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worden,

zweifelte, Die Er- größeren ist nach

des Auswärtigen die Stellung und das Vertrauen der fremden Regierungen besitze, welche persönlicher Natur und daher unübertragbar sei. Außerdem seien im Auswärtigen Amte die Geschäfte von Frik­tionen (aha!) frei, welche die inneren Geschäfte so er­schwerten, daß sie größere Anstrengungen erforderten. Der Artikel schließt: „Wir hielten es für noth- wendig, unsere, wie wir glauben richtige Infor- mation zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, um den theils sensationellen, theils müßigen, theils po­litisch berechneten Konjekturen entgegenzutreten, woniit die Preffe in den letzten Tagen gefüllt ge­wesen ist".

* München, 7. April. (Landtag.) Der Minister des Innern erklärte in Beantworlung der Getreidezoll- Jnterpellation des Abg. Off: Dem Bundesrathe liegen hierüber verschiedene Eingaben der bayerischen Re­gierung vor, er sehe sich demnach zu einer Initiative nicht veranlaßt, sei aber bereit, jede mäßige Erhöhung der Getreidezölle zu unterstützen. Die Kammer be­harrte bezüglich der Beamtenaufbesserung bei ihrem früheren Beschlüsse und lehnte die Modifikation des Reichs- rathes in namentlicher Abstimmung mit 101 gegen 36 Stimmen ab.

* München, 7. April. Der Reichsrath stimmte ein­stimmig der Forstorganisation in der Faffung des Ab­geordnetenhauses zu.

die Preffe und die katholische Bevölkerung". An einer anderen Stelle heißt es: „In keinem anderen Lande ist die katholische Partei reservirter in ihrer Kritik gegen die auswärtige Politik, als in Deutsch­land. Niemals hat sie die Regierung in dieser Hinsicht angegriffen. Die ,Germ.' hat stets das deutsche Reich auf dem Boden der Diplomatie ver- theidigt. Die Redner im Landtage und die Zei­tungen haben ohne Unterlaß den Polen anempfohlen, sich mit den bestehenden Einrichtungen und Preußen zu befreunden. Die Tage scheinen wiedergekehrt zu sein, wo die Offiziösen die Katholiken als „Vaterlandsfeinde" behandeln. Diese Vorwürfe verletzen die Katholiken und dienen zu nichts".

* Aus Rom wird der .Germania' geschrieben: „Wenn in letzterer Zeit in den hohen kirchlichen Kreisen wieder einige Hoffnung gehegt worden war, daß wenigstens in Bezug auf den einen oder den anderen Hauptpunkt des kirchenpolitischen Konflikts eine Verständigung mit der preußi­schen Regierung nicht mehr fern sein möchte, so haben die letzten Vorgänge in Berlin diese Stim­mung abermals gänzlich zerstört. Den Eindruck, welchen hier an maßgebender Stelle die Verhand­lungen über die Interpellation Jazdzewski hervor­gerufen haben, zu verwischen, das dürfte selbst einem Diplomaten, der unendlich mehr Takt und Umsicht als der jetzige Vertreter Preußens beim hl. Stuhle besitzt, schwer werden. — Nach der Ernennung des Kardinals Ledochowski zum Se­kretär der Memorialen durfte der hl. Vater wohl von Seiten der preußischen Regierung auf etwas ganz Anderes gefaßt sein, als auf den moralischen Faustichlag, der in der Sitzung des Abgeordneten­hauses vom 31. März den Katholiken nicht nur der Erzdiözese Gnesen-Posen, sondern von ganz Preußen mitten ins Gesicht versetzt worden ist. Die Reden des Interpellanten, sowie der Herren Prälat v. Stablewski, Freiherr v. Schorlemer-Alst und Excellenz Windthorst ernten in den hiesigen katholischen Kreisen bis zu den höchsten hinauf nur Beifall und Bewunderung, und die Vertreter des katholischen Volkes im preußischen Abgeordneten­hause, dürfen versichert sein, daß ihr Verhalten vollständig von Demjenigen gebilligt wird, dessen Amtes es ist, den Menschen den Weg des Heiles zu zeigen."

* Berlin, 7. April. Die .Norddeutsche All­gemeine Zeitung' bespricht die verschiedenen Kom­binationen und Erfindungen, welche einige Blätter

1876 bis 1883, also unter der Vorherrschaft der Gambettisten, sind Frankreichs Ausgaben um 465 Millionen gestiegen, und „leider ist dabei kein ein­ziges für das Gemeinwohl nützliches Werk voll­bracht worden, das Defizit steht vor der Thür und der Bundgetausschuß ist auf hohlen Schein angewiesen", so klagt die ,Liberto'! Im dritten Büreau berechnete jüngst Wilson, daß von 1871 bis 1883 die Ausgaben um 707 Millionen ver­mehrt wurden, die außerordentlichen Civilarbeiten, die mit Hülfe von Anleihen ausgeführt wurden, über fünf Milliarden kosteten, die Kriegs- uno Marine-Arbeiten desgleichen fünf Milliarden, und zwei Milliarden 467 Millionen zur Tilgung ver­wandt wurden. In Wilsons Klage stimnite Vielte mit dem Seufzer ein: „Man gibt aus, ohne das Geld der Steuerzahler zu zählen".

