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Es erhielten in Burghaun Steinbach Hünhan

Dr. Arenhold 51 86 38

Seyffarth 60 — —

Souchay 16 1 —

Rinteln »Hofgeismar »Wolfhagen. Oet­

ker (nat.-lb.) 1648, Knobel (cons.) 730.

Marburg-Frankenberg. Brauns (not.» lib.) 77, Grimm (cons.) 53.

Es chw ege-Witzenhausen-Schmalkalden.

Frieß (deutsch freis.) 537, von Christen (cons.) 576.

Homberg-Ziegenhain-Fritzlar. Mäckel (nat.-lib.) 802, von Gehren (cons.) 524.

In Haselstein gaben alle Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Herr Hilfspfarrer Dr. Aren­hold erhielt 62 Stimmen, Seyfarth (konserv.) 1 Stimme.

In Rückers, (bei Hünfeld) erschienen von

53 Wahlberechtigten 49 an der Wahlurne;

4 waren abwesend. Sämmtliche Stimmen fielen auf Herrn. Hilfspfarrer Dr. I. W. Arenhold in Mackenzell.

In Soisdorf votirten von 58 Wählern 55, sämmtlich für Dr. W. Arenhold. In Treisch­feld fielen von 27 Stimmen 25 auf obigen, die andern 2 auf Seyfarth, Friedrichshütte.

In Miltenberg erhielt: Papius (Centr.) 129,

Kreß (lib.) 89; inAmorbach: Papius 73, Kreß 122; inKleinh eubach: Papius 35, Kreß 140.

In Salmünster erhielt Graf Clemens Droste zu Vifchering 183, in Ahl derselbe 40 St.

In Mittelkalbach erhielt Graf Clemens

Droste zu Vifchering 97 St.

In A l l e n d o r f (Kr. Kirchhain) erhielt Justiz­rath Dr. Grimm 177, Staatsanwalt a. D. Brauns 1 St.

In Romsthal erhielt Graf Droste Vifchering 38, in Eckardroth 19, in Wahlert 13 St.

Roßdorf (Kreis Kirchhain): Justizrath Dr. Grimm 139, Staatsanwalt Brauns 2, Volpertus Schneider 2 St.

In Ulmbach fielen sämmtliche abgegebene 94 Stimmen auf Graf Droste zu Vifchering. Die Stimmenzahl würde eine größere gewesen sein, wenn nicht eine so ungemein große Anzahl Wahl­berechtigter auswärtig beschäftigt wäre.

Herr Dr. I. W. Arenhold, Hilfspfarrer zu Mackenzell, erhielt in Hofaschenbach 63, in Morles 58, in Rimmels 36, in Silges 36, in Mittel­und Oberaschenbach 67, im Ganzen also in der Pfarrei Hofaschenbach 260 Stimmen.

In Mernes (Pfarrei Oberndorf) erhielt Hell­wig 85, Nickel 1, Zimmermann und Frohme keine Stimme.

Für Graf Clemens Droste zu Vifchering wurden abgegeben in Flieden 160, in Höf Heid 47 St.

Oberufhausen: Zahl der Wahlberechtigten 108; Zahl der abgegebenen Stimmen 93, welche alle aus Dr. W. Arenhold fielen.

Unterufhausen: Wahlberechtigte 28, abge­gebene Stimmen 21, welche auf Dr. W. Aren­hold fielen.

breiten Plateau, welches auf der Seeseite in einem weiten in das Meer hinein sich erstreckenden steilen und vielfach zerklüfteten Felsen endete. Die Hoch­ebene ist hunderte von Ackern groß und enthält Gärten, Park, Wald und eine Anzahl Bauern­häuser.

Die Lage ist nicht so luftig und malerisch, wie die Mont Herons, auch hat das Gebäude nicht den großartigen, alterthümlich würdigen Styl, wie jenes historische Schloß Mont Heron; aber es ist ein umfangreicher Bau, im englisch-gothischen Style ausgeführt, mehr elegant, als massiv, und beschützt von mächtigen Bäumen.

