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Freitag, den 21. Januar 1881.
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W Zum Kapitel jvon dem7 sogenannten »Verstand der Thiere"
(Schluß)
Daß dieses nur Schein war, erhellt daraus, daß, wenn es dem kleinen Hund nicht gelang, sogleich herauszukommen, der große hineinlief und ihn suchend umkreiste, zum deutlichen Zeichen, daß er dort irgend etwas erwartet hatte.
Um nun dieses Oeffnen zu hindern, brachte ich auf der Gartenseite die Schnur an, welche straff gezogen die Thüre fest gegen den Pfosten gedrückt hielt, so daß, wenn der Hund die Klinke hochhob und dann wieder nachließ, diese jedesmal in den Haken zurück fiel. Das half denn auch eine ganze Zeit. Da geschah es einstmals, daß ich von einem Spaziergange, auf welchem mich der kleine Hund begleitet hatte, durch den Garten zurückkehrte, und als ich durch die Thüre ging, war dieser zurückgeblieben und wollte auch auf mein Pfeifen nicht kommen. Da es eben anfing zu regnen und ich wußte, wie unangenehm ihm das Naßwerden war, schloß ich die Thür, um ihn damit zu strafen. Ich hatte auch kaum die Haus- thür erreicht, so stand er schon an der Pforte und fing, da auch der Regen stärker wurde, ganz jämmerlich an zu heulen und zu schreien. Der große, welcher den Regen nicht achtet, war sofort bei der Hand und versuchte alles mögliche, die Thür zu öffnen, aber natürlich vergebens. Fast verzweifelnd biß der kleine inwendig in die Thür jund sprang zugleich in die Höhe, ob er nicht etwa hinüber käme. Dabei kam ihm die Schnur zwischen die Zähne und riß, worauf auch
Fleischhandel monopolifiren zu wollen, in sanitätlicher Hinsicht würde wenig gewonnen, die kleinen Grundbesitzer aber in Gefahr gerathen, ihr nichtgemästetes Vieh als unverkäuflich behalten zu müssen. Diese Argumentation wurde vom Abg. Frhr. v. Minnigerode unterstützt, während Abg. Fiebiger bemüht war, den Nachweis zu führen, daß sich die Vorlage al« dringendes Bedürfniß der städt. Communen heraus-
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I Zweckmäßigkeit entspreche. Der Antrag auf j commissarische Berathung wurde abgelehnt und wird daher die zweite Lesung im Plenum erfolgen. — Das Haus trat darauf in die zweite Berathung des Gesetzes zur Abänderung des Schlachthausgesetzes vom 18. März 1868. Abg. Graf Do rk v. Warten bürg erklärte sich gegen die Vorlage, da er von derselben eine Benachthekigung der landwirthschaftlichen Interessen befürchtete. Man scheine im fi- nanciellen Interesse der Communen den
Wie hier, so lassen sich auch in allen andern Fällen die zweckgemäßen Thätigleiten der Thiere, mögen sie auch noch so complicirtund verstandesmäßig aussehen, au» dem animalischen Jnstinct erklären, wofern es nur immer gelänge die Füctoren zu ermitteln, welche bei der angesammelten Er« ährung derselben oder bei dem ertheilten Unterrichte (Dressur) mitgewirkt haben.
Deutsche- »eich.
CPG. Berlin, 19. Jan. Das Abgeordnetenhaus erledigte gestern die erste Berathung de» Gesetzentwurf», betr.
die Thür aufging. Nun wußte er es und - dieVereinigung der Landgemeinde zerbiß die Schnurjedesmal, wenn er heraus Oberborsfeld mit der Stadtgewollte, so daß ich sie anders legen mußte. I meinde Langenberg. Abgeordn. Dr.
Daß übrigens der Hund, indem er die ' Schultz sprach sich energisch gegen die Klinke hoch hebt, nicht einmal weiß, daß j Vereinigung aus, da dieselbe den Interessen die Klinke die Thür schließt und das Auf« | der Landgemeinde geradezu widerstrebe, ja heben derselben die Thür öffnet, sondern \ eine Vergewaltigung derselben zur Folge nur ganz bewußtlos den einmal geglückten i haben müsse. In ähnlichem Sinne äußerte Stoß mit der Nase wiederholt, erhellt aus t sich Abg. Frhr v. W e n d t, welcher schließ« folgendem: Die Thüre nach dem Strohstall l lich Ueberweisung der Vorlage an die ad ist auf ganz gleiche Weise wie die Garten« ; hoc um 7 Mitglieder zu verstärkende Ge« thüre durch eine Klinke geschloffen, die nur f meindecommission beantragte, während die ein wenig höher sitzt, doch so, daß er sie - Abgg. Kauffmann und Strücker gut erreichen kann. Auch hier wird der ; die Annahme des Entwurfes befürworteten, kleine bisweilen eingesperrt, und wenn er \ da derselbe lediglich den Anforderungen der bellt, macht der große Hund auf sein Bel- ~ ’ "....... " - —
len alle mögliche Versuche, die Thür zu öffnen; es ist ihm aber noch nie eingefallen, die Klinke hoch zu stoßen. Da» Thier kann nicht Schlüsse machen, d. h. nicht denken."
