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Sonntag, den 14. August 1881
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desbezüglichen Hirtenschreiben der HH.
Und noch mehr Geliebtestel welcher Leiche
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Kundgebungen, dem tiefernsten Anlasse, der ste herrporgerufen hat, vollkommen ent« sprechend; der Hirtenbrief des Herrn Vlschofs von Regensburg zeigt zugleich einen rhetorischen Schwung, der die Be- wunderung eines jeden Lesers, mag derselbe dem.katholischen Glaubens-Bekenntnisse angehören oder nicht, in hohem Grade erregen muß.
zur Segens, und Friedens quelle für die verschiedenen Völker und Nationen im
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Unbekannten, eines Fremdlings, eines Ver- brechers, eines Auswürflings der Mensch, heit,, wie man vermuthen müßte, sondern den irdischen Ueberresten eines Papstes, eines Oberhauptes der katholischen Kirche; desjenigen, der zugleich Herr und König Roms nach allen Titeln des Rechts gewesen ; desjenigen Papstes, der am längsten unter allen den Stuhl des hl. Petrus ge. 1,prf hnt: der in den letzten wichtigen
mußten bCn 9ete^k^fn Abscheu Hervorrufen
besetzen lassen, welches ihr sehr gut stand. Perlen vertraten die Stelle der Blumen, welche sie noch nicht öffentlich zu tragen wagte; Perlen um ihren Hals und in ihren Ohren vollendeten Schmuck.
Was mich betrifft, so hatte Therese ein weißes Muselinkleid waschen und bügeln müssen, welches meine Großmutter für mich schön genug gefunden hatte. Da ich nicht wußte, daß meine Schwester so plötzlich ihre schwarzen Kleider ablegen würde, so wagte imh Feiges anzuziehen,
unb begnügte mich damit, einige frische Mai- blumchen in meine Flechten zu stecken. Diese ganz weiße Toilette konnte für einen Trauer- anzug gelten.
Als ein gepuderter Diener meldete, daß das Essen aufgetragen sei, bot mein Vater der Herrm des Hauses den Arm. Zu meinem großen Erstaunen bot ihr Sohn, Mr. Bernier, mir den seintgen an und Friedrich führte
Ich sage, zu meinem großen Erstaunen, denn es schien mir unmöglich, daß er sich hätte bedenken können meine Schwester mit ihren Spitzen und Perlen für die älteste zu halten, anstatt mich in meinem Muselinkleide.
Mr. Bernier war säst so alt als Friedrich. Er war ernst und nachdenkend, sprach
-g- Bischöfliche Proteste.
.Wie das ,Fränk. Volksblatt' mittheilt, wird nach dem Vorgänge der HH. Bischöfe von Regensburg, Eichstädt, Augsburg und Speier auch der Herr Bischof von Würz, bürg in der nächsten Rr. des Würzburger Diöcesanblattes ein Hirtenschreiben an seine Dröcesanen richten, in welchem derselbe Protest erheben wird gegen die schändlichen Scandalscenen, die in der Nacht vom 12. auf den 13. v. M. in Rom bei Ueber- führung der irdischen Ueberreste des hoch- seligen Papstes Pius IX. nach der Kirche von San Lorenzo von einer ruchlosen Bande unter unläugbarem Augenzudrücken der dortigen Behörden verübt worden sind, und die nicht nur bei allen Katholiken des
„Wohlan denn" heißt es dann im weiteren Verlauf dieses Hirtenschreibens, vereinigen Wir Unseren Protest, Unsere Gebete, Unsere Thränen und Genug- f sprach wenig aber gut. Das einzige Auf- fallende an ihm war sein tiefer unb geistvoller Blick, der ganze Ausbruck seines Gesichtes aber trug bas Gepräge ber Güte unb Sicherheit, welches mit einer falschen oder treulosen Seele unvereinbar ist.
Er konnte vielleicht nicht gefallen, aber wenn man ihn sah, war es unmöglich, sich nicht zu sagen: Das muß ein rechtschaffener Mann sein.
Er war Fabrikherr; doch nicht weil er diesen Stand gewählt hatte. Er war kein Geldmann.
Sein Vater, ein schlichter Arbeiter, hatte durch seinen Verstand und seine glücklichen Speculationen ein unermeßliches Vermögen erworben. Er hatte ein Mädchen ohne Ver- mögen geheirathet, das ihm aber durch Geburt und Erziehung sehr überlegen war. Hätte die Fabrik nut allen ihren Maschinen und Einrichtungen bestanden, so würde der Sohn sich seiner Vorliebe für die Studien ganz überlassen haben. Anstatt sich nach dem Tode seines Vaters zurückzuziehen, wie es ttst seine Absicht gewesen war, setzte er aus Gewohnheit fort, was er aus Wahl nicht unternommen hätte. Aber anstatt seine Einkünfte zu erhöhen, bemühte er sich, das Loos seiner Arbeiter zu verbessern.
