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vertagt.

sollen sich morgen in Jumna einschiffen.

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jetzt unbekannt.

* Kairo, 28. März. Einer Meldung aus Suakiin zufolge trafen mehrere Scheiks gestern Abend ein, die den, bisher den Engländern feind« lichen Stämmen der Samarar, Damalib und Hoorah angehören. Dieselben gaben Versicherungen der Freundschaft ab und versprachen zugleich, ihr Möglichstes zu thun, um mit Hilfe anderer Scheiks Osman Digma gefangen zu nehmen. Die durch diese Scheiks vertretenen Stämme zählen ungefähr ___________ , , .. ...

5000 Männer und haben ihre Wohnsitze zwischen berg, dem Herrn Hülfspfarrer Dr. Kircher da-

Suakim und Kaffala. Andere Scheiks verbürgen s^bst, 3) Florenberg, dem Herrn Hülfspfarrer

die Freilegung des Weges nach Berber. Ein Regi- Malkmus dafelbst, 4) Eichenzell, dem Herrn

ment Kavallerie und zwei Regimenter Infanterie -..... £""‘"

um 9 Uhr.

• Vom 1. April ab wird die Botenpost zwrschen Weyhers und Lütter aufgehoben. Die Ver« sendung der während des Winters durch die Bo- tenpost beförderten Briefschaften erfolgt vom 1. April ab durch den Landbriefträger.

* Im neuen Steuerjahre 1884/85 wird die Klassensteuer von den zur 1. und 2. Stufe Ver« anlagten als Staatssteuer nicht zu entrichten sein, aber für die Kommunalsteuer die Klaffensteuerver­anlagung in bisheriger Weise maßgebend bleiben und können daher Diejenigen, welche sich etwa durch ihre Veranlagung zur ersten oder zweiten Klaffen­steuerstufe befchwert finden, wie bisher rechtzeitig reklamiren. Die Klaffensteuer der Stufen 3 bi» 12 bleibt für die Monate Juli, August und Sep­tember erlaffen, dieselbe ist jedoch für die übrigen 9 Monate zu entrichten. Die Einkommensteuer bleibt bei folgenden Censiten: 1. .bei den zum Satze der zwölften Klaffensteuerstufe veranlagten Einkommensteuerpflichtigen für die Monate Juli, August und September, 2. bei den Einkommen- steuerpflichtigen der ersten Stufe für die Monate Juli und August, 3. bei den Einkommensteuer- pflichtigen der zweiten Stufe für den Manat Juli unerhoben.

_ Der Studiengang des höheren Forstfachs er­hält forthin dadurch eine bemerkenswerthe Aende- rung, daß die vorbereitende Lehrzeit auf den Ober­förstereien statt eines halben Jahres ein ganze» Jahr dauert, der Aufenthalt auf der Forstakademie um ein halbes Jahr gekürzt und der auf der Universität dagegen auf ein Jahr verlängert wird, damit der Bewerber dort Vorlesungen über Rechts- und Verwaltungslehre besuche. Die Studienzeit beträgt somit drei Jahre, zwei Jahre auf einer Forstakademie und ein Jahr auf einer Universität.

— Rach dem vom zeitigen Vororte „Askania" zu Berlin herausgegebenen .Korrespondenz-Blatt, zählte der aktive Verband der katholischen I Studentenvereine Deutschlands im vergan«

Aus Stadt, Provinz und Nachbargebiet.

Fulda, Sonnabend, 29. März.

• Die Königliche Regierung hat die Lokalschul­inspektion in den Pfarreibezirken: 1) Dipperz, dem Herrn Hülfspfarrer Huhn daselbst, 2) Johannes-

Hülfspfarrer Füller daselbst, für die Dauer ihres dasigen Amtsverhältniffes auftragsweise über­tragen. (Kreisbl.) , .

1- (Kirchliches.) Der Gottesdienst m der Severikirche beginnt morgen statt um 7 Uhr erst

entsprechend im S 47 (Jagdscheingebühr) der Satz für ta­geweise Jagdscheine gestrichen.

