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Zutelligenz-Blatt

der freien StM Frankfurt verbunden mit dem Amtsblatt. Organ der hiesigen Staatsbehörden, M und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

J» 6. Donnerstag den 8. Januar 1863.

KsberblLÄ des EBreiMMs im GsbLete Nr poLLLLfcher, und msterLMen JnLsNejssn.

Frankfurt,8. Januar. (Die europäischen Fürstenhäuser im Jahre 1862.) Das zu Ende gegangene Jahr führte in den Regentenfamilien unseres Erd- theilS die nachstehend verzeichneten Personalveränderungen herbei.

Verstorben sind 11 Glieder derselben und zwar nur 3 männlichen und 8 weiblichen Geschlechts. Von den Cardinälen starben nur 2, Pianetti und Morlot; demnach beträgt die Zähl der Cardinäle zur Zeit 60.

Geboren wurden 16, und zwar 9 Prinzen.

Vermählungen fanden 7 statt: 1) zwischen König Dom Louis I. von Portugal und Prinzessin Maria Pia, Tochter des Königs von Italien; 2) zwischen Erzherzog Karl Ludwig von Oesterreich (Bruder des Kaisers) und Prinzessin Annunciata, Schwester des Königs beider Sicilien; 3) zwischen Prinz Ludwig von Hessen-Darmstadt (Neffe des Großherzogs) und Prinzessin Alice von Großbritannien (Tochter der Königin); 4) zwischen Prinz Moritz von Sachsen-Altenburg (Bruder und präsumtiver Nachfolger des Herzogs) und Prinzessin Auguste von Sachsen-Meiningen (Tochter des Herzogs); 5) zwischen Prinz Wilhelm von Schaumburg-Lippe (Bruder des Fürsten) und Prinzessin Mathildis von Anhalt Dessau-Köthen (Tochter des Prinzen Friedrich); 6) zwischen Prinzessin Leopoldine von Baden (Tochter des Markgrafen Wilhelm) und Prinz Hermann von Hohenlohe-Langenburg; 7) zwischen Prinzessin Hermine von Reuß- Greiz (Schwester des Fürsten) und Prinz Hugo von Schönburg-Waldenburg. Außer­dem verlobten sich der Prinz von Wales, Kronprinz von Großbritannien, mit Prinzessin Alexandra von Dänemark (Tochter des zur eventuellen Thronfolge in Dänemark be­stimmten Prinzen Christian) und Prinz Wilhelm von Baden (Bruder des Großhrrzozs) mit Prinzessin Maria von Leuchtenberg (Nichte des Kaisers von Rußland).

Unter den sämmtlichen 48 Souveränen (mit Einschluß des Kaisers von Brasilien, des Fürsten von Monaco, der 4 zur Zeit vertriebenen italienischen Regenten und des gleichfalls vertriebenen Königs Otto von Griechenland) sind zwei weiblichen Geschlechts. Der älteste ist der König von Würtemberg, 81% Jahre alt; außer diesem sind noch . vier über 70 Jahre alt: der Landgraf von Hessen-Homburg, der Fürst von Reuß-Schleiz, der König der Belgier und der Papst. Von den übrigen sind sieben 60—70 Jahre, sechs 50—60 Jahre, vierzehn 40-50 Jahre, zehn 30—40 Jahre, vier 20—30 Jahre und zwei noch nicht 20 Jahre alt.

t Am längsten regiert der Herzog von Sachsen-Meiningen und nach ihm der Fürst