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IntelttgeuzBlatt

der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

Jg 188. Dienstag den 11. August 1863.

Abonnementsprets für's halbe Jahr 2fl. 30 tr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberbliek der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankf^lrt, 11. August. (Benito Juarez) Das Leben des Präsidenten der mexikanischen Republik ist wenig bekannt. Dieser Mann wird indeß in der Geschichte leben, da er an die ewige Gerechtigkeit und an das Volk glaubte, und, trotz der höchst traurigen Verhältnisse, in denen Mexiko sich befand, einen Widerstand inS Werk zu setzen vermochte, der daS erste Heer Europas mit Staunen erfüllte. Benito Juarez ist ein Wetter Abkömmling der Ureinwohner Mexiko'S. Schon sein Aeußeres deutet dieß genugsam an, indem sowohl die Physiognomie als seine Farbe den indianischen Ursprung verrathen. Da sein aztekisches Aeußere für europäischen Geschmack wenig Anziehendes hat, so ist es gekommen, daß man ihn hinsichtlich seiner großen geistigen Vorzüge und feiner edlen Gesinnung „die schönste Seele im häßlichsten Körper Mexikos" genannt hat. Er ward 1807 unter einem Stamm Eingèborner bei dem jetzt Villa-Juarez, da, mals Jatlan, geheißenen Ort im Staat Oajaca geboren. Noch sehr jung trat er ttt die Dienste eines reichen Creolen, der sehr bald seine große Intelligenz und seinen durch und durch ehrenhaften Charakter kennen und schätzen lernte, und deßhalb solches In­teresse an ihm nahm, daß er ihn unterrichten und die Advokatenlaufbahn einschlagen ließ. Während Benito Juarez noch seinen Studien oblag, erlangte er sowohl bei allen seinen Mitschülern, als bei dènen, die ihn unterrichteten, großes Ansehen durch seine ungemein lebhafte Fassungsgabe, seinen eisenfesten Willen, sein stets makelloses Betragen und seine große Liebenswürdigkeit im Umgang. Sobald er sich das Advokatendiplom erworben, gab ihm sein bisheriger Beschützer «ine seiner Töchter zum Weibe, mit der er noch heute in der glücklichsten Ehe lebt, und die ihn mit zehn Töchtern beschenkt hat. Als Advokat gelangte er bald in den Ruf eben so großer Geschicklichkeit als Rechtlich- feft; weßhalb eS nicht lange dauerte, daß er im Staate Oajaca auch ein Amt bei der öffentlichen Verwaltung erhielt. Auch da that er sich wieder durch seine hohen Geistes- gaben und seine Bürgertugenden hervor, was zur Folge hatte, daß er erst zum Ober­richter, dann zum Präsidenten des obersten Gerichtshofs seiner Nation erwählt ward. Bei den vielen politischen Stürmen, die über Mexiko hereinbrachen, konnte es ntchr fehlen, daß Benito Juarez auf die politische Laufbahn gedrängt wurde. Als Gouverneur