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Freitag, den 7. Februar 1881

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mitzutheilen habe.

weiter. M. H.. ein solches Verlangen ist doch wirklich ein wenig sehr weitgehend. Glauben Sie, daß die katholische Kirche und die Katholiken im allgemeinen so lange gekämpft, daß sie all den schweren Bedräng­nissen sich ausgesetzt hätten, wenn da« so leicht wäre wie Sie glauben? Der harte Druck, den wir erleiden, sollte Ihnen sagen, daß wir einen sehr triftigen Grund zu haben glauben, wenn wir das, was Sie von uns verlangen, nicht thun können. M. H., es kommt mir in der That so vor, al» ob ein solches Verlangen Aehnlichkeit hätte mit demjenigen, welches einer, der mich überfällt, an wich stellt, wenn ich ihn um mein Leben bitte und er mir erwidert; Du kannst es haben, wenn du selbst diese Dosis Gift nimmst. M. H., die Maigesetz- gebung in ihrem Ensemble, in ihrem System, in ihrem Vernichtungseifer ist in der Tha! nicht» anderes al« der Versuch, die katholische Kirche und den Katholicis- mus entweder zu vernichten oder, was schlimmer ist zu fälschen. (Sehr wahr I im Centrum.) Zudem ist r« in der That eine Speculation auf die Leichtgläubigkeit, wenn man immer einfach von dieiem leichten Anzeigen spricht.

M. H., um da» Anzeigen handelt es rch nicht, sondern um die Folgen, die >aran geknüpt werden. (Sehr richtig! im Centrum.) E» handelt sich hier geradezu um da» BrstätigungSrecht in der weitesten Ausdehnung, und dieser Einspruch, diese Bestätigung die man sich durch die Anzeige verschaffen will, ist dadurch bedingt, daß der betreffende Geistliche nach den Maige<

Herr de Loffange batte einige Male die Gesellschaftsdame der Baronin de Savigny gesehen, war sofort für dieselbe außeror­dentlich begeistert und glaubte, sie sei für seine Tochter die passendste Erzieherin, die dieselbe durch ihre angenehmen Maniren und Charakterfestigkeit und ihre geistige Ueberlegeirhett gleich für sich gewinnen werde. Unglücklicherweise theilte Bertha hinsicht­lich der schönen, aufdringlichen Wittwe die Voreingenommenheit ihrer Freundin.

Seit dem Verschwinden de» Grafen de Vaillantpont waren etwa zehn Tage ver­flossen. Bertha hatte den Tag auf Bar-

setzen erzogen ist. Wenn man also die Anzeigepflicht, wie Sie leichten Herzen» täglich verlangen, anerkennen wollte, so würde man auch alle diese Bestimmungen in den Kauf nehmen, und man würde dann nicht Geistliche mit geistlichem Sinne, sondern solche mit weltlichem Sinne haben (sehr richtig! im Centrum), und für solche Geistliche Danke ich und mit mir alle meine Glaubensgenossen. Ich bin überzeugt, daß die gläubigen Protestanten derselben Ansicht sein werden. Es ist schon oft dargelegt worden, wa» die Anzeis epfl-cht bedeutet, daß sie außerdem noch die Anerkennung de» Staatsgerichtshofes in sich schließt, der, wie ein Regierungscowmissar gesagt hat, in keinem anderen Staate in solcher Weise besteht. M. H., die Anerkennung de» Staats­gerichtshofes wäre direct die Anerkennung der Ueberordnung de« Staates Mer die Kirche (Sehr wahr! im Centrum), und d,e Kirche würde nicht mehr selbständig fein, sie würde eine capitis deminutio er« leiben, an der sie sicher zu Grunde ginge. Meine Herren, nun hat ein Blatt, welches eingestandenermaßen feine Inspiration von der Regierung erhält, geglaubt, die An- zeige sei ja bereits vom Papste zugeflanden, nachher aber ohne Grund zurückgenommen; man solle also da« Zugrständniß wieder­herstellen und alle» würde in Ordnung kommen. Haben denn die Herren Jnspi» ratoren diese« Blatte« vergessen, wa» im Mai und Juni über die Frage hier verhandelt worden, haben sie vergessen, war in den von ihnen puplicirten Depeschen emhalten ist? Es hat tm Laufe der

Bertha theilte ihm mit, daß im Laufe de« Tage« zwei Briefe auf dem Schloff« angekommen seien, der eine von Leopold, welcher seine Ankunft für den folgenden Tag anaekündigt habe, der andere von Herrn d'Aub4 y, welcher sein Bedauern au«d»tickte, daß t« chm nicht vergönnt fei, Laura zu betuchen, weil er in Folge eine» unglück­lichen Sturze» da» Bett hüten müsse und dasselbe vorau«sichtlich vor mehreren Wochen nicht werde verlassen können.

