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Samstag, den 17. September 1L81
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x* Politische Streifzüge»
ben! SS.« iä ®6» rum Katholischwer. I sich zusammensetzen und pauken, wenn der S: .arajs ,fl pechrabenschwarz, überall j Gorilla im Berliner zoologischen Garten Steel °^"°ble Kullmann. Grimmaffen schneidet, das wird in langen
l$öpe. Ich selbst bm fast schwarz vor Spalten erzählt; wenn aber 3—4onn «an?“ M ®“' !„6n™,°IS™: 'Vtee °m ?‘ultol ®,nn" B--l»mmImg!n «Hatten“ &Ät “Ä. S.S L..°"a . SM'°, «Nch.it
Gr entfernte sich. Mein Fächer war
über ent.
। „O! dieses ist nur eine Ausrede, um I mir Ihren verletzten Stolz zu verbergen."
„Was Sie da sagen, ist Ihrer unwürdig. Von meinem Stolz kann hier keine Rede fein- Ich habe gar kein Vermögen. Sehen ©t6 diesen Fächer. Nicht wahr, er ist hübsch up.6 gelungen! Nun! er wird sogleich zum Kaufmanns wandern und sich in Goldstücke verwandeln, welche dazu dienen sollen die -Riethe zu bezahlen. Mein einziger Stolz
das Geld, welches ich mit meiner Arbeit verdiene. Nein mein Freund, glauben Sie mir, es ist nur eine Gewiffenssrage. Lassen ?ieJntL‘8eit ?u überlegen und ich ver« spache Ihnen die Antwort zu geben, welche mir mein Gewissen dictiren wird."
, »Oh! Sie sprechen davon mit dem falten Blute eines Geschäftsmannes, wie
Parteitag anberaumen, der an Großartig, feit alle» bisher Dagewesene in den Schat« ten stellt; erst dann kann ich wieder ruhig schlafen." Dieser Bericht ist leider nicht gedruckt worden; wahrscheinlich hielt die Redaction des liberalen Blattes es nicht für opportun, ihren Lesern überhaupt etwas von der glänzenden Katholikenversammlung " Vonn zu sagen, wie ja die meisten Vlätter ähnlichen Kalibers mit vorneh. mem ©tiIIf4töeigeR [ober nichtssagen- Den Phrasensich daran vorbeidrückten. Wenn ein halb Dutzend Deutsch. Vereinler
Nachdruck verboten.
Zunächst eilen wir noch einmal schnell nad) Bonn. Die 28. ^Generalversammlung der deutschen Katholiken liegt zwar schon ocht Tage hinter uns - und acht Tage nnb in unserer schnellebigen Zeit eine halbe Ewigkeit, — allein es wäre schade, wenn folgender Erguß nicht das Licht der Welt erblickte. Irgend ein liberaler Korrespondent, den der Vorwitz nach Bonn gewirbelt ha"e, schrieb seinem Blatte folgende Epistel, — oder hätte wenigstens so schreiben rönnen; „Da sitze ich hier mitten in der Pfaffengasse, — es ist zum Katholischwer.
montanen beschämen lassen? Wir müssen \ thulm herabzunehmen, Ha7 ber$ l
eine großartige Geaen-De>nnng>-»ti<in * »lAt »X. ; h"* v“uuutt, «ve, uit rzuoen zu
Uebr'gens mochte ich witzeln und sie mit allerhand Sckmeichol.
