Zutelligenz-Blatt
der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgafle 21.)
ML 68. Samstag den 2L März 1863.
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Ueberblick der Greignisse im Gebiete -sr politische« ««d materielle« Interessen.
Kra«kf«rt, 21, März. Der Preußische Staats-Anzeiger berichtet: „Die Erinnerung an eine in der Geschichte Preußens für immer denkwürdige und ruhmvolle Zett ist am 17. in würdigster Weise gefeiert worden. Schon Friedrich Wilhelm IV. hatte die Absicht gehegt, Seinem in Gott ruhenden Vater ein Reiterstandbild in Berlin zu errichten, und beauftragte Rauch mit der weiteren Ausbildung dieses Planes, sowie mit der Anfertigung von.Entwürfen. Diese in Gyps ausgeführten Entwürfe, welche den König-Friedrich Wilhelm III. zu Pferde auf einem mit Figuren reich ausgeschmückten Piedestale darstellen, befinden fich gegenwärtig in dem Rauch-Museum. Des jetzt regierenden Königs Majestät traten im Jahre 1858 dem Plane näher und ordneten die Bildung einer Commission an, welche zu Anfang des Jahres 1859 zusammentrat. Zu den Kosten wurden vom Landtage der Monarchie seit 1859 mehrere Raten bewilligt. Nach Berathungen in der Commission über den Ort und die Gestaltung des Denkmals wurde der Platz im Lustgarten von des Königs Majestät dazu bestimmt, und nach einem ausgestellten Programme, in welchem den Künstlern für die Darstellung am Piedestal vollkommen Freiheit gelassen war, eine Concurrenz ausgeschrieben, an welcher sich 12 Künstler betheiligten. Ihre Skizzen wurden auf der Kunst-Ausstellung des Jahres 1860 der öffentlichen Beurtheilung unterworfen. Demnächst wurde der Professor Albert Wolff, ein Schüler Rauches, dessen Skizze vorzüglich gefallen hatte, mit einem neuen Entwürfe beauftragt, welcher schließlich die Allerhöchste Genehmigung erhielt. Das Hülfsmodell in halber Lebensgröße ist zur Zeit schon wert vorgeschritten. Es stellt den König in der Tracht seiner Zeit dar, die Rechte (Lhu- lich der Statue Marc Aurel's) segnend ausgestreckt. Die Darstellungen am $«W beziehen sich auf die Ereignisse im Krieg und Frieden während der Regierung Friedrich Wilhelm's III. Im Lustgatten waren die für die Feier der Grundsteinlegung nöthigen Vorrichtungen schon seit Tagen getroffen worden Der ganze ^Platz war am äußeren Umfange von hohen, Mit den Landesfarben geschmückten Masten umgrânzt, dagegen waren die um den Rasenplatz laufenden.Gitter abgetragen worden, um für die Theil- nrhmer des Festes Raum zu gewinnen. Das Becken des Springbrunnens im^ Mittelpunkte des Lustgartens war mit einem Pavillon für Ihre Majestät die Königin und