1884.
Fuldaer
l«3S gehorcht, als dadurch
arteten und geistig Gebrochenen so hat es j t$ ^perationsplan, welchen Ihr mit Uns Sekte der Freimaurer nicht an solchen geseyt^ u. $te Freimaurer sind zu ent-
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u~u Penelope.
Nach dem Englischen.
Liebe — und sie nahm mir das Versprechen ab, daß ich Dich keinem Mann zur Gattin geben würde, den ich nicht vorher geprüft und erprobt hatte — und ich muß mein Versprechen halten."
Penelope seufzte tief auf, ihr Kopf ruhte müde an seiner Schulter. Zwei ganze Jahre Douglas nicht zu sehen! Heiße Thränen strömten über ihre Wangen, ihre Lippen bebten.
„Papa", flüsterte sie, „Mama wurde Douglas vertraut haben."
Er beugte sich zu ihr und küßte sie.
„Mein Liebling, willst Du Deinem alten Vater nicht vertrauen?" , ,
Vielleicht mischte sich in Alles auch em bischen Eifersucht. Penelope war erwachsen — sie war nicht länger ein Kind und seine Liebe genügte ihr nicht mehr. _ „ r
„Sieh nicht so traurig aus, mem Herz .sagte er zärtlich. „Wenn Douglas der Mann ist, für den wir ihn halten, wird er, wenn die zwei Jahre herum sind, noch verliebter als je wieder kommen, und Du kannst dann an Deinein einundzwanzigsten Geburtstag Deine Hochzeit feiern, wenn Du willst.'
So bestimmte denn Penelope in Gedanken diesen Tag zu ihrem Hochzeitstag und ihre Thränen floffen weniger reichlich.
Als Algy von der Bestimmung semes Vaters hörte, lachte er etwas bitter.
„Es ist drollig, daß Douglas in seiner erzenen Münze ausbezahlt wird. Ich will nur sehen, wre
„Ja. Mister Chartres, roenn, wir einander lieben, warum sollen wir warten?"
Wenn Ihr einander liebt, wird Alles gut gehen; wenn nicht, werdet Ihr in den zwei Jahren Zeit haben, es herauszusinden."
Es war leicht, einem Mann auf diese Weise Vernunft zu predigen; aber es war etwas ganz anderes, als Penelope die Arme um fernen Hals schlang, ihr thränenfeuchtes Gesichtchen an rhn schmiegte und weinte und bat.
„Papa, Papa, willst Du mich ihn nrcht manchmal sehen lassen?"
Mein Liebling, glaube mir, es rst bester, rote ich bestimmt habe. Hast Du so große Eile, mrch zu verlosten, Penelope?" „ t _
„Du weist, daß es dies nicht ist', erwrderte sie schluchzend.
Er drückte sie zärtlrch an sich.
„Weine nicht, mein Liebling. Ich denke, wir können Douglas Graham vertrauen; aber eS mutz bei meiner Bestimmung bleiben" ,
Ium zweiten Mal an diesem Tag hatte Penelope für ihre Bitten kein Gehör gefunden. Sie wußte nicht, wie nahe sie daran gewesen, rhre Sache zu gewinnen, als sie ihre thränenden Augen zu ihrem Vater erhob. Er küßte sie zärtlich und schwankte einen Augenblick, ob er nachgeben solle. Dann zog er sie noch fester an sich.
Höre Penelope — als Deine Mutter am L>ter- ben lag, sprach sie noch einmal von Dir, meine
Die Eneycliea des Papstes über die Freimaurerei.
Der h. Vater wird, wie bereits kurz gemeldet, eine Encyeliea über die widerchristliche und revolutionäre Freimaurerei veröffentlichen. Dieselbe wird einem römischen Telegramm der,Germ.' zufolge für eine unerlaubte Gesellschaft erklärt, deren Zweck es sei, die politische und religiöse Ordnung wie sie durch das Christenthum geschaffen, zu stürzen, und eine neue aufzubauen auf Grundlage der natürlichen Vernunft. Der Papst beweist dies durch die Zusammenstellung der Anschauungen des Naturalismus mit denen der Freimaurerei, erstens bezüglich der Religion, zweitens der Moral, drittens der Gesellschaft in Familie und öffentlichem Leben. Diesen Erörterungen folgt die Erneuerung der bezüglichen Verfügungen früherer Päpste und die Angabe der Mittel, um der Freimaurerei ent- gegenzuarbeiten, lieber die Ausführung dieser Grundgedanken erfährt der Korrespondent der ,Germ.' folgendes Nähere:
In zwei Heerlager ist das Menschengeschlecht getheilt: in das Reich Gottes und das Reich des Satans. Zu allen Zeiten waren beide untereinander im Kampf. In unserer Zeit sind Alle, welche der Partei des Bösen dienen, verbunden in der weitverbreiteten und festorganisirten Partei der Logenbrüder. Sie machen kein Geheimniß aus ihren Plänen, sie kämpfen verwegen Kegen die Kirche und lehnen sich auf gegen die Majestät Gottes. Es ist unsere Pflicht, gleich Unseren Vor- aänqern, auf diesen Erbfeind attfnwrKn-m eben. Die Päpste haben, nachdem sie Verfassung und Zweck des Geheimbundes erkannt, Kirchenstrafen über Eintretende verhängt. Dadurch wurden die Geheimbündler aufgebracht. Allem, einsichtsvolle Männer, auch viele Fürsten und Staaten, gaben den Päpsten Recht. So ist die Freimaurerei gesetzlich verboten in Holland, Oesterreich, Schweiz, Bayern, Spanien, Savoyen u. a. Doch hatte die väterliche Sorgfalt der Papste nicht immer und überall guten Erfolg. Seit 150 Jahren erhielt die Freimaurerei ungeheueren Zuwachs Die Folge ist die Unterwühlung der Kiiche, der
