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Freitag, den 18. August 1882.
Fuldaer
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>i. Jüdische Güterschlachterei.
Sehr interesiant ist folgende amtliche lieber» sicht über Güterschlächterei im Regierungsbezirke Cassel aus den letzten Jahren, welche das ,Casseler Journal' mittheilt. Es wäre zu wünschen, daß auch in anderen Provinzen solche Aufstellungen gemacht würden; denn sie zeigen, wie nichts Anderes, den Krebsschaden und seine Ursachen, an dem unser Bauernstand und sein Wohlstand in Folge der Juden dahinsiecht. Wir greifen aus dieser interessanten Uebersicht einige Ziffern heraus, weil sie so recht deutlich zeigen, daß die Güterschlächterei hauptsächlich von Juden betrieben wird.
Im Landkreise Cassel waren bei den dreißig Gutssubhastationen die Ausschläch- ter ausschließlich Juden. Die früheren Besitzer sind meist zu Taglöhnern herabgesunken und bei dem Wiederverkäufe der Höfe durch Vereinzelung sind vielfach bedeutende Gewinne erzielt worden, die sich im Einzelfalle auf 18,000 Mk. belaufen haben sollen. . Im Kreise Eschwege wird eine-Vermehrung der Güterausschlachtung constatirt. In den letzten vier Jahren sind deren 29 und zwar meist durch Israeliten vorgenommen worden. Im Kreise Frankenberg sind in den letzten 5 Jahren in 17 Gemeinden 36 Ausschlachtungen beobachtet worden. Von den Ausschlachtern waren 17 Juden, 3 Christen. Dabei muß noch erwähnt werden, daß bei einem solchen Fortgänge dieses Geschäftes in ungefähr 15 Jahren im Amtsgerichtsbezirk Frankenberg es nur noch eine geringe Anzahl Bauern geben würde, welche nicht Geldselaven dieser jüdischen Gutsschlächter
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Der Weg zum Verderben.
Nach dem Französischen von I. Rüttgers. (Fortsetzung.)
XIX.
Es war Nacht; eine düstere traurige Novemberuacht. Es war eine schreckliche Nacht, die in ihrer Finsterniß furchtbare ©eenen von Metzelei und Todeskampf einhüllte. Es war nach einer mörderischen Schlacht. Der schreckliche Geruch des vergossenen Blutes verpestete die Luft, während die Opfer der Schlacht, wegen Mangel an Hilfe verblutend mit lautem Schrei zu Gott empor riefen — eine eigentümliche Sprache, herz- und markdurchdringend wie nirgendwo sonst.
In Gruppen und Haufen bedeckten Todte und Sterbende die Ebene und die Ufer der Marne. Einige umklammerten noch, tobt und erstarrt mit dem Antlitz zum sternenlosen Himmel blickend, krampfhaft ihre nunmehr unnütze Waffe. An mancher Stelle hatte das erbannungslose Geschoß die Leute in Masse zu Boden gestreckt, entstellt und blutend lagen sie da; zerstreute Glieder lagen weit ab, die Wunden selbst waren gräßlich klaffend.
In der Ferne sah man schwache, bleiche Liöhter umherirren. Die barmherzigen Brü-
sein würden. Das Gulsausschlachten wird auch im Kreise Fritzlar mit einer einzigen Ausnahme von Israeliten betrieben.
Am schlimmsten haben die Juden in der einst bayerischen und nun preußischen Rhön gehaust und dort die ohnedem von Haus aus ärmliche Bevölkerung völlig an den Bettelstab gebracht. Im Kreise Gersfeld hat in den Jahren 1879 — 1882 eine Zunahme des Ausschlachtens stattgefunden. Dasselbe wird gewerbsmäßig nur von Israeliten betrieben. Der Fälle, in welchen durch freiwilligen Vertrag ohne Zwangsverkauf, wenn schon unter dem Drucke ungünstiger Vermögensverhältnisse, bäuerliche Anwesen im Ganzen an Güterhändler und von diesen in Pareellen wieder veräußert werden, kamen innerhalb jener Jahre 11 zur Kenut- niß der Kataster- und Grundbuchsbehörden. Weit höher aber ist die Zahl der Ausschlachtungen, welche durch Zwischenhändler so ausgeführt werden, daß zur Erfparung von Stempel- und Gerichtskosten die Güterschläch- ter Scheinkäufe so vermitteln, daß auf Grund deren die Eigenthumsübertragung von dem früheren Besitzer direct auf den neuen Erwerber erfolgt. Bei dem Kgl. Amtsgerichte Hilders sind für diesen Bezirk mit 10,655 Seelen von Mai 1880—82 fünfundzwanzig Zwangsversteigerungen anhängig gewesen, von denen 24 durch Israeliten betrieben wurden.
