s ^en !• Bataillons der 83er, betrachtet, da
- Das früher dem verstorbenen Herrn -oeneze gehörige Haus in der oberen Mit« ttlstraße ging um den Kaufpreis von 12,500 M- auf Herrn Joseph Kircher von Horas käuflich über.
— In der Strafsache gegen den früheren L,ehrer Erich wegen falscher Anschuldigung, bezw. Beleidigung der Herren Landrath Flredner, Kaplan Kramm und Dr. Jtonje von Hünfeld wurde auf Antrag des Herrn Staatsanwalts Sporleder von der Strafkammer befchlosien, einen neuen Termin anzuberaumen, weil zum heutigen Termine die Zeugin Frau Dr. Konze nicht erschienen war. An letzter Stelle soll
Mrovitt-i-LM im» 8-ealss.
* Fulda, 9. Sept. Mit dem Per- fonenzuge 8 der Frankfurt-Bebraer Eisenbahn traf gestern, Nachmittags l53 Uhr, Se. Excellenz Graf Botho zu Eulen, bürg, Oberpcäsident unserer Provinz, von Gelnhausen kommend, dahier ein. Herr Regierungsrcferendar Gießel, der Stellvertreter unseres erkrankten Herrn z Landraths Cornelius, stand zum Empfange i des hohen Herrn bereit. Vom Bahnhofe \ aus fuhren dann beide Herren, nach kurzer i Rast im Wartesaale, in die Stadt, und l Mar zunächst zum neuen Rathhause, wo | Se. Excellenz sich zu dem Herrn Oberbürgermeister F. Rang führen ließ. Im neuen | Lehrerseminar traf Se. Excellenz nur die Herren Seminarlehrer Wagner und Füller und die Schüler der Üebungsschule an, da der Herr Seminardirector und die übrigen Herren Seminarlehrer mit den Semi- naristen gestern einen größeren Ausflug unternommen hatten. Der Herr Oberpräst- Lent ließ sich von Herrn Musiklehrer Wag
ner die Lehrräume der neuen Anstalt zeigen, E„^?bungsschule das bekannte Liedchen „Morgenroth" von den Kindern singen und auf der Orgel in der Aula sowie auf öon dem genannten Herrn
Musiklehrer einige Stücke vortragen. Außer dem Rathhaus und dem Lehrerseminar besuchte der Herr Graf noch die Real, schule, das Gymnasium, die Michaelskirche, die Landesbibliothek und die Domkirche.
Excellenz war im Hotel „zum Kurfürst abgestiegen, wo Hochdieselbe gestern mit dem Kirchenrechtsprofessor Herrn Dr. Huber aus Berlin conferirte. Nachdem der Herr Oberpäsident heute Morgen noch unserem kranken Herrn Landrath Cornelius einen Besuch abgestattet hatte, reiste er um 11 Uhc per Chaise nach Gersfeld ab, von wo Hochderselbe seine Reise über Tann, Hünfeld, Hersfeld rc. nach Cassel fortsetzt. Montag, den 12. September, trifft Se. Excellenz wieder in Cassel ein.
. — Mit dem nämlichen Zuge, welchen der Herr Oberpräsident Graf zu Eulenburg zur Reise nach Fulda benutzte, traf gestern Nachmittag auch die 2. Com- pagnie des 11. hessendarmstädtischen Pionier, rataillons, 3 Officiere und 80 Mann, auf der hiesigen Station ein, um in unserer Stadt Quartier zu nehmen.
= Das 1. Bataillon des 6. Thür. Infanterie-Regiments Nr. 95 rückte schon gestern Nachmittags 3 Uhr via Kohlhaus. Bronnzell zur Vorposten « Hebung m's Bivouak am südwestlichen Abhang des Rellingsberges zwischen Schloß Adolsseck und Bronnzell. Eine Schwadron Ulanen war demselben beigegeben. Auf der Ost. feite von Kohlhaus sowie östlich von Bronnzell waren dicht an diesen Dörfern Vorposten-Piketts aufgestellt, während den Ersenbahndamm entlang zur Bewachung der von der Krätzmühle nach Kohlhaus führenden Wege Patrouillen ausgesandt und einzelne Feldwachen aus der Kohl- Häuser Straße und Feldmarck nach Fulda zu und ebenso am jenseitigen Ende der
heute vor der hiesigen Strafkammer gegen den vor ca. 12 Jahren flüchtig gegangenen Oekonomen Kastendicck wegen Fälschung verhandelt werden und wird zu diesem Termtne, falls der Angeklagte erscheint, Herr Rechtsanwalt Freys, der dessen Bertheidlgung übernommen hat, sich per Wagen zum Amtsgerichtsgebäude bringen Lasten.
