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Intelligenz-Blatt

her freien MM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

^L 54. Donnerstag den 5. März 1863.

UeberbliÄ -sr GrsèKmffe im Gebiets dsr politisches «Kd MesteTisAe« JKtereffen.

Frankfurt, 5. März. Die traurige Regel, welche deutschen Erfindern ein Leben voll Mühsal, Entbehrung und Kränkungen in Aussicht stellt, hat soeben eine Ausnahme erfahren, die ohne Zweifel einen erfreulichen Eindruck machen wird. Wilhelm Bauer, der Erfinder der unterseeischen Schifffahrt, stand, trotz der scheinbar bedeutenden Opfer­willigkeit des deutschen Volkes zu Gunsten seiner Erfindung, doch bis vor wenigen Tagen der allerschlimmsten Eventualität gegenüber, und es war sehr zu fürchten, daß sein zweites Unternehmen in einem unbefriedigenden Versuche ein frühes Ende finden werde. Zwar las es sich ganz stattlich, wenn die „Gartenlaube" die langen Reihen Derer, welche ihr Scherflein beigetragen, in ihren Spalten veröffentlichte; allein eine nähere Forschung nach dem Ergebnisse jener Sammlungen mußte zu der niederschlagenden Ueberzeugung führen, daß mit diesen Mitteln allein Bauer's Werk nicht zum Abschluß zu bringen sei. Da kam plötzlich unerwartete, aber desto freudiger überraschende Hülfe von dem Herzog Ernst von Koburg-Gotba. Einer freundlichen Einladung von ihm folgend, reisten vor wenigen Tagen Bauer-selbst und sein Freund Dr. Friedrich Hoffmann aus Leipzig, welcher Letztere schon seit langer Zeit unablässig in der „Gartenlaube" und sonst für den Ersteren geschrieben und gewirkt, nach Gotha. Mit Aufmerksamkeit und Wohlwollen empfangen, waren beide Herren mehrere Tage die vielfach ausgezeichneten Gäste des Fürsten. Herzog Ernst ließ sich in wiederholten Besprechungen über Wesen und Be- d-utung der Bauer'schen Erfindung bis in die geringsten Einzelheiten unterrichten, und das Ergebniß davon war die vollständige Ueberzeugung des Fürsten von der großartigen Wichtigkeit und den unberechenbaren Einwirkungen der Erfindung auf die verschiedensten Zweige des bürgerlichen wie des militärischen Lebens. Durchdrungen von dieser Ueber­zeugung forderte nun der Herzog Bauer auf, über die zur Hebung des Dampfers Ludwig aus dem Grunde des Bodensees noch nöthigen Geldmittel eene ge­naue 'Berechnung aufzustellen. Bauer that das und sofort ließ drr Furst eme den Betrag dieser Rechnung noch überschreitende Summe (man spricht von 10,000 für ihn anweisen. Somit wäre vor Allem die Hebung des Dampfers „^udwig unbe­dingt gesichert; allein Herzog Ernst war nicht gemeint, mit dieser ersten That sich zu begnügen. Er sprach, auf Grund mehrerer anderweitiger Entwürfe, Pläne rc., welche Bauer ihm vorgelegt, seine entschiedene Meinung dahm aus, daß eine weitere Au.- beutung der genialen Erfindungskraft des schlichten. Alles aus sich allein schöpfenden Mannes unbedingt angestrebt und durchgeführt werden müsse, und zwar nicht auf dem