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Sonntag, den 4. September 1881

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R e b l^ ,.? b°£ zclgte sich die weiß ich nicht. Möglicherweise betrachtet

L"L.- auch e,„ Erzrerchofeind - sich der Kritikus des ,Berl. Tageblattes'

^n(g b‘® übtf9en Rerchsfernde entdeckten die Oscar Blumenthal, der in einem @ifen«

®2CUy^finF,en Anti-Tabak-Monopolisten. bahncoupee mit zwei Damen heftig,«nein« 2™? kbaLmono?.01 soll das Patri- andergerieth, auch .noch ats ein Opfer der

Nach mir ? Aber ich kenne ja Niemand

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fommen, aber ich dachte: Da ist etv Mg^^der einzige Zweck meine« Besuche«. Ich

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Ereignisse des August auf den Daumen« nagel schreiben; diesmal könnte man Foli­anten bedrucken, wollte man Alles regist.

ber floffene Monat auf die Bildfläche des öffentlichen Lebens warf. Ich ®l“_ ”u,r das wichtigste hervorheben: Fürst Bismarck (denn mit ihm muß ich als warmer Patriot beginnen) verließ mit einem Nettogewichte von 227 Pfund und je "«" treuen Tiras Kifsingen, streifte im Fluge Berlin und lenkt jetzt vom hinter« pommerschen Tusculum Varzin aus das

für Tag den Christen die größten Frech, heilen und Beleidigungen an den Kopf werfen; möchten die zunächst die Christen- Hetze einstellen, dann verschwindet die Juden­hetze von selbst. Vortheil hat dieselbe Nie« mand gebracht, als dem Stiftspropst v. Döl­linger, dem Auerbach „auf der Höhe" eine weihrauchduftende Epistel schrieb. Ob die Verleihung des portugiesischen Christus« Ordens an drei Berliner Juden mit den Krawallen in Stettin und den Agitationen Henrici's in Berlin etwas zu thun hat,

„Ich hoffe Sie werden mich nicht für unbescheiden halten, mein Fräulein," sagte sie. „Mein Herz war stärker als mein Verstand und mein Anstardrgcfühl. Mein Betragen wird Ihnen vielleicht unpaffend scheinen. Ich habe Sie seit mehr al» sechs Monaten nicht mehr gesehen; aber diesen Morgen hat Ihr Gesicht mich tief betrübt. Sind Sie krank gewesen? O, halten Sie mich nicht für unbescheiden. Sie haben diejenige verloren, welche Mutterstelle bei Ihnen vertrat und ich habe keine Tochter. E« war vielleicht nicht recht von mir zu

ist; im Falle sie aber Bestellungen für sie j/ haben sollten, so würde ich dieselben über« «.UflWW'iH» liieiin leuchte, daß es um diese 'Stunde nur eine Näherin oder Modehänd« lerin sein könnte, welche nicht wußte, daß meine Schwester sich an diesem Tage ver« heirathet hatte.

„O nein! nein, Madame, ich danke Ihnen von ganzem Herzen, daß Sie gekommen sind."

„Ich bin gekommen, um Ihnen meine Theilnahme zu bezeigen; aber diese« ist nicht

monium der Armen, die Wiege der „natio­nalen Wiedergeburt" werden, — Deutsch- and wird alle Jahre einmal «iedergeboren — und wie früher der „Culturkampf", so

Nie in mchrem Leben $tte sich meiner eine so grah^Berzweiflun^bemächtigt, wie in diesem Augenblicke, Denn bei dem Tode meiner Großckutter. war ich von der Hef- tigkeit meines Schmerze» betäubt; jetzt aber konnte ich bgglfir'unö alle Begebenheiten des

andergerieth, auch.noch al» ein Opfer der Anti«Semttenbeweguog.

Aber nichö-blos Rebläuse, JudenchMialle und Flegeleien der ,D. V. CTMtche

BoNtische Streifzüge.

Nachdruck »erboten.

Da bin ich wieder, Manchem zum Aerger, der mich lieber im Pfefferland oder au:

Blocksberg sähe, und meinen Lesern hoffentlich willkommen. Ich hatte schon die Absicht, dre Streifzüge durch die politischen ^^bgestlde ganz dranzugeben und Köcher und Pfeil bei Seite zu legen, weil es doch ”ur “n Windmühlenkampf ist, den man durchkampft, und weil Die, welche gehar- mscht auf dem politischen Kampsplatze er­scheinen, Nichts ernten, als Mühen, Aerger S-i <77 Processe > allein es wäre nicht blos Feigheit, das Schlachtfeld zu verlassen, so lange der Kampf noch tobt, sondern es ist logar bte Pflicht eines Jeden, der Waffen tragen kann, mit denselben dreinzuhauen und sich seiner Haut zu wehren, so gut er ‘ann* Und so habe ich mich dann wieder in die Rüstung geworfen und mir mit lachendem Munde das zweischneidige Schwert der Satyre umgeschnallt, und nun geht S mit neuer Lust und Liebe wieder in den wogenden Kampf, in den Kampf, der um geistige und materielle Güter gekämpft wud, und dessen Ergebnisse, die sich wie Ring an Ring in einer endlosen Kette an- emanderrethen, „Völkergeschichte" heißen.