, — Der Hautboist Carl Ludwig Nolte m Cassel tfi vom 1. October d. I. ab mit der probeweisen Versehung der 2ten Voll, zwhungsbeamtenstelle bei der Königlichen Steuer, und Forstkasse II zu Hanau be- auftragt.
, “ Im Bezirk der Königlichen Eisen- bahn-Dlrection zu Hannover wird am 15. o. M. die 15,8 km, lange Bahnstrecke Friedberg - Heldenbergen - Win- d ecken, Fortsetzung der Bahnstrecke Hel- denbergen. Wrndecken. Hanau, mit den Zwlschenstationen Assenheim und Erbstadt« werden" bcn Güterverkehr eröffnet s» -Reichs-Anz? ist das definitive
Resultat der Volkszählung vom 1. Dec. 1880 veröffentlicht. Danach zählte die Provinz Hessen-Nassau an dem bezeichneten Termine 756,454 männliche und 797 922 weibliche, im Ganzen 1,554,376 Einwohner. Auf den Regierungsbezirk Cassel entfallen von dieser Summe: 398.528 männliche und 424,423 werbliche, zusammen 822,951 Einwohner.
r Orb, 8. Sept. Unsere Stadt hat in letzterer Zelt mehrfach die Ehre des Besuches hoher Regierungsbeamten gehabt. Am 28. sn Herr Geheime-Oberregierungs- RaH Mittler hierher und heute früh ^Meu"8 Se. Excellenz Herr Ober- präfident Graf zu Eulenburg mit feiner Ankunft. Es ist aufgefallen, daß der erstgenannte Herr seinen einzigen und der Herr Ooerpräsident, begleitet von Herrn Landrath v. Trott, seinen ersten Besuch bei unterem Herrn Dechant macht? Braucht man auch nicht mit dem Flunkerer der ,Hess. Morgenztg.' in weitgehenden Eoni-cturen m Betreff der kirchenpolitischen Angelegenheiten, insbesondere über Neube- setzung des bischöfl. Stuhles und des Dom- capitels zu machen, so liegt doch in der genannten Thatsache ein Beweis, daß ein anderer Wind weht, als in den Jahren des blühenden Cullurkampfes, in denen der Beamte sich compromittirt zu haben glaubte, wenn er einem Geistlichen sich in freundschaftlicher Beziehung nahte.
h- Marburg, 7. Sept. Heute Nach. Mittag zwilchen 2 und 3 Uhr verkündeten die Sturmglocken am Schloß und Rath- oQUler>ri$Ur J$euer* ®6 brannte in dem Au hl lchm Hause an der Schloßtreppe. Da man das Feuer sofort bei seinem Ent. stehen bemerkt hatte, war es leicht, dasselbe noch ,n seinem ersten Anfänge zu ersticken. Kinder, welche allein zu Hause waren, sollen mit Schwefelhölzern gespielt und so das Feuer in der Stube angezündet haben. Em kleines Kind, welches in seiner Wiege lag. wäre beinahe im dichten Rauche er- stickt; nur mit Mühe konnte dasselbe noch aus dem Rauche und den Flammen geret» tet werden.