Und dennoch sagen die Beschwerdeführer schließ­lich wieder zu dem vom Gesammt-Ministerium be­schlossenen Finanzplan, der diese tolle Wirthschaft weitertreibt, Ja und Amen, und billigen erst recht die Kolonialpolitik, weil sie eben als die nie ver­siegende Goldquelle angesehen wird. Wenn Ferry und seine Gönner Recht behielten, so würde die Landkarte in den nächsten Jahren ganz Ostasien und ganz Nordafrika vom Kap Gardafui über Abessinien, Egypten, Barka, Tripolis, Tunis, Algier bis an den Meerbusen von Guinea in französischem Farbenanstrich zeigen, — alles zur Hebung des französischen Einnahme-Budgets und Ausschließung der englischen, italienischen und deutschen Handels-Konkurrenz. Vor der Hand sind das aber nur erst schöne Pläne, ihre Verwirklichung hängt gottlob nicht von Frankreich und Herrn Ferry allein ab.

an die Absicht Bismarcks knüpfen, sich aus den rein preußischen Geschäften zurückzuziehen und be­merkt. Bismarck sei in den letzten drei Jahren von verschiedenen Krankheitsformen an Folge des Ver­brauches seiner Kräfte derart heimgesucht daß er selbst im vergangenen Sommer ob er das lausende Jahr erleben würde.

Haltung des inzwischen wieder erlangten Maßes der Gesundheit und Arbeitskraft ärztlicher Meinung nur dann zu erwarten, wenn die Arbeit des Reichskanzlers eingeschränkt wird. Dazu ist ein Verzicht auf einen Theil des bis­herigen Geschäftsumfanges absolut geboten. Der Reichskanzler entsckied sich daher, die Reichsge­schäfte zu behalten und die preußischen aufzugeben und motivirte dies damit, daß er auf dem Gebiete

Oesterreich«Ungarn.

* Wien, ,7. April. Der ornithologische Kon­greß wurde vom Kronprinzen mit einer schwungvollen Ansprache eröffnet, in welcher derselbe namentlich betonte, daß di-Naturwissenschaften diesem Jahrhundert den Stem­pel aufdrücken und daß die Naturforscher unter dem Zei­chen einer wahren, weil wissenschaftlich begründeten Auf­klärung auf allen Gebieten siegreich vordrängen. — Die außerordentliche Generalversammlung der Nordbahn geneh­migte einstimmig das anläßlich des Ablaufs des Privile­giums getroffene Uebereinkommen mit der Regierung. — Der Kongreß wählte den Stadtrath Radde zum Präsiden­ten, die Professoren Hayek und Cilioni zu Vizepräsidenten. Präsident Radde hielt hierauf eine Ansprache und schloß mit einem dreimaligen, begeistert aufgenommenen Hoch auf den Protektor, den Kronprinzen Rudolf.

Belgien.

* Brüssel, 6. April. Der deutsche Kron­prinz ist Abends ll1/« Uhr nach Berlin zurück­gereist, vom König und dem Grafen von Flandern zum Bahnhof geleitet. Die hier wohnenden Deutschen waren in großer Anzahl auf dem Bahnhofe erschienen und begrüßten den Kronprinzen enthusiastisch.

Frankreich.

* Paris, 7. April. Ein Telegramm aus Hanoi vom 6. April meldet: Die Expedition gegen Honghoa hat begonnen. Die Konzentrirung der Brigaden Brieres und Negriers erfolgte bei Song­tay. Beide Brigaden werden am Ufer des Schwar­zen Flusses — die erstere am linken, die zweite am rechten Ufer — vorgehen. Die Mitwirkung der Kanonenboote ist durch sehr hohen Waffer- stand erschwert. Es heißt, der Feind würde von Leonvinloc befehligt. Die Zahl der Schwarzen Flaggen wird auf -3000 Mann, diejenige der Chinesen auf 12,000 Mann geschätzt. Ein Theil der letzteren soll den Weg auf dem linken Ufer des Rothen Flusses vor Honghoa besetzt halten.

Italien.

* Rom, 5. April. Die offiziöse Intervention des Gesandten der nordamerikanischen Union beim Quirinal in Sachen der Propaganda hat den Erfolg erzielt, daß der Kommiffar für die Liqui- dirung der Kirchengüter von dem bereits beschlos­senen und angekündigten Verkauf des Grundstückes, welches das Kollegium für Kleriker aus den Ver­einigten Staaten von Nordamerika inne hqt, Ab­stand genommen hat.

* Rom, 7. April. Die fusionirte Linke be­schloß, nochmals die Kandidatur Cairoli's für die heutige Kammerpräsidentenwahl aufzustellen.

Bulgarien.

