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iU Dörnberg im Kreise Wolfhagen ist der rothe Adleror- Ln 4 Klasse verliehen worden.

- (Vakante Stellen für Militäranwarter,m Bezirke des 11. Armeekorps.) Blankenham, Drrek- torium des Karl-Friedrichs-Hospitals, Hulfswarter be. Geisteskranken und Siechen, 220 Mark Gehalt und freu Station. Kassel, Regierung, Hulsshausdiener 900 Mark Gehalt jährlich. Corbach in Waldeck, Landesrentener, Steu­erexekutor und Vollziehungsbeamter 972 Mark und 500 Mark Vollziehungsgebühren u. s. w. Darmstadt, $oftamt, Postbauswächter 730 Mark Gehalt. Liebenau, Postamt, Landbriefträqer, 510 Mark Gehalt Wiesbaden, Bürger­meisterei, Schulpedell an der Mittelschule der Lehrstraße, 900 Mark Gehalt, freie Wohnung und Heizung. Strecke Schwerte-Kassel, Königliches Eisenbahn - Betnebsamt zu Kastel (Berg-Märk), 5 Bremser, während der Probezelt je 57,50 pro Monat, bei etatsmäßiger Anstellung 690 Mark Anfanqsqehalt, nebst dem tarifmäßigen Wohnungsgeldzu­schuß. — Im Bezirk der Großherzoglich Hessischen 25. Di­vision: Station Darmstadt oder Frankfurt der Main- Neckarbahn, Direktion der Main-Neckarbahn zu Darmstadt, Schaffner 1150 Mk. Gehalt jährlich, freie Dienstkleidung und die gesetzlichen Fahrgebühren.

— Wie viele aus der Provinz einlaufende Nach­richten melden, ist der Ausfall der hohen wie niederen Jagd in diesem Jahre ein so günstiger, wie selten vorher, weshalb die große Zahl der Jagdliebhaber mit besonderer Lust und Eifer dem edlen Waidwerk obliegt. Trotz dem reichen „Waid­mannsheil" ist indessen eine Verminderung des großen Wildstandes kaum zu bemerken, und aus landwirthschaftlichen Kreisen wird Klage über den vielen Wildschaden geführt, den namentlich die Wildschweine anrichten. So treten im Kreise Mel­sungen, in der Gegend von Beiseförth, die schwar­zen Bestien in Rudeln auf und verwüsten am Hellen Tage Land und Saat. Wie uns mitgetheilt wird, hat man Wildschweine wiederholt in dortiger Gegend den Bahnkörper entlang förmlich spazieren gehen sehen. Auch in einzelnen Gemarkungen im Kreise Fritzlar Hausen die Feinde der Landwirth- schaft arg und wühlen ganze Aecker um. Was das Roth- und Rehwild anlangt, so wird auch hierin überall ein reicher Wildstand in Heffen beo- dachtet, und von den Hasen heißt es gar, daß sich „die ältesten Leute" nicht erinnern können, je so viel Hasen als dieses Jahr wahrgenomnien zu haben. Somit kann das edle Waidwerk hier zu Lande in ergiebigster Weise ausgenutzt werden.

— Der ständische Verwaltungsausschuß hat vom 10. bis 17. d. M. zu Kassel seine Mo­natssitzung abgehalten. Den Vorsitz führte der Vizemarschall v. d. M-rlsburg. Verschiedene Ge­suche um Erlaß von Verpflegungsgeldern bei der Jrrenheilanstalt und den beiden Landeshospitälern wurden erledigt und das Projekt zum Ausbau des Thurmes auf der Kirche des Landeshospitals Haina genehmigt. Den Gemeinden Groß-Roppers- hausen, Lanertshausen und Lütter wurden Unter­stützungen zum Landwegebau, ferner zu der in diesem Jahre stattfindenden Ausstellung kunstge­werblicher Gegenstände eine Beihülfe von 4000 M. bewilligt. Hebet die Aufnahme eines Darlehens zur Bestreitung der Kosten zur Erweiterung der Landeshospitäler Haina und Merxhausen — nach Beschluß des Komniunallandtags vom Jahre 1881 — wurde endgültiger Beschluß gefaßt. Außerdem wurden noch verschiedene Personalfachen un,b Land­wegebausachen erledigt.

