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Donnerstag, den 16. November 1882.
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Meine Herren! Wiederum ist der Landesvertretung ein ausgedehntes Feld wichtiger Arbett eröffnet. Ich hege das Vertrauen, daß diese Arbeit durch Ihre bereitwillige Unterstützung Meiner Regierung auch in der neuen Session zu einer fruchtbringenden sich gestalten werde!"
Grund der bestehenden Gesetze und der ihr ertheilten Vollinachten den Bedürfniffen Meiner katholischen Unterthanen auf kirchlichem Gebiete jede Rücksicht angedeihen zu lassen, welche mit den Gesammt- interessen desStaats und derNa- tion verträglich sind.
Zur besonderen Befriedigung gereicht es Mir, Ihnen mittheilen zu können, daß die Beziehungen des Deutschen Reiches zu allen auswärtigen Regierungen Mir die Ueber- zeugung gewähren, daß die Wohltha- ten des Friedens uns gesichert bleiben werden.
„Die Wiederanknüpfung des diplomatischen Verkehrs mit der Römischen Curie ist zu Meiner Freude der Befestigung freundlicher Beziehungen zu dem Oberhaupte der katho-
— Die 1 Sitzung des Hauses der Abgeordneten wurde um li/4 Uhr durch den r. z-----— 1 Abg. von Bockum-Dolffs, nachdem er
Der Schluß der Thronrede lautet festgestellt, daß er, am 2. Februar 1802 geboren, das älteste Mitglied des Hauses ser, mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und König eröffnet. Die Mitglieder des Hauses, die sich von ihren Plätzen erhoben hatten, stimmten in diesen Ruf dreimal
Deutsches Reich.
* Berlin, 15. Rov.
begeistert ein. Nachdem der Alterspräsident von Bockum-Dolffs zu provisorischen Schriftführern die Abgg. Grütering, Quadt, Sachse und von Schöning berufen hatte, konstatirte er, daß bereits 337 Mitglieder in das Haus eingetreten seien, und bemerkte, daß an diejenigen Mitglieder, die den Eid auf die Verfassung nicht schon geleistet haben, die Aufforderung hierzu in den nächsten Tagen ergehen solle. Von dem Minister des Innern war eine Verordnung vom 24. August 1882, betreffend den lauenburgischen Landeskom- munalverband, eingegangen. Nachdem die nächste Sitzung auf Donnerstag, Nachmittag 2 Uhr, anberaumt und als Tagesordnung die Wahl des Präsidenten, des Vice-Präsidenten und der Schriftführer festgesetzt worden war, wurde die Sitzung um V!» Uhr geschlossen.
— Im Herrenhause wurde heute das alte Präsidium wieder gewählt.
-nk_- Eine unlängst vom .Journal de Rome' verbreitete Nachricht, daß die Verhandlungen des hl. Stuhles mit der preußischen Regierung „abgebrochen" feiert, wird letzt von diesem Blatte mit den, Bemerken aufrecht gehalten, daß die Besuche S ch l ö z e rs beim Cardinal Jacobini „nur noch Höflichkeitsbesuche" wären. Als Grund des „Abbruchs" der Verhandlungen wird das Stocken in den Abmachungen über die „Anzeigepflicht" angegeben. Die preußische Regierung habe hierüber neuere Vorschläge gemacht, wird behauptet, der Vatican halte dieselben aber sür ungenügend, wie er denn in Zukunft überhaupt auch nur solche Vor- schläge beantworten werde, in denen er
diener Kündigungen und Mahnungen auf das Land, sein Pferd verlor ein Hufeisen, und Miles sollte es sogleich anschlagen, obschon wir Alle dem Manne sagten, der Schmied habe soeben seine schöne Tochter begraben und sei der Verzweiflung nahe. Was thut der Bursche? Er geht und klopft an die Schmiede, bis Miles herauskommt, ^zhr kennt den heftigen Miles Regan, daher brauche ich Euch nicht zu sagen, daß nicht viele Worte zwischen ihnen gewechselt wurden. Der Gerichtsdiener befahl augenblickliche Arbeit, da packte ihn Miles, schleppte ihn zum See und warf ihn hinein. Es war ein Glück, daß er schwimmen konnte, aber wir wissen nicht, was Miles geschehen wird; der Mann kam im Auftrag des neuen Verwalters."
a. eJn dicker Mann, von einem Bullenbeißer begleitet?"
„Nein, das ist ein anderer. Drei oder vier gehen umher. Obgleich der alte French schlimm genug war, soll der neue Verwalter noch schlimmer fein."