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Die Heldin -e- Böse«.
Rach dem Französischen von I. Rüttgers.
(Fortsetzung.)
XVIII.
Laura stand am Eingänge des Schloßes Hacheville, ihre Mutter ungeduldig erwartend, als der Wagen sichtbar wurde, in welcher sich dieselbe befand, neben ihr ihr Sohn und ihr gegenüber die neue Gesell, schaftsdame.
Nachdem die ersten zärtlichen Begrüßungen gewechselt waren, sagte die Baronin:
„Meine theure Laura, ich stelle Dir hiermit Madame Pauline d'Aulneux vor, die ich Dich als meine Freundin zu betrachten bitte; richt' e» demnach ein, daß ihr Zimmer sich nahe bei dem meinigen befindet, denn ich will Dir eingestehen, daß ihre Anwesenheit für mich so zu sagen in jedem Augenblicke eine Nothwendigkeit geworden
»Ich habe schon von Karl," erwiderte Laura, „von dm vortrefflichen Eigenschaften von Madame erfahren, und war dein Ammer anbelangt, so bin ich Deinem Wunsche schon zuvorgekommm."
Die junge Wittwe verneigte fich vor
Laura, wobei ein verbindliches Lächeln ihre Lippen umspielte.
„Die Reise hat Euch ohne Zweifel wohl Appetit gemacht," fuhr das junge Mädchen fort; „wir speisen um sieben Uhr, aber mein Onkel befindet sich nicht wohl genug, um sein Zimmer verlassen zu können, und Charles, glaube ich, hat sich nach St. Pol begeben, wo er wahrscheinlich diniren wird. Sie sehen Madame d'Aulneux," indem sie sich an die Gesellschaftsdame wandte, „daß wir hier ein sehr ruhige«, um nicht zu sagen trauriges Leben führen."
„Oh, Mademoiselle, ich finde diesen Ort hier reizend I Er vereinigt Alle» in sich, was Leuten gefallen kann, die wie ich die schöne Natur und die Einsamkeit lieben. Uebrigen», wofern ich mich nur der Gegenwart Ihrer Frau Mutter und der Ihrigen erfreuen kann, wünsche ich keine andere Vergnügen oder Zerstreuungen."
Sobald Madame d'Aulnmx fich allein auf ihrem Zimmer befand, da« für sie bestimmt war, öffnete sie das Fenster und ließ ihren Blick auf da» weite, herrliche Panorama schweifen, da» fich vor ihr entfaltete.
„Wirklich ein herrlicher Aufenthaltsort," murmelte sie vor sich hin. „Trotz alldem bin ich alfo hier installirt. Freilich lange
habe ich Geduld üben müssen, und so viele Ereignisse sind vorgefallen, während ich die Rückkehr de» alten Grafen und dieser Laura erwartete — diese Laura, mit welcher ich meinen Kampf werde führen müssen, die hier da« Commando führt, hier wo mir die Stelle bestimmt war.. — Aber klagen wir nicht: besser spät als gar nicht, und jetzt, wo ich mich hier befinde, werde ich Allen die Stirn zu bieten wissen und nicht ruhen, bi» ich triumphiren werde, koste es, was es will."
Die drei Frauen speisten miteinander, und die schöne Wittwe machte alle Anstrengungen, um der jungen Dame zu gefallen. Indessen nahm diese ihre Höflich- kettrbezeugungen und ihre Schmeicheleien nur mit einer gewissen Kälte auf; man hätte sagen sollen, daß sie gegen dieselbe eine unwillkürliche Abneigung fühlte; sie fand ihr ganze» Benehmen etwa« kühn, und schien eine falsche und heuchlerische Seite in ihrem Charakter wahrzunehmen.
Nachdem das Tiner beendigt war, setzte Madame d'Aulneux sich an'r Pianoforte und spielte mit großer Gewandtheit einer der herrlichsten Compositionen Liszt's; dann sang sie mit vielem Ausdruck ein Stück aus der Favoritin. Laura, die eine ausgezeichnete Musikkennerin war, ließ sich allmählich