• Marburg, 24. Dez. Wie den ,O. H/ aus Gießen mitgetheilt wird, soll auf Anregung aus landwirthschaftlichen Kreisen die Frage der Er­richtung einer Zuckerfabrik auf Aktien an einem noch zu bestimmenden Punkte der Eisenbahn Gießen-Gelnhausen in einer Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Gießen,

welche Donnerstag den 3. Januar k.J., Vormit­tags 9'/z Uhr, zu Hungen im Gasthaus zum Solm- ser Hof stattfinden soll, öffentlich weiter verhandelt werden. Da bereits bei einer am 18. d. M. zu Nidda stattgehabten Besprechung von den' dort er­schienenen Landwirthen 871 Morgen Gelände zum Zuckerrübenbau zugefichert worden sind, wird das Unternehmen aller Voraussicht nach zu Stande kom­men. Es werden daher alle Diejenigen, welche sich noch daran betheiligen wollen, gut thun, sich an der genannten Generalversammlung zu betheiligen, oder wenigstens dem Direktor des landwirthschaft­lichen Bezirks-Vereins Gießen baldmöglichst anzu­geben, wie viel Morgen Zuckerrüben sie bauen wol­len. Diese Erklärung ist noch nicht verbindlich, hat aber den Vortheil, daß der Betreffende zu der Generalversammlung, in welcher das Statut der Gesellschaft festgestellt und diese definitiv gebildet werden soll, eine besondere Einladung erhält. Es wird schließlich noch gebeten, diese Notiz in den landwirthschaftlichen Kreisen möglichst zu verbreiten.

* Marburg, 22. Dez. Im Abgeordneten- Hause wurde bei der zweiten Berathung des Etats der Staatsarchive für das hiesige Archiv der be­antragte Posten von 14,000 M. zur Anschaffung von Aktenschränken rc. nach dem Antrag der Kom- mmission. .

* Kirchhain, 24. Dez. Die .KirchhamerZei­tung' hat ihr Erscheinen eingestellt, ihr Heraus­geber, Drucker und Verleger hat sich von hier entfernt, ohne anzugeben wohin.

• Hanau, 22. Dez. Im Bebraer Bahnhofe hatte beim Rangiren der Züge ein Arbeiter das schreckliche Unglück, überfahren zu werden. Der Mann trug derartige Verletzungen davon, daß er alsbald seinen Geist aufgab.

• Philippsruhe, 24. Dez. Zur Richtig­stellung unserer früheren Notiz sei niitgetheilt, daß nicht eine Prinzessin von Hessen Philippsthal rc., sondern die Prinzessin Elisabeth von Heffen, älteste Tochter des Landgrafen Friedrich Wilhelm von Heffen mit dem Erbprinzen Leopold von Anhalt sich verlobt hat.

* Kassel, 24. Dez. Am Sonnabend wurde der frühere Schmiedemeister Sch. dahier-unter dem dringenden Verdachte, sich des Verbrechens gegen § 173 des Str.-G.-B. schuldig gemacht zu haben, auf Veranlassung der königl. Staatsanwaltschaft verhaftet. Derselbe hat in vergangener Nacht in seiner Zelle das Bettzeug zerrissen und die Fen­sterscheiben eingeschlagen. Jedenfalls hat er die Flucht ergreifen wollen. (K. Z.)

* Kassel, 25. Dez. In den Kommunalland­tag wurde im Landkreis Kaffel Herr Bürger­meister Hubach in Bergshausen mit 636 von 775 Stimmen gewählt.

* Frankfurt, 25. Dez. Herr Gymnasial­direktor Mommsen hat sich veranlaßt gesehen, kurz vor Weihnachten, d. d. 22. Dezember, den Eltern der Gymnasiasten nachstehendes Cirkular zukommen zu laffen: „In Folge einer in diesen Tagen eingeleiteten Untersuchung hat sich die be­trübende Thatsache ergeben, daß unter der hie- siegen Jugend unsittliche und rohe Ge­dichte, Reden und Anschauungen sich ver­breitet haben. Indem ich Sie hiervon in Kennt- niß setze, ersuche ich ergebenst, besonders in dieser Beziehung ein aufmerksames Auge auf Ihren Sohn zu richten und die Schule in ihren Benmhungen, der Jugend eine reine Gesinnung zu erhalten, unterstützen zu wollen. Zugleich bitte ich um Em­pfangsbestätigung". Auch ein Zeichen der Zeit!

* Wiesbaden, 25. Dez. Der emeritirte Direktor an der Liebfrauenkirche zu Frankfurt a.M., Herr Philipp Grimm, welcher seit zwei Dezennien in unserer Mitte wohnt und noch jeden Sonn- und Festtag in unserer Nothkirche das hl. Meß­opfer celebrirt, feierte gestern sein 60jähriges Pciesterjubiläum. Gelegentlich dieser seltenen Feier und in Anerkennung seiner bewährten wohlthätigen Gesinnung für unsere Diözesan-Anstalten hat der Hochw. Herr Bischof von Limburg ihn zum Geist­lichen Rathe ernannt. Auch das Hochw. Dom­kapitel hat ihm Glückwünsche dargebracht. Der nahezu 84 Jahre alte Herr erfreut sich noch einer kräftigen Gesundheit.

