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der freien Stadt Frankfurt. verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
M 176. Dienstag den 28. Juli 1863.
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Ueberbliek der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 28. Juli. Der Pariser Temps gibt unter dem Titel „La petite Allemagne" einen längeren Artikel, der sich in höchst anerkennender Weise über die segensreiche Wirkung aussprtcht, welche der Gustav-Adolph-Verein auf die arme deutsche Bevölkerung von Paris auSübt. „Eine Menge deutscher Auswanderer, welche das Elend an den deutschen Nachbarstaaten verjagt hat, kommen nach Paris, weil sie darauf rechnen, dort leichter alS im Vaterland ein Unterkommen zu finden. Sie haben von den ungeheueren Arbeiten sprechen hören, welche hier vollführt werden, und glauben deshalb, daß die Arme hier mangeln. Leider finden diese armen Leute zumeist ungeachtet ihres Fleißes, ihrer Ausdauer und ihrer Ehrlichkeit in Paris nicht ihr gelobtes Land, welches sie geträumt hatten. Sie sind auf die untergeordnetsten Beschäftigungen angewiesen, auf den allerbescheidensten Gehalt und beginnen fast immer mit dem Geschäfte der Straßenkehrer, welche vom ersten Tagesanbruch an die Straßen der großen Stadt reinigen. Der Mann verdient 2^/z Frcs., di» Frau, welche ihrer häuslichen Arbeiten wegen nur den halben Tag arbeitet, 1 Fr. Von diesen 3Vr Frcs. muß sehr häufig eine zahlreiche Familie leben. So haben diese armen Leute lange Zett dem Elende und der Unwiffenheit preisgegeben gelebt. Endlich hat sich das deutsche Vaterland ihrer erinnert. Der Gustav-Adolph-Verein, wenig bekannt in Frankreich, wo unsere Gesetzgebung ihm nicht gestatten würde, sich auSzubretten, ist eine große, mächtige, freie Gesellschaft, welche in Deutschland unter einem der glänzendsten Namen der Geschichte des Protestantismus sich gebildet hat, um ein Band, eine freiwillige Einigung unter allen protestantischen Glaubensbekenntnissen herzustellen.' Durch den Gustav-Adolph» Verein war nun in Parts eine evangelische, deutsche und französische Mission gebildet worden, welche damit begonnen hatte, in den verschiedenen Quartieren der Weltstadt Watttschulen, Schulen und Gottesdienst, anfangs ausschließlich für Deutsche, zu stiften. Einer der Missionäre der Gesellschaft, ein junger Mann von siebenundzwanzig Jahren, kam 1858 nach Paris und widmete sich mit besonderem Eifer der Angelegenheit. Er erwählte sich tn der Petite-Vtllette den Ort, wo er zuerst in einem kleinen hölzernen tragbaren Hause Schule und Gottesdienst eröffnete. EiwaS später wird eins kleine, sehr einfache Kirche errichtet, welche 300 Zuhörer zu fassen im