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Intelligenz-Blatt der freien MM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, H und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition; am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

J£ 44._________SamStag den 2L Februar 1863.

NeberblLS des WseiMMe im Webiets öse pplitifcheN «nD Umtemelle« Interessen.

Aran?furt, 21. Februar. (Zur Situation.) Briefe aus London sprechen von mehreren Zusammenkünften, die mit Bezug auf die polnische Frage zwischen Baron Gros und dem Graf Russell stattgehabt haben sollen. Man sei aber zu keinem Resul­tate gelangt, was wir sehr natürlich finden. — In der italienischen Kammer scheint sich ein ernsthafter Angriff auf das Ministerium vorzubereiten. Die Vorlage des Handels­vertrag« mit Frankreich hat dem Haß der Opposition gegen das Kaiserreich einen neuen Anhaltspunkt gegeben, und wie der „Patrie" aus Turin geschrieben wird, beabsichtigen die Oppofitionsdeputirten bei der Debatte über den Handelsvertrag ein Mißtrauens­votum gegen die Regierung zu beantragen. Fällt der Beschluß des Hauses dem Mini­sterium ungünstig aus, so würde Farini, der „Patrie" zufolge, die Kammern auflösen, und nachdem das Budget und die Anleihe bewilligt, sofort Neuwahlen anordnen. Wir glauben indessen nicht an eine wirkliche Opposition in der Kammer, denn dieselbe würde nicht vorher Anleihe und Budget bewilligen, um nachher bei dem Handelsvertrag? das Ministerium zu stürzen, welches von ihr selber in die günstigste Lage gebracht worden. — Die jüngsten, wenn auch unbedeutenden Kundgebungen der Italiener für Polen haben bereits zu einer Beschwerde des Kabinets von St. Petersburg geführt. — Aus Griechen­land nichts Neues. Von Marseille wird aber gemeldet, Herr Elliot sei dort, auf der Rückreise nach England, angelangt. Frühere Berichte aus Athen hatten auf ein längeres Verbleiben jenes Herrn in Griechenland schließen lassen; aber vermuthlich wurde ihm seine Position nachgerade etwas zu delikat.

Unsere Leser werden sich erinnern, das vor ungefähr 14 Tagen eine russische Fre­gatte im Hafen von Ragusa erschien, und um die Erlaubniß bat, in die Bucht von Cattaro einzufahren. Die Erlaubniß wurde verweigert, und die Fregatte segelte wieder ab, Niemand wußte wohin. Französische Blätter berichten nun, die Fregatte sei trotz des österreichischen Verbots nach Cattaro gefahren, und habe daselbst Glocken ausgeschifft, welche den Montenegrinern von Rußland geschenkt worden. Wenn nichts anderes aus- « wurde, hatte jene Fregatte freilich eine außerordentlich harmlose Mission. — nstantinopel schreibt man, der neue Seraskier Fuad Pascha habe die Einbe­rufung der Rediffs, der Landwehr, verschoben. Diese Maßregel ist nicht gut mit den Nachrichten auS Bucharest und der Herzegowina zusammen zu reimen. — Der Vize- könig von Egypten wird Ende dieses MonatS in Konstantinopel erwartet.