Wie es denn immer geschieht, wenn die
wilder ? ben ^Wäldernals solcher Großthaten Gottes auf Erden
ber ßauDftnbt eSsf wChrn ,n 3lom'tn ? vollbracht hat; Der zugleich ein Uebermaß ver tzauptstabt eines modernen, von allen; von Güte unb Milbe in seinem Herren Revolutionären ber Welt gefeierten König. .......... ----- - - •’ ™
re'ches, ober vielmehr in Rom, ber Haupt, stabt der katholischen Christenheit, in der Residenzstadt der Päpste; in jenem Rom, das von ber göttlichen Vorsehung zum Mittelpuncte bes Reiches Christi auf Erben auserwählt worden, mehr als 1800 Jahre schon alle Wohlthaten und Segnungen des Christenthums unb seines Hohenpriesters in reichster Fülle geschaut und genossen hat, und edendadurch selbst zum Mittelpuncte wahrer Civilisation, zum Emporium ber
?es Neuen Bunbes, zur heiligen Stadt der Märtyrer und zahlreicher Be-
.Nachdem der letztgenannte Herr Bischof ziert hat; u« m om testen wimtia-n Hirtenschreibens jene I Jahrzehnten der stets wachsame Lehr?r der «E s-fchUd-tt 6at, W-, Sl.djV d-r Mb-u,s°m° tzZsth, - X
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I trug, und gerade Rom, seine Stadt, die s mannigfaltigsten, die großartigsten, ja fast i Übergroße Beweise davon in allen Jahren \ seines einzigen Pontificates gegeben hat; i der irdischen Hülle £ius IX., welcher so lange, so liebevoll in Roms Straßen ge- wandelt, der schon als junger Priester dessen Kinder und Arme gepflegt; der es mit dem Erdkreise so oft gesegnet, so viel- fach verschönert, so väterlich belehrt, so muthvoll gegen die Revolution vertheidigt hat; der Leiche Pius IX., der wie nicht leicht ein anderer Papst die Verehrung und Liebe aller Katholiken der Welt ge- nossen, die größten Feste in Rom veran« stallet, die Tausende von Pilgern in die ewige Stadt gezogen haben: der selbst, wie ein Armer, mitten unter seinem Volke seine Grabstätte haben wollte, und noch kurz vor seinem Hinscheiden seinem Feinden und Bedrücker, dem ersten König des neuen Italien, die Ehren eines christlichen Begräbnisses gestattete, obwohl dieser nicht das Allermündeste der hierzu erforderlichen Voraussetzungen erfüllt hatte: der Leiche dieses großen, dieses außerordentlichen, dieses unsterblichen Papstes ist zu Rom in der Nacht von dem 12. auf den 13. Juli d- I- solch unerhörter Schimpf ange- than worden."
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Zante Agnes.
Novelle von O. de C. ♦ Ins Deutsche übersetzt von M. B.
(Fortsetzung.)
Trotz dem zur Legende gewordenen Rufe der Emporkömmlinge, war Mme. Bernier emebescheidene, sehr gute unb sehr feinfühlende Frau. Sie hatte ohne Zweifel eingesehen, daß mein Vater, indem er ihr Diner und Gastfreunschaft ihres prachtvollen Hauses annahm, es dennoch vorziehen würde, Nie- mandem da zu begegnen und hatte daher nur uns eingeladen. Sie machte mit großer Anmuth und einer Einfachheit ohne die nun- beste Prahlerei, die Wirlhin ihres glänzen- den, und was wirklich selten ist, mit eben soviel Luxus als Geschmackmöblirten Hauses.
Ich konnte nicht umhin, zu bemerken, daß meine Schwester, in dieser reichen Umgebung, Ul ihrem natürlichen Elemente sei.
Es war etwas in ihr, das mit der Ein- fachheit von Villery nicht übereinstimmte.
,er es bestand eine vollkommene Harmonie Mfchen der anmuthigen Person meiner chwester und dieser prachtvollen Einrich.
2' 5* biesem Tage hatte sie dem Wunsche nicht widerstehen können, ihre Trauerkleiber em wenig abzulegen, unb hatte beshalb ein a-seibcnes Kleib mit schwarzen Spitzen