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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt Frankfurt. verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 64. Dienstag den 17. März 1863.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Ginrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

NeberblLS der Wreigniffe im WebLete 6er politische» «nö materiellen Interessen.

Arankfurt, 17. März. (Die Hochzeitsfeier in London.) Ueber die am 10. d. M. stattgehabte Trauung des Prinzen von Wales mit der Prinzessin Alexandra von Dänemark entnehmen wir der „Engl. Lorresp." auszüglich Folgendes:

Die Hochzeitsfeier ist vorüber. Kein Mißklang hat sie gestört.

Der Schwerpunkt der Feierlichkeit, die Trauung selber, war bekanntlich auf den besondern Wunsch der Königin nach Windsor verlegt worden. Die Schloßkirche daselbst ist klein, kaum groß genug, um Diejenigen zu fassen, welche vermöge ihrer Stellung am Hofe und bei der Regierung nicht wohl ausgeschlossen werde» konnten. Anwesend waren daher außer den Mitgliedern der königl. Familie und den zum Hofstaat gehörigen Per­sonen nur die fremden Gesandten (auch von diesen nicht alle), die Mitglieder des Cabinets, einige wenige hervorragende Mitglieder des Unterhauses, die Ritter des Hosenbandordens, der Lord-Mayor als Vertreter der City, die höchsten Würdenträger der Kirche und eine kleine Auswahl geladener Gäste aps den ersten Häusern des Landes. Im Ganzen mögen, da der Hofstaat an sich sehr zahlreich ist, an 500 Personen bet der kirchlichen Feier zu­gegen gewesen sein.

Im Schlosse selbst und in der Auffahrt zur Kirche, wie im Innern der letzteren herrschte musterhafte Ordnung. Für die wenigen Berichterstatter der Presse, denen der Zutritt eröffnet werden konnte, war ein vortrefflich gelegener Winkel frei gehalten worden, und Mr. Frith, welcher im Auftrage der Königin die Ceremonie in einem umfangreichen Gemälde verewigen soll, hatte einen der besten Plätze in der Nähe des Altars, wie er sich ihn selber gewählt.

Die Pracht derCostüme zu schildern, versuchen selbst die englischen Reporters nicht, denen man sonst Alles eher, als Schreibfaulheit vorwerfen kann und die den Blättern endlos lange Beschreibungen geliefert haben. Es versteht sich von selbst, daß eine Ver­sammlung von fünfhundert Herren und Damen, welche unter die reichsten Euröpä's ge­hören, in ihren glänzenden Gewändern und diamantenfunkelnden Toiletten reich und imposant aussah. Es versteht sich ferner von selbst, daß die Braut, welche in der That anmuthtger ist, als die bis jetzt hier verbreiteten Porträts zu schließen erlaubten, in- mitten ihrer acht Brautjungfern, ob ihrer schönen Toilette und jugendlich-reizenden Er-