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Intelligenz-Matt

der freien HW Frarrkfuri, zf^k verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden. und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

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JE 214. Donnerstag den 10 September 1863.

Ueberblèâ der GreignLfse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 10. September. (Zur Situation.) Die Nachrichten über das angebliche skandinavische Bündntß sind noch immer sehr widersprechend. Eine Nachricht aus Kopenhagen drmenttrt den Abschluß des Traktats nach einer Mittheilung von „Faedrelandet"; — erst in acht Tagen werde der schwedische Gesandte von Stock­holm zurückerwartet.

Es ist möglich, daß ein Uebereinkommen zwischen Schweden und Dänemark getroffen worden, so viel aber ist gewiß. daß dir schwedischen Zeitungen vom 1. d. noch nichts davon wissen, und was noch mehr ist, eine solche Allianz zurückw-istn Die sehr verbreitete „Nya oagltgt allehandn" erklärt, das schwedisch? Volk vertraue, Laß dir Re­gierung die Jnterrffm des eigenen Lmdes nicht bloßstellen werde, die zwar skandina­visch, aber doch vor allem schwedisch wären. Eine solche Bloßstellung wäre ein Drvsn- flvtraktat mit Dänemark, mit einem bewaffneten Auftreten für letzteres Sand. Diese Allianz und die Erzählung von kriegerischen Aeußerungen des Pinzen Ofir in Wien müßten unwahr sein. Wollte Schweden sich in einen Krieg gegen Deutschland cüp lassen, das doch in mehr als einer Rücksicht zu den Bannerträgern der Civilisation ge- höre und ebenso wie die Dänen natürlicher Alltirter Schwedens sei, so würde doch wohl der" König, da der Reichstag versammelt sei, einen geheimen Ausschuß zusammenbrrufen haben, um dessen Ah sichten zu vernehmen. In der polnischen Sache sei man so vor- sichtig, und diese haben die Sympathien ganz Schwedens für sib; an der BundeSexr- kution in Holstein nehme man weit weniger Antheil. Sei eine Allianz geschlossen. was nicht glaublich scheine, so werde doch Schweden keinen Schritt ohne Berathung mit den Großmächten gethan Haven. Diese Aeußerungen des HauptblatteS der Stock­holmer Bourgo.sie und Börsenwelt, welches gewöhnlich sehr gut unterrichtet wird, zeigen, daß man von großen schwedischen Kriegen gegen Deutschland schwerlich eiwrs zu be­fürchten hat.

In der polnischen Frage ist der Notenwechsel noch nicht, wie man gehofft hatte, zu Ende. Ruch dem „Memorial Diplomatique" hat sich das russische Crvtnet entschlossen, auf die trat Noten zu antworten. Fürst Gortschakoff aber wird, wie da« „Memorial Diplomat'gue" wissen will, in keiner Weise die Befugniß der drei Mächte zur Regelung der polnischen Angelegenheiten zu interveniren, weiter bestreiten, sondern die Substanz der Antwort würde darin bestehen, die drei Mächte auf die Konzessionen zu verweisen^ die zunächst in Polen nach Beseitigung des Aufstande« eingeführt werden sollen.