Im Kreise Gersfeld machte sich gegenüber den jüdischen Güterzertrümmerungen vor allem der wohlthätige Einfluß der Raiffeisen'schen Darlehenseasien bemerkbar. Es bestehen daselbst 14 solcher Raiffeisen- der suchten die Verwundeten auf, um sie den Krankenträgern zu übergeben, und machten Gräber für die Todten zurecht. Die christliche Nächstenliebe verdoppelte hier ihren friedlichen Heroismus, und schon seit der Morgenröthe waren die Brüder bei ihrer Arbeit, obwohl sie wohl wußten, daß sie vielleicht mit ihrem Blut ihren Muth und ihre Tugend bezahlen würden.
Ein unermüdlicher Eifer beseelte sie Alle. Niemals zeigte der Klerus besser seine Bravour, als während der Dauer des Krieges und niemals bewies er mehr Seelengröße, als gerade in den traurigen Tagen, welche auf den Krieg folgten. Die Seminarien hatten ihre jungen Alumnen ausgesandt — um zu lernen, die Menschen sterben zu sehen, eine furchtbare Leetion mußte es für einen Jeden fein. Mancher mochte wohl später ihnen zum Vorwurf machen, daß sie kein Gewehr anzufassen und zu handhaben wüßten; aber solche Schwätzer vergaßen, daß jene jungen Leute, mitten im dichten Kamps- gewühl, umtobt von Kugeln und Granaten, mit der größten Kaltblütigkeit die Verwundeten fortgeschafft hatten, daß sie ohne Brust- panzer sich der Mitrailleuse ausgesetzt, und alles dies ohne andere Kraft als die, welche ihnen von oben kam, die ihnen den Preis des Sieges zeigte, den sie erstrebten.
Vereine und arbeiten dort mit Erfolg den Juden entgegen. Eclatant zeigt sich hier der Nutzen dieser Vereine, sie sind ein Damm gegen die Ausbeutung der Bauern durch die Wucherjuden. In anderen kurhessischen Kreisen ist dagegen die Güterschlächterei um so intensiver betrieben worden. Im Kreise Hanau fanden in zwei Jahren durch Güterjuden 28 zwangsweise Versteigerungen landwirthschaft- licher Anwesen statt; im Gerichtsbezirke Bockenheirn waren es deren 25 und im Kreise Marburg 35. In Melsungen haben die Juden 22 ländliche Besitzungen an sich gebracht. Auch im Kreise Witzenhausen ist in den letzten Jahren der Wohlstand der Bauern sehr gesunken. In den letztverfloffenen Jahren ist hier die Zerschlagung von 13 Gütern vorgekommen. Die Zertrüminerer waren sämmtlich Juden. Außerdem wurden noch zahlreiche kleinere Anwesen erworben und wieder verkauft. Im Kreise Ziegenhain fanden ^Ausschlachtungen größerer Bauerngüter durch Juden statt. Nur ein Christ befaßte sich dort mit dem gleichen Geschäfte.
Solche Ziffern sprechen laut und eindringlich, sie sind eine flammende Anklage gegen die wucherische Ausbeutung und ein kräftiger Apell an unsere Regierungen und Parlamente, endlich einmal unseren Bauernstand vor den Wucherern, Schacherern und Schmusern zu schützen.
Deutsches Reich.
* Berlin, 16. Aug. Der neue Finanz- nünifter Scholz gedenkt, nach der ,Nat.
An einer Stelle des Schlachtfeldes waren drei Leute zugleich gefallen; der Eine, ein alter ausgedienter Soldat, der in der Krim und in Italien verschont geblieben war, sollte auf feinem heimaihlichen Boden sterben; der andere, ein Kind aus dem Volke von kaum achtzehn Jahren hatte, feiner Begeisterung folgend, den Hobel mit dem Gewehre vertauscht.
Der Dritte war auch ein Soldat, aber er gehörte einer edeln Familie an. Der alte Soldat gab fein Lebenszeichen mehr zu erkennen, der Freiwillige, welcher vor Schmerz ohnmächtig geworden war, kam langsam wieder zu sich, die Kälte der Nacht machte ihn nur zittern. Den einen Arm streckte er aufs Gradewohl aus, denn der andere hing, von einer Kugel getroffen, zerschmettert schlaff an seiner Seite herab, und fuhr zufällig mit feinen Fingern in das Gesicht des Sergeanten hinein.
Er nahm seine Kräfte zusammen, machte sich langsam los, denn der Leichnam des Sergeanten bedeckte ihn halb, und auf dem zerstampften aufgeweichten Boden herumkriechend, versuchte er Den zu erkennen, der neben ihm lag. Er hatte sich nicht getäuscht, das Herz schlug noch. Eine einzige Hilfeleistung, und zwei Menschen wären gerettet gewesen. Mit seinen Augen überblickte er