ZltteMaenz-Blatt
der freien MM Frankfurt, /^^ verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
M 117. Dienstag den 19. Mai 1863.
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Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politische« «n- materiellen Interessen.
Frankfurt, 19. Mai. Ueber den Kampf um Puebla berichtet der Pariser Moniteur vom 15. Mai: „Wie mit der letzten Post gemeldet, wurde Puebla am 18. März eingeschloffen und am 23. der Laufgraben vor dem Fort San Xavier in einer Entfernung von 650 Metern eröffnet. Vom 23. bis zum 29. wurden die Belagerungs- arbeiten regelmäßig bis auf 50 Meter von dem vorspringenden Winkel der anzugreifen« den Bastion fortgeführt. Am 29. März, als alle Vorbereitungen getroffen und die feindlichen Geschütze zum Schweigen gebracht worden waren, wurde Sturm gegen das Fort San Xavier gelaufen und dasselbe trotz eines kräftigen Widerstandes genommen und behauptet. In der Nacht vom 31. März auf den 1. April bemeisterte man sich der Häusergruppe, in der sich das Kloster Guadalupite befindet, und am folgenden Tage aller Häusergruppen längs der Promenade bis zum Moreloswerke rechts, sowie mehrerer Sergruppen jenseits des Klosters Guadalupite, nach dem großen Hauptplatz in der
e der Stadt zu. In dieser Weise rückte man ohne große Verluste in Laufgräben vor, durch welche man die einzelnen Häusergruppen miteinander in Verbindung setzte und man drang in die Häuser selbst ein, indem man die Seitenwände mit Pulver sprengte. Beim Abgang des Couriers am 3. April schickte man sich an, die Cathedrale, den die Stadt beherrschenden Punkt, zu nehmen, und man glaubte nicht, daß die Be- lagerungsoperationen noch lange fortdauern würden."
Der Moniteur schließt an diesen Bericht beruhigende Mittheilungen über den Stand der Munition und der Lebensmittel und erklärt den Gesundheitszustand der Truppen für vortrefflich. „Der von uns in Puebla davongetragene Erfolg — fährt das Blatt fort — wurde leider durch empfindliche Verluste erkauft, da er uns fünf getödtete Offi« ziere, worunter den die Artillerie commandirenden General Vernhet de Laumière, 30 verwundete Offiziere, 56 Todte und 443 Verwundete unter den Soldaten und Unteroffizieren, worunter nur 250 in Spitäler gebracht wurden, kostete." — Hierauf folgt eine weitläufige Schilderung der Vorgänge vor Puebla, wie sie das für den Kaiser bestimmte Tagebuch des General Forey enthält, der wir Folgendes entnehmen: Am 16. März begannen die ernstlichen Operationen; General Douay besetzte dte Hügel von Tepotzuchil M Amalncan und ging dann nach Marzanilla weiter, nachdem die Division der General