§ 48 (Versagung der Jagdscheine) wird m der Kom­missionsfassung angenommen, nachdem Minister Dr. Lu­cius erklärt, daß er nichts dagegen einzuwenden habe.

Die §§ 49 bis 53 werden nach den Koinmlssionsbe- schlüssen angenommen.

Die Abgg. Spielberg und Schmieder wollen alle Arten Krammetsvögel aus § 53a beseitigen und als nicht jagdbar betrachtet wissen. . .

Abg. v. Heeremann beantragt die Kiebitze und Mo ven zu den nicht jagdbaren THieren zu rechnen.

Abg. Schmidt (Stettin) will auch Störche zu de« Jagdbaren gerechnet wißen, um durch Feststellung der Schonzeit die Ausrottung derselben zu verhüten.

Abg. Dr. Windthorst tritt insbesondere sehr warm für die Störche ein.

Die verschiedenen Anträge, alle Arten von Krammets- vögeln von den jagdbaren Thieren auszunehmen, wurden mit 150 gegen 149 Stimmen abgelehnt und der S unverändert genehmigt.

Bei § 54 (Schonzeiten der einzelnen Thiere,) beantragt Abg. Knebel, die Schonzeit für den Dachs gar nicht festzustellen, Abg. Spielberg, die Schonzeit für Kram­metsvögel vom 1. Januar bis 31. Oktober festzusetzen.

Der Antrag Spielberg wird abgelehnt. Knebel

läßt seinen Antrag fallen.

Unter Nr. 10 wird nach Antrag Letocha nur für Waldschnepfen die Schonzeit vom 16. April bis Ende Juli bestimmt, für andere Schnepfenarten und jagdbare Sumpf- und Wasservögel mit Ausnahme der wilden Gänse güt die Zeit vom 1. Mai bis 30. Juni.

Unter Nr. 11 wird die Schonzeit vom 1. Dezember bis Ende August nur für Rebhühner bestimmt. Der Schlußsatz wird dahin geändert, daß das Jungwild oon Roth- und Dammwild bis zum Schluß des auf di« Ge­burt folgenden Dezembermonats als Kalb gilt.

8 55 «Verbot der Jagd jagdbaren Wildes mit Schlin­gen) wurde angenommen, ebenso der vorher erwähnte An­trag Barth zu § 56.

Hierauf wurde die weitere Berathung auf morgen

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im schönsten Lichte darzustellen, stellte alle Klagen als unbegründet, alle Vorwürfe als ungerechtfer­tigt hin, bis er vor einigen Tagen eines Anderen belehrt wurde. Man hatte ihn von Seiten der- jenigen, bei denen er feine Erkundigungen einzog, nicht mit der Wahrheit bedient, und nun fiel ihm heute die schwere Aufgabe zu, einen ziemlichen Theil feiner früher gemachten Angaben zu wider­rufen. Die Sache ist für ihn allerdings höchst unangenehm, aber schließlich hat sie doch das Gute, daß die im Kadettenkorps bestandenen Mißbräuche abgestellt und die jungen Offiziere so erzogen werden, wie es sich für bayerische Soldaten ziemt.

• Karlsruhe, 28. März. Die katholische Fraktion der Kammer interpeHirt die Regie- rung, welche Stellung sie zur öffentlichen Hagel­versicherung mit freiwilligem Beitritt (nach dem Muster Bayerns) einnehme und ob dieselbe in Baden durchführbar fei.

Oesterreich - Ungarn.

• Wien, 28. März. Das Herrenhaus nahm unverändert die Gesetzentwürfe betreffend die Ver­staatlichung der Franz Joseph-, Rudolph- und Vor­arlbergbahn, die Erhöhung der Baukasten der Arl­bergbahn und die Kansulargerichtsbarkeit in Tu­nis an. , . r

* Wien, 28. März. Der Budgetausschuß be- rieth die Vorlage betreffs des galizischen Grund­entlastungsfonds. Der Antrag Lienbacher's auf Uebergang zur Tagesordnung wurde mit 20 gegen । 12 Stimmen abgelehnt. Sämmtliche Mitglieder

der Rechten (ausgenommen Lienbacher) stimmten für die Regierungsvorlage. Lienbacher meldete einen Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung als Minoritätsvatum an, welches die Mitglieder der Linken unterzeichneten.