ewzig dastehen, dann schweigt man. Und bie katholischen Blätter sind so kühn, so tolerant^ und galant, daß sie selbst den gehässigsten Ergüssen der Gegner Raum gönnen! Nun, weder der Neid noch der Ingrimm der Liberalen hat die Größe und Schönheit der Versammlung beeinträch. hgt, nicht einmal die abschlägige Antwort des Ministers Maybach, eine Fahrpreis-Ermäßigung zu bewilligen; ben Theilnehmern bet orthobo x - lutherischen
.rr—r " "> er sie zwar ge«
durch derartige kleinen Chicanen und Maß. regeln ihren „Patriotismus" zu bekunden, bestens empfehlen, in Zukunft etwas vor. sichtiger zu fein, denn die Zeiten haben sich doch geändert. Die Aeta Falk ist ab. gethan; er ging, und Alle werden gehen, welche die schwellende Woge des „Cultur. kampfes" erhoben hat; die sinkende wird sie hmabziehen, wie sie den Oberpräsidenten von Ende hinabgezogen hat, und wer ®ei6, ob die Ebbe nicht auch manchen Landrath, Bürgermeister und sonstige Be. amten, die gar zu stark auf die Cultur. pauke schlugen, im Sande zappelnd zurück« Waffen wird. Also Vorsicht meine Herren, und denkt immer an das alte Lied: „Die Welt ist rund und muß sich dreh'»." Ehe ich jedoch Bonn und den Rhein verlasse, roifl ich noch eine kleine Episode erzählen. Ais ich nach Bonn fuhr, saß ich mit einem Zuden zusammen im Eisenbahncoupee; da bie Lust „rein" war, d. h. da das graue Zterieut „ aller Coupee. Insassen darauf schließen ließ, daß keine „Schwarzen" an« ^'end waren, fing der Israelit an, über die Katholikenversammlung zu spötteln und ?u witzeln. Ich bin nun Keiner, der gern Streit sucht und kann auch Witze vertragen, als mit's aber zu arg wurde, ging ich los. »„ie sind, Hub ich an, Einer vom auser« wählten Volke. Sie gestatten sich hier, opne geroifj zu fein, Niemand zu verletzen, bte Männer zu verspotten, die in Bonn ?hrer Ueberzeugung Ausdruck geben. Wenn
' nur nun erlaubte, über die Juden zu
„6oren Sie mich, mein Freund," sagte tdj; „ich will mich befragen, lassen Sie mich überlegen. Nicht wahr, Sie wollen Mir kein Versprechen entreißen, daß wir vielleicht eines Tages beibe bereuen würden? Kommen ©;e morgen wieder."
»Wie Sie wollen. Sie werden das Glück meines ganzen Lebens scheiden."
genommen, das heißt, alles Elend zu lindern' dem ich auf meinen Wegen begegnen werde, ete sind das gute, aufopfernde, barmherzige und aufrichtige Mädchen, über Deren Lippen nie eine Lüge gekommen ist - mir verfolgen beide denselben Gedankem und Sie würden der Engel fein, welcher Ar"?*" Weg zeigte, den ich gehen soll. Wollen Sie, Agnes?"
©ein Mick sagte noch mehr als seine Worte. Warum konnte ich ihn nicht heben ? Ich hatte vor mir einen treuen und zuverlässigen Mann, einen Beschützer, ein edles Herz, dem ich ganz ruhig die Sorge um meine Zukunft anvertrauen konnte. Aber anstatt, daß mein Herz sich zu ihm neigte, empörte es sich bei dem einzigen Gedanken, daß er um mich anhielt.
Mein Gott! ich liebte denn noch immer Friedrich?
Vaterland denke, das solche Reichsfeinde birgt. Es ist unbeschreiblich was ich hier gesehen und erlebt; die Leute glauben in oer Thal, was sie sagen; da» war nichts Gemachtes, keine künstliche Begeisterung. 34 war in der Beethovenhalle und hörte Windthorst. Welche Begeisterung in den Augen der Zuhörer, welche Beifallssalven!
sah die Rheinfahrt, — etwas Groß. | artiges, Unbeschreibliches! Ueberall jubelte j i?8 wbhten die Fahnen, donnerten ’ »ytuntyuittu oer or Raketen und glühten ß August-Conserenz hatte er |te ho68 Js ^8 $Smen,m^em blutet, | währt, — über den Katholiken,war
?ß6 SL‘«föonen Rhein noch so finster | nicht! Auch der Ukas bei Bürgermeister» sollen wir uns von den Ultra- I in Honnef, die Fahnen vom bortiaen Kirck montanen be chamen lassen? Wir müssen thurm herabzunehmen, hat der Rheinsabr eine großartige Gegen-Demonstration in 1 nicht geschabet. I" ’ 9 W
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Tante Agnes.
Novelle von O. de C.
Ins Deutsche übersetzt von M. B.
(Fortsetzung.)
Armer Louis Bernier! Ganz bleich unb bie Augen auf mich geheftet stanb er vor mir; seine auf dem Tische liegende Hand zitterte. Ich konnte mich in diesem Augen« blicke nicht enthalten, einen schnellen Vergleich zwischen Louis Bernier, dem Fabrik- Herrn, und dem adeligen Marquis be Mo- rangis zu machen, derselbe fiel aber leider nicht zum Vortheile des Letztem aus.
Ich reichte ihm die Hand; doch nicht so | rote wenn er der Mann gewesen wäre, welcher mir anbot, seine Frau zu werden, I
„$« Äyi* s«ffnung fir mich?. ’ afM'jLKJ" fO?t”®‘ °Jch°wM mich Stefan mich m“"chl°I,m"""
selbst kennen lernen. Ich liebe Sie ru sebr ' sm^r 4x ®4 3. t °" nJ , um Sie eine Frau heirathen ru Lasten Ki- ehre und bewunderet;
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Das auszufuhren, was ich mir zu thun vor»