d Frankfurt, 7. Sept. Am nächsten Samstag, den 10. d. M. werden sich die vereinigten Frankfurter Männergefangver- eine unter Direction des Herrn Capell. Meisters Freund wieder in der Ausstell. u«g hören lassen und zwar diesmal, außer m den verschiedenen Bierhallen und son- st,gen Etablissements, auch in Pleno auf der großen Te rasse vor dem Hauptgebäude. r u
i Daher wurde auch das Kohlhäuser Schuld i haus als Hauptschanze betrachtet und neben l demselben ein Schützengraben gezogen. I Bei dem Vorposten-Gros am Rellingsberq | entwickelte sich, freilich in aller Stille, das \ interessante Bivouakleben, welches durch *i die Marketenderwagen, die Wachtfeuer rc J charakterisirt wird. - Heute Nacht bivoua« l kict das 2. Bataillon des genannten Regi« i wknts in der Nähe des dicken Thurmes $ d" Straße nach Dirlos, nächsten l Montag bivouakirt das Füsilierbataillon 1 desselben Regiments. Erst in der Nacht ? vom 16. auf den 17. September ist großes Bivouak der ganzen Division in der j Nahe Hünfelds.
— Die dritte öffentliche Sitzung der Generalversammlung begann mit einer Rede des Professors Dr. Schröder, der die unseren Lesern bekannte traurige Lage des hl. Vaters, wie sie namentlich durch die Vorgänge des 13. Juli, gekennzeichnet worden ist, in ergreifenden Worten schilderte und zur Treue gegen Rom, die durch Gebet und Almosen zu bethätigcn ist, ermahnte. Dr. v. Stablewski führte dann in länger schwunghafter Rede aus, wie Leo XIII. die von Türken und Russen geknechteten Slaven — er schildert namentlich die grausame Verfolgung der Ruthenen — in sein väterliches Herz geschloffen und zum Gegen, stand seiner besonderen Fürsorge gemacht hat. Man dürfe hoffen, daß die christlichen Slaven über kurz oder lang in der Wieder« Verewigung mit Rom das Heilmittel finden, um die großen sittlichen Schäden der Nation zu heilen. Dr. Rebbert empfiehlt dann in warmen Worten die Verbreitung des „Gebetsverein" für Deutschland. Darauf verließ der P-ästdent folgendes Schreiben des Hochw. Bischofs von Trier: Ew. Hoch. ro°^le^rcn bitte 'öh ganz ergebens! um Entschuldigung, wenn ich erst heute Ihr geehrtes Schreiben vom 19.^August beant- warte. Die langen Reisen des letzten Mo- nats haben mir nicht einmal erlaubt, meine Correspondenz zu lesen. Dringende Gründe und nothwendige Geschäfte erlauben mir zwar nicht, 'an der General-Versammlung der Katholiken Deutschlands theilzunehmen. Doch verweile ich unter Ihnen mit Geist f und Herz, vereinige mein schwaches Gebet I mit Ihrem Gebete und segne mit Freude l und Trost Ihr edles Streben. !
Genehmigen Sie rc. -j- M. Felix i Straßburg, 6. Sept. 1881. Bischof v. Trier. |
* Crefeld, 7. Sept. Von Samstag f ab hatten wir hier, laut der ,Ess. Volksztg/, I Einquartierung. Bei dem 16. Regiment l waren zwei Geistliche zur Uebüng ein. | gezogen, wovon einer am Sonntag bei uns I Messe gelesen hat. Er kam in Uniform, i
*n b’e ^acristei, legte | g« **••« um zen, ringen Ende der S 1 a6, $k9r blnn bie aibe i Fuldabrücke, die nach Johannesberg führt,
08 bie bL Messe. I ausgestellt waren. Diese Brücke 9 wurde @8 roat em Unterofficier aus Werne bei nämlich als nächster Anariffspunct des £berbo™- Um N Uhr hatte er mit seiner Feinde-, des jensett Haimbach bivouakiren. Corporalschaft St,efelapell abzuhalten. j den 1. Bataillons be? 83er betracktet
* rr n Türkei. j alle anderen Uebergänge über die Fulda
Constant,nopel, 5. Sept. Auf j der Voraussetzung nach zerstört waren. Creta rst em Aufstand ausgebrochen, weil ö'"t" d»e griechische Bevölkerung sich weigert, den von der Pforte ernannten Bischof an« zuerkennen. Bei Misopotamos sollen an 2000 Insurgenten versammelt fein.