Frankreich.

* Paris, 27. März. In der Kammer bringt Baradet (Radikaler) den Antrag auf Revision der Verfassung ein und verlangt dafür die Dringlichkeit. Ferry bekämpft die Dringlich­keit. Die Regierung beabsichtige, bei Beginn der Maisession die Kammer mit der Revisionsfrage zu beschäftigen und die bezügliche Vorlage im Senat und der Kammer gleichzeitig einzubringen. Die . Dringlichkeit wird mit 389 gegen 208 Stim­men abgelehnt. Die Berathung der Madagas- kar-Jnterpellation wird fortgesetzt. Bei Uebernahme des Vorsitzes in der Budgetkommission suchte Rou- vier nachzuweisen, daß die Finanzlage keine beun­ruhigende, das Defizit ein mehr scheinbares als thatsächliches sei, und sprach sich gegen neue Ab­gaben aus, trat im Gegeutheil entschieden für Minderung der Ausgaben ein. — Schließlich ver­langte Ferry eine Tagesordnung, welche eine Po­litik des Aufgebens und Unternehmens ausschließe, und die Details der Frage einer Kommission zu- weise, mit der die Regierung sich verständigen werde. Die Kammer nahm mit 450 gegen 32 Stimmen die Tagesordnung an, wonach alle Rechte

„Wo sind die Jungen?" fragte Nelly.

„Sie spielen draußen mit Schneeballen. Eben kommen sie."

Ein frischer Luftstrom drang in das Zimmer und die Knaben stürmten herein. Allan, Tom und der kleine Donald, im rothen Röckchen, mit einem Schneeballen in seinem dicken, plumpen Händchen.

„Zu was ist das, Donald?" fragte feine Mutter.

Donald trat auf das Feuer zu, den Schnee auf Armeslänge von sich haltend, die großen Augen auf seine Last gerichtet, die blonden Locken ver­wirrt um das rosige Gesichtchen hängend.

„Donald will ihn wärmen," erklärte er mit der ganzen Würde seiner vier Jahre. „Allan sagte, Schnee könnte nicht heiß werden. Oh, er geht, er geht - er ist fort!" rief er kläglich auf seine leeren Händchen und die Wafferlache auf dem Boden blickend. „Allan, wo ist?"

„Fort", sagte Allan, ein schöner Junge von sechszehn Jahren und wir thäten am Besten daran, jetzt zu frühstücken".

Nachdem Donald noch eine Minute schweigend feine nassen, rothen Händchen betrachtet hatte, be­folgte er Allan's Rath und kletterte auf einen Stuhl, reuevoll wiederholend:

„Er ist ganz fortgegangen".

„Ganz fortgegangen, mein Kleiner, um nie wiederzukommen", sagte Tom, der, um vier Jahre älter als Donald, sich für einen großen Mann hielt. (Forts, folgt.)

parlamentarisches.

Berlin, Freitag, 28. März.

Der Reichstag erledigte heute von 2>/« Uhr ab in kurzer Sitzung in dritter Lesung ohne wesentliche De­batte den Nachtrag zum Marine-Etat, das Gesetz über die Prisengerichtsbarkeit, sowie die Ueber- einkunft mit Belgien betr. den gegenseitigen Schutz von Werken der Literatur und Kunst und von Mustern und Modellen.

Bei Festsetzung der nächsten Sitzung, welche der Prä­sident auf morgen, Sonnabend, festsetzen wollte, entstand eine kurze Geschäftsordnungsdebatte.

Der Präsident will die nächste Sitzung auf morgen für die erste Lesung des Pensionsgesetzes anberaumen.