unterworfen; die Erziehung kein Unterricht nach einer festen Lehrmeinung. Den Dienern der Kirche sprechen sie das Lehramt ab. Laut ihren Maximen der Staatsklugh.it ist das Volk Tröger der Macht und des Rechtes; wer die Herrschaft führt, führt sie auf Befehl des Volkes. Der Staat ist religionslos. Dazu werden alle Mittel in Bewegung gesetzt. Sie bahnen denjenigen den Weg, die zum Aeußersten drängen: Gleichheit und Gemeinschaft aller Güter, Aufhebung der Stände und Vermögensunterschiede. Sie repristiniren nach 1800 Jahren das Heidenthum, wahnwitzige Gottlosigkeit. Man muß daraus den Haß Satans gegen Christus erkennen. Selbst die Heiden waren so tief nicht gesunken, sie glaubten eher eine Stadt ohne Fundament als ohne Gott zu sinden. Den Staat von der Religion zu trennen ist ein Unding. Wie der Einzelne von Gott das Leben und die Güter des Lebens empfängt, so der Staat. Gott ist auch der Urheber der Souveränetät und der bürgerlichen Ordnung. Die Träger der Souveränetät sind Gottes Mitarbeiter. Die Behauptung, das Volk könne den Gehorsam nach Belieben abschütteln, widerstreitet der Wahrheit. Die Gliederung der Gesellschaft in Stände ist vernunftgemäß. Wenn die Scheu vor den göttlichen Gesetzen und das Ansehen der Fürsten verschwinden, wenn die Revolutionsgelüste freigegeben und protegirt werden — wohin führt das? Die Kommunisten und Sozialisten zeigen es. Erkennt man doch den Baum an seinen Früchten! Freimaurer schmeicheln
ÄÄ - Wä sind sie bereit, sie zu stürzen, wenn sie mcht nach ihrem Programm regieren. Sie täuschen das Volk und reizen es auf gegen beide Mächte. Und die Kirche stützt die Throne und lehrt Gehorsam. Was ist zu thun? Wir beschwören Euch, E. Br.!
Ich habe Sie gern", wiederholte er. „Kommen Sie, setzen Sie sich zu mir, wir wollen darüber
darüber sprechen" dauerte geraume Zeit. Douglas" wollte so bald als möglich seine Gattin heimführen - Mister Chartres widersetzte sich lennt noch nichts vom Leben. Wie konnnen Sie wissen, Graham, ob ihre Liebe für Sie Stand ^Jch^den^ sie würde es", erwiderte Douglas
Natürlich, Sie denken es! Nun hören Sie meine Bedingungen - Sie sollen Penelope m den nächsten zwei Jahren weder sehen, noch auf irgend eine Art mit ihr verkehren - in d'-s-m Punktdenke ich fest zu bleiben; aber wenn am^Ende dieser Zeit Sie und Penelope noch dieselben G fühle für einander hegen, dann will ich sie Ihne geben und meinen Segen dazu. Sind Sie z ^Mit flehendem Blick erhob Douglas seine Augen.
„Zwei Jahre ist eine lange Zeit.
Ja, aber „für immer" ist noch langer. S kennen jedenfalls Penelope's Ansicht über diele Sache?"
Di. ,Fuldaer Zeitung- erscheint täglich. Sonn- und Feiertag. ausgmon.men. V.ertelsährUcher 1 &°
Sinterate: Wiederholungen entsprechender Nabat,
Throne und des öffentlichen Wohls. So ist für die Zukunft sehr zu fürchten, nicht für die Kirche, — weil sie ein festes Fundament hat — sondern für die Staaten. Sckon seit Beginn Unseres Pontifikates haben Wir auf die sozialen Schäden aufmerksam gemacht. Hiermit thun Wir das abermals und stellen die unheilvollste Sekte in's Licht. Die Encyklika bespricht ihren Eid, ihre Verborgenheit und den unsittlichen Grund der- selben. Ihr Ziel ist, die Religion und die christlichen Staaten zu zerstören und den Naturalismus zur Grundlage des öffentlichen Lebens zu machen. Die Vernunft gilt ihr als alleinige Lehrerin und Führerin. Sie legen wenig Gewicht auf Pflichten gegen Gott und entstellen sie durch vage Meinungen. Die Freimaurer schließen den Einfluß der Kirche ans Gesetzgebung und Staatsverwaltung aus. Gegen die Rechte der Kirche kennen sie keine Scho- nung, religiöse Orden suchen sie aufzuheben, unablässig greifen sie den Apostolischen Stuhl an. Zuerst haben sie ihn aus seinem weltlichen Besttz- thum gestoßen und nach und nach in eine unerträgliche Lage gedrängt. Jetzt wollten sie das Papst- Ihum ganz von der Erde vertilgen. Ihre Feindschaft gegen den Katholizismus ist unversöhnlich. Sie täuschen Unbefangene und verlocken zum Eintritt durch die Vorspiegelung, man brauche den Katholizismus nicht abzuschwören, Religion sei Neben- ache und es gebe keinen Unterschied zwischen Re- igionen. Doch sie kommen rasch zu den äußerten Konsequenzen: zur Leugnung der Existenz ßlnttp» SUnrfehitnn her 11p ftprMirhfeit her
Seele. Ihre Folgen: Ethik verliert rhre Grund- lagen, Unsittlichkeit. Der Naturalismus bietet ; durch Presse, Schauspiele, „Kunst -Gegenstände Reizmittel der Leidenschaften, »m die Tugend em- zuschläfern. Da verschlagenen Menschen Niemand i .. ’ < aisu« Xitrrfi Qpihpnfchnften