens mit zwei Männern, die möglicherweise den Mord verübt haben konnten, wegen dessen ihr Vater zum Tode verurtheilt worden war — schlief Alexa doch bald ein, nachdem sie sich niedergelegt hatte. Die Schlaflosigkeit in der vergangenen Nacht und die Aufregung des vorhergehenden Abends hatten sie so abgespannt, daß sich ihre Gedanken nicht mit den Erlebnissen dieses Tages beschäftigen konnten.
Am andern Morgen nach dem Frühstück bat Mrs. Jngestre den jungen Grafen, Alex« die Sehenswürdigkeiten des Schlosses zu zeigen, da sie heftigen Kopfwehes halber nicht im Stande fei, als Führerin zu dienen. Es bedarf wohl kaum erwähnt zu werden, daß Lord Kingscourt sich mit Freuden dieser Aufgabe unterzog.
Die Ruinen bestanden in einem Theile des Schlosses, welcher Jahrhunderte älter war, als der jetzt in Benutzung stehende Theil. Die schmalen, spitz zulaufenden Fensteröffnungen, die massiven
Mauern und Zinnen'; i z»m größten Theil - mit Epheu überrankt, der große- vierÄkge Thurm, stellten ein malerisches: Gckizes bat, welches zwat noch stark genug; aber'nicht Mehr bewohnbar war unb hoch einen- großen historischen WerlhrLesaß, daß man eS-»lS'eiijciBsrbrechtn^ü)ürdk'angeschen haben, hätMmatt' es zerstören «ollen. 1Ä r i
Hier waren > große Zimmer- mit Fußböden-: vast SteinplattSn^isMgs'Kvrtidove - uildZgrotzs Halle«, aber auch kkskte dumpfe," lüft-und lichtlose Zellen, welche in sttte» Zettest als- Kerker- gedient hatten. An dieft Auitten stieß unmittelbar-, die Kapelle, welche noch vör nich-Äanger -Zett -benutzt worden war und drshaM in noch besserem 1 Zustande sich befand/ss rnu .rrmmiZ n;.f ni snvmp pni:, dnu
Lord Klntzscvuvk führte Alexa durch das-Schiff der Kchielltz-zstbem- Altar; ein- «sthstes- Krmstwerk altev Hs^schMtzsrei.n'-chsüsib ich vm , -mach
IJü" Mem Kriege vor mehreren Ändert Jahren," fogte GM: t r;ats die MonchMn» • der SÄ le- bet« Besiegten-waren, -wurde ein Marquis tton MönHiirstzottl die Acht erklärt uud -ear Preis auf feilt Haupt gesetzt.- Em - Trupp Soldaten kam hierWs^MN ihn--verhaften,--Sie ver» scha'fftien -' -sichf' durch'- List:Ei»g<«g,' besetzten -alle AWgätige üNd-'sotdertew deuMÄquis auf, fich.xu
etgeben; Er stntkam iniMse Kapelle :und. inffder Nähe dieses: Wtars verschwand' er sozusagen t)($ dem -Angettlssemer Verfolget, Es "wurde Alles durchsucht und tagelang die Kaptzlle bewachtss aber vergebens, i Dex Mgrqms blieb Mcmate lang per» sch wunden, iss Der Krieg nahm . eine, andere Wsg» düng'. Die: Partei, zu welch« die Monthero» gehörten; .gewann. dieDberhand, und eines kam- der Marquis aus dieser Kapelle gefti. d und Mftig wie: immerpj zurückö;, Er hatte siry sie ganze Mt über i« einem gcheimen Versteck in düser Kapelle ÄufMhalten." i ■ ...-tpÄ -m a::lL di-i;,KennstD» diesesgehettne Versteck?" fragte Alexg.
Menumd kennt es ---^Nicht emaal der fttzige Marquis.-. Die? Ktznntniß dieses Verstecks Zwar;«« Gicheimniß, - welches sich-, vom Bater auf den ältesten Sohn vererbte..feit Jahrhunderten. Es leistete : in Kriegen. gute Nienste. Ter., letzte Marquis kannte das Geheimniß, von dem Altar» öusteck,^ wie der Ort genannt wurde;: auch., Lord Stratfotd Hsron-wvßte t»,- aber mft diesen Beiden gäig bet Geheimnist verboxenra Der. jetzige Mnr- quis stammt nicht von der geraden Linie ab und war ldschalL Mich nicht da»Hl iL benutniß, gehetzt wvrdenl-! Diefenf Versteck-ssvürde .in unftrn nicht tswantischen Zetten?mnch.'-keinen »ndtzn. .Mench