Intelligenz-Blatt der freien Siadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
.iiiNttimwHiiiiii —
(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)
M 202. Donnerstag den 27. August 1863.
Ueberblick der Ereignisse im Gebiete derpolitischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 27. August. Die Antwort, welche der König von Preußen auf die Collectrv Einladung der in Frankfurt versammelten Fürsten unter dem 20. d. M. an den Kaiser von Oesterreich gerichtet hat, lautet vollständig:-
„Durchlauchtigst großmächtiger Fürst, besonders lieber Bruder und Freund! Ew. Maj. haben in Gemeinschaft mit unseren erhabenen Bundesgenossen, den in Frankfurt versammelten teutschen Fürsten und freien Städten, die erneuere Einladung an mich gerichtet, welche St. Mrj. der König von Sachsen die Güte gehabt hat, mir unter mündlichen Erläuterungen zu überbringen, und beehre ich mich, nach sorgfältiger und bundes- freundlicher Erwägung des Jnbalt« d-rselben, darauf in Fo'gend-m zu erwidern. In meinem Schreiben vom 4. d. M. habe ich Ew. Maj, neben meiner Bereitwilligkeit, zu zeitgemäßen Verbesserungen der Bundes Erfassung mitzuwirken, zugleich die Ueberzeugung ausgesprochen, daß ein solches Werk nicht ohne eingehende Vorarbeiten mit einer Zusammenkunft der Souveräne begonnen werden könne, wenn der beabsichtigte Erfolg erreicht werden solle, und ich habe deßhalb zu meinem Bedauern Ew. Maj. Einladung, mich am 16. d. zur Versammlung nach Frankfurt zu begeben, ablehnen muffen. So ungern ich auch der wiederholten, mit ihren Formen für mich so ehrenvollen Einladung mich versage, so ist doch meine Ueberzeugung auch heut noch die, welche meine Erklärung vom 4. geleitet hat, und beharre ich bet derselben um so mehr, als ich auch jetzt noch keine amtliche Mittheilung der der Berathung zu Grunde gelegten Anträge erhalten habe; dasjenige aber, was auf anderen Wegen zu meiner Kenntniß gelangt ist, mich nur in der Absicht bestärkt, meine Entschließungen erst dann festzustellen, wenn durch geschäftsmäßige Bearbeitung der Angelegenheit von Seiten meiner Räthe die zu erörternden Abänderungen der Bundesverfassung, in ihrem Verhältnisse zu der berechtigten Machtstellung Preußens und zu den berechtigten Jirteressen der Nition, eingehend geprüft sein werden. Ich bin es meinem Lande und der Sache Demschlands schuldig, vor einer sülchen Prüfung der einschlägigen Fragen keine mich bindenden Erklärungen gegen meine Bundesgenossen abzugeben; ohne solche aber würde meine Theilnahme an den Berathungen nicht ausführbar sein. Diese Erwägung wird mich nickt abhalten, jede Mttibeilung, welche meine Bundesgenossen an mich werde« gelangen Uffen, mit der Bereitwilligkeit uns Sorgfalt in Erwägung zU ziehen, welche ich der Entwickelung der gemeinsamen vawr- ländischen Interessen jederzeit gewidmet habe. Ew. Maj. und unsere in Frankfurt versammelten erhabenen Bundesgenossen bitte ich, den angelegentlichsten Ausdruck bundcS-