des StaatS Oajaea ward er zum Deputirten des mexikanischen Congresses erwählt, al« welcher er stets unter den Liberalen saß, und sowohl gegen die ehrgeizigen Plane eines Jturbtde, eines Santana, eines Miramon, als gegen die Anmaßungen und den Einfluß des Klerus wie der geistlichen Brüderschaften unausgesetzt kämpfte.
Mit seltener Standhaftigkeit und Selbstverlâugnung blieb er seinen Grundprincipien der Gerechtigkeit und der Freiheit getreu, ohne sich davon weder durch Schmeicheleien noch durch Drohungen und bittere Verfolgungen abbringen zu laffen. Oft verschworen sich alle Feinde der Freiheit gegen sein Leben, allein seinem hohen persönlichen Muth und der treuen Anhänglichkeit seiner Freunde gelang es jedesmal die Anschläge der Feinde zu nichte zu machen. Heiter und unbeugsam, wich er niemals von dem ihm von der Nation anvertrauten Posten, auf dem er furchtlos seine Pflicht mit dem Bewußtsein eines Mannes ausübte der stets bereit ist für daS Beste seines Volkes zu sterben. Im mexikanischen Congreß setzte er durch seine alühende Beredsamkeit daS Gesetz gegen die „todte Hand" durch, wodurch die reiche Geistlichkeit gezwungen wurde etwas von ihrem Ueberfluß in den Staatsschatz träufeln zu lassen, damit die Kosten zu dem damals gegen die Vereinigten Staaten Nordamerika'- geführten Krieg leichter, und ohne das Land zu sehr in Anspruch zu nehmen, aufgebracht werden konnten.
Unter der Diktatur Santana'S ward er im Jahr 1853 aus Mexico vertrieben. Er begab sich zuerst nach Habana, dann nach New Orleans, wo er bis zum April desselben Jahrs verblieb, dann aber heimlich nach Acapulco zurückkehrte und dann an der Revolution theilnahm, die mit dem Sturz Santana'S endete. Unter der kurzen Präsidentschaft des Generals Alvarez ward Benito Juarez Justtzmtnister. Allein Alvarez wollte nicht an der Spitze der Regierung stehen, und dankte zu Gunsten des General- Cvmonfort ab, der auch, nachdem er die neue Constitution beschworen, Som National- congreß bestätigt wurde. Allein Comonfort gerirtb in die Schlingen der mex'canischett Moderados. und ward von ihnen dazu gebracht, den Congreß für anarchisch zu erklären und aufzulösen, sowie Juarez zu verhaften. Sehr bald sollte indeß Comonfort erkennen, daß er nur ein Werkzeug in der Hand der Rückschritt-partei gewesen, die Zuloaga zum Präsidenten machen wollten; er ließ deshalb auch Juarez wieder frei. Zwischen den Parteien hin- und herschwankend fiel Comonfort, und nun wandten sich alle Parteien an Juarez, daß er die reine Republik wieder aufrichten möge. Juarez folgte dem Rufe seines Volks, indem er zu Guanajuato die Fahne der Freiheit gegen Zuloaga und Mira- mon auspflanzte. Fast alle Provinzen jubelten ihm Beifall und sandten ihm bewaffnete Bürger zu. Er verlegte den Sitz der Regierung nach Colima, dann nach Veracurz, schlug endlich Miramon gänzlich und rückte in die Hauptstadt Mexico's ein, wo er zum Präsidenten der mexicanischen Republik erwählt wurde, aus der ihn jetzt die französische Armee wieder vertrieben hat.___________________________________________________________
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