„Es ist Gottes Wille," sagte Oswin im Tone frommer Ergebung, weil ihm der Trost blieb, daß Gott das Böse bestrafen und das Gute belohnen werde; gleichzeitig ühlte er, daß die Leiden der Armuth gering sind im Vergleich zum Verlust der theuer-
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Oswin Connor.
Eine Erzählung aus dem Volksleben Irlands. Aus dem Englischen des Charles Lever, frei übersetzt von Alice Salzbrunn.
(Fortsetzung.)
„Ich weiß nicht, ob er sich überhaupt angesteckt hat; als ich gestern Abend nach Hause kam, lag er schwach und hilflos auf dem Bett, er schlummerte fast schmerzlos bis zum Tagesanbruch, dann —"
„Möge er zur himmlichen Herrlichkeit eingegangen sein, darum bitte ich Gott," sagte ein alter Mann mit weißem Bart, „wir wurden in einem Jahre geboren, wir kannten uns schon, als wir kleine Kinder waren, wie das in Euren Armen, und er war ein guter, frommer Christ."
„Wem gehört das Kind, Oswin?" fragte ein Anderer aus der Menge.
„Es ist Martin Neale's," flüsterte Oswin, in der Furcht, daß der kleine Knabe seine Worte höre, „was fehlt dem Meister Miles? Er sieht sehr düster aus."
Die Frage bezog sich auf einen großen, riesenstarken Mann, welcher mit dem Schurzfell eines Grobschmieds bekleidet, schweigend in einer Ecke der Tischlerwerkstätte saß.
„Ich fürchte, er brütet Böses," flüsterte der Gefragte, „gestern brachte ein Gerichts-
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gestern, -mittags 12 Uhr, von Sr. ftnnung, welche Meine Reaieruna -u be-
Maleltat dem Kaiser und König im Weißen thätigen nicht aufhören wird auch 3 ferner Saale feierlich eröffnet. Der Kaiser verlas, günstigen Einfluß auf die Gest'altuna unserer äXÄti"* £ L LI SBä M “f Geburt seines Urenkels dargebracht worden sind, betonte den Aufschwung der G e- werbthätigkeit und den guten Ausfall ber @rnte, beklagte das bestehende M i ß v e r- hältniß zwischen dem Bedürfniß und den Mitteln des Staates, und kündigte zur Bedeckung des nächstjährigen Desicits ein Anleihegesetz an, ferner anstatt des abgelehnten Verwendungsgesetzes befondere Gesetzesvorlagen, um die Com munal- und Schullasten zu vermindern, die vier untersten Stufen der Classensteuer aber vollständig aufzuheben. Der letztere Gesetzentwurf wird als dringlich bezeichnet. Ferner werden Gesetzentwürfe in Aussicht gestellt betreffend: Erweiterung des Staatsbahnspstems durch Herstellung I neuer Bahnen, Canalbau zur Verbindung der großen Ströme im Westen der Monarchie, Vereinfachung der Verwaltungs-Organisation und Beseitigung der Härten, welche sich bei der Zwangsvollstreckung in Immobilien herausgestellt |
ften Verwandten. „Komm, Patrick, mein (junge," sagte er, nachdem er einen Sarg auf feine Eselskarre gesetzt und den kleinen Knaben an der Hand führend heimwärts lenkte, „komm nach Hause."
Erst beim Anblick seines Hauses erkannte er die ganze Größe seiner Beraubung. Der Kamin, aus dem kein Rauch aufstieg, die verschlossene Thür ließen ihn plötzlich seine Vereinsamung empfinden, er beugte sich über den Sarg und meinte bitterlich. Die Liebe des alten Mannes zu ihm, feine gütige Nachsicht, feine glückliche Gemüthsart, feine Treuherzigkeit lebten in feinem Gedächtniß und er wunderte sich, daß er seinen Vater nicht tausendmal mehr geliebt, so tief war er von seinem Verlust durchdrungen. Wenn dieser Gedanke seinen Kummer nicht milderte, leitete er wenigstens das Herz zur besseren Ertragung des Leides, und als er den Todten in den Sarg legte und neben demselben zum Gebet niederkniete, that er eö in ruhiger und gottergebener Gemüths- versassung und verharrte stundenlang in inniger Andacht.
cpät am Nachmittag ging Oswin wieder aus dem Hause, denn das Begräbniß mußte noch an demselben Tage stattfinden.
„Ich dachte nie, daß du in dieser Weise zur letzten Ruhestätte ziehen würdest, lieber
Altung.
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