In früheren Zeiten war dieses Schloß der be­vorzugte Aufenthaltsort der Herzoge von Clyffe- bourne gewesen; aber die Mordthat zu Mont Heron, durch welche auch die Familie Clyffebourne so hart betroffen wurde, hatte darin Wandel ge­schaffen, und der jetzige Herzog kam nur äußerst selten dahin.

Somit war Clyffebourne schon seit Jahren nur in der Aufsicht einiger Bediensteter gelaffen, bis diesen Herbst, zu der Zeit, in welcher Alexa Strange's Besuch zu Mont Heron fiel, die Lady Wolga Clyffe, des verstorbenen Herzog« einzige Tochter und die Schwester des jetzigen, zu einem längeren Aufenthalt mit einem größeren Dienst­personal und einer Anzahl von Gästen sich daselst tinfanb.

Lady Wolga hatte während der letzten achtzehn

cf In der Psarrei Hattenhof wurde von allen Wählern, welche zur Wahlurne schritten, heute einstimmig Graf Clemens Droste zu Bische- ring gewählt, und zwar vertheilen sich die Stim­men auf die einzelnen Dörfer folgendermaßen: Hattenhof 64, Rothemann 86, Kehrzell 60, Büchenberg 92, Döllbach 29, Zill- bach 16, im Ganzen 347 Stimmen.

Ö Barsch, 28. Oct. Bei der heutigen Reichs­tagswahl im zweiten Wahlkreis wurden im Ganzen 140 Stimmen abgegeben. Es fielen auf Minister a. D. Dr. Windthorst 134, Kammergutspächter Paul Geibel zu Unterrohn 4, Gutsbesitzer Konrad Joseph Rübsam in Barsch 1 und auf Pfarrer Weirmüller, Hilfspriester in Großauheim, 1 St.

* Witzenhausen, 28. Oct. Das ,Krsbl.' erzählt von einer hiesigen Taglöhnerfamilie: Die Frau will den Erntefestball mitmachen, der Mann aber entgegnet, daß ihm 3 Mk. eine zu große Ausgabe wäre und wo sie (die Frau) das kleine Kind lasten wolle, ob sie es sich beim Tanzen auf den Rücken binden wolle. So entspinnt sich der Streit, in dem der Mann Sieger bleibt. Als derselbe aber des Nachts aus dem Schlafe erwacht, hört etwas röcheln und sieht zu seinem Schrecken, daß sich die Frau aufgehängt hat; jedoch konnte er sie noch rechtzeitig abschneiden, so daß der Zwischenfall glücklich verlief. — Anders endete eine Fanulienszene während der Kirmeß zu Heben- Hausen. Der Mann hat sich des Tags eins über den Durst getrunken und kann infolge desten nicht des Abends den Kirmeßfreuden nachgehen, auf die zu verzichten die Frau nicht über das Herz bringen kann. Als sie aber nach Hause kam, fand sie ihren Mann am Stubenboden liegend, neben dem­selben die Lampe: Ihr Mann war verbrannt.

* Nordhausen, 29. Oct. In einer Todes­anzeige über den Tod eines Kindes der Eisenbahn­schaffner Sander'schen Eheleute, welche am 15. Juli in der ,Nordh. Ztg.' stand, war folgende Bemer­kung enthalten: „Bis zum 14. Juni, wo die Impfung geschah, war unser Kind gesund und munter, unmittelbar nach der Impfung stellten sich Krankheitssymptome ein, besonders rothe Flecken am ganzen Körper." Dieser Satz gab dem Hrn. Kreisphysikus und Jmpfarzt Dr. Tenhold hier Ver­anlassung, aus den §§ 186 und 100 veS Straf­gesetzbuches und § 20 des Preßgesetzes gegen die Mutter des verstorbenen Kindes und gegen den verantwortlichen Redakteur der ,Nord. Ztg/ An­träge auf Bestrafung zu stellen, weil nach Aussage der Aerzte der Tod des Kindes am Keuchhusten und hinzugetretener Lungenentzündung erfolgt sei. Die Strafkammer des hiesigen königlichen Landge­richts hat indeß den betreffenden Antrag der Staats­anwaltschaft zurückgewiesen. Die Gründe füh­ren aus, daß das inkriminirte Inserat weder dem Wortlaute noch dem Sinne nach eine Bezugnahme auf den betreffenden Jmpfarzt, den Antragsteller und vermeintlichen Betheiligten enthalte. Dastelbe trage lediglich den Charakter einer prinzipiellen

