ZuteUigenzBlatt der freien Stadt Frankfurt, /^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. Ml
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
M 119. Dsnnerstag den 2L Mai 1863.
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Frankfurt, 21. Mai. (Zur Situation.) Die zu London erscheinende „Quaterly Review“, eine der verbreitetsten und geachtetsten periodischen englischen Zeit« schriften, bat in ihrer jüngsten Nummer einen höchst bemerkenswerthen Artikel über die Polnische Frage mitgetheilt, aus dem wir folgende Stellen ausziehen, da sie den Beweis liefern, daß nicht die ganze englische Presse mit der polnischen Bewegung sym- pathisirt. „Die historischen Antecedentten der Polen," sagt dieses Blatt, „sind in der That nicht dazu angethan, auf die Dauer große Sympathien in Europa zu erwecken. Wenn sie auch, vom glühendsten Nationalhaß gegen die Russen beseelt, ihr Blut verspritzen um in einem verzweifelten Kampfe um die Wiederherstellung des alten Polen- reich« zu ringen, so ist Rußland immerhin in seinem vollsten Rechte, alle seine Kräfte anzustrengen, um seine alten Ansprüche mit der Macht des Schwertes zu behaupten. Es sei ferne von uns, die Polen zu tadeln, daß sie Alles daran setzen, um die chimärische Wiederherstellung des Reichs der Jagellonen zu versuchen, aber dieser Versuch dürfte wie gesagt, die Sympathien von Europa für dieses Ziel nicht gewinnen, denn in dem Streben, seine Unabhängigkeit zu erkämpfen, ist der polnische Adel von der Unterwerfung unter Rußland bereits zu der unter Frankreich gelangt und Verbündeter des Kaisers Navoleon und seiner Ansichten über Nationalitätsprincipien geworden. Wenn der verzweifelte Kampf der Polen Aussicht auf Erfolg hätte, so würde natürlich Polen von Rußland Alles erzwingen, was es verlangt, das Czaarenreich würde in die Grenzen eine« halbasiatischen Staates zurückgedrängt und Polen unter dem Protectorate von Frankreich einer der mächtigsten Staaten des östlichen Europas werden. Aber bis jetzt war den Polen daS Kriegsglück, wenn sie ihre Ideale durch das Sckwert erringen wollten, stets ungünstig. Das Jahr 1812, welches so vielen Völkern Freiheit und Unabhängigkeit wtedergegeben, hat den Hoffnungen Polens einen tödtlichen Streich versetzt. Rußland, das in jener Zeit seinen unberechtigten Angreifern einen Patriotismus entgegengesetzt, wie ihn die Geschichte nicht zum zwettenmale aufzuweisen hat, hat damals Polen, welches sich mit seinen Gegnern verbunden, während es ihm durch das Recht der Geschichte gehörte, wieder erobert. Alles was daher Polen jetzt zu hoffen hat, ist eine befriedigende und freisinnige Verfassung unter der Oberhoheit der Russen, und diese wird ihm Kaiser Alexander gewiß nicht verweigern." , „ ,
Man schreibt aus New York: Bei Fredericksburg hat am 2. (SamStag) eine Stoße Schlacht zwischen Lee und Hooker begonnen. Sie wutde am folgenden Tage mit