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Intelligenz-B

der freien MM Frankfurt

verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehi

att

1 ör und den Frankjurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen,.Schlachthausgasse 21.)

M 220. Donnerstag den 17. September 1863.

UeberbliÄ der Greignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 17. September. Der Wartlaut der Erklärung, welche das „Journal de St. PeterSbourg" betreffs der polnischen Frage veröffentlicht, ist folgender:

„Wir haben schon mehr als einmal die Manöver einiger Preßorgane hervorgehoben; die zum Zwecke haben, die öffentliche Meinung in eine Bahn zu schieben, welche nur zu Enttäuschungen führen kann. So bestrebten sich die ausländischen Blätter zur Zeit, als die zweiten Noten der drei Höfe über die polnischen Angelegenheiten nach Petersburg rxprdtrt wurden, das Gerücht zu verbreiten, die russische Regierung nehme die ihr ge* machten Vorschläge mit nur wenigen unbedeutenden Aenderungen an. Man beglaubigte so Hoffnungen, welche mit der wirklichen Sachlage in keinem Verhältnisse standen und als die Wahrheit zu Tage kam, wurden die daraus hervorgehenden Enttäuschungen im feindlichsten Sinne gerade von Denjenigen ausgebrutet, welche sie vorbereitet hatten. Wir hielten es damals für nothwendig, unsere Leser vor solchen Umtrieben zu warnen. Wir erfüllen beute dieselbe Pflcht, indem wir sie vor âhnl chen Gerüchten warnen. Die ausländische Presse ergeht sich in unbeschränkten (a porte de vue) Conjeciuren bezüglich der Dispositionen der russischen Regierung in der polnischen und deutschen Angelegen­heit. Man spricht von radicalen Reformen, - welche sogleich im Königreiche und im Kaiserreiche elngeführt werden sollen; man bezeichnet neue Allianzen, welche auf dem Boden der deutschen Frage geknüpft werden sollen. Die Schlußfo'grrungea, welche man daraus zieht, sind eben so falsch als die Prämissen. Die inUeberetr stimmung mit dem einmüthigen Gefüble Rußlands vom Petersburger Cabinet in der polnischen Frage ergriffene Stellung ist vollkommen klar, und nichts deutet an, daß dasselbe bereit sei, den derselben abzuweichen. Die Gefühle des Souveräns bezüglich seiner polnischen Unterthanen haben sich nicht geändert. Aber St. Maj-stät haben in Ihrer Sorgfalt für deren Wohlsein erklärt, die Herstellung der materiellen Ordnung als erste Pflicht an- zusehen. Die Erfahrung der letzten zwei Jahre hat Hinlänglich bewiesen, daß sich auf einem von anarchischen Leidenschaften durchwühlten Boden nichts Solides gründe. Was die diplomatische Frage betrifft, so bleibt die kaiserliche Regierung entschlossen, ihre inter­nationalen Verpflichtungen zu erfüllen, aber auch Rußlant s Rechte in den Gränzen der Verträge aufrecht zu erhalten. Bezüglich der deutschen Angelegenheiten, so verfolgt die russische Regierung dieselben mit dem Interesse, das sie verdienen, aber auch mit der wohlwollenden Zurückhaltung, welche in ihren Traditionen und ihren Interessen liegt.