Jahre Clyffebourne nur zweimal besucht, und dann war jedesmal ihr Aufenthalt ein nur sehr kurzer gewesen. Sie hatte ihr eigenes Haus in einem andern Theile des Landes, aber Clyffebourne hatte ungeachtet der schmerzlichen Erinnerungen, welche sich an dasselbe knüpften, für sie eine An­ziehungskraft, welche zuweilen unwiderstehlich wurde.

Der gegenwärtige Marquis von Montheron, ihr Verlobter, hatte sie genöthigt, hierher zu kommen, und große Festlichkeiten wechselten nun zu Mont Heron und Clyffebourne. Beide Häuser waren voll heiterer Gäste, und vor Allen war Lady Wolga d:e Heiterste, Schönste und Geistreichste.

Nach dem tragischen Ereignisse von Montheron und seinen Folgen hatte Lady Wolga Jahre lang in Zurückgezogenheit gelebt, und es hatte der ganzen Autorität ihres Vaters bedurft, um sie zum Wiedereintritt in die Gesellschaft zu veran- laffen. Nach hartem Widerstand und vielen Konflikten hatte sie sich seinem Wollen gefügt und war wieder, wie in früheren besseren Zeiten, ein Günstling am Hofe geworden. Bewerber hatten sie umdrängt, Männer von Rang, Macht und Reichthnm; aber Londons größte Schönheit, wie sie vielfach genannt wurde, hatte sie in einer Weise abgefertigt, welche sie, obwohl ihre Hoffnungen zerstört wurden, noch fester zu ihren Freunden und Verehrern machte.

(Fortsetzung folgt.)

Gegnerschaft. Eine derartige Kritik eines Gesetzes ober eine solche Opposition gegen ein Gesetz treffe nicht ben bas Gesetz ausführenben Arzt.

* Arolsen, 29. Oct. Als Nachfolger des bisherigen Landesbirektors von Walbeck, jetzigen Regierungs-Vizepräsibenten von Koblenz, v. Putt- kamer, wirb ber elsässische Kreisbirektor v. Sal­bern genannt. Herr v. ©albern ist einer ber wenigen beutschen Beamten, bie unmittelbar nach ber Besetzung des Landes ein Amt in bemselben übernommen haben. Er würbe im Frühjahr 1871 als Kammergerichtsreferenbar zunächst mit ber kom­missarischen, bann mit ber enbgültigen Verwaltung bes Kreises Bötchen beauftragt, würbe bann ber Nachfolger des Polizeibirektors von Straßburg, Back, als biefer Bezirkspräsident vom Unterelsaß wurde, und ist jetzt seit einigen Jahren Kreis- und Polizeibirektor von Mühlhausen.