(Fortsetzung folgt)

* Rede des Abgeordneten Dr. Windtborst zur Begründung seines Antrags ans straffrei-Lesung der hl» Meste und Spendung der

Saeramente,

in der Sitzung de» Abgeordnetenhauses vom 26. Jan. d. I.

(Schluß)

M. H.! Die königliche Staatsregie, rung hat in § 9 ihrer vorjährigen Vor- läge ausdrücklich vorgeschlagen, daß alle die Strafbestimmungen, welche ich lediglich für die Spendung der Sacramente und die Feier der heiligen Messe aufgehoben haben will, vollständig suspendirt werden sollen, und daß es von dem Operpräsidium ab- hängen soll, ob dieselben in Anwendung gebracht werden oder nicht. M. H. 1 So weit bin ich hier nicht gegangen; aber der Minister, der diesen Paragraphen vorge­legt, kann nicht behaupten, daß durch meinen Antrag die Grundlagen der Mai­gesetze aufgehoben werden. (Sehr richtig!) im Centrum.) M. H.! Ein fernerer Ein­wand ist der, daß es ja unendlich leicht sei der ganzen Schwierigkeit ein Ende zu machen, wenn man sich einfach entschließen wollte, die Anzeigen zu machen, welche in den Maigesetzen vorgeschrieben sind (Sehr richtig I links), oder, was dasselbe ist, wenn man sich den Maigesetzen selbst unterwerfen wolle. (Sehr wahr! link« und bei den Freiconservativen.) Ich weiß sehr wohl, meine Herren au« der freiconservativen Partei, daß Sie dieser Ansicht sind, und Sie werden derselben ja noch einen anderen entsprechen- den Ausdruck geben, dann sprechen wir

zu nennen.

C« reichte kaum in den Anfang de« achtzehnten Jahrhundert«, aber immerhin konnte man e« al« ein Muster der Bau- art jener $eit ansehen, und im Ganzen machte e« einen imposanten und angenehmen Eindruck. Die Gärten, der Park und die Bouquet«, welche t« umgaben, waren sehr künstlich und geschmackvoll angelegt und boten die angenehmsten Spaziergänge.

Der Baron de Loffange war ein Mann von ungefähr 55 Jahren, welcher mehrere Jahre der Drputirtrnkammer angehört hatte, < gaue mey ere «ouvernanten

?°t,er A der legitim,strschen Partei gehört gehabt, welche indeß keinen nennen«werthen ?“lte- Ei"'«ähre adelige Erziehung und Emfluß auf diese unzähmbar. Natur hätien em langer Aufenthalt in Pari« hatten ihn autüben können, und e« warm kaum drei Edelmann in de« Worte« voller ' Monate verflossen daß die letzte von dannen Bedeutung gemacht, auch m dem Smne, gezogen war, wegen em.« Sch aar», den

fi» SÄ kannte, ol« ihre Schülerin ihr mieten in'» Gesicht hin-

sich recht viel in der Gesellschaft zu bewegen, ein versetzt hatte. 9

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Die Heldin des Böse«.

«ach dem Fran,»fischen von I. Rüttgers.

(Fortsetzung.) XXV.

Die Trapper», ein Schloß, welche« in der Nähe von Barvoisau und Hachev-lle lag, und auf welchem mehrere Ereignisse, die wir noch zu erzählen haben werden, sich zutrugen, ist gerade kein alte« Gebäude

| Ea verdroß ihn deshalb nicht wenig, daß Bertha, seine einzige Tochter, in ihrem ganzen Benehmen und Auftretm eine R,ch- tung einschlug, die mit seinen Ansichten nur wenig einstimmte.

Bertha war von großer Schönheit, von schlanker, stattlicher Figur, und hinsichtlich ihrer körperlichen Eigenschaften konnte er nicht fehlen, daß sie in der Ges.llschaft große Erfolge erzielte; unglücklicherweise war und blieb sie jedoch in einer Unwis senheit, die bisher allen Bemühungen und Ermahnungen ihre« Vater« gespottet hatte;

ihr ganze« Auftreten ganz ........ ... uu,

etgenthumlich, mehr knaben« al« Mädchen- > vorsau zngebracht, und bei ihrer Rückkehr artig, und Retten, F,scheu, ja selbst Jagen ' fragte ihr Vater, ob sie keine Neuigkeit« trieb.sie mit Vorlieb. Sie bildete zu ----------- •- - 8

Laura de Savigny einen vollständigen Gegen- satz, aber trotzdem waren die b,tden Mäd­chen, wie e« ost zu geschehen pflegt, eng miteinander besreundet, so verschieden auch sonst ihr beiderseitiger Charakter sein mochte.

Bertha hatte meh ere Gouvernanten