Vermischtes.

*** (Der berühmte 1000jährige Rosenstock) an der Apsis des Hildesheimer Domes hatte schon lange Zeit gekränkelt, so daß man ernstlich daran denken mußte, den stummen Zeugen einer 1000jährigen Geschichte vor dem Untergang zu bewahren. Nachdem durch den Hildes­heimer Kunstgärtner Herrn Spörl die Wurzelknolle bloß­gelegt worden ist, sand vor einigen Tagen eine Besich­tigung desselben statt, zu welcher auch der Hofgarten-Jn- spektor Wendland aus Herrenhausen erschienen war. Als ein wahres Wunder muß es erscheinen, daß der Rosenstock hier überhaupt hat existiren können und nicht schon längst eingegangen war. Die mächtige Wurzelknolle wächst so­zusagen aus Gemäuer heraus und ist höchstens zwei Fuß tief, von Erde umgeben, während unter dieser sich nichts als Bauschutt befindet. Zu allem Uebersluß war über die Wurzelknolle noch ein mächtiger, mindestens 6 Fuß langer Stein gelegt, der jeden Zutritt von Lust und Licht verhindern mußte und jedenfalls an dem Kränkeln des Rosenstockes die größte Schuld trägt. Es wird demselben nunmehr auf Anordnung des Herrn Wendland die größte Pflege zu Theil werden, und ist er zunächst nach Besei­tigung des Steines mit einer vorzüglichen humusreichen Erde umgeben worden, in welche Röhren gelegt sind, durch welche ab und an eine Düngung des Rosenstockes mit Ochsenblut bewirkt werden soll. Sodann soll er tüchtig zurückgeschnitten werden, und so ist bei den Sachverstän­digen hinreichende Hoffnung vorhanden, den weit und breit berühmten Rosenstock zu erhalten, welche Nachricht gewiß allseitig mit Freude vernommen werden wird.

*** Berlin, 24. Dez. (Großer Juwelen- dleb stahl). Gestern Abend ist in einem hiesigen großen Juwelengeschäft ein bedeutender Juwelen­diebstahl durch zwei Frauen verübt worden; es wurden 150 Brillantringe im Gesammtwerthe von etwa 100,000 Mk. gestohlen. 3000 Mk. Belohnung sind auf die Wiederbringung des gestohlenen Gutes und Festnahme der Thäter gesetzt.

Druckfehler-Berichtigung: In dem Annoncen­theil der letzten Nummer, und zwar in dem Mainzer Aufruf an die deutschen Katholiken hat sich durch die Un­aufmerksamkeit des Setzers ein grober Druckfehler einge­schlichen, den wir seiner Natur wegen nicht wiederholen wollen. Es muß dort Zeile 4 heißen „die Unter­stützung der großen Gottesmutter".

Meteorologische Beobachtungen.

Wetterbericht der deutschen Seewarte vom 26. Dezember:

Ueber Centraleuropa ist das Weiter ruhig, stark nebelig und ungewöhnlich milde. In Süd- und Nord-Deutschland, sowie in Baiern ist vielfach etwas Regen gefallen. In Deutschland liegt die Temperatur im Norden 2 bis 6, im Süden 4 bis 8 Grad über der normalen.

Fulda, 27. Dezember, Vorm. 12 Uhr:

Barometer st and: 749 Mill.

Thermometer st and: 5« Röauinur.

Abonnements-Einladung.

Indem wir schon heute zum Abonnement für das I. Quartal (88$ einladen, bemerken wir, daß den neuhinzutretenden Abonnenten auf Wunsch die bis zum Januar noch er scheinenden Nummern verabfolgt werden.

Dankbarkeit veranlaßt mich, darauf auf­merksam zu machen, baß meine Frau — welche trotz aller nur möglichen, oft theuren Mixturen fortdauernd an Rheumatismus litt — durch Anwendung eines einfachen Haus­mittels von ihrem schmerzhaften Leiden be­freit wurde. Aehnlich Leibenden theile ich auf Franko-Anfrage gern Näheres mit. (2322 A.Krrilipper,Hamburg, Steinst.40. । Ich ersuche die Herren Zeitungsverleger um | gefl. Weiterverbreitung des Vorstehenden.

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