* Sofia, 6. April. Der Fürst Alexander hat heute Vormittag zu Pferde eine Reise nach Rust- schuk angetreten, auf welcher er an mehreren Orten Rast machen wird, und für welche eine lOtägige Dauer in Aussicht genommen ist.

Rußland.

* Petersburg, 7. April. Wegen Wider­standes gegen die Obrigkeit bei dem vorjährigen Juden-Exzeffe wurden neun Bauern des Dorfes Karabinowka im Kreise Nowomoskowsk dem Ge­schworenengerichte überwiesen. Die Aburtheilung derselben findet demnächst statt.

Türkei.

* Konstantinopel, 5. April. Ein Tele- ' gramm des Reuter'schen Bureaus meldet, die Pforte habe den Londoner Botschafter Musurus Pascha | beauftragt, Lord Granville um Auskunft über die ; Absichten Englands bezüglich Egyptens zu ersuchen.

Aus dem Sudan»

♦ Kairo, 7. April. Ein Telegramm Huffeir । Paschas meldet: Alle Straßen oberhalb Berbers sind von den Aufständischen besetzt und abgesperrt; es ist unmöglich Depeschen aus Khartum durchs bringen, weil die Stämme zwischen Shendy und Khartum sich in offenem Aufstande befinden. Hüffes Pascha befürchtet, daß auch Berber und Dongola bald von den Aufständischen umzingelt sein werden. Von Gordon fehlt seit dem 23; März jede Nachricht»

* Kairo, 7. April. Es werden Anstrengungen gemacht, Nubar Pascha zum Verbleiben auf seinein Posten zu bewegen. Die Differenzen mit Kliffor Lloyd sind der englischen Regierung unterbreite worden. Nubar Pascha führt inzwischen die schäfte fort. m ...

* London, 7. April. Das Bureau Reuter meldet aus Kairo vom Heutigen, daß das Geruch > Nubar Pascha habe seine Demission zurückgezogen, verfrüht sei. Die ministerielle Lage sei noch imm unverändert.

Deutsches Reich.

Fulda, Dienstag, 8. April. ;

* Die ,Nordd. Allg.Z.' setzt ihre Angriffe gegen die polnische Geistlichkeit und den polnischen Avel fort. Der neueste Artikel, welcher sich als eine Ent­gegnung auf den an dieser Stelle erwähnten Artikel der .Kreuzzeitung' darstellt, macht wiederum ver­zweifelte Anstrengungen, um darzuthun, daß der polnische Klerus die eigentliche Triebkraft der „re­volutionären Bewegungen" (wo sind denn solche konstatirt worden?) sei, und daß die Geistlichkeit die an sich ruhigen polnischen Landleute in künst­licher Aufregung erhielten. Die Einwirkung des Beichtstuhles, die Verweigerung der Absolution spielen natürlich auch wieder ihre Rolle, obwohl die ,Nordd.' davon redet, wie der Blinde von der Farbe. Eine eingehende Antwort auf den Artikel kann man getrost der polnischen Preffe überlaffen. Die Ergüsse der,Nordd.' über „Reichsfeindlichkeit" und ähnliche Dinge werden Gottlob heute von Nieman- den mehr ernst genommen. — Der Moniteur de Rome', den die ,Nordd.', wie wir gestern meldeten, gegen die Taktik des Centrums und der Centrums- preffe angerufen hatte, führt die offiziösen Voraus­setzungen auch in seiner Sonntagsnummer gründlich ad absurdum. Mit Bezugnahme auf den Angriff der ,Nordd.' gegen die „Revolutionäre" Schorlemer und Windthorst, die zu Gunsten Polens einen Krieg mit Rußland herbeiwünschen sollen, bemerkt der Monit.': „Diese offiziösen Ausfälle und die Thatsache, daß 200 Dispense verweigert worden sind, erbittern

an schönen, einen großen offenen Wogen. Es war ihr größtes Vergnügen recht rasch zu fahren, manchmal in vollstem Gallopp, und es war dann wirklich ein sehenswerther Anblick, die alte Dame saß hoch aufgerichtet im Wagen, ihre Augen sprüh- ten, ihr graues Haar umrahmte in Locken geord­net, ihr noch immer schönes Gesicht, an ihrer Seite die hübsche Mary Montgomery, ihr Pathen- kind, mit ihren sanften, dunkeln Augen und blei­chen, zarten Zügen. Wenn je die Farbe in der Letzteren bleiche Wangen stieg, dann war es, wenn sie und ihre Pathin an Doktor Ferguson's Haus vorbeifuhren oder wenn er sie besuchte. Und wenn Miß Farnham das Erröthen bemerkte, wurde sie sicher am anderen Tage krank, und ebenso sicher wurde um die Luncheonzeit der Doktor herbeige­holt. Bei Miß Farnham hatte das Geld keinen Werth, sie hätte ebensogut 6 Pferde halten rönnen, anstatt 3, und was ihr in den Sinn kam, führte sie aus. Das größte Vergnügen machte es ihr, ihre liebe Pathin Mary Montgomery glücklich zu sehen. (Forts, folgt.)