Abg. Baumbach bittet, erst nach Ostern diese Be­rathung vorzunehmen. v. _ ...

Der Präsident fürchtet, daß dann die Session bis in den Sommer dauern würde und läßt abstimmen.

Die Mehrheit aus der Linken und einem Theile des Centrums bestehend, entscheidet für Vertagung.

Die nächste Sitzung wird am 22. April stattstnden. Tagesordnung: Zweite Lesung der Hilfskaßen-Novelle.

Zum Schluß richtete der Präsident an die Kommissionen, deren bisherige Thätigkeit gerade keine besonders große gewesen sei, die Bitte, während der freien Zeit ihre Arbei­ten möglichst fördern zu wollen.

Im Abgeordnetenhause wurde die zweite Bera­thung der Jagdordnung bei § 43 fortgesetzt.

Abg. Conrad beantragt einen Zusatz, wonach falls nach der Jagderöffnung noch Halmfrüchte oder Hulsen- früchte im Felde stehen, das Betreten solcher Grundstücke durch Jäger von der Genehmigung des Nutzungsberech­tigten abhängig ist. ., _. .

Abg. v. Kl eist-Barnstädt will d,e Hetzzagd mü Wind­hunden zugelassen wißen, während Abg. v. Krosigk im Antrag Conrad die Bestimmung bezüglich der Halmfrüchte beibehalten, bezüglich der Hülsenfrüchte aber beseitigen will.

Regierungskommissar Donner ersucht um Ablehnung des Antrags Conrad. ,

S 43 wird mit dem Antrag Conrad unter Strei­chung von „Hülsenfrüchte" angenommen und ebenso $ 44 unverändert. . ,

Zu § 45 beantragte Abg. Bödicker einen Zusatz, wo­nach das Sammeln der Kiebitz- und Möveneier ohne Jagd­schein zulässig ist, ebenso die Ausübung des Dohnenstrlchs durch die Eigenthümer oder von diesen Zugelassene.

Die Abstimmung über den Antrag wird ausgesetzt. S 45 selbst wird vorläufig genehmigt. Zu 8 46 beantragt Abg. Schmieder, Ausländern den Jagdschein ebenfalls auf ein Jahr zu ertheilen.

Bei der Abstimmung wird tz 46 gemäß dem Antrag Schmieder nur im ersten Theil aufrecht erhalten und dem-

Frankreichs betreffs Madagaskar'» aufrecht zu er­halten feien und die Kreditforderung einer beson- dem Kommission überwiesen wird.

England.

• London, 28. März. Der Herzog von Al­bany ist heute Morgen um 2 Uhr in Cannes plötz­lich gestorben. Prinz Leopold Georg Duncan Al- bert, Herzog von Albany, Gras von Clarence, Baron Aklow und Herzog von Sachsen, ist der jüngste Sohn der Königin Viktoria von Großbri­tannien. Prinz Leopold ist am 7. April 1853 geboren und verheirathete sich am 27. April 1882 mit der Prinzessin Helene, Tochter des Fürsten von Waldeck, welcher Ehe eine Tochter (geboren 25. Februar 1883) entsprossen ist. — Der Tod des Prinzen wurde durch einen Sturz herbeige- führt, den der Prinz gestern Abend im nautischen Club erlitt.

Griechenland.

• Athen, 27. März. Die Kammer hielt ge­stern keine Sitzung, weil sie beschlußunfähig war. Der heutigen Sitzung wohnten sieben Mitglieder der Opposition bei; innerhalb der letzteren sind Meinungsverschiedenheiten eingetreten.

Aus dem Sudan.

* Kairo, 27. März. Die Engländer sollen morgen nach Suakim zurückkehren, wo alsdann Vorbereitungen zur unverzüglichen Einschiffung ge­troffen werden. Wie aus Suakim gemeldet wird, dürften sich bei Osman Digma nur noch wenige Mann befinden; wohiy derselbe entflohen, ist bis