Der wässerige Monat August liegt hinter uns; _er brachte uns viel Wasser, Wolken und Sturm und wenig Sonnen- fchein und Wärme, gerade wie die Politik. Von emer politischen Windstille, sauere Gurken- unZ^Seeschlangenzeit zu reden, ist heutzutage chxnso gewagt, wie von einem principientreven Natimrälliberalen zu spre-

Großmuth gezeigten haben, fühlte ich doch, daß ich meine Pflicht gethan, meine Schwester nicht angeklagr zu haben, um mich zu recht» fertigen. Abef ich halte für immer die Liebe, die Achtung und die Freundschaft meines Friedrichs verloren. Ach! ich hatte ietzl nicht ernmal das Recht ihn zu lieben.

Mitten in meinen traurigen Betrachtungen d»bienter, um. mir Jemand zu Mi Vi^ "ach Fräulein de Morangt» smiiMn «Mr Morangi«; Madame de

ZS W si^fel.....Sie können

1°6 ' 4, drei Stunden abgereist

m br- m S J berk Kih( tfi jetzt der Tabak die Grenzscheide für »er i« $ bl® Fürsten und Mini- Gerechte und Sünder. W er raucht, ist ein da« und auf die Berge reisen, Reichsfreund, und wer nicht raucht, ein

««s b ?t,abrt,ber Politik steht nimmer , anti-nationaler Pole, Welfe und widerhaa« rend"" Räderwerk ! fri0cr Klopsflechter. Das Wörtchen „Anti"

Lr. Räderwerk, das bte Geschicke der spielt überhaupt eine große Rolle, und ü0rn’drt8- Leider sind die, die Anti-Semiten haben in Pommern eine Ke? utib bTrnKUen«h®G*ebCkmeifi %rr' I übliche Judenhetze fertig gebracht, die speienden Dr2-n ' »b" uon ganzer Seele beklage und verab-

fr k" mai^el? Kathedralen, j scheue. Aber wenn man der Sache auf

monat^ sonde^ d-r^Ä <?'$* ba; Ro$' I ben Grund geht, so sind die ersten und

Embetta hb,m p b Wassermonat nur | eigentlichen Schürer der Juden-Krawalle

m Wasser' rh „ rT Hoffnung nicht die Führer der Anti-Semitenliga, son-

? ^iZte er so gründ- \ bern jene Leute, welche die Judenfrage ocht ' n1,“/ tn. ben Adern schufen: die Wucherer, Halsabschneider und

Er^igniss^"de"/^Attai?ss^,?k^bI»"^!»!!.^b jene reforin-jülüschen Scribenten, tie Tag

! Nach einigen Augenblicken kam der Diener - zurück, um mir zu sagen, daß die Dame ' frage $täuUin Agnes von Morangis Tage^steilten^stch rrüö ertTr schicklichen i ^Rach mir ? Aber ich kenne ja Niemand Klarheit vorEemen Gejsr. Der Gedanke, hier; es macht nichts, lassen Sie sie berein- daß iL nt^) nur die Liebe, sondern auch kommen." $

bie SWung Friedrichs verloren hatte, war | Eine Minute nachher befanb ich mich in unerträglich; undMie eine heldenmüthige Gegenwart bet Mabame Verniet *

von dem „verdummten und verarmten ul-' Mädchen, das ich von ganzem Herzen liebe, sie ist fremd in Paris, sie hat Niemand, als ihren Vater, den sie wenig kennt; ihre Schwester wird sie gleich verlassen; sie hat weder Freundinnen noch Bekannte und wird sich sehr allein finden. Ich bin nur eine alte, wahrscheinlich langweilige Frau; trotz­dem bin ich sicher, dass Die meine Theil- nähme nicht zurückweisen wird."

Während sie sprach, bemächtigten sich meiner verschiedene Empfindungen. Zuerst empörte sich mein Ehrgefühl beim Anblicke dieser Fremden, deren Sohn eine der Ur­sachen meines Kummers war und welche kam mir Trost anzubieten, den ich nicht von ihr verlangte. Aber die Erinnerung an meine Großmutter und an Villery, so wie da» gute mütterliche Gesicht der vor­trefflichen Frau, bereit Herz die Einsamkeit dieser peinlichen Stunde so gut errathen hatte, rührten mich tief.

„Wenn Sie meine Bitte unbescheiden finden, mein Fräulein, so sagen Sie e» mit aufrichtig, ich jqetbe mich darüber nicht be« leidigt finden."

Agnes.

Novelle von D.*e C.

Ins Deutsche übersetzt von M. B.

^(Fortsetzung.-*