* Ans Thüringen, 28. Oct. In Eisenbahn- Fachkreisen verlautet, daß die Kommission für An­gelegenheiten des Personenverkehrs des Vereins beutfcher Eisenbahnverwaltungen damit beauftragt werden soll, die Frage ber gänzlichen Abschaffung bes Freigepäcks zu erörtern unb ben bezüglichen Bericht für die nächstjährige General-Versammlung des Vereins, die Ende Juli in Budapest stattfiuden wird, vorzulegen. Die Zahl der Stimmen, welche sich für die Beseitigung des Freigepäcks erklären, wird von Tag zu Tag eine größere. Einzelne Verwaltungen befürworten es, dem Publikum ein Aequivalent in den Tarifbestimmungen zu gewähren. — In Eisenberg hat sich ber Lanbtagsabge- ordnete Burger durch einen Sturz aus dem Fenster entleibt. Derselbe soll ihm anvertraute Gelder unterschlagen haben und zwar in etwa 20 Fällen. Als er verhaftet werden sollte, ging er in ein Nebenzimmer, um noch etwas anzuordnen, stürzte sich aber aus dem Fenster seiner Wohnung, wobei er den Tod fand._________________________________

Vermischtes.

§ Mit dem Eintritt der rauhen Jahreszeit mehren sich naturgemäß auch die Halsleiden. Vielfach wendet man nun zur Beseitigung dieses Nebels das Gurgeln mit chlorsau­rem Kali an Wie nothwendig es ist, bei dieser Mani­pulation vorsichtig zu sein, beweist ein kürzlich in Folge Hinunterschluckens dieses Giftes eingetretener Todesfall in Altona. Der Patient war nicht int Stande, zu gurgeln, sondern schluckte den größten Theil der Mischung hinunter. Der Arzt verbot hierauf das Gurgeln und verschrieb Me­dizin. Nichtsdestoweniger setzte der Kranke heimlich das Gurgeln fort, verschluckte wiederholt einen Theil des Kalis und war am folgenden Abend eine Leiche. Die Untersu­chung ergab, daß er in Folge Genusses von chlorsaurem Kali verstorben war. __________________________________

Neueste poft

Berlin, 29. Oct. Als definitiv gewählt finb bis jetzt nur bekannt 11 Freisinnige, 9 Sozial­demokraten, 8 Nationalliberale, 7 Konservative, 6 Reichsparteiler, 15 Mitglieder der Centrumspartei, 6 Polen, 2 Volksparteiler, 2 Eisäffer und 1 Welfe. Die Zahl der Stichwahlen wird voraussichtlich sehr groß. Man rechnet auf eine sozialdem okra- tische Fraktion von 25 — 30 Mitgliedern.

Getreide-Cours.

Frankfurt a. M., 28. October.

Mark.

Weizen hiesiger 163/a—171/« „ fremder 16i/z—18

Roggen hiesiger 158/« -16 „ Königsberger 153/4—16 „ russischer.........15 —151/,

Gerste, Brauerwaare 16 —181/,

Mahlgerst:..........13

Hafer je nach Qualität 13 —W/2

Raps.............25 —26

Mais bunter (mixed)........00 —00

Hiesiges Weizenmehl Nr. 0 33V"—34 „ Milchbrod- u. Brodmehl im Verband 50 —53

Bayerisches Weizenmehl Nr. 5 .... 16

Roggenmehl «/, ab Berlin......IM/z—20i/z

Roggenkleie...........5

Weizenkleie 4>/z Stimmung: Fehlt. Geschäft ohne Umfang.

Wir würden heute verkaufen:

Weizen per April/Mai 1885 lieferbar . . ü Mk. 16.—

Roggen „ „ „ „ . . „ „ 13.75

Hafer „ ,, „ „ • • „ „ 12.90

Roggenmehl 0/1 „ „ „ . . „ „ 19.—

ab Berlin nach Börsen-Usance.

Briefkasten.

R. in O. Es dürfte besser fein, die betr. Thatsache todtzuschweigen. Für das Uebrige besten Dank.

Schwarz Satin merveilleux (ganz Seide) Mk. 1. 90 Pfg. per Meter bis Mk. 14. 65 Pfg. (in 16 verschied. Qual.) versendet in einzelnen Roben und ganzen Stücken zollfrei in's Haus das Seiden-Fabrik-Depöt von G Henneberg (König!. Hoflieferant) in Zürich Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pfg. Porto nach der Schweiz. [685 3