Intelligenz-Blatt
der freien Siakt Frankfurt. verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)
^L 308, Dienstag den 30. December 1862.
UebesbliE des GseignMe im Gebiets -ss politische» «»- msterieAen Jnteseffen.
Frankfurt, 30. December. Aus der Botschaft des Präsidenten Lincoln führen wir Folgendes an: „Ohne das Vorhandensein der Sclaverei würde die Rebellion nie existtrt haben; ohne die Sclaverei konnte sie nicht fortbestehen. Unter den Freunden der Union herrscht große Meinungsverschiedenheit in Betreff der Sclaverei und der afrikanischen Race. Einige wollen sie auf einmal und ohne Entschädigung abschaffen; Andere allmälig und gegen Entschädigung; Einige wollen die Freigelassenen exporttren, Andere wollen sie zurückbehalten u. s. W. Dieser Meinungsverschiedenheit wegen vergeuden wir viel Kraft im Kampfe unter uns selbst; durch gegenseitige Concession können wir Harmonie und einmüthiges Handeln erreichen. Es würde dies ein Compromip zwischen den Freunden und nicht mit den Feinden der Union sein. Obige Vorschläge sind als ein solches Compromiß zu betrachten. Werden sie angenommen, so wird vermuthlich wenigstens in mehreren Staaten Emancipation erfolgen. Was den ersten Artikel betrifft, so sind die Hauptpunkte folgende: 1) die Emancipation, 2) die Zeitfrist zur Durch Ühruna derselben (37 Jahre), 3) die Entschädigung. Die Emancipation wird den Verfechtern ewiger Sclaverei nicht angenehm sein; aber die gestellte Zeitsnst sollte ihre Mißbilligung bedeutend mildern. Diese Zeitfrist erspart bei den Racen die Uebel einer plötzlichen Veränderung der Bedingungen ihres Zusammenlebens, und> der größte Theil der Leute, deren gewohnte Denkweise durch diese Maßregel gestört wird, Mbt ab; ehe die Maßregel in Vollzug tritt. Diese Leute werden den Vollzug nie sehen. Andere werden die Emancipation mit Freuden begrüßt o.umr wirb nickt oesollen. Sie meinen, daß dadurch den
ehe die Maßregel in Vollzug tritt. Diese Leute werden den Vollzug dieser Maßregel nie sehen. Andere werden die Emancipation mit Freuden begrüßen, allem die gesetzte Zeitfrtst wird ihnen nicht gefallen. Sie meinen, daß dadurch den jetzt lebenden Sclaven ä wenig gegeben wird. Aber in der That erlangen dieselben dadurch sehrviel. Sie werden dadurch vor dem Vagabundenloos bewahrt werden welches die plötzliche Emancipation in Gegenden, wo ihre Zahl sehr groß ist, großentherls mit sich bringen mußte und sie erhalten die ermuthigende Gewißheit, daß ihre Nachkommen für immer frei sein werden Der Vorschlag überläßt es jedem Staate, die Sclaverei zetzt oder all- mälig in beliebigen Fristen während jener Periode abzu chaffen und er ve.- vilicktet keine zwei Staaten, gleichmäßig zu verfahren. Er trifft auch Bestimmungen über den Entschädtgungsmodus. Dies sollte die^ Unzufriedenheit derer ebenfalls mindern, welche die Sclaverei verewigen wollen, und ""ment- lich derer welche Entschädigung erhalten sollen Ohne Zweifel werden emigevon dnen welche zahlen und nichts erhalten sollen, protestiren; gleichwohl ist die Maßreget ff^er