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platz verlassen, nur die Infanterie der Rebellen hat bei Jurcowic« gekämpft und iß dort gänzlich zerstört worden. Diese Bande bestand nur aus Galiziern, Ita­lienern und Franzosen, sie war uniformtrt und hatte ausgezeichnete Waffe» im Gebrauche. Der Aussage dieser Gefangenen zu Folge wurde dieses Streifcorps drei Monate lang in Galizien im Schießen einexercirt. Der Verlust der russischen Truppen in dem Kampf vom 20. und 21. ist bedeutend. Schon am 20. zählten die zwei kämpfen­den Compagnien 19 Todte und 21 Verwundete. Am 21. war der Verlust der 6 Compagnien und der Dragoner-Escadron 9 Todte und 36 meist durch Bajonnettstiche Verwundete. DaS osficielle Journal enthält ein Telegramm des Generals Annenkow, vom 4., demzufolge im Lublin'schen Gouvernement, im District Grubieszow, eine Bande von 300 Insurgenten zurückgeworfen worden ist. Die Truppen hatten dabei nur un­bedeutenden Verlust. Dem Feinde wurden 100 Büchsen und 2000 Patronen abgenommen. Man hat soeben die Nachricht bekommen, daß eine andere Bande die von Galizien aus in Vohlhynien, ohnwett Badziewilow eindringen wollte, gleichfalls über die Grenze zu- rückgedrängt wurde. 400 Mann dieser Bande haben vor einem österreichischen Deta- schement die Waffen gestreckt. Schließlich geht die telegraphische Nachricht ein, daß die Czachowsky'sche Bande ganz vernichtet, er selbst gefangen und an seinen Wunden ge­storben ist. Nach weiteren authentischen Nachrichten auS Warschau hat man daselbst dieser Tage ein Frauenzimmer arrrttrt, die das Vergiften der Dolche als förmliches Handwerk getrieben und die Kunst der Vergiftung verstanden. 25 Opfer sind durch ihre Dolche bereits gefallen, zu denen auch Dr. Hermanni gehört hat. Dieser ist früher Arzt deS Grafen Berg gewesen und hatte es übernommen, denselben zu vergiften, dies Verbrechen aber nicht ausgeführt, indessen schon daS Sündengeld empfangen ge­habt und war im Begriff mit demselben abzureisen, wofür die unterirdische Regierung ihn hat morden lassen. Die beiden Geistlichen, die für ihre Bekanntmachung, daß die russischen Soldaten sich bei Visittrung der Klöster anständig benommen hätten, kürzlich vergiftet worden sind, haben das Gift beim Genuß der heil. Abendmahls durch eigene Mitbrüder erhalten."

Bekanntmachungen.

^E?> Freies deutsches Hochstisi

^r Wissenschaften, Künste und allgemeine Bildung

i" Göthes Vaterhause.

Ausserordentliche Sitzung

Samstag den 14. ds. Mts., Abends 7 Uhr.

Herr Friedrich Büchner, zweiter Geistlicher und Lehrer in Zwingenberg, wird sein Schauspiel „Coligni" vortragen.

Die hochgeehrten Mitglieder, insbesondere auch Damen, sind zu zahlreicher Theil­nahme höflichst eingrladen. 1662

Die Verwaltung.

1637 Der Unterzeichnete erlaubt sich sein gut affortirtes Lager von ttoldwaaren bestens zu empfehlen und verbindet damit die Anzeige, daß alle in sein Fach einschlagende Aufträge sowie Hepa- raturen auf das Beste und Prompteste ausgeführt werden. Altes Gold, Silber und Steine werden stets zu dem höchstmöglichsten Werth angenommen.

______Joh« Mic. Ochs, Eck der Schnurgasse und Neuenkräme 64.

L 813 Eine Partie anzefangener Stickereien um zu räumen billigst; TöngeSgaffe 51.