Einzelbild herunterladen
 

Zvtettigenz Blatt

der freien AM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, M und den Franksurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpsörtchen, Schlachthausgasse 21.) Xi^^^

M 170. Dienstag den 21. Juli

1863.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblick der Greignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 21. Juli. (Zum deutschen Schützenfeste in Bremen.) Der Festplatz des zweiten deutschen Bundesschießens liegt auf der Bürger- weide neben der großen Eichenallee in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs, und umfaßt einen Flächenraum von 1,000,000 Quadrat-Fuß, von denen etwa 230,000 Q-F. mit Baulichkeiten bedeckt werden. Von der Stadt aus führen zu dem Platze vier Zugänge, nämlich 1) vom Torfcanal, 2) neben der Gasanstalt, 3) rechts vom Kirchhof neben der Turnhalle und 4) beim Uebergange über die Bahn an der Schleifmühle; davon sind als Fahrwege der Weg neben der Gasanstalt bis zur Allee, und der neben der Schleif- Mühle bis zum Emmaberge für Fuhrwerke pasfirbar; der letztere als der Hauptweg, der auch von dem Festzuge benutzt werden soll, wird wahrscheinlich von der Remberti- straße auS in gerader Richtung nach dem Festplatzr zu verlegt werden. Vor dem Ein- Kzum Festplatz werden sich zwei Buden zur Einwechslung von Kleingeld befinden,

> den Kassen nicht gewechselt werden wird; der Eingang selbst befindet sich zwischen den beiden Kassenlokalen und wird zur Vermeidung des Gedränges sowie zur Erleichte­rung der Controle mit Turntkets versehen werden. In der Mitte deS Festplatzes be­findet sich auf einer kreisförmigen Insel der Gabrntempel, zu dem eine für Zu- und Abgang getheilte Brücke führt. Den Gabentempel bildet ein runder von Säulen ge­tragener Pavillon, dessen Kuppel eine Statue zieren wird. Links vom Eingang erhekt sich die Festhalle in einer Front von 450 Fuß, und hinter derselben die Küchen räume, welche eine Fläche von 20,000 Q >F bedecken. Die imposante Fagade der Festhalle bildet eine Arcade, deren angenehmer Eindruck durch die an den Enden und in der Mitte befindlichen Thürmchen, zwischen welchen letzteren sich ein Transept erhebt, noch bedeutend gehoben wird. Diese Arcade bildet einen 50 Fuß breiten Festsaal, der zur Aufnahme der Fahnen, Embleme und sonstigen Decorationen bestimmt ist, aber nur zur Erholung und Pro­menade der F stthetlnehmer dient, denn die eigentliche Festhalle, welche beq reme Speise- Plätze für 4000 Personen bietet, schließt sich in einem Halbzirkel erst an diesen Saal. Man hat für diese Halle die HalbkreiSform gewählt, weil so ein jeder der Anwesenden imstande ist, den auf der Tribüne im Mittelpunkte befindlichen Redner zu sehen und — so viel «18 möglich — zu hören. Die Konstruktion des